Neunbogenbrücke Ella, Nine Arch Bridge

Neunbogenbrücke Ella: Warum die Nine Arch Bridge verzaubert

19.06.2026 - 08:20:43 | ad-hoc-news.de

Zwischen Teefeldern und Nebelschwaden spannt sich die Neunbogenbrücke Ella, die legendäre Nine Arch Bridge bei Ella in Sri Lanka. Warum dieses Eisenbahnviadukt zum magischen Moment jeder Reise wird – und was Deutschland-Reisende vor dem Besuch wissen sollten.

Neunbogenbrücke Ella, Nine Arch Bridge, Ella
Neunbogenbrücke Ella, Nine Arch Bridge, Ella

Wenn der Zug langsam durch den Nebel auftaucht, die Luft nach feuchter Erde und Tee duftet und unter Ihnen neun mächtige Steinbögen im Dschungel verschwinden, dann stehen Sie auf der Neunbogenbrücke Ella, der berühmten Nine Arch Bridge bei Ella im Hochland von Sri Lanka. Kaum ein anderer Ort im Land verbindet koloniale Eisenbahngeschichte, tropische Landschaft und Fotomotive so eindrucksvoll wie dieses Viadukt.

Neunbogenbrücke Ella: Das ikonische Wahrzeichen von Ella

Die Neunbogenbrücke Ella ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des kleinen Bergortes Ella im zentralen Hochland von Sri Lanka. Das aus Naturstein errichtete Eisenbahnviadukt liegt eingebettet zwischen Teeplantagen, Dschungel und sanften Hügeln und ist zu einem Symbol für die landschaftliche Schönheit der Region geworden. Reisemagazine wie GEO Saison und internationale Medien wie BBC Travel zählen Ella regelmäßig zu den Höhepunkten einer Sri-Lanka-Reise und nennen die Nine Arch Bridge als eines der fotogensten Motive des Landes.

Die Brücke überspannt ein dicht bewachsenes Tal auf der Bahnstrecke zwischen Ella und Demodara im Bezirk Badulla. Züge der staatlichen sri-lankischen Eisenbahn fahren hier mehrmals täglich darüber, was den Reiz des Ortes zusätzlich erhöht: Besucher:innen können das Bauwerk sowohl zu Fuß begehen als auch den Blick vom Zugfenster aus genießen. Viele Sri-Lanka-Reiseführer, darunter deutschsprachige Verlage wie Marco Polo und Dumont, heben hervor, dass die Kombination aus kolonialer Ingenieurskunst und tropischem Landschaftsrahmen die Brücke zu einem „Postkartenmotiv par excellence“ macht.

Für Reisende aus Deutschland ist die Neunbogenbrücke Ella oft ein emotionaler Höhepunkt einer Rundreise, weil sie mehrere Sri-Lanka-Bilder in sich vereint: das kühle Hochland mit Teefeldern, die noch immer wichtige Eisenbahnverbindung der ehemaligen Ceylon-Kolonialzeit und die Instagram-bekannte Silhouette der Züge, die scheinbar schwebend über den Bögen ziehen. Anders als bei vielen europäischen Sehenswürdigkeiten lässt sich die Brücke sehr unmittelbar erleben: Man steht direkt auf den Gleisen, spürt die Vibration des Zuges und ist nur wenige Meter von den Lokführer:innen entfernt – ein Erlebnis, das in Europa aus Sicherheitsgründen kaum möglich wäre.

Geschichte und Bedeutung von Nine Arch Bridge

Die Nine Arch Bridge (wörtlich „Neunbogenbrücke“) entstand in der späten Kolonialzeit, als Sri Lanka noch unter britischer Herrschaft stand und den Namen Ceylon trug. Die Eisenbahn war damals ein zentrales Infrastrukturprojekt, um Tee, Kaffee und andere Plantagenprodukte aus dem Hochland an die Küste zu bringen. Die Bergstrecke über Ella war dabei eine besondere Herausforderung, weil sie zahlreiche Täler und Schluchten queren musste. Laut Angaben der sri-lankischen Eisenbahnverwaltung und mehreren Reisehandbüchern wurde die Brücke in den 1910er- bis frühen 1920er-Jahren geplant und im Zuge des Ausbaus der Hochlandstrecke fertiggestellt. Exakte Jahreszahlen schwanken je nach Quelle, was typisch für viele koloniale Bauwerke in der Region ist.

Besonders häufig wird in Reiseführern und Tourismusportalen eine Bauzeit um 1921 genannt, was sich mit der allgemeinen Entwicklung der Bahnlinie Badulla–Colombo deckt. Konkrete Datumsangaben variieren, und offizielle britische Kolonialarchive liegen nicht flächendeckend in digital zugänglicher Form vor. Fest steht aber: Die Nine Arch Bridge gehört in die Zeit kurz vor der Gründung des unabhängigen Sri Lanka im Jahr 1948 und ist damit älter als viele moderne Wahrzeichen wie der Berliner Fernsehturm oder das Olympiastadion in München.

Eine oft erzählte lokale Legende besagt, dass die Brücke vollständig ohne Stahl gebaut wurde, weil während des Ersten Weltkriegs Materialien knapp waren und für die Rüstungsproduktion in Europa benötigt wurden. Stattdessen hätten die Ingenieure vor Ort auf massiv gemauerten Naturstein und Ziegel gesetzt. Seriöse Quellen wie sri-lankische Ingenieurverbände und offizielle Tourismusseiten bestätigen zumindest, dass es sich um eine Steinbogenbrücke ohne sichtbare Stahlträger handelt und dass diese Materialwahl für die Zeit ungewöhnlich war. Ob die Kriegsjahre der alleinige Grund dafür waren, lässt sich nicht zweifelsfrei belegen, die Geschichte ist jedoch zu einem festen Bestandteil des Mythos um das Bauwerk geworden.

In der regionalen Erinnerungskultur spielt die Nine Arch Bridge eine doppelte Rolle: Sie ist einerseits Symbol der kolonialen Vergangenheit, andererseits unverzichtbarer Teil des heutigen Alltagsverkehrs und der touristischen Infrastruktur. Die Bahnlinie dient noch immer dem Personen- und Gütertransport zwischen dem östlichen und westlichen Teil der Insel, und gerade im Hochland ist der Zug für viele Einwohner:innen ein wichtiges Verkehrsmittel. Für das heutige Ella ist die Brücke zudem ein Wirtschaftsfaktor: Gästehäuser, Cafés und kleine Restaurants haben sich rund um die Aussichtspunkte etabliert und leben in hohem Maße von den Besucher:innen, die wegen der Brücke anreisen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch gehört die Neunbogenbrücke Ella zu den klassischen Steinbogenviadukten, wie sie um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert weltweit gebaut wurden. Anders als viele europäische Beispiele, etwa die großen Viadukte in den Alpen, ist sie jedoch vergleichsweise schlank proportioniert und vollständig aus Naturstein und Ziegelmauerwerk gefertigt. Lokale Ingenieurberichte und internationale Reiseführer beschreiben die Brücke als rund 90 bis 100 Meter lang und etwa 24 Meter hoch; aufgrund unterschiedlicher Messungen und Angaben sollte diese Spanne eher als Richtwert denn als exakte Zahl verstanden werden.

Charakteristisch sind die neun symmetrischen Rundbögen, die sich über das Tal ziehen und der Brücke ihren Namen geben. Von der Seite betrachtet entsteht der Eindruck einer anmutigen, fast filigranen Silhouette, die sich deutlich von massiven Stahlbrücken oder Betonviadukten abhebt. Gerade bei diffusem Morgenlicht oder im Nebel des Hochlands wirkt die Brücke wie ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit. Fotografinnen und Fotografen betonen, dass die geometrische Klarheit der Bögen einen spannenden Kontrast zum wilden Grün des Dschungels bildet – ein Grund, warum Aufnahmen von hier besonders häufig in Bildbänden und auf Social Media landen.

Die Einbettung in die Landschaft ist zugleich ein Beispiel für die Art, wie koloniale Ingenieure die Topografie nutzten. Statt das Tal komplett zuzuschütten oder weite Umwege in Kauf zu nehmen, wurde ein Viadukt gewählt, das den natürlichen Verlauf des Geländes respektiert. Aus kunsthistorischer Sicht lässt sich die Brücke der funktionalistischen Ingenieurbaukunst zuordnen: Es gibt keine dekorativen Ornamente, keine Skulpturen oder Formen, die über das Nötige hinausgehen. Ihre Ästhetik entsteht aus Proportion, Rhythmus und Material. Reiseberichte von GEO und britischen Tageszeitungen wie dem Guardian betonen, dass gerade diese Reduktion in der üppigen tropischen Umwelt einen besonderen Reiz entfaltet.

Ein weiterer Punkt, der die Neunbogenbrücke Ella auszeichnet, ist die Möglichkeit, sie unmittelbar zu erleben. Es gibt keine hohen Absperrgitter wie an vielen europäischen Bahnbrücken. Besucher:innen können relativ frei über das Viadukt laufen, an den Rand treten und in das Tal hinabsehen. Zugleich ist dies ein Sicherheitsaspekt, der bewusst bedacht werden sollte: Züge fahren langsam, aber regelmäßig, und man muss zur Seite ausweichen, sobald man das Signal oder das Rumpeln der Schienen hört. Lokale Hinweise und die Empfehlungen seriöser Reiseführer weisen ausdrücklich darauf hin, immer ausreichend Abstand zur Gleismitte zu halten und sich nicht durch Selfies ablenken zu lassen.

In den vergangenen Jahren hat sich die Nine Arch Bridge zu einem „Instagram-Hotspot“ entwickelt. Besonders beliebt sind Fotos, bei denen Reisende auf dem Viadukt posieren, während sich im Hintergrund der blaue oder rot-blaue Zug über die Bögen schiebt. Tourismusbehörden in Sri Lanka nutzen diese Bilder inzwischen in ihren Kampagnen, weil sie das moderne Image des Landes als Reiseziel für Natur- und Kulturerlebnisse transportieren. Gleichzeitig wird in sri-lankischen Medien zunehmend darüber diskutiert, wie man den wachsenden Besucherandrang mit dem Schutz des Bauwerks und der Sicherheit der Menschen in Einklang bringen kann.

Neunbogenbrücke Ella besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Neunbogenbrücke Ella liegt wenige Kilometer außerhalb des Ortszentrums von Ella im Bezirk Badulla, im südlichen Zentralhochland von Sri Lanka. Von Deutschland aus ist Sri Lanka in der Regel über den internationalen Flughafen Bandaranaike bei Colombo erreichbar, meist mit einem Umstieg über große Drehkreuze wie Dubai, Doha, Istanbul oder Singapur. Die reine Flugzeit von Frankfurt, München oder Berlin liegt je nach Verbindung grob zwischen 10 und 12 Stunden, hinzu kommen Umsteigezeiten.
    Von Colombo führt eine der bekanntesten Bahnstrecken des Landes über Kandy und Nuwara Eliya (Bahnhof Nanu Oya) nach Badulla, mit Ella als einer der schönsten Stationen. Viele deutschsprachige Reiseführer empfehlen diese Hochlandstrecke ausdrücklich als landschaftlichen Höhepunkt. Alternativ sind Inlandsfahrten per Fahrer mit Auto oder Minivan sowie touristische Busangebote üblich. In Ella selbst lässt sich die Brücke zu Fuß, per Tuk-Tuk oder mit einem kurzen Zugabschnitt erreichen, je nachdem, von wo man startet.
  • Weg zur Brücke
    Es existieren mehrere Zugangswege, die von Reiseverlagen und der offiziellen Tourismusinformation des Bezirks beschrieben werden. Besonders gängig sind ein Spaziergang entlang der Gleise vom Bahnhof Ella aus (ca. 2–3 km, gute 30 bis 45 Minuten) oder der kürzere Fußweg von einem nahe gelegenen Parkplatz, den Tuk-Tuk-Fahrer:innen ansteuern. Der Weg führt meist durch Teeplantagen, kleine Dörfer und Waldstücke. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da der Boden vor allem nach Regen rutschig sein kann.
  • Öffnungszeiten
    Die Neunbogenbrücke Ella ist kein klassisches Museum mit festen Öffnungszeiten, sondern Teil der öffentlichen Eisenbahninfrastruktur. Das Gelände rund um die Brücke ist grundsätzlich jederzeit zugänglich. Dennoch können sich örtliche Regelungen ändern, etwa bei Bauarbeiten oder aus Sicherheitsgründen. Daher ist es sinnvoll, vor dem Besuch aktuelle Hinweise bei der örtlichen Touristeninformation in Ella, bei der sri-lankischen Eisenbahn oder über seriöse Reiseanbieter zu prüfen. Es empfiehlt sich, Tageslichtzeiten zu nutzen, da die Wege im Dunkeln kaum beleuchtet sind.
  • Eintritt
    Bislang berichten seriöse Reiseführer und Tourismusinformationen übereinstimmend, dass für den Besuch der Brücke selbst kein offizieller Eintritt erhoben wird. Gelegentlich können auf privaten Wegen oder Aussichtspunkten kleine Beträge verlangt werden, etwa als Parkgebühr oder für die Nutzung eines besonders beliebten Fotospots. Diese Beträge bewegen sich erfahrungsgemäß auf niedrigem Niveau und werden meist in der Landeswährung Sri-Lanka-Rupie (LKR) erhoben. Da sich Konditionen kurzfristig ändern können, sollten Reisende immer etwas Bargeld einplanen und aktuellen Stand vor Ort erfragen.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Das Klima im Hochland ist deutlich kühler und feuchter als an der Küste. Für Ella gelten vor allem die Monate mit weniger starkem Regen als angenehm, wobei Sri Lanka verschiedene Monsunphasen kennt, die sich regional unterscheiden. Viele deutschsprachige Reiseführer empfehlen das Hochland grob zwischen Dezember und April sowie im europäischen Herbst als besonders reizvoll, weil die Sicht oft klarer ist und die Temperaturen moderat bleiben. Unabhängig vom Monat gilt: Frühmorgens und spätnachmittags ist das Licht am schönsten, und es kann weniger voll sein als zur klassischen Tagesmitte. Besonders stimmungsvoll sind die Momente, in denen Nebel durch das Tal zieht und die Brücke teilweise verhüllt.
  • Zugfahrpläne und Fotomomente
    Züge fahren mehrere Male am Tag über die Nine Arch Bridge, doch Fahrpläne können sich ändern, und Verspätungen sind nicht ungewöhnlich. Seriöse Reiseführer raten, mit einem gewissen Zeitpuffer zu planen und sich vor Ort bei der Bahnstation Ella oder bei lokalen Guides nach den voraussichtlichen Durchfahrtszeiten zu erkundigen. Viele Reisende verbringen ein bis zwei Stunden an der Brücke, um sicher einen Zug zu sehen und verschiedene Perspektiven auszuprobieren – vom Talboden, von Aussichtspunkten in den Teeplantagen oder direkt auf der Brücke.
  • Sprache, Kultur und Verhalten
    In Sri Lanka sind Singhalesisch und Tamil die Hauptsprachen; Englisch ist in touristischen Regionen wie Ella relativ weit verbreitet. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen, meist von Mitarbeitenden großer Hotels oder Reiseagenturen. Ein respektvoller, zurückhaltender Umgang mit der lokalen Bevölkerung ist selbstverständlich. Da einige Zugangswege über Privatgrundstücke oder durch Teeplantagen führen, ist es wichtig, Wege nicht zu verlassen, Pflanzen nicht zu beschädigen und auf Hinweise der Bewohner:innen zu achten. Fotos von Menschen sollten nur mit deren Zustimmung gemacht werden.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist die Sri-Lanka-Rupie. In Ella selbst gibt es Geldautomaten, allerdings können sie gelegentlich außer Betrieb sein; es empfiehlt sich daher, ausreichend Bargeld mitzuführen. In vielen kleinen Pensionen, Tuk-Tuks, Straßenständen und einfachen Restaurants wird überwiegend bar gezahlt. Internationale Kreditkarten werden eher in größeren Hotels und besseren Restaurants akzeptiert, kontaktloses Bezahlen oder mobile Payment-Lösungen sind im Vergleich zu Deutschland weniger verbreitet. Trinkgeld wird geschätzt, ist aber in einfachen Lokalen nicht strikt verpflichtend. Für gute Leistungen – etwa von Fahrer:innen, Guides oder im Service – sind etwa 5 bis 10 Prozent oder ein kleiner Aufschlag auf den vereinbarten Preis üblich.
  • Einreise und Sicherheit für deutsche Staatsbürger
    Für deutsche Staatsangehörige gelten für Sri Lanka Visumspflichten und bestimmte Einreiseformalitäten, die sich ändern können. Daher sollten Reisende vor der Buchung und nochmals kurz vor Abreise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts auf auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheitslage, Gesundheitshinweisen, empfohlenen Impfungen und Verhalten im Krisenfall. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption ist bei Fernreisen außerhalb der EU dringend angeraten.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Sri Lanka liegt in der Zeitzone Sri Lanka Standard Time (SLST), die in der Regel 4,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Zeitunterschied 3,5 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Ella entweder 15:30 Uhr oder 16:30 Uhr, je nach Jahreszeit.
  • Gesundheit und Vorbereitung
    Für das Hochland rund um Ella empfiehlt es sich, wetterfeste Kleidung, eine leichte Regenjacke und rutschfeste Schuhe mitzunehmen, da plötzliche Schauer häufig vorkommen. Sonnenschutz ist trotz der kühleren Temperaturen wichtig, ebenso Insektenschutz. Reisemedizinische Beratungsstellen und das Auswärtige Amt geben Hinweise zu Impfempfehlungen und Malaria- bzw. Dengue-Risiko. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden; abgefülltes Wasser ist in Ella leicht erhältlich.

Warum Nine Arch Bridge auf jede Ella-Reise gehört

Die Neunbogenbrücke Ella fasziniert nicht nur Technikfans, sondern fast alle, die sich für Landschaft, Geschichte und Fotografie interessieren. Sie steht exemplarisch für das, was viele Sri-Lanka-Reisende suchen: ein intensives Erlebnis in der Natur, das zugleich einen Blick in die Vergangenheit erlaubt. Wer am frühen Morgen auf einem der umliegenden Hügel steht, hört oft nur das Rauschen des Windes in den Teeblättern, das Zwitschern der Vögel und in der Ferne das Klappern der Schienen, wenn der Zug sich nähert. In diesem Moment wird spürbar, wie sehr das Land vom Zusammenspiel von Infrastruktur und Umwelt geprägt ist.

Viele Reiseberichte deutschsprachiger Besucher:innen schildern die Brücke als einen Ort, an dem man die Geschwindigkeit der Reise kurz herunterdreht. Anders als bei klassischen „Abhak-Sehenswürdigkeiten“ ist hier Zeit gefragt: Wer nur fünf Minuten für ein Foto bleibt, verpasst leicht das eigentliche Erlebnis – das Warten auf den Zug, die langsame Öffnung des Nebels, die Interaktion mit lokalen Verkäufer:innen, die frisches Obst, Tee oder Kokosnüsse anbieten. Nicht zufällig zählt Ella mit der Nine Arch Bridge, dem Little Adam’s Peak und den umliegenden Teeplantagen zu den beliebtesten Orten für Individualreisende und Backpacker.

Hinzu kommt die symbolische Dimension: Die Nine Arch Bridge ist ein koloniales Bauwerk, das heute von Sri Lankas Bevölkerung selbstbewusst als Teil ihrer eigenen Geschichte genutzt und inszeniert wird. Die Züge, die darüber rollen, bringen Schulkinder, Pendler:innen, Händler:innen und Tourist:innen zusammen. Die Brücke verbindet nicht nur zwei Talflanken, sondern auch unterschiedliche Lebenswirklichkeiten. Für viele Reisende aus Deutschland ist gerade dieser Perspektivwechsel spannend, weil er erlaubt, über den eigenen Umgang mit historischer Architektur, Denkmalschutz und Alltagsnutzung nachzudenken.

Auch aus fotografischer Sicht ist die Neunbogenbrücke Ella ein Höhepunkt. Ob mit Smartphone oder Spiegelreflexkamera: Die Kombination aus Bögen, Bahn, Nebel und Grün liefert Motive, die mit wenig Aufwand eindrucksvoll wirken. Reisefotografie-Magazine und Bildagenturen nutzen Aufnahmen von hier gern als Symbolbild für Sri Lanka, ähnlich wie die Sigiriya-Felsenfestung oder die Strände der Südküste. Wer früh genug kommt, kann sich die besten Blickwinkel sichern – vom Hang gegenüber, von kleinen Pfaden oberhalb der Gleise oder von der Talsohle, wo sich der Zug als farbiger Streifen über den Köpfen hinwegschiebt.

Nicht zuletzt passt die Brücke in viele moderne Reiseerwartungen: Sie ist auch ohne großes Budget erlebbar, lässt sich gut mit anderen Höhepunkten der Region kombinieren und bietet sowohl für Alleinreisende als auch für Paare oder Familien geeignete Erlebnisse. Für Reisende aus der DACH-Region, die vielleicht schon Viadukte in den Schweizer Alpen oder historische Bahnstrecken in Deutschland kennen, ist die Nine Arch Bridge eine Gelegenheit, vertraute Technik in einem völlig anderen kulturellen und landschaftlichen Kontext zu sehen.

Neunbogenbrücke Ella in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich die Neunbogenbrücke Ella in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum festen Star entwickelt. Auf Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube entstehen täglich neue Videos, Zeitrafferaufnahmen und Fotoreihen, in denen Züge in Zeitlupe über die Bögen fahren, Drohnen die Brücke aus der Vogelperspektive zeigen oder Reisende ihre persönlichen Momente des Staunens teilen. Viele Sri-Lanka-Reiseberichte deutschsprachiger Blogger:innen und Journalist:innen greifen diese Bilder auf und tragen dazu bei, dass die Nine Arch Bridge inzwischen fast so bekannt ist wie klassische Strandmotive des Landes.

Häufige Fragen zu Neunbogenbrücke Ella

Wo genau liegt die Neunbogenbrücke Ella?

Die Neunbogenbrücke Ella, international als Nine Arch Bridge bekannt, liegt nahe dem Ort Ella im Bezirk Badulla im zentralen Hochland von Sri Lanka. Sie befindet sich auf der Bahnstrecke zwischen den Stationen Ella und Demodara, umgeben von Teeplantagen und Dschungel.

Wie alt ist die Nine Arch Bridge und aus welcher Zeit stammt sie?

Die Nine Arch Bridge wurde in der späten britischen Kolonialzeit gebaut, ungefähr in den 1910er- bis frühen 1920er-Jahren, im Zuge des Ausbaus der Hochlandbahnlinie. Exakte Jahreszahlen variieren je nach Quelle, sie gehört aber klar in die Epoche vor der Unabhängigkeit Sri Lankas im Jahr 1948.

Wie komme ich als Reisende:r aus Deutschland zur Neunbogenbrücke Ella?

Von Deutschland aus erfolgt die Anreise in der Regel per Flug nach Colombo mit Umstieg über internationale Drehkreuze wie Dubai, Doha oder Istanbul. Von Colombo geht es weiter mit dem Zug über Kandy Richtung Badulla bis nach Ella oder alternativ per Auto mit Fahrer bzw. touristischen Busangeboten. In Ella selbst führen Fußwege oder kurze Tuk-Tuk-Fahrten zur Brücke.

Was ist das Besondere an der Neunbogenbrücke Ella?

Besonders ist die Kombination aus kolonialer Eisenbahntechnik, der reinen Steinbogenkonstruktion ohne sichtbare Stahlträger und der spektakulären Lage im tropischen Hochland. Züge fahren noch heute über das Viadukt, und Besucher:innen können die Brücke zu Fuß überqueren und aus nächster Nähe erleben – inklusive des berühmten Fotomoments, wenn der Zug über die neun Bögen fährt.

Wann ist die beste Zeit, die Nine Arch Bridge zu besuchen?

Das Hochland von Ella ist ganzjährig bereisbar, doch viele Reiseführer empfehlen die relativ trockeneren Monate grob zwischen Dezember und April sowie die Übergangszeiten im europäischen Herbst. Unabhängig vom Monat bieten frühe Morgenstunden und der späte Nachmittag besonders stimmungsvolles Licht und oft weniger Andrang. Züge verkehren mehrmals täglich, genaue Zeiten sollten vor Ort erfragt werden.

Mehr zu Neunbogenbrücke Ella auf AD HOC NEWS

de | unterhaltung | 69579774 |