Navy Pier Chicago, Chicago

Navy Pier Chicago: Warum die Seepromenade alle überrascht

07.06.2026 - 07:41:21 | ad-hoc-news.de

Navy Pier Chicago, kurz Navy Pier, ist viel mehr als ein Riesenrad am See: Die historische Uferpromenade in Chicago, USA, verbindet Jahrmarkt, Kultur und Skyline-Blicke – und birgt einige Überraschungen für Reisende aus Deutschland.

Navy Pier Chicago, Chicago, Reise
Navy Pier Chicago, Chicago, Reise

Am Ende der East Grand Avenue öffnet sich in Chicago plötzlich der Blick: Vor Ihnen liegt Navy Pier Chicago, der legendäre „Navy Pier“ – eine über 1 Kilometer lange Seepromenade, an der sich funkelnde Lichterketten, das leuchtende Riesenrad und die Silhouette der Downtown-Skyline im Wasser des Lake Michigan spiegeln.

Hier treffen sich Familien, Kulturfans und Architekturbegeisterte, um zwischen Fahrgeschäften, Theatern und Bootsablegern einen der markantesten Orte der USA zu erleben – und genau dieser Mix macht Navy Pier für Reisende aus Deutschland so besonders.

Navy Pier Chicago: Das ikonische Wahrzeichen von Chicago

Navy Pier Chicago, auf Deutsch sinngemäß „Marine-Pier“, ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Metropole Chicago im US-Bundesstaat Illinois. Der Pier ragt als schmaler, bebauter Steg rund 1 Kilometer in den Lake Michigan hinein und fungiert heute als Freizeit- und Kulturareal mit Fahrgeschäften, Restaurants, Theatern, Konferenzbereichen und Anlegestellen für Ausflugsschiffe.

Für viele Besucherinnen und Besucher ist Navy Pier das emotionale Gegenstück zur berühmten Skyline aus Glas und Stahl: Statt zwischen Hochhaustürmen spaziert man hier direkt am Wasser, mit freiem Blick zurück auf die Wolkenkratzer, die Chicago als Geburtsstadt des modernen Hochhausbaus berühmt gemacht haben.

Die Atmosphäre auf dem Pier ändert sich je nach Tageszeit: morgens ruhig mit Joggern und Spaziergängern, nachmittags voller Familien und Fotomotive, abends schließlich glitzernd im Lichtermeer – ein Setting, das besonders bei Sonnenuntergang unzählige Smartphone-Kameras auslöst.

Internationale Reiseführer wie „National Geographic Traveler“ und deutschsprachige Verlage wie Marco Polo und ADAC Reiseführer ordnen Navy Pier regelmäßig als eine der Top-Attraktionen der Stadt ein, die fast jede Chicago-Reise berührt. Ebenso heben Tourismusorganisationen wie Choose Chicago und die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) bei ihren Empfehlungen für Chicago die Mischung aus Unterhaltung, Kultur, Seeblick und Familienfreundlichkeit hervor.

Geschichte und Bedeutung von Navy Pier

Die Geschichte des Navy Pier beginnt im frühen 20. Jahrhundert. Der Pier wurde im Zuge eines umfassenden Stadtentwicklungsplans für Chicagos Uferzone entworfen, der auf die wachsende Bedeutung der Stadt als Handels- und Industriestandort reagierte. Ziel war es, sowohl Güterumschlag als auch Erholungsflächen am Seeufer zu schaffen – eine Doppelrolle, die für damalige Hafenanlagen eher ungewöhnlich war.

1916 wurde der Pier fertiggestellt und zunächst schlicht „Municipal Pier“ genannt. Er diente als Anlegepunkt für Frachtschiffe und Passagierschiffe, gleichzeitig aber auch als Flaniermeile mit großen Hallen, in denen Ausstellungen, Tanzveranstaltungen und Messen stattfanden. Diese hybride Nutzung als Hafen- und Freizeitort spiegelt bis heute wider, wie eng in Chicago wirtschaftliche Funktion und städtische Lebensqualität miteinander verknüpft sind.

Während des Ersten Weltkriegs wurde die Anlage verstärkt militärisch genutzt, insbesondere von der US Navy, die dort unter anderem Rekruten ausbildete. In dieser Zeit setzte sich der Name „Navy Pier“ durch, der später offiziell übernommen wurde. Die militärische Nutzung kehrte im Zweiten Weltkrieg wieder, als der Pier erneut als Ausbildungsbasis diente und zeitweise fast ausschließlich militärisch geprägt war.

Nach dem Krieg begann allerdings eine Phase des Niedergangs. Mit dem Rückgang des traditionellen Frachtschiffsverkehrs auf dem Lake Michigan und der Verlagerung des Güterumschlags in andere Häfen verlor Navy Pier an wirtschaftlicher Bedeutung. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurden Teile für Messen und als Campus einer Hochschule genutzt, andere Bereiche verfielen. Das Areal war zwar präsent, aber kaum das lebendige Wahrzeichen, als das es heute gilt.

In den 1970er- und 1980er-Jahren wuchs in Chicago das Bewusstsein, dass das Seeufer stärker als öffentlicher Raum genutzt werden sollte. Stadtplaner, Architekten und Bürgerinitiativen betonten den Wert des Lake Michigan als identitätsstiftende Landschaft und forderten den Ausbau zugänglicher Uferbereiche. In diesem Kontext begann die Diskussion über eine umfassende Neubelebung von Navy Pier.

Ein entscheidender Wendepunkt war ein großer Umgestaltungsprozess, der in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren angestoßen wurde. Die Stadt Chicago und der Bundesstaat Illinois investierten in die Sanierung der Gebäude, die Aufwertung der öffentlichen Flächen und die Entwicklung eines Freizeitkonzepts. Ziel war ein „people’s pier“ – ein Pier für alle, mit freiem Zugang und einer Mischung aus Kultur, Gastronomie und Unterhaltung.

In den 1990er-Jahren eröffnete Navy Pier dann offiziell in der Form, wie Besucherinnen und Besucher ihn heute kennen: mit einer großen Indoor-Promenade, Veranstaltungsflächen, Theatern, Museumskomponenten und einem markanten Riesenrad. Diese Reaktivierung wurde in amerikanischen Medien vielfach als Beispiel für gelungene Hafen- und Uferrevitalisierung gewertet.

Die Bedeutung von Navy Pier liegt somit nicht nur in seiner Funktion als Touristenmagnet, sondern auch als Symbolwandel: vom zweckorientierten Hafenbauwerk hin zu einem öffentlichen Stadtraum am Wasser. Stadtplaner und Experten, etwa aus dem Umfeld des American Planning Association und der Chicago Architecture Center, verweisen immer wieder auf Navy Pier als Baustein einer umfassenden Neuentdeckung der Seeufer in US-Großstädten.

Für deutsche Leserinnen und Leser lässt sich dieser Wandel grob mit der Entwicklung ehemaliger Hafenareale wie der Hamburger HafenCity oder der Düsseldorfer Rheinpromenade vergleichen: industrielle Nutzungen treten zugunsten von Wohnen, Kultur, Gastronomie und Freizeit zurück – und schaffen neue urbane Identität.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Navy Pier kein einzelnes Monument, sondern ein Ensemble: historische Backsteingebäude aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts treffen auf moderne Erweiterungen, Glasfassaden und eine neu gestaltete Freianlage. Die ursprünglichen Gebäude sind langgestreckte, funktionale Hallen mit typischer Industriearchitektur jener Zeit – klare Linien, große Fenster, robuste Materialität.

Die städtebauliche Wirkung ergibt sich vor allem aus der Lage: Der Pier ragt als schmaler Steg in den Lake Michigan und bildet eine verlängerte Achse vom Stadtzentrum bis weit hinaus auf das Wasser. Wer bis an die Spitze des Piers läuft, erlebt einen 360-Grad-Blick über See und Skyline – ein Panorama, das in vielen Bildbänden über Chicago als Schlüsselmotiv auftaucht.

Besonders markant ist das große Riesenrad, das sich als wiedererkennbares Symbol von Navy Pier etabliert hat. In den 1990er-Jahren wurde zunächst ein Riesenrad mit Bezug auf die Tradition des ersten Ferris Wheels der Weltausstellung von 1893 in Chicago installiert. Später wurde es durch ein moderneres, höheres Rad mit geschlossenen Gondeln ersetzt, das ganzjährig einen geschützten Blick über Stadt und See ermöglicht. Offizielle Informationen von Navy Pier und touristische Veröffentlichungen verweisen darauf, dass dieses Riesenrad bewusst als ikonisches Element gestaltet wurde, das sowohl tagsüber als auch nachts in der Skyline auffällt.

Doch Navy Pier ist nicht nur Kulisse, sondern auch Kulturort. In den Gebäuden befinden sich unter anderem Theater- und Veranstaltungsräume, etwa für Musicals, Comedyshows und Konzerte. Verschiedene Veranstalter und Kulturinstitutionen nutzen die Flächen für Festivals, saisonale Events und Gastspiele. Der Pier dient darüber hinaus als Startpunkt für Architektur-Bootstouren, bei denen Besucherinnen und Besucher entlang des Chicago River und am Seeufer die Geschichte der Hochhausarchitektur der Stadt erklärt bekommen – ein Angebot, das in internationalen Medien und deutschen Reiseführern regelmäßig empfohlen wird.

In den öffentlichen Bereichen finden sich Skulpturen, Installationen und wechselnde Kunstprojekte. Teile dieser Kunst im öffentlichen Raum haben Bezug zur Geschichte Chicagos, zur Bedeutung des Wassers oder zur Rolle der Stadt als Innovationslabor für Architektur und Design. Die Mischung aus kommerziellen Angeboten, Freiflächen, Kunst und Kultur ist bewusst so konzipiert, dass sich sowohl Einheimische als auch Touristen angesprochen fühlen.

Auch landschaftsarchitektonisch hat Navy Pier in den letzten Jahren erneute Aufmerksamkeit erfahren. Der Außenbereich wurde modernisiert, mit mehr Grün, Sitzgelegenheiten, Ausblickspunkten und Flächen für Veranstaltungen im Freien. Fachmedien für Landschaftsarchitektur haben diese Umgestaltung als Beispiel dafür hervorgehoben, wie historische Hafen- und Pierstrukturen zeitgemäß nutzbar gemacht werden können, ohne ihren industriellen Charakter völlig zu verlieren.

Für Reisende aus Deutschland interessant ist zudem, dass Navy Pier in vielen Panoramaaufnahmen und Filmen über Chicago auftaucht. In der Popkultur ist der Pier zwar nicht so ikonisch wie das Willis Tower (ehemals Sears Tower) oder das John Hancock Building, aber als Schauplatz für Szenen am Wasser und als Stimmungsträger taucht er immer wieder auf – ein Aspekt, den etwa internationale Filmportale und Stadtporträts von Fernsehsendern hervorheben.

Navy Pier Chicago besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Wer aus Deutschland eine Reise nach Chicago plant, trifft mit einem Besuch von Navy Pier eine vergleichsweise unkomplizierte Entscheidung: Der Pier ist zentral gelegen, gut angebunden und ohne komplizierte Vorab-Reservierung in weiten Teilen frei zugänglich.

  • Lage und Anreise innerhalb Chicagos
    Navy Pier liegt an der Ostseite der Innenstadt von Chicago, direkt am Ufer des Lake Michigan. Vom nördlichen Teil der berühmten Einkaufsstraße „Magnificent Mile“ sind es zu Fuß etwa 1 bis 2 km, je nach Ausgangspunkt. Viele Hotels in der Innenstadt werben mit der fußläufigen Lage zum Pier und geben Entfernungen von rund 0,5 bis 2 km an. Öffentliche Buslinien verbinden den Pier mit dem zentralen Bereich „The Loop“, Taxen und Ride-Sharing-Dienste sind weit verbreitet. Für die Anreise per Auto stehen Parkhäuser in der Nähe zur Verfügung, allerdings sind Parkgebühren in der Innenstadt von Chicago meist relativ hoch.
  • Anreise aus Deutschland
    Chicago ist von Deutschland aus per Direktflug von großen Drehkreuzen wie Frankfurt (FRA) und München (MUC) erreichbar; Flugzeiten liegen je nach Route typischerweise bei etwa 9 bis 10 Stunden. Von Berlin (BER) und weiteren Flughäfen sind Umsteigeverbindungen über europäische oder US-amerikanische Hubs üblich. Vom internationalen Flughafen Chicago O’Hare (ORD) fährt die „Blue Line“ der U-Bahn (CTA) in das Stadtzentrum, alternativ stehen Vorortzüge, Taxis und Shuttle-Services zur Verfügung. Vom kleineren Flughafen Midway (MDW), der vor allem von Inlandsflügen bedient wird, gelangt man mit der „Orange Line“ in die Innenstadt.
  • Öffnungszeiten
    Navy Pier ist in der Regel täglich geöffnet, wobei die genauen Öffnungszeiten saisonal variieren können. Die Außenbereiche sind meist von morgens bis in den späten Abend zugänglich, einzelne Attraktionen, Restaurants, Geschäfte und Veranstaltungen haben jedoch eigene Zeiten. Da sich Öffnungszeiten ändern können – etwa aufgrund von Wetter, Veranstaltungen oder Feiertagen – empfiehlt es sich, diese direkt bei Navy Pier Chicago auf der offiziellen Website oder bei der jeweiligen Attraktion zu prüfen.
  • Eintritt und Kosten
    Der Zugang zu den öffentlichen Außenbereichen des Navy Pier ist im Regelfall kostenlos. Kosten fallen vor allem für einzelne Attraktionen wie das Riesenrad, eventuelle Fahrgeschäfte, spezielle Ausstellungen, Bootstouren oder Bühnenveranstaltungen an. Preise können je nach Anbieter und Saison variieren; als grobe Orientierung liegen Tickets für das Riesenrad häufig im Bereich eines typischen Stadt-Attraktionspreises. Da sich Tarife, Wechselkurse und Angebote ändern, ist es ratsam, aktuelle Preise direkt bei den Betreibern zu prüfen. Bezahlt werden kann üblicherweise per Kreditkarte, teils auch per Mobile Payment; Bargeld wird weiterhin akzeptiert, spielt aber im US-Alltag eine geringere Rolle als in vielen deutschen Regionen.
  • Beste Reisezeit
    Chicago erlebt ausgeprägte Jahreszeiten. Der Sommer (Juni bis August) bringt häufig Temperaturen zwischen etwa 20 und 30 °C, teils auch darüber, und eignet sich besonders für einen Besuch des Navy Pier, da dann viele Aktivitäten im Freien stattfinden und das Leben auf der Promenade pulsiert. Gleichzeitig ist dies die Hauptsaison mit entsprechender Besucherzahl. Frühling und Herbst sind oft milder, aber wechselhaft und können windig oder kühl ausfallen – insbesondere am Seeufer. Der Winter in Chicago kann sehr kalt werden, mit Temperaturen deutlich unter 0 °C, Schnee und Wind; der Pier ist dann deutlich ruhiger, viele Außenangebote sind eingeschränkt, das Riesenrad und Innenbereiche bleiben jedoch häufig in Betrieb. Als angenehm für Stadterkundungen gelten oft späte Frühjahrs- und frühe Herbstmonate, wenn es nicht zu heiß, aber bereits beziehungsweise noch mild ist.
  • Sprache, Kommunikation und Kultur
    Amtssprache in den USA ist de facto Englisch, auch wenn es keine bundesweite offizielle Amtssprache gibt. In Chicago wird überwiegend Englisch gesprochen; Spanisch und andere Sprachen sind aufgrund der internationalen Bevölkerung weit verbreitet. Deutschkenntnisse sind im Alltag eher selten; Englischkenntnisse helfen deutlich. In touristischen Bereichen wie Navy Pier sind Hinweisschilder, Speisekarten und Informationen in der Regel auf Englisch, teils zusätzlich mit Piktogrammen. Im Umgangston gilt die US-amerikanische Höflichkeit als eher unkompliziert und freundlich, offene Fragen und Nachfragen werden meist positiv aufgenommen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In den USA werden Kreditkarten sehr häufig akzeptiert, auch für kleinere Beträge. In Chicago sind internationale Kreditkarten weit verbreitet nutzbar; viele Geschäfte und Restaurants akzeptieren zudem Mobile-Payment-Dienste. Barzahlung in US-Dollar ist zwar möglich, aber weniger dominant als in vielen Regionen Deutschlands. Trinkgeld (Tip) ist in der Gastronomie üblich und wichtiger Bestandteil des Einkommens von Servicepersonal. In Restaurants werden üblicherweise etwa 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags gegeben, abhängig von Servicequalität. Auch bei Bars, Taxi- und Fahrdiensten sowie bei manchen Dienstleistungen ist ein Trinkgeld üblich. Für Fast-Food und Selbstbedienungsangebote ist Trinkgeld optional.
  • Sicherheit und Verhalten
    Navy Pier gilt als touristisch geprägter Bereich mit entsprechender Sicherheitspräsenz. Wie bei anderen Großstadtdestinationen empfiehlt es sich, auf persönliche Gegenstände zu achten und übliche Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Besonders in den Abendstunden und bei größeren Veranstaltungen ist mit vielen Menschen zu rechnen. Offizielle Reisehinweise, etwa des Auswärtigen Amts, geben einen allgemeinen Überblick über Sicherheitslage und Besonderheiten in den USA und in Großstädten wie Chicago.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger gelten bei Reisen in die USA spezifische Einreisebedingungen, unter anderem im Rahmen des Visa Waiver Program für kurzfristige Aufenthalte. Da sich Bestimmungen, notwendige Dokumente, Genehmigungen und Sicherheitsanforderungen ändern können, sollten Reisende vor der Reise unbedingt die aktuellen Informationen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den US-Behörden einholen. Dies betrifft besonders Themen wie ESTA-Antrag, Gültigkeit von Reisedokumenten, Zoll- und Sicherheitsbestimmungen.
  • Zeitzone
    Chicago liegt in der Central Time Zone (Central Standard Time, CST, beziehungsweise Central Daylight Time, CDT in der Sommerzeit). Der Zeitunterschied zu Mitteleuropa beträgt in der Regel – je nach Sommer- oder Winterzeit – etwa 7 Stunden. Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in Chicago meist etwa 11:00 Uhr am selben Tag. Bei der Planung von Ankunft, Hotel-Check-in und ersten Aktivitäten – etwa einem abendlichen Spaziergang am Navy Pier – sollte der Jetlag eingeplant werden.
  • Gesundheit und Versicherung
    Das US-Gesundheitssystem funktioniert anders als das deutsche: Es gibt keine allgemeine gesetzliche Krankenversicherung, medizinische Leistungen müssen in der Regel privat oder über eine private Versicherung abgerechnet werden. Für Reisen in die USA wird einerseits in Medienberichten, andererseits von Verbraucherorganisationen und Versicherern regelmäßig eine eigenständige Auslandsreisekrankenversicherung empfohlen, die auch Behandlungen sowie einen möglichen Rücktransport nach Deutschland abdeckt. Konkrete Policen sollten individuell geprüft werden.

Warum Navy Pier auf jede Chicago-Reise gehört

Aus Sicht vieler deutschsprachiger Reiseführer und Städteporträts ist Navy Pier eine Art „Scharnier“ zwischen Wasser und Skyline, zwischen klassischer Sightseeing-Tour und entspanntem Flanieren. Wer durch das geschäftige Zentrum von Chicago mit seinen Hochhäusern gelaufen ist, erlebt auf dem Pier einen bewussten Wechsel: Es wird weiter, luftiger, maritimer.

Für Fotofreundinnen und -freunde ist der Blick von Navy Pier zurück auf die Skyline ein Pflichtmotiv. Besonders in den Abendstunden, wenn die Lichter der Stadt angehen und sich im Wasser spiegeln, ist der Pier einer der Orte, an denen sich die besondere Mischung aus Großstadtenergie und Seestimmung am eindrücklichsten zeigt. Viele Kameraeinstellungen in Reiseberichten, Fernsehdokumentationen und Social-Media-Beiträgen nutzen genau diese Perspektive.

Familien schätzen die Kombination aus Fahrgeschäften, Restaurants, Eisständen und großzügigen Laufwegen, auf denen Kinder sich relativ frei bewegen können. Gleichzeitig bieten Indoor-Bereiche Schutz bei schlechtem Wetter – ein wichtiger Punkt in einer Stadt, die für ihre wechselhaften Bedingungen und den „Windy City“-Spitznamen bekannt ist. Attraktionen wie das Riesenrad oder saisonale Veranstaltungen sind bei Kindern und Jugendlichen ebenso beliebt wie bei Erwachsenen.

Kulturinteressierte wiederum nutzen Navy Pier als Ausgangspunkt für weiterführende Erkundungen. Architektur-Bootstouren, die von hier starten, erläutern auf anschauliche Weise, warum Chicago als Wiege des modernen Wolkenkratzers gilt und welche Bauwerke entlang des Chicago River architekturhistorisch besonders bedeutsam sind. In Kombination mit einem Besuch von Institutionen wie dem Chicago Architecture Center oder dem Art Institute of Chicago lässt sich so ein inhaltlich reiches Kulturprogramm zusammenstellen.

Auch gastronomisch bietet Navy Pier eine Mischung: Es gibt klassische US-Angebote wie Pizza und Burger, aber auch Fischgerichte, internationale Küche und saisonale Pop-up-Stände. Reiseführer empfehlen häufig, sich nicht ausschließlich auf den Pier zu konzentrieren, sondern im Anschluss auch andere kulinarische Viertel Chicagos zu erkunden – etwa das West Loop oder Viertel mit starker ethnischer Prägung. Navy Pier eignet sich hier als Einstieg: ein erster, leicht zugänglicher Eindruck von der amerikanischen Großstadtküche direkt am Wasser.

Für Reisende aus Deutschland kann Navy Pier zudem ein Ort sein, um den eigenen Rhythmus nach einem Langstreckenflug zu finden. Ein Spaziergang am Wasser, ein Kaffee auf der Promenade, ein erster Blick auf die Skyline – all das hilft, sich an Zeitverschiebung und Atmosphäre zu gewöhnen, bevor man tiefer in Museen, Stadtviertel und Architektur-Touren eintaucht.

Verglichen mit europäischen Piers und Seebrücken wirkt Navy Pier deutlich urbaner und größer dimensioniert. Wer die Seebrücken an der Ostsee oder Nordsee kennt, findet hier eine amerikanische Interpretation: weniger Bäderarchitektur, dafür mehr Entertainment und Eventcharakter, eingebettet in eine der wirtschaftlich bedeutendsten Metropolen des Mittleren Westens.

Navy Pier Chicago in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist Navy Pier Chicago eines der meistgeteilten Motive aus der Stadt: Das leuchtende Riesenrad, der Blick auf die Skyline und Feuerwerksveranstaltungen liefern starke Bilder, die in Feeds und Stories weltweit wiederkehren. Tourismusorganisationen, Reisebloggerinnen und -blogger sowie private Besucher nutzen den Pier als Bühne für Fotomotive und Kurzvideos, die häufig die Verbindung von Wasser, Licht und Hochhauskulisse betonen.

Häufige Fragen zu Navy Pier Chicago

Wo liegt Navy Pier Chicago genau?

Navy Pier befindet sich östlich der Innenstadt von Chicago im US-Bundesstaat Illinois und ragt als langer Pier in den Lake Michigan hinein. Er ist von zentralen Bereichen wie dem Magnificent Mile oder dem Loop aus gut zu Fuß, mit Bus oder Taxi erreichbar.

Seit wann gibt es Navy Pier und warum heißt er so?

Der Pier wurde im frühen 20. Jahrhundert als „Municipal Pier“ gebaut, um sowohl Handel als auch Freizeit zu ermöglichen. Während der militärischen Nutzung durch die US Navy in den Weltkriegen setzte sich der Name „Navy Pier“ durch, der später offiziell übernommen wurde.

Kostet der Besuch von Navy Pier Eintritt?

Der Zugang zu den öffentlichen Außenbereichen des Navy Pier ist in der Regel kostenlos. Kosten entstehen vor allem für einzelne Attraktionen wie das Riesenrad, für Bootstouren, besondere Veranstaltungen oder Vorstellungen in den Theatern.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch des Navy Pier?

Besonders beliebt ist der Sommer, wenn viele Aktivitäten im Freien stattfinden und das Wetter am Lake Michigan oft angenehm warm ist. Wer es etwas ruhiger mag, wählt späten Frühling oder frühen Herbst; im Winter ist es deutlich kälter, aber der Pier bietet dann eine besonders klare Sicht auf Skyline und See.

Was sollten Reisende aus Deutschland bei der Planung beachten?

Wichtig sind eine rechtzeitige Flugplanung, die Beachtung des Zeitunterschieds von meist etwa 7 Stunden und die Prüfung der Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt. Englischkenntnisse erleichtern die Orientierung, und eine Kreditkarte ist im Alltag in Chicago nahezu unverzichtbar.

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