National Museum of Cambodia: roter Khmer-Bau für Jahrhunderte Kunst
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 08:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das National Museum of Cambodia in Phnom Penh ist das zentrale Museum für Khmer-Kunst und Kultur und zugleich ein markanter terrakottafarbener Bau mit Innenhof, dessen Architektur bewusst an Tempel der Angkor-Zeit erinnert und der in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts unter kolonialer Verwaltung entstand.
National Museum of Cambodia: Hofmuseum in traditioneller Khmer-Architektur
Das National Museum of Cambodia steht im Zentrum von Phnom Penh, unmittelbar nördlich des Königspalastes, und ist als freistehender Museumsbau mit Innenhof angelegt, der sich ringförmig aus Galerien um einen offenen Garten mit Wasserbecken und Lotuspflanzen gruppiert.Der rote Museumsbau neben dem Königspalast wurde während der Zeit Französisch-Indochinas errichtet und bildet mit seinen geschlossenen Fassaden und dem offenen Innenraum einen deutlichen Übergang zwischen der lauten Stadt und den ruhigen Sammlungsräumen.
Entworfen wurde das Gebäude von George Groslier, einem in Phnom Penh geborenen französischen Historiker und Kurator, der sich intensiv mit traditioneller kambodschanischer Kunst beschäftigte und die Museumsarchitektur aus Formen ableitete, die auf Reliefs und Dachsilhouetten klassischer Tempel beruhen.George Groslier wählte für den Bau rote Ziegel und Terrakottaoberflächen, steile gestufte Dächer und spitz zulaufende Türme mit ornamental gestalteten Dachkanten, die von Nagas und anderen mythologischen Motiven gekrönt werden.
Entstehung im 20. Jahrhundert: vom Musée Albert Sarraut zum National Museum of Cambodia
Die Initiative zur Gründung des Museums wurde 1914 von Albert Sarraut, dem damaligen Generalgouverneur von Indochina, angestoßen, der George Groslier mit der Ausarbeitung des Projekts betraute.Die Institution wurde 1914 initiiert und zwischen 1917 und 1920 entstand der Hauptbau im Stil einer vergrößerten Tempelanlage, wobei die Fassadenportale dekorative Motive des Angkor-Tempels Banteay Srei aufnehmen.
Die Grundsteinlegung erfolgte 1917, die offizielle Einweihung des Museums fand am 13. April 1920 in Anwesenheit von König Sisowath statt, als Phnom Penh Residenzstadt des kambodschanischen Königs innerhalb der französischen Kolonie war.Die Einweihung im April 1920 In seinen ersten Jahrzehnten trug der Bau den Namen Musée Albert Sarraut, bevor er als National Museum of Cambodia unter nationaler Verantwortung der kambodschanischen Behörden weitergeführt wurde und 1968 unter der Aufsicht des Architekten Vann Molyvann renoviert wurde.Die Renovierung unter Vann Molyvann
Sammlungen: Skulpturen und Objekte aus allen Epochen der Khmer-Geschichte
Im National Museum of Cambodia befindet sich eine der umfangreichsten Sammlungen von Khmer-Kunst überhaupt; die Bestände umfassen mehrere Tausend Objekte aus Stein, Metall, Holz und Keramik, von frühzeitlichen Funden bis zu Stücken des 19. Jahrhunderts.Eine der größten Sammlungen von Khmer-Kulturmaterial Die Museumsräume sind thematisch gegliedert und präsentieren Skulpturen und Reliefs aus der präangkorianischen Phase, der Blütezeit des Angkor-Reiches und der nachfolgenden Epochen.
Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Sandsteinfiguren hinduistischer und buddhistischer Gottheiten, die einst Tempelportale, Giebelfelder und Galerien schmückten und heute im Museum in kontrollierten Räumen gezeigt werden, ebenso Bronzeskulpturen, Keramikgefäße und ethnografische Objekte, die vom alltäglichen Leben und von religiösen Praktiken der historischen Khmer-Gesellschaften berichten.Die vier Hauptkategorien der Sammlung Viele der bedeutenden Figuren aus Angkor Wat und anderen Tempeln des Reiches, die vor Plünderungen bewahrt wurden, werden hier aufbewahrt und bilden einen konzentrierten Überblick über die Entwicklung von Stil und Ikonographie.
National Museum of Cambodia besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das National Museum of Cambodia liegt im Zentrum von Phnom Penh an der Straße 13 zwischen den Straßen 178 und 184, unmittelbar nördlich des Königspalastes, und ist von den zentralen Stadtvierteln aus gut mit dem Tuk-Tuk oder Taxi erreichbar.
- Der Zugang zum Museumsbau erfolgt über einige Stufen vom Straßenniveau zur Eingangsebene, im Inneren führen Wege um den Hof und Treppen zu einzelnen Galerien, sodass ein Besuch kurze Strecken zu Fuß auf festem Boden umfasst.
- Phnom Penh liegt im Flachland am Zusammenfluss von Mekong, Tonle-Sap- und Bassac-Fluss, und das Museum ist als Stadtmuseum ohne größere Höhenunterschiede im direkten Umfeld angelegt.
- Amtssprache ist Khmer, gezahlt wird in Riel; in touristischen Bereichen werden zusätzlich US-Dollar verwendet.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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National Museum of Cambodia: häufige Fragen
Wo liegt das National Museum of Cambodia in Phnom Penh?
Das National Museum of Cambodia befindet sich im historischen Zentrum von Phnom Penh an der Straße 13, zwischen den Straßen 178 und 184, unmittelbar nördlich des Königspalastes und damit nahe dem Zusammenfluss von Mekong, Tonle-Sap- und Bassac-Fluss.
Was bietet ein Besuch im National Museum of Cambodia?
Ein Besuch führt durch mehrere Galerien mit Stein-, Bronze-, Holz- und Keramikobjekten aus der gesamten Geschichte der Khmer-Kultur, von frühen Funden über die Angkor-Periode bis in jüngere Jahrhunderte, und verbindet die Sammlungen mit dem architektonischen Erlebnis eines terrakottafarbenen Hofbaus.
Was kennzeichnet den Bau des National Museum of Cambodia?
Der Museumsbau ist durch seine roten Ziegel- und Terrakottaoberflächen, die gestuften Dächer mit Türmen und Khmer-Ornamentik sowie die Anordnung der Galerien um einen offenen Hof mit Wasserbecken und Garten gekennzeichnet und wurde zwischen 1917 und 1920 nach Plänen von George Groslier errichtet.
