National Mall Washington, Washington, D.C.

National Mall Washington: Wo Amerikas Geschichte sichtbar wird

07.06.2026 - 14:46:00 | ad-hoc-news.de

Zwischen Capitol und Lincoln Memorial spannt sich die National Mall Washington in Washington, D.C., USA – ein monumentales Freiluftpanorama der US-Geschichte. Warum dieser Ort deutsche Besucher besonders fasziniert, zeigt unser Guide.

National Mall Washington, Washington, D.C., Reise
National Mall Washington, Washington, D.C., Reise

Wer über die weiten Rasenflächen der National Mall Washington blickt, erlebt ein Freiluft-Panorama der US-Geschichte: Die National Mall (sinngemäß „Nationale Prachtallee“), eingerahmt von Capitol und Lincoln Memorial, ist Bühne politischer Entscheidungen, Gedenkort und Museumsmeile zugleich. Zwischen dem weißen Obelisken des Washington Monument und den klassizistischen Fassaden der Smithsonian-Museen verdichtet sich in Washington, D.C. die Erzählung eines ganzen Landes.

National Mall Washington: Das ikonische Wahrzeichen von Washington, D.C.

Die National Mall Washington ist weit mehr als eine Grünanlage im Herzen von Washington, D.C., USA. Sie verbindet auf rund 3 km Länge das Capitol im Osten mit dem Lincoln Memorial im Westen und schafft eine räumliche Achse, auf der sich zentrale Monumente der Vereinigten Staaten aneinanderreihen. Für Besucher aus Deutschland wirkt sie wie eine Mischung aus Regierungsviertel, Gedenklandschaft und Museumsboulevard – vergleichbar mit einer weitläufigen Kombination aus Berliner Regierungsviertel, Museumsinsel und Straße des 17. Juni.

Offizielle Stellen der US-Hauptstadt beschreiben die National Mall als „Amerikas wichtigste nationale Bühne“, auf der Präsidenten vereidigt werden, Bürgerrechtsbewegungen demonstrierten und Millionen von Menschen an historischen Momenten teilnahmen. Zugleich grenzt hier eines der dichtesten Museumsensembles der Welt an eine offene Parklandschaft, die täglich von Einheimischen, Schulklassen und internationalen Touristen genutzt wird. Laut der Museums- und Denkmalverwaltung des Bundes erreichen die angeschlossenen Institutionen des Smithsonian Institution und die nationalen Gedenkstätten jährlich viele Millionen Besucher, was die Bedeutung dieses Gebiets als touristisches Zentrum der Hauptstadt unterstreicht.

Für Reisende aus Deutschland ist die National Mall Washington damit einer der Orte, an denen sich politische Gegenwart, historische Symbolik und alltägliches Stadtleben unmittelbar begegnen. Kaum ein erster Besuch in Washington, D.C. kommt ohne einen Spaziergang entlang dieses grünen Bandes aus.

Geschichte und Bedeutung von National Mall

Die Idee einer repräsentativen Achse im Zentrum der neuen US-Hauptstadt geht auf den französischstämmigen Stadtplaner Pierre Charles L’Enfant zurück, der Ende des 18. Jahrhunderts im Auftrag von Präsident George Washington den Grundriss von Washington, D.C. entwarf. Seine Vision sah eine offene, von Bäumen gesäumte Promenade vor, die als repräsentativer Raum zwischen den wichtigsten Regierungsgebäuden dienen sollte. Diese Konzeption erinnert in ihrer Symbolik an europäische Barockachsen, sollte aber bewusst offen, demokratisch und zugänglich wirken.

Über das 19. Jahrhundert hinweg blieb ein Teil dieser Vision zunächst nur teilweise umgesetzt. Die Flächen waren zeitweise eher unstrukturiert genutzt, teils sogar landwirtschaftlich. Erst im frühen 20. Jahrhundert erhielt die National Mall ihre heutige klar definierte Gestalt. Entscheidenden Einfluss hatte hier das sogenannte McMillan-Planungskomitee, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen umfassenden Plan für die Hauptstadt entwickelte. Es griff die ursprünglichen Ideen L’Enfants auf und schuf eine streng gegliederte, symmetrische Parkanlage mit langen Sichtachsen bis hinüber zum Potomac River.

Die Einweihung des Washington Monument im späten 19. Jahrhundert und später des Lincoln Memorial im frühen 20. Jahrhundert markierten wichtige Meilensteine. Mit dem Lincoln Memorial am westlichen Ende erhielt die National Mall einen emotional und symbolisch extrem aufgeladenen Abschluss: Das Monument erinnert an Abraham Lincoln, Präsident während des Amerikanischen Bürgerkriegs, und wird häufig als Tempel amerikanischer Demokratie beschrieben. Zwischen Lincoln Memorial und Capitol entwickelte sich die Mall nach und nach zur Bühne nationaler Selbstvergewisserung.

Im 20. Jahrhundert wurde die National Mall zunehmend zu einem zentralen Ort politischer Proteste und gesellschaftlicher Debatten. Besonders bekannt ist bis heute die Rede „I Have a Dream“ des Bürgerrechtlers Martin Luther King Jr., die er 1963 von den Stufen des Lincoln Memorial vor Hunderttausenden Demonstrierenden hielt. Zeitgenössische Medienberichte und spätere historische Analysen betonen, dass die visuelle Kulisse der National Mall – mit Blick über das Reflecting Pool hin zum Washington Monument – diese Rede zu einem ikonischen Bild für die weltweite Bürgerrechtsbewegung gemacht hat.

Mit der Errichtung weiterer Gedenkstätten ab den 1980er-Jahren wandelte sich die Mall zudem zu einem weitläufigen Ehrenhain für Gefallene und Opfer großer Konflikte. Das Vietnam Veterans Memorial, das Korean War Veterans Memorial und später das National World War II Memorial fügten der eher heroisch geprägten Denkmallandschaft eine neue, stärker nachdenkliche und teilweise kritische Dimension hinzu. Architekturzeitschriften und Kunsthistoriker betonen, dass insbesondere das minimalistische Design des Vietnam Veterans Memorial mit den polierten schwarzen Granitwänden eine Zäsur in der Gedenkkultur der USA markierte.

In der Gegenwart versteht der National Park Service, der weite Teile der National Mall verwaltet, das Areal als „lebendiges Denkmal“. Es ist Schauplatz für Amtseinführungen von Präsidenten, Großkundgebungen, kulturelle Festivals und nationale Gedenktage. Gleichzeitig ist die Mall Teil des alltäglichen Stadtlebens: Menschen joggen, picknicken oder nutzen die Rasenflächen für Freizeitaktivitäten. Diese Gleichzeitigkeit von historischer Schwere und beiläufiger Alltagsnutzung macht die besondere Atmosphäre des Ortes aus.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist die National Mall Washington vor allem als Ensemble interessant. Sie ist keine einzelne bauliche Struktur, sondern eine Inszenierung von Raum, Perspektive und Symbolen. Viele der wichtigsten Monumente orientieren sich am klassischen Formenkanon, der auf antike griechische und römische Architektur verweist. Damit knüpften die Planer bewusst an die Tradition republikanischer Staatsformen an.

Im Zentrum steht das Washington Monument, ein weißer Obelisk aus Marmor, Granit und Gneis, der aus dem 19. Jahrhundert stammt. Mit seiner schlanken, klaren Form ist er weithin sichtbar und fungiert als vertikaler Fixpunkt der Mall. Die umliegenden Flaggen der Vereinigten Staaten verstärken den Charakter als nationales Symbol. In vielen Reiseberichten wird das Monument als Orientierungspunkt beschrieben, an dem sich Besucher immer wieder neu im Raum verorten.

Am westlichen Ende dominiert das Lincoln Memorial mit seiner tempelartigen Form und den mächtigen dorischen Säulen. Im Inneren sitzt die große Statue Abraham Lincolns, geschaffen vom Bildhauer Daniel Chester French, flankiert von eingravierten Auszügen aus seiner Gettysburg Address und anderen Reden. Kunsthistorische Analysen heben hervor, dass die sitzende Figur Lincolns sowohl Würde als auch Nachdenklichkeit ausstrahlt und damit die Ambivalenz seiner Amtszeit im Bürgerkrieg wiedergibt.

Zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial erstreckt sich der Reflecting Pool, ein langes Wasserbecken, das die umliegenden Monumente spiegelt. Gerade bei Sonnenaufgang und in der Abenddämmerung entstehen hier eindrucksvolle Motive, die häufig in Bildbänden und auf Social Media zu sehen sind. Für viele Besucher wird der Moment, in dem sich das beleuchtete Washington Monument im ruhigen Wasser des Beckens spiegelt, zu einem der emotionalen Höhepunkte des Besuchs.

Seitlich der Mall reihen sich die Museen der Smithsonian Institution, die in den USA einen ähnlichen Stellenwert wie große staatliche Museumsverbünde in Europa haben. Dazu gehören etwa das National Museum of American History, das National Museum of Natural History, das National Air and Space Museum und, etwas weiter südlich, das National Museum of African American History and Culture. Diese Häuser erzählen in Ausstellungen die Geschichte, Kultur, Wissenschaft und Technik der Vereinigten Staaten – und das bei freiem Eintritt. Offizielle Informationen betonen, dass der Zugang zu Bildung und Kultur bewusst kostenlos gehalten wird, um ein möglichst breites Publikum anzusprechen.

Die Gedenkstätten entlang und nahe der Mall bilden einen weiteren architektonischen Schwerpunkt. Besonders erwähnenswert ist das Vietnam Veterans Memorial mit seiner V-förmigen, in den Boden eingesenkten Wand aus poliertem schwarzem Stein, in den die Namen von Zehntausenden Gefallenen eingraviert sind. Besucher spiegeln sich in der Oberfläche und sehen sich gleichzeitig mit den Namen konfrontiert – ein bewusst gewählter Effekt, der zum Nachdenken über die persönlichen Folgen des Krieges anregen soll. Kunsthistoriker und Architekturfakultäten weltweit haben dieses Memorial vielfach als Beispiel für eine moderne, empathische Gedenkarchitektur untersucht.

Das Korean War Veterans Memorial stellt eine Gruppe von Soldatenfiguren in realistischer Größe dar, die durch ein angedeutetes Schlachtfeld zu marschieren scheinen. In Kombination mit einer Gedenkwand mit eingravierten Bildern erinnert das Ensemble an die Härten des Korea-Krieges. Das National World War II Memorial wiederum greift mit Säulen, Wasserbecken und Inschriften klassische Formen auf, um die Dimension dieses globalen Konflikts zu visualisieren.

Zusätzlich sind neuere Monumente und Museen entstanden, die bisher unterrepräsentierte Perspektiven in die Erzählung der National Mall einbringen, etwa zur Geschichte afroamerikanischer Gemeinschaften oder zur Rolle der Frauen in Politik und Gesellschaft. Kulturelle Institutionen und Historiker betonen, dass sich die Erinnerungskultur der Mall damit in einem stetigen Wandel befindet und immer wieder neu ausgehandelt wird.

National Mall Washington besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Die National Mall Washington ist für Besucher aus Deutschland gut in eine Städtereise nach Washington, D.C. integrierbar. Dank der Konzentration vieler Sehenswürdigkeiten auf relativ engem Raum lässt sich ein erster Überblick auch an einem einzigen Tag gewinnen, wobei für ein vertieftes Erleben mehr Zeit empfehlenswert ist.

  • Lage und Anreise: Die National Mall liegt im Zentrum von Washington, D.C., zwischen dem United States Capitol und dem Lincoln Memorial. Von Deutschland aus ist Washington, D.C. über große internationale Drehkreuze wie Frankfurt am Main, München, Berlin oder Düsseldorf mit Umstieg oder saisonal auch mit Direktflügen erreichbar. Die Flugzeit aus Deutschland liegt je nach Verbindung typischerweise bei rund 8 bis 10 Stunden. Vom internationalen Flughafen der Region aus (z. B. Washington Dulles International Airport oder Ronald Reagan Washington National Airport) gelangt man mit Metro, Bus, Taxi oder Ride-Sharing-Diensten ins Stadtzentrum. Innerhalb der Stadt sind die Metro-Stationen Smithsonian, Federal Triangle, Archives-Navy Memorial-Penn Quarter oder L’Enfant Plaza besonders praktisch, um zu Fuß in wenigen Minuten die Mall zu erreichen. Auch der Bahnhof Union Station, der an das US-Fernbahnnetz angebunden ist, liegt östlich nahe des Capitols; von dort sind es etwa 1 bis 2 km zu Fuß bis an den Rand der Mall.
  • Öffnungszeiten: Die National Mall selbst ist als offener Parkbereich grundsätzlich täglich und rund um die Uhr zugänglich. Die anliegenden Museen und Memorials haben jedoch individuelle Öffnungszeiten, die variieren können. Viele Smithsonian-Museen öffnen in der Regel tagsüber und schließen am frühen Abend. Da sich Zeiten und Zugangsregelungen ändern können, sollten Besucher aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder beim National Park Service prüfen. Kurzfristige Anpassungen können etwa bei besonderen Veranstaltungen, Feiertagen oder Sicherheitslagen auftreten.
  • Eintritt: Der Zugang zur National Mall und zu den meisten Memorials ist kostenlos. Ebenso erheben die Museen der Smithsonian Institution in der Regel keinen Eintritt, was für Familien und längere Aufenthalte besonders attraktiv ist. Für bestimmte Sonderausstellungen, Führungen oder zeitlich begrenzte Angebote kann es Ausnahmen geben. Da Preise und Modalitäten sich ändern können, empfiehlt sich ein kurzer Blick auf die offiziellen Webseiten der jeweiligen Museen vor dem Besuch. Für Reisende ist es hilfreich, ein grobes Budget für Verpflegung, Transport und eventuelle Zusatzangebote einzuplanen – typische Kosten orientieren sich eher an Großstadt-Niveau der USA.
  • Beste Reisezeit: Klimatisch bieten sich vor allem Frühjahr und Herbst an, wenn die Temperaturen meist angenehm sind und die Luftfeuchtigkeit moderat ist. Die Kirschblüte rund um das Tidal Basin, südlich der Mall, gilt als besonders stimmungsvolle Reisezeit, zieht jedoch viele Besucher an und führt zu höheren Preisen und stärkerem Andrang. Die Sommermonate können sehr heiß und schwül werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C; in dieser Zeit ist es ratsam, frühe Morgen- oder Abendstunden für Besichtigungen zu nutzen und ausreichend Wasser mitzunehmen. Der Winter kann kalt sein, mit zeitweisem Schneefall. Wer die Monumente in ruhiger Atmosphäre und mit klarer Winterluft erleben möchte, findet dann oft weniger Betrieb und eindrucksvolle Fotomotive. Grundsätzlich ist die Mall das ganze Jahr über zugänglich; die Empfehlung orientiert sich vor allem an Komfort und Lichtverhältnissen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten: In Washington, D.C. ist Englisch die dominierende Sprache; in touristischen Bereichen wie der National Mall sprechen viele Mitarbeiter in Museen und Servicebetrieben gutes bis sehr gutes Englisch. Deutsch ist weniger verbreitet, wird aber gelegentlich von Guides oder in Informationsmaterialien angeboten. Bei der Bezahlung sind Kreditkarten (Visa, Mastercard, American Express) sehr weit verbreitet, ebenso digitale Zahlungssysteme wie Apple Pay oder Google Pay. Bargeld in US-Dollar ist dennoch hilfreich, etwa für kleinere Stände oder Trinkgeld. Trinkgelder sind in den USA fest in der Servicekultur verankert: In Restaurants werden meist 15 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags erwartet, Guides und Fahrern gibt man häufig ein paar Dollar oder einen prozentualen Anteil. An der Mall selbst sollten Besucher Rücksicht auf Sicherheitszonen rund um Regierungsgebäude nehmen, Hinweisschilder beachten und Taschenkontrollen an Museumseingängen einkalkulieren. Fotografieren ist im Außenbereich in der Regel erlaubt und in Museen häufig gestattet, allerdings teils ohne Blitz; lokale Hinweise sind verbindlich.
  • Kleidung und Mobilität: Da sich die National Mall über mehrere Kilometer erstreckt, sind bequeme Schuhe und wetterangepasste Kleidung entscheidend. Viele Besucher unterschätzen die Distanzen zwischen Capitol, Washington Monument und Lincoln Memorial. An warmen Tagen empfehlen sich Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser. In den kälteren Monaten sind winddichte Jacken sinnvoll, da der offene Raum der Mall Wetter und Wind wenig abfängt. Wer Gehstrecken reduzieren möchte, kann auf öffentliche Busse, die Metro oder vereinzelt angebotene geführte Touren mit Fahrzeugen zurückgreifen.
  • Zeitverschiebung: Washington, D.C. liegt in der Eastern Time Zone der USA. Im Winter beträgt der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel minus sechs Stunden, in der Sommerzeit (MESZ) meist minus sechs Stunden zur jeweiligen europäischen Sommerzeit. Da die genauen Daten für Zeitumstellungen leicht variieren können und sich gelegentlich gesetzliche Rahmenbedingungen ändern, lohnt sich ein kurzer Blick auf aktuelle Zeitzonenangaben vor Reiseantritt.
  • Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger gelten bei Einreise in die USA eigene Bestimmungen, die sich ändern können. Häufig ist eine elektronische Reisegenehmigung (ESTA) oder ein Visum erforderlich, abhängig von Reisezweck und Aufenthaltsdauer. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheits- sowie Gesundheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und zusätzlich die Hinweise der US-Vertretungen beachten. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung wird für USA-Reisen generell empfohlen, da medizinische Kosten erheblich sein können.

Warum National Mall auf jede Washington, D.C.-Reise gehört

Die National Mall Washington ist einer jener Orte, an denen sich Geschichte nicht nur in Texttafeln und Glasvitrinen vermittelt, sondern in Raum, Blickachsen und Atmosphären. Wer vom Capitol die Mall hinunterblickt, versteht unmittelbar, warum die USA ihre Hauptstadt als Bühne nationaler Erzählungen gestaltet haben. Die großen Rasenflächen, die Monumente und das wechselnde Licht über der Stadt schaffen eine Kulisse, die stark emotional wirken kann – gerade für Besucher, die viele dieser Bilder bereits aus Nachrichten, Filmen und Schulbüchern kennen.

Für Reisende aus Deutschland bietet die Mall zudem eine kompakte Einführung in verschiedene Kapitel der US-Geschichte: vom Unabhängigkeitskampf und den Gründervätern über den Bürgerkrieg und die Bürgerrechtsbewegung bis hin zu den Konflikten des 20. Jahrhunderts und den aktuellen Debatten um Erinnerung, Identität und Demokratie. Die Museen entlang der Mall ermöglichen es, Themen vertieft zu erkunden – sei es Luft- und Raumfahrt im National Air and Space Museum, amerikanische Alltagskultur im Museum of American History oder Naturkunde im Museum of Natural History.

Hinzu kommt der praktische Vorteil: Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Washingtons lassen sich zu Fuß oder mit kurzen Wegen miteinander verbinden. Ein typischer Tag kann etwa mit einem Besuch im Capitol-Umfeld beginnen, dann über das National Museum of American History und den Blick vom Washington Monument zum Reflecting Pool führen und am späten Nachmittag am Lincoln Memorial ausklingen. Auch besondere Abendstimmungen sind reizvoll: Viele Monumente werden dezent, aber eindrucksvoll beleuchtet, und der Kontrast zwischen Dunkelheit und dem hellen Weiß von Marmor und Granit verstärkt den monumentalen Charakter.

Darüber hinaus ist die National Mall ein Ort, an dem sich politische Aktualität beobachten lässt. Demonstrationen, Kundgebungen oder kulturelle Veranstaltungen finden hier immer wieder statt und machen die Mall zum Seismographen gesellschaftlicher Debatten. Wer aufmerksam durch den Park geht, sieht vielleicht Infostände, temporäre Installationen oder Gruppenführungen, in denen Themen wie Bürgerrechte, Klimapolitik oder Veteranenfragen diskutiert werden. Damit wird ein Spaziergang über die Mall schnell zu einer momentanen Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft.

Nicht zuletzt eignet sich die Mall hervorragend für Reisende, die gern fotografieren: Die langen Sichtachsen, das Wasser des Reflecting Pool, die Spiegelungen in Glasfassaden der Museen, Jahreszeitenwechsel mit Herbstlaub oder Kirschblüten – all das bietet Motive in großer Vielfalt. Für Familien, Paare und Alleinreisende ist der Ort zugleich entspannend und anregend: Picknick auf der Wiese, Museumsbesuch, Sonnenuntergang am Lincoln Memorial – alles ist auf wenigen Kilometern möglich.

National Mall Washington in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die National Mall Washington eines der meistgezeigten Motive von Washington, D.C.: Von Sonnenaufgängen hinter dem Capitol über timelapse-Videos von Demonstrationen bis hin zu persönlichen Momenten am Vietnam Veterans Memorial spiegeln Posts und Clips wider, wie unterschiedlich Menschen diesen Ort erleben. Wer sich vorab inspirieren möchte oder eigene Eindrücke teilen will, findet auf gängigen Plattformen unzählige Beispiele.

Häufige Fragen zu National Mall Washington

Wo genau liegt die National Mall Washington?

Die National Mall Washington liegt im Zentrum von Washington, D.C., USA. Sie erstreckt sich in Ost-West-Richtung vom United States Capitol bis zum Lincoln Memorial und wird im Norden und Süden von den Museumsgebäuden und Verwaltungsbauten der Hauptstadt eingerahmt. In unmittelbarer Nähe befinden sich wichtige Institutionen wie das Weiße Haus, zahlreiche Ministerien sowie die Smithsonian-Museen.

Warum ist die National Mall historisch so bedeutend?

Die National Mall ist historisch bedeutend, weil sie als symbolischer Raum der US-Demokratie dient. Hier befinden sich zentrale Monumente für Präsidenten, Kriege und gesellschaftliche Bewegungen. Auf der Mall fanden zahlreiche Schlüsselmomente der US-Geschichte statt, darunter große Demonstrationen der Bürgerrechtsbewegung und Amtseinführungen von Präsidenten. Die räumliche Nähe von Regierungsgebäuden, Denkmälern und Museen macht die Mall zu einer Art offenen Geschichtsbuch.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch der National Mall einplanen?

Für einen ersten Überblick mit einem Spaziergang entlang der wichtigsten Monumente – etwa vom Capitol über das Washington Monument bis zum Lincoln Memorial – sollten Besucher mindestens einen halben Tag einplanen. Wer zusätzlich ein oder mehrere Museen besuchen möchte, sollte einen ganzen Tag oder mehrere Tage vorsehen, da allein einzelne Smithsonian-Museen leicht mehrere Stunden in Anspruch nehmen können. Es ist sinnvoll, sich vorab Schwerpunkte zu setzen und etwa zwei bis drei Stationen intensiver zu besuchen.

Ist die National Mall auch für Familien mit Kindern geeignet?

Die National Mall eignet sich gut für Familien mit Kindern. Die großen Grünflächen bieten Platz zum Spielen und Ausruhen, viele Museen haben kindgerechte Ausstellungen oder interaktive Elemente, etwa im National Air and Space Museum oder im Museum of Natural History. Wichtig ist, ausreichend Pausen und Verpflegung einzuplanen und die mitunter großen Distanzen zwischen den Sehenswürdigkeiten zu berücksichtigen. Kinderwagen können auf den meisten Wegen problemlos genutzt werden.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der National Mall für Besucher aus Deutschland?

Für Besucher aus Deutschland sind Frühjahr und Herbst meist die angenehmsten Reisezeiten, da Temperaturen und Luftfeuchtigkeit moderat sind und sich die National Mall gut zu Fuß erkunden lässt. Die Kirschblüte im Frühjahr gilt als besonders eindrucksvoll, zieht jedoch viele Besucher an. Wer Hitze gut verträgt, kann im Sommer mit längeren Tagen und lebhafter Atmosphäre rechnen, sollte aber die Mittagshitze meiden. Der Winter bietet oft klare Luft und weniger Andrang, erfordert jedoch warme Kleidung wegen möglicher Kälte und Wind.

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