Naqsh-e Jahan und die monumentale Platzkunst von Isfahan
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan und öffnet sich als langes Rechteck zwischen Arkaden, Moscheen, Palast und Basar. Das Ensemble entstand unter Schah Abbas I. am Beginn des 17. Jahrhunderts und gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe.
Ein Stadtplatz als architektonisches Ganzes
Naqsh-e Jahan bedeutet „Bild der Welt“. Der Name passt zu einem Platz, auf dem religiöse, höfische und wirtschaftliche Bauten räumlich zusammenstehen. Die Anlage misst 560 Meter in der Länge und 160 Meter in der Breite. Ihre Fläche umfasst nahezu neun Hektar.
Zweistöckige Arkaden fassen die langen Seiten ein. Hinter ihnen liegen Geschäfte und Durchgänge, während sich in der Mitte eine ausgedehnte offene Fläche erstreckt. Der Platz ist kein einzelnes Gebäude, sondern ein urbanes Ensemble mit klar lesbaren Kanten und monumentalen Eckpunkten.
Vier Bauwerke an den Seiten des Platzes
An der Südseite steht die Imam-Moschee, früher Schah-Moschee genannt. Ihre Kuppel, die hohen Portale und die farbige Fliesendekoration gehören zur Formensprache der safawidischen Architektur. Der Bau begann 1611 und wurde nach dem Tod von Abbas I. vollendet.
Im Osten liegt die Scheich-Lotfollah-Moschee, im Westen der Palast Ali Qapu. Die nördliche Seite führt durch das Qeysarieh-Tor zum Basar von Isfahan. Damit begegnen sich am selben Platz sakrale Räume, ein höfischer Bau und eine Handelszone. Jeder Baukörper besitzt eine eigene Fassade, doch alle stehen innerhalb derselben rechteckigen Platzfassung.
Safawidische Hauptstadt und UNESCO-Welterbe
Isfahan wurde 1598 unter Abbas I. zur Hauptstadt des Safawidenreiches. Naqsh-e Jahan gehört zu jener Phase, in der die Stadt durch repräsentative Plätze, Paläste, Moscheen und Verkehrsachsen neu geprägt wurde.
Die Platzanlage ist als Meidan Emam, Esfahan, in die Welterbeliste eingetragen. Die UNESCO-Aufnahme erfolgte 1979. Der formale Status bezieht sich auf den Platz und die angrenzenden Monumente als zusammengehöriges Kulturdenkmal. Meidan Emam in Isfahan wird dort mit Schah Abbas I., den Arkaden und den vier Bauwerken verbunden.
Die historische Bedeutung liegt auch in der Verbindung verschiedener städtischer Funktionen. Die Moscheen markieren die religiöse Seite des safawidischen Isfahan, Ali Qapu verweist auf den Hof, und das Qeysarieh-Tor öffnet den Weg in die Handelswelt des Basars. Isfahan unter Abbas I. steht für den Aufstieg der Stadt im 17. Jahrhundert.
Naqsh-e Jahan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan. Der Platz ist Teil des historischen Stadtkerns und mit dem Basar von Isfahan verbunden.
- Die Anlage ist eine ebene, weitläufige Platzfläche mit Arkaden an den Seiten. Die angrenzenden Monumente werden über Wege und Durchgänge innerhalb des Ensembles erreicht.
- Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Iranischen Rial.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Naqsh-e Jahan auf Social-Media-Plattformen
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Naqsh-e Jahan: häufige Fragen
Wo liegt Naqsh-e Jahan?
Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan im Iran. Der Platz gehört zum historischen Stadtkern und grenzt an den Basar von Isfahan.
Was bietet ein Besuch von Naqsh-e Jahan?
Der Platz verbindet die Imam-Moschee, die Scheich-Lotfollah-Moschee, den Palast Ali Qapu und das Qeysarieh-Tor. Dazu kommen Arkaden, Geschäfte und Zugänge zum Basar.
Was kennzeichnet die Anlage?
Naqsh-e Jahan ist ein rechteckiger Stadtplatz aus der safawidischen Epoche. Seine Maße von 560 mal 160 Metern und die umgebenden Monumente prägen das Ensemble.
