Naqsh-e Jahan, Isfahan

Naqsh-e Jahan in Isfahan: Safawidische Stadtbühne aus Stein

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 15:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Naqsh-e Jahan in Isfahan ist ein monumentaler Rechteckplatz der Safawidenzeit, dessen Moscheen, Palast und Basartor eine steinerne Stadtbühne bilden.

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Naqsh-e Jahan in Isfahan ist ein monumentaler Stadtplatz aus der Safawidenzeit, dessen langgestreckte Rechteckform von Moscheen, einem Palast und dem Tor zum Basar gefasst wird und eine steinerne Stadtbühne bildet. Im 17. Jahrhundert unter Shah Abbas I. entstand hier ein Ensemble, das als Meidan Emam zum UNESCO-Welterbe gehört und die politische, religiöse und wirtschaftliche Mitte der Safawidenhauptstadt bündelte.

Naqsh-e Jahan als rechteckige Bühne der Safawiden

Naqsh-e Jahan liegt im historischen Zentrum von Isfahan und ist als großer, länglicher Rechteckplatz angelegt, dessen Seiten von zweigeschossigen Arkadengängen mit integriertem Basar eingefasst werden.Meidan Emam in Esfahan Die Fläche misst etwa 160 Meter in der Breite und rund 560 Meter in der Länge, was einem offenen Raum von knapp neun Hektar entspricht.Abmessungen des Platzes Die Proportionen verleihen dem Platz einen ausgeprägten Längssinn, der von den monumentalen Bauten an den Stirnseiten betont wird.

Angelegt wurde der Platz im frühen 17. Jahrhundert im Rahmen der großen Umgestaltung Isfahans zur Hauptstadt des Safawidenreiches unter Shah Abbas I., dessen Regierungszeit von 1588 bis 1629 datiert.Bau unter Shah Abbas I. Die Bauzeit von Naqsh-e Jahan wird auf die Jahre zwischen 1598 und 1629 angegeben, sodass der Platz und seine Gebäude in die Blütezeit der safawidischen Architektur fallen.Entstehungszeit des Platzes Der persische Name „Naqsh-e Jahan“ lässt sich als „Bild der Welt“ übersetzen und verweist auf den Anspruch, im Maßstab eines Platzes ein geordnetes Abbild der Welt des Hofes zu zeigen.

Vier Monumente am Rand des großen Rechtecks

Die rechteckige Fläche von Naqsh-e Jahan wird durch vier Hauptbauten gefasst, die jeweils eine Seite des Platzes prägen und zusammen ein urbanes Ensemble bilden.Vier Hauptbauten am Platz Im Süden steht die Imam-Moschee, die zur Zeit der Safawiden als Shah-Moschee errichtet wurde und mit einem großen Hof und hohen Minaretten das religiöse Zentrum markiert. Auf der Ostseite liegt die Sheikh-Lotfollah-Moschee, ein vergleichsweise kleiner Sakralbau, der sich direkt an die Platzkante anschließt und ohne offenen Hof auskommt.

Im Westen erhebt sich der Palast Ali Qapu als mehrgeschossige Residenz mit einer hohen Loggia, von der aus der Hofstaat auf die Aktivitäten auf dem Platz hinabblicken konnte.Ali Qapu und weitere Monumente Die Nordseite wird vom Qeysarieh-Portal eingenommen, einem repräsentativen Torbau, der den Zugang zum weit verzweigten Basar von Isfahan bildet. Zwischen diesen vier Monumenten ziehen sich die Arkadengänge mit ihren Öffnungen und Gewölben entlang, hinter denen sich zahlreiche Verkaufsräume und Werkstätten befinden.

UNESCO-Welterbe und städtischer Kontext

Naqsh-e Jahan, offiziell Meidan Emam genannt, ist als historischer Innenstadtplatz Teil der Welterbeliste der UNESCO und steht beispielhaft für die städtebauliche Planung der Safawiden.UNESCO-Eintrag Meidan Emam Der Platz liegt im Zentrum von Isfahan, einer Stadt an wichtigen historischen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen durch das iranische Hochland, und knüpft über das Basartor an das dichte Netz der Altstadtgassen und Basarstraßen an. In seiner erhaltenen Form zeigt Naqsh-e Jahan die Verknüpfung von Hofarchitektur, religiösen Bauten und Handelsräumen auf engem Raum.

Der Platz ist unter mehreren Namen bekannt: Neben Naqsh-e Jahan und Meidan Emam findet sich in historischen Quellen die Bezeichnung Meidan-e Shah oder Shah-Platz, was auf die Rolle als höfischer Schauplatz verweist.Namen des Platzes Als rechteckiger Freiraum in einer sonst dicht bebauten Stadt bildet Naqsh-e Jahan einen deutlichen Kontrast zur kompakten Struktur vieler älterer iranischer Stadtkerne. Die Arkadenfronten und Monumentfassaden rahmen diesen offenen Raum und lassen seine Dimensionen deutlich hervortreten.

Naqsh-e Jahan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan in Iran und ist über die innerstädtischen Straßen mit dem historischen Basar und weiteren Altstadtvierteln verbunden.
  • Der Platz selbst ist eine große ebene Fläche mit umlaufenden Arkadengängen; wer die Imam-Moschee oder den Palast Ali Qapu besucht, trifft auf Treppen und höhere Ebenen im historischen Mauerwerk.
  • Isfahan liegt im Landesinneren von Iran; Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Iranischen Rial. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Naqsh-e Jahan: häufige Fragen

Wo liegt Naqsh-e Jahan?

Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum der Stadt Isfahan in Iran und ist Teil des historischen Stadtkerns mit direktem Anschluss an den Basar.

Was bietet ein Besuch von Naqsh-e Jahan?

Ein Besuch von Naqsh-e Jahan führt in einen großen rechteckigen Platz mit Arkadengängen, von dem aus die Imam-Moschee, die Sheikh-Lotfollah-Moschee, der Palast Ali Qapu und das Qeysarieh-Basartor zugänglich sind.

Was kennzeichnet Naqsh-e Jahan besonders?

Naqsh-e Jahan ist durch seine langgestreckte rechteckige Form, die vier monumentalen Safawidenbauten am Rand und den Status als Teil des UNESCO-Welterbes Meidan Emam gekennzeichnet.

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