Naqsh-e Jahan: Großes Rechteck im Herzen von Isfahan
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 11:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Naqsh-e Jahan in Isfahan ist ein monumentaler rechteckiger Platz aus der Safawidenzeit, der mit seinen umliegenden Moscheen, dem Palast und dem Basar das historische Zentrum der Stadt prägt. Der Platz entstand im frühen 17. Jahrhundert unter Schah Abbas I. und gehört als Meidan Emam zum UNESCO-Welterbe.
Naqsh-e Jahan als Stadtplatz der Safawiden
Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan in der gleichnamigen Provinz im Iran und bildet einen großmaßstäblichen Stadtplatz der Epoche Schah Abbas I. Die Anlage wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts unter der Herrschaft des Safawidenherrschers Schah Abbas I. angelegt und entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem neuen politischen und repräsentativen Mittelpunkt der Hauptstadt.Angelegt zu Beginn des 17. Jahrhunderts Der Name Naqsh-e Jahan bedeutet „Bild der Welt“ und spiegelt den Anspruch wider, auf diesem Platz verschiedene Funktionen der Stadtgesellschaft zusammenzuführen.
Vor der Anlage von Naqsh-e Jahan lag der Schwerpunkt des städtischen Lebens in Isfahan am älteren Meydan-e Kohneh, während der neue Platz südlich davon geschaffen wurde. Mit der Verlagerung der Hauptstadt nach Isfahan im ausgehenden 16. Jahrhundert erhielt Naqsh-e Jahan die Rolle eines neuen Zentrums für höfische Zeremonien, religiöse Handlungen und städtischen Handel, die sich in der Anordnung der Bauten um das große Rechteck ablesen lässt.Neuer kommerzieller und zeremonieller Mittelpunkt
Form, Größe und umliegende Bauwerke
Der Platz Naqsh-e Jahan ist klar rechteckig und misst rund 160 m in der Breite und 560 m in der Länge, womit er zu den großen historischen Stadtplätzen der Welt zählt.Rechteck mit 160 mal 560 Metern Das langgestreckte Rechteck ist auf allen Seiten von zwei-geschossigen Arkaden mit Läden gefasst, die als Teil eines gedeckten Basars den Platz umziehen und ihm eine klare räumliche Fassung geben.
Auf jeder Seite von Naqsh-e Jahan sind zentrale Monumente der Safawidenzeit eingebunden. Im Süden liegt die heutige Imam-Moschee, eine große Freitagsmoschee mit reich dekorierten Fassaden. An der Ostseite öffnet sich die kleinere, aber fein verzierte Sheikh-Lotfollah-Moschee unmittelbar zum Platz.Moscheen und Palast am Platz Die Westseite wird durch den Palast Ali Qapu geprägt, dessen mehrstöckige Loggien den Blick über das gesamte Rechteck öffnen. An der Nordseite steht das Tor des Qeysarieh-Basars, das den Übergang vom Platz in das weitverzweigte historische Marktviertel markiert.Qeysarieh-Tor zum Basar
UNESCO-Status und historische Einordnung
Naqsh-e Jahan, in den internationalen Listen als Meidan Emam geführt, gehört seit 1979 als Kulturerbestätte zum UNESCO-Welterbe und steht stellvertretend für die Stadtplanung der Safawidendynastie.UNESCO-Eintrag Meidan Emam Der Platz zeigt, wie im frühen 17. Jahrhundert religiöse Architektur, höfische Repräsentation und Handel an einem Ort gebündelt wurden.
Die Bauwerke um Naqsh-e Jahan stammen aus der Regierungszeit von Schah Abbas I. im 17. Jahrhundert, wobei einzelne Gebäude wie die Moscheen und der Palast in mehreren Bauphasen fertiggestellt wurden. Die Anlage gehört damit zur klassischen Safawidenarchitektur, die sich durch großformatige Plätze, farbige Fliesenverkleidungen und klare geometrische Ordnung auszeichnet.
Naqsh-e Jahan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum von Isfahan; aus der Stadt führen Straßen und innerstädtische Verkehrsachsen direkt auf den Platz, und der historische Basar schließt nördlich an.
- Das Gelände von Naqsh-e Jahan ist eben; rund um den Platz verlaufen Arkadengänge, und der Zugang zu den Moscheen und zum Palast erfolgt über Treppen mit mehreren Stufen.
- In der Umgebung von Naqsh-e Jahan liegen weitere historische Bereiche von Isfahan, darunter der ausgedehnte Basar, Wohnviertel der Altstadt und andere religiöse Bauwerke.
- Amtssprache ist Persisch, gezahlt wird in Rial.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Naqsh-e Jahan auf Social-Media-Plattformen
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Naqsh-e Jahan: häufige Fragen
Wo liegt Naqsh-e Jahan?
Naqsh-e Jahan liegt im Zentrum der Stadt Isfahan in der gleichnamigen Provinz im Iran und bildet dort einen großen historischen Stadtplatz der Safawidenzeit.
Was bietet ein Besuch von Naqsh-e Jahan?
Ein Besuch von Naqsh-e Jahan führt auf einen sehr großen rechteckigen Platz mit umlaufenden Arkaden, von dem aus Moscheen, Palast und Basar erreichbar sind.
Was kennzeichnet Naqsh-e Jahan besonders?
Naqsh-e Jahan ist durch seine rechteckige Form mit großer Ausdehnung und durch die Kombination aus Imam-Moschee, Sheikh-Lotfollah-Moschee, Ali-Qapu-Palast und Qeysarieh-Basar geprägt.
