Nami-seom: Flussinsel mit Baumalleen bei Chuncheon
Veröffentlicht am: 31.08.2026 um 10:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Nami-seom ist eine halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss bei Chuncheon in der Provinz Gangwon in Sudkorea, deren heutige Gestalt auf die Errichtung des Cheongpyeong-Staudamms im Jahr 1944 zurückgeht.halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss Ihren Namen trägt die Insel nach General Nami, einem Militärführer der frühen Joseon-Zeit im 15. Jahrhundert, der während der Regierung von König Yejong fälschlich des Hochverrats beschuldigt und im Alter von 28 Jahren hingerichtet wurde.General Nami der Joseon-Zeit In den 1960er-Jahren wurde Nami-seom von dem Unternehmer Min Byeong-do erworben und systematisch aufgeforstet, wodurch aus einem weitgehend kahlen Flussland eine dichter bewachsene Insel mit angelegten Wegen und Aufenthaltsbereichen entstand.Min Byeong-do erwarb die Insel 1965
Nami-seom: Landschaftsform und Lage im Bukhan-Fluss
Die Insel Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss, einem nördlichen Oberlauf des Han-Flusssystems, in der Nähe von Chuncheon in der Provinz Gangwon im Norden Sudkoreas.Lage im Bukhan-Fluss nahe Chuncheon Die heutige Inselform geht darauf zurück, dass durch den Bau des Cheongpyeong-Staudamms im Jahr 1944 der Wasserspiegel des Flusses angehoben wurde und ein zuvor höher gelegener Geländebereich als eigenständige Insel im Fluss sichtbar blieb.Cheongpyeong-Staudamm von 1944 Aus der Luft oder von erhöhten Punkten wirkt Nami-seom annähernd halbmondförmig, wobei der Fluss die Insel an einer Seite enger umfließt und an der gegenüberliegenden Seite eine breitere Wasserfläche lässt.
Das Innere der Insel ist weitgehend eben und von einem Netz angelegter Wege durchzogen, das die baumbestandenen Achsen miteinander verbindet. Zwischen den Wegen liegen Wiesenflächen, kleinere Gärten und Bereiche mit dichterem Baumbestand, sodass sich offene und schattige Zonen abwechseln. Die Uferlinien sind an vielen Stellen durch niedrige Böschungen und Steine gefasst, an anderen Abschnitten liegen Anlegerbereiche und offene Uferstreifen, an denen der Blick über den Fluss zur Festlandsseite geht. Die kompakte Ausdehnung der Insel macht sie überschaubar, gleichzeitig erlauben die sich kreuzenden Achsen, verschiedene Rundwege zu kombinieren und die unterschiedlichen Landschaftsbereiche von Nami-seom zu erleben, ohne große Höhenunterschiede zu überwinden.
Vom Flussland zur aufgeforsteten Kulturinsel
Bevor Nami-seom zu einer eigenständigen Insel im Bukhan-Fluss wurde, hob sich an dieser Stelle ein höher gelegener Geländekörper aus dem Flusstal hervor, der bei Hochwasser teilweise umspült wurde. Mit dem Bau des Cheongpyeong-Staudamms im Jahr 1944 stieg der Wasserspiegel, und das Gelände wurde endgültig zur Insel, die sich deutlich von den umliegenden Uferbereichen abzeichnet.Bildung der Insel durch erhöhten Wasserspiegel In den Jahren nach dem Staudammbau blieb das Gelände zunächst vergleichsweise karg, ehe in den 1960er-Jahren ein grundlegender Wandel einsetzte: Min Byeong-do erwarb Nami-seom im Jahr 1965 und begann, die Insel gezielt zu bewalden und zu gestalten.Waldentwicklung unter Min Byeong-do
1966 wurde die Gesellschaft Gyeongchun Tourism Development Co., Ltd. gegründet, um auf Nami-seom Infrastruktur für Besucher zu schaffen und die Insel als Resort auszubauen.Gründung von Gyeongchun Tourism Development 1966 Im Zuge dieser Entwicklung entstanden Wegeachsen, Sammelplätze, kleinere Gebäude und thematische Zonen, die sich zwischen die inzwischen hoch gewachsenen Baumreihen legen. Die Insel wurde damit von einem einfachen Flussgelände zu einem bewusst gestalteten Landschaftsraum, in dem Natur und Bebauung eng ineinandergreifen. Später erhielt das Betriebskonzept den spielerischen Namen „Naminara Republic“, der Nami-seom als eigenständige Kulturinsel mit einem symbolischen „Republik“-Charakter inszeniert; dazu gehören dekorative Elemente, Flaggenmotive und künstlerisch gestaltete Bereiche, die sich in die Baumlandschaft einfügen.
Baumalleen, Winter-Sonata-Erbe und Themenräume
Heute prägen markante Baumalleen den Charakter von Nami-seom, darunter Reihen von Metasequoien und anderen Laubbäumen, die in langen Geraden beidseits der Wege gepflanzt stehen.Baumalleen mit Metasequoien Diese Achsen bilden sichtbare Linien durch die Insel und kontrastieren mit offenen Wiesen, kleinen Plätzen und dichter bewaldeten Teilbereichen. Zwischen den Baumreihen liegen verschiedene Themenräume, etwa kleinere Museen, Ausstellungsgebäude und künstlerisch gestaltete Zonen, die sich mit Skulpturen, Installationen oder dekorativen Objekten an das Motiv einer „Kulturinsel“ anlehnen. Hinzu kommen Spiel- und Aufenthaltsbereiche, gastronomische Gebäude und Plätze mit Blick auf den Fluss, sodass die Insel eine Mischung aus Parklandschaft und kleinteiligen baulichen Strukturen zeigt.
Eine besondere Rolle für die Wahrnehmung von Nami-seom spielt das Erbe der Fernsehserie „Winter Sonata“ aus dem Jahr 2002, die Teile der Insel als Drehort nutzte und damit die Aufmerksamkeit auf ihre Baumwege und Flussufer lenkte.Drehort der Serie „Winter Sonata“ Seitdem sind einzelne Wegeabschnitte, insbesondere eine Allee mit Metasequoien, eng mit Szenen dieser Produktion verbunden und wurden mit Erinnerungsstücken, Tafeln und Skulpturen ergänzt, die auf die Serie und ihre Figuren Bezug nehmen. Daneben existieren weitere gestaltete Bereiche, in denen internationale Kulturmotive, Kinderthemen oder Märchenfiguren aufgegriffen werden, sodass sich Nami-seom als vielschichtiger Park präsentiert, in dem Natur, populäre Kultur und künstlerische Gestaltung miteinander kombiniert sind.
Nami-seom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss nordöstlich von Seoul, nahe Chuncheon in der Provinz Gangwon, und ist über einen Anleger am Festland mit einem Schiff erreichbar.
- Auf der Insel sind die Wege überwiegend eben, allerdings führen manche Achsen über längere Strecken durch baumbestandene Bereiche, sodass ein Besuch mit Spaziergängen auf befestigten Wegen verbunden ist.
- In der Umgebung von Nami-seom liegen weitere Freizeit- und Ausflugsziele entlang des Bukhan-Flusses, sodass sich ein Besuch der Insel gut mit einem Aufenthalt in Chuncheon verbinden lässt.
- Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Südkoreanischen Won.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Nami-seom auf Social-Media-Plattformen
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Nami-seom: häufige Fragen
Wo liegt Nami-seom genau?
Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss nahe Chuncheon in der Provinz Gangwon im Norden Sudkoreas und ist über einen Anleger am Festland erreichbar.
Was bietet ein Besuch auf Nami-seom?
Ein Besuch auf Nami-seom führt durch baumbestandene Wege, Themenräume eines Kulturparks, kleinere Museen und Uferbereiche mit Blick über den Bukhan-Fluss.
Was kennzeichnet Nami-seom besonders?
Besonders kennzeichnen Nami-seom die halbmondförmige Lage im Fluss, die auffälligen Baumalleen und die Verbindung von Landschaftspark und kulturellen Themenbereichen, die unter dem Namen „Naminara Republic“ auftreten.
