Nami-seom, Chuncheon

Nami-seom: Flussinsel mit Alleen und Geschichten bei Chuncheon

Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 09:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Nami-seom bei Chuncheon in Sudkorea ist eine flussumspülte Insel mit geradlinigen Baumalleen, Kunst im Freien und einem historischen Namen – ein Ort für ausgedehnte Spaziergänge.
Aquarellillustration des Wahrzeichens Nami Island in Chuncheon Sudkorea, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Nami-seom ist eine Flussinsel im Bukhan-gang bei Chuncheon in der Provinz Gangwon-do in Sudkorea, deren Name auf den Joseon-General Nami aus dem 15. Jahrhundert zurückgeht.Joseon-General Nami Die Insel ist halbmondförmig, entstand durch den erhöhten Wasserspiegel nach dem Bau des Cheongpyeong-Damms im Jahr 1944 und wurde ab Mitte der 1960er Jahre systematisch aufgeforstet.Bau des Cheongpyeong-Damms 1944

Nami-seom als gestaltete Flusslandschaft

Nami-seom liegt in einer breiten Flussschleife des Bukhan-gang, einem nördlichen Abschnitt des Han-Flusssystems, und ist vollständig von Wasser umgeben.Flussinsel bei Chuncheon Die Inselfläche wird in unterschiedlichen Quellen mit rund 430.000 bis gut 460.000 Quadratmetern angegeben, was sich im Gelände als ausgedehnte, aber klar umrissene Parklandschaft aus Wiesen, Waldbereichen und Wegen zeigt.Fläche von etwa 430.000 Quadratmetern

Die Uferzonen von Nami-seom wirken wie eine niedrige Kante zwischen Fluss und innerer Ebene, an der sich Anlegestellen und Aussichtspunkte gruppieren. Das Innere der Insel ist in klaren Achsen erschlossen, die Wege verlaufen meist in geraden Linien durch dichte Bestände aus Laubbäumen, häufig mit breiten Sichtkorridoren entlang der Baumreihen. Zwischen den geradlinigen Alleen liegen offene Rasenflächen, kleinere Teiche ohne auffällige geometrische Form und gestaltete Plätze, deren Übergänge zum angrenzenden Wald sanft wirken.

Aufgeforstete Alleen und Skulpturen im Freien

In den 1960er Jahren erwarb der Unternehmer Min Byeong-do die damals weitgehend karge Insel und ließ großflächig Bäume pflanzen, wodurch Nami-seom Schritt für Schritt zu einem geschlossenen Wald mit markanten Alleen wurde.Min Byeong-do und Aufforstung ab 1965 Seither prägen lange Reihen hochwachsender Bäume die Hauptwege, deren Kronen im Lauf der Jahreszeiten den Charakter der Insel sichtbar verändern, von dichtem Grün bis zu lückigem Astwerk.

Zwischen den Baumreihen und an Kreuzungen der Wege sind zahlreiche Skulpturen und Installationen aus unterschiedlichen Materialien platziert, darunter Metall, Holz und Stein. Viele Figuren greifen Motive aus koreanischer Populärkultur, Märchen oder abstrakter Formensprache auf, sodass Spaziergänge über Nami-seom an einem Wechsel aus Naturraum und Freiluftausstellung vorbeiführen. Sitzbänke, kleine Pavillons und einfache Rastplätze stehen meist direkt am Weg, ohne den Eindruck eines zusammenhängenden Parkbildes zu unterbrechen.

Geschichtlicher Hintergrund und heutige Nutzung

Der Name der Insel erinnert an General Nami, der während der frühen Joseon-Zeit unter König Sejo im 15. Jahrhundert militärisch hervortrat und im Alter von 28 Jahren hingerichtet wurde.Hinrichtung im 15. Jahrhundert Auf einem Hügel im Norden der Insel befindet sich ein Steinhaufengebiet, das in der Überlieferung mit seinem Namen verbunden wird, ohne dass dort ein eindeutig belegtes Grab vorliegt.Steinhaufen im Norden der Insel

Nach dem Bau des Cheongpyeong-Damms wurde das Gebiet, das zu Nami-seom wurde, durch den Anstieg des Wasserspiegels dauerhaft von der Umgebung getrennt und entwickelte sich von einer Flussniederung zu einer eigenen Insel. 1966 entstand mit Gyeongchun Tourism Development Co., Ltd. eine Gesellschaft, die den Ort als Erholungsgebiet ausbaute, später unter dem Namen Nami Island Co., Ltd.Gründung von Gyeongchun Tourism Development 1966 Heute ist Nami-seom eine Parkinsel mit Wegen, Bepflanzungen, Kulturräumen und Gastronomiegebäuden, die tagsüber intensiv genutzt wird.

Nami-seom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Nami-seom liegt südöstlich des Stadtzentrums von Chuncheon im Bukhan-gang und ist vom Festland aus über ein Fährboot oder andere Wasserfahrzeuge erreichbar, die zwischen einem Uferbereich und der Insel verkehren.
  • Auf der Insel führen zahlreiche Wege eben oder mit leichter Steigung durch den Wald, einige Abschnitte haben Treppenstufen, die zwischen einzelnen Terrassen und Uferbereichen verbinden.
  • Im Winter können auf Nami-seom Schnee und Eis auftreten, während im Sommer die dichten Baumkronen weite Teile der Wege beschatten.
  • In der Umgebung von Nami-seom liegen weitere Ausflugsziele entlang des Bukhan-gang, darunter Anlegestellen und kleinere Freizeitangebote an den Ufern des Flusses.
  • Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Nami-seom auf Social-Media-Plattformen

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Nami-seom: häufige Fragen

Wo liegt Nami-seom?

Die Insel liegt im Bukhan-gang bei Chuncheon in der Provinz Gangwon-do im Norden Sudkoreas und ist vollständig von Flusswasser umgeben.

Was bietet ein Besuch auf Nami-seom?

Ein Besuch führt durch aufgeforstete Wälder mit geraden Baumalleen, an Skulpturen im Freien vorbei und über Wege, die die Insel von den Uferbereichen bis in die Mitte erschließen.

Was kennzeichnet Nami-seom besonders?

Nami-seom verbindet die Geschichte des Namensgebers General Nami mit einer bewusst gestalteten Parkinsel, deren Flusslage und Baumachsen dem Ort einen klar strukturierten Charakter geben.

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