Nami-seom, Chuncheon

Nami-seom bei Chuncheon: Baumalleen und Flussinsel in Sudkorea

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 07:17 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Nami-seom bei Chuncheon in Sudkorea ist eine halbmondförmige Flussinsel, auf der Baumalleen, Kunst und Flusslandschaft ein kompaktes Ausflugsziel bilden.

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Nami Island in Chuncheon, Sudkorea
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Nami Island in Chuncheon Sudkorea, kraeftige Grundfarben und harte Formkanten, Illustration mit AI erstellt.

Nami-seom bei Chuncheon in Sudkorea ist eine halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss, die durch die Aufstauung am Cheongpyeong-Damm in den 1940er-Jahren entstanden ist und heute als dicht begrünter Kultur- und Freizeitpark gestaltet wird.halbmondförmige Flussinsel im Bukhan-Fluss Die Insel trägt ihren Namen nach General Nami aus der frühen Joseon-Dynastie, dessen Erinnerung vor Ort durch ein Grab und Gedenkelemente wachgehalten wird.Namen nach General Nami aus der frühen Joseon-Dynastie

Nami-seom: Inselgestalt und historische Wurzeln

Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss nordöstlich von Seoul und gehört verwaltungstechnisch zu Chuncheon in der Provinz Gangwon; die Insel selbst hebt sich als eigenständige Landmasse vom Flussbett ab, nachdem der Wasserspiegel durch den Cheongpyeong-Damm deutlich angehoben wurde.Cheongpyeong-Damm deutlich angehoben In Kartenansichten wirkt Nami-seom wie ein länglicher, zur Flussmitte hin geschwungener Inselkörper, der an eine halbmondförmige Fläche erinnert und von Uferlinien mit sanften Bögen begrenzt wird.halbmondförmige Fläche

Der Name der Insel geht auf General Nami, auch Nam-yi genannt, zurück, einen Militärführer des 15. Jahrhunderts in der frühen Joseon-Dynastie, der als junger Mann wegen angeblicher Majestätsbeleidigung hingerichtet und später rehabilitiert wurde.General Nami im 15. Jahrhundert der frühen Joseon-Dynastie Eine Grabanlage und Gedenksteine auf Nami-seom greifen diese Figur als historischen Bezugspunkt auf, sodass die heutige Freizeitinsel auch eine deutliche Verbindung zur Geschichte der frühen Joseon-Zeit behält.Grabanlage und Gedenksteine auf Nami-seom

Von karger Flusslandzunge zum Kulturpark im Grünen

Das Land, aus dem Nami-seom hervorging, war zunächst eine Flusslandzunge im Bukhan-Tal und wurde erst mit der Staustufe des Cheongpyeong-Damms zu einer eigenständigen Insel, die von Wasserflächen umgeben blieb.Flusslandzunge im Bukhan-Tal Mitte der 1960er-Jahre erwarb Min Byeong-do Nami-seom und begann, das Gelände großflächig aufzuforsten; darauf folgte die Gründung der Gyeongchun Tourism Development Co., Ltd., die den Ort als Ferien- und Erholungsanlage ausbaute.Min Byeong-do erwarb die Insel in den 1960er-Jahren

Großflächige Baumpflanzungen und Wegeführungen verwandelten das zuvor weitgehend unbewaldete Gelände in ein Netz aus Baumalleen, Wiesen und gestalteten Gärten, die heute das charakteristische Bild von Nami-seom prägen.Großflächige Baumpflanzungen und Wegeführungen In den späten 20. Jahrhunderten wurde die Anlage als Kulturpark mit einem spielerischen Selbstverständnis weiterentwickelt und tritt seit den 2000er-Jahren auch unter dem Namen „Naminara Republic“ auf, einer symbolischen Mikro-Republik mit eigener Bildsprache und Themenbereichen.Auftritt als „Naminara Republic“

Baumalleen, Kunst und Drehort im Bukhan-Fluss

Heute ist Nami-seom als Landschafts- und Kulturpark ausgeprägt, dessen markantestes Motiv lange Baumalleen sind, die in geraden und geschwungenen Achsen über die Insel verlaufen und je nach Jahreszeit dichte Laub- oder Nadelkronen bilden.lange Baumalleen auf der Insel Zwischen den Baumreihen liegen Wiesen, kleinere Gärten und freie Plätze, auf denen Skulpturen und andere Kunstobjekte verteilt sind; sie ergänzen die Wege und machen die Flussinsel zu einem Freiraum mit vielen eigenständigen Stationen.

Auf Nami-seom sind zudem mehrere kleine Einrichtungen untergebracht, darunter ein Song Museum, Ausstellungsräume für Bilderbücher und weitere Häuser, in denen unterschiedliche kulturelle Themen präsentiert werden.Song Museum und Bilderbuch-Spielbereiche Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Insel, als sie Anfang der 2000er-Jahre Drehort für die Fernsehserie „Winter Sonata“ wurde; mehrere Wege und Bereiche auf Nami-seom sind seither mit Motiven dieser Serie verbunden und werden von Besuchern gezielt aufgesucht.Drehort für die Fernsehserie „Winter Sonata“

Nami-seom besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss nordöstlich von Seoul und wird über einen Fähranleger am Flussufer erreicht, der den Zugang zur Insel ermöglicht.
  • Auf der Insel verlaufen zahlreiche Wege auf weitgehend ebenem Gelände, die zum Teil von dichten Baumreihen gesäumt sind; einzelne Abschnitte führen über Treppen und leichte Böschungen.
  • Chuncheon ist über regionale Bahnverbindungen und Straßenverkehr mit Seoul und anderen Städten verbunden, von dort aus bestehen Anschlüsse zum Flussabschnitt mit dem Zugang zu Nami-seom.
  • Sudkorea hat Koreanisch als Amtssprache, gezahlt wird in Südkoreanischen Won; die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Nami-seom auf Social-Media-Plattformen

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Nami-seom: häufige Fragen

Wo liegt Nami-seom genau?

Nami-seom liegt im Bukhan-Fluss in der Region Chuncheon in der Provinz Gangwon in Sudkorea und bildet eine eigenständige Insel im Flusslauf.

Was bietet ein Besuch auf Nami-seom?

Ein Besuch auf Nami-seom führt durch Baumalleen, gestaltete Gärten, kleinere Museen, Kunstinstallationen und verschiedene Themenbereiche, die sich über die gesamte Insel verteilen.

Was kennzeichnet Nami-seom im Vergleich zu anderen Ausflugszielen?

Die Verbindung aus halbmondförmiger Flusslage, dichter Bepflanzung, Kulturpark mit eigener „Naminara Republic“ und der Rolle als Drehort von „Winter Sonata“ kennzeichnet Nami-seom deutlich.

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