Museum of Islamic Art als Geometrie am Wasser
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 11:56 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Museum of Islamic Art steht auf einer künstlichen Insel an der Corniche von Doha. Helle Steinvolumen, ein hoher Kuppelraum und die Lage am Wasser prägen den Bau, den I. M. Pei entwarf und der 2008 eröffnet wurde.
Geometrische Architektur auf einer Insel vor Doha
Das Museum of Islamic Art liegt an der Uferpromenade von Doha und ist über eine Zufahrt mit dem Festland verbunden. Die Insel liegt nahe dem traditionellen Hafen der Dhaus. Von der Corniche aus erscheint das Gebäude als Folge klarer, ineinandergreifender Baukörper.
Der Komplex besteht aus einem fünfgeschossigen Hauptgebäude und einem angrenzenden Bildungsflügel. Ein großer Innenhof verbindet beide Teile. Der Außenbau ist mit cremefarbenem Kalkstein verkleidet; seine Flächen wechseln mit dem Tageslicht zwischen hellen und schattigen Partien. I. M. Peis Architektur verbindet traditionelle islamische Formen mit einer klaren modernen Konstruktion.
Ein Atrium zwischen Kuppel, Treppe und Wasser
Im Zentrum des Hauptgebäudes liegt ein hohes Atrium mit einer Kuppel. Eine geschwungene doppelläufige Treppe führt durch den Raum nach oben. Über der Treppe hängt ein kunstvoll gearbeiteter Metallleuchter, dessen Kontur die Bewegung der Treppe aufnimmt.
Die Kuppel ist facettiert und von geometrischen Mustern geprägt. An ihrer Spitze befindet sich eine Öffnung im Dach. Auf der Nordseite des Atriums reicht ein 45 Meter hohes Fenster über mehrere Ebenen und richtet den Innenraum zur Bucht aus. Das Wasser vor dem Bau und die hellen Steinflächen bilden die sichtbaren Gegensätze des Museums.
Der Entwurf stammt von Ieoh Ming Pei, der auch die Glaspyramide im Hof des Louvre in Paris gestaltete. Das Museum wurde im Dezember 2008 für das Publikum eröffnet. Das Eröffnungsjahr 2008 gehört zur Geschichte des Hauses und markiert zugleich den Beginn seiner Tätigkeit als Kulturinstitution von Qatar Museums.
Islamische Kunst zwischen Spanien und China
Die Sammlung umfasst Werke islamischer Kunst aus drei Kontinenten. Ihre zeitliche Spanne reicht vom 7. bis zum 20. Jahrhundert. Zu den vertretenen Gattungen gehören Manuskripte, Metallarbeiten, Keramik, Schmuck, Holzarbeiten, Textilien, Münzen, Edelsteine und Glas.
Die Stücke stammen aus religiösen und weltlichen Zusammenhängen. In den Galerien stehen handwerkliche Techniken, Materialien, Schriften und ornamentale Muster nebeneinander. Regionale Schwerpunkte reichen über den Nahen Osten hinaus bis nach Spanien und China.
Die Ausstellungsräume sind nach historischen und kulturellen Themen, Epochen und geografischen Bezügen geordnet. Dadurch begegnen sich Objekte aus weit voneinander entfernten Regionen innerhalb einer gemeinsamen Geschichte islamischer Zivilisationen. Die Sammlung aus drei Kontinenten bildet den inhaltlichen Gegenpol zur einzelnen Insel vor der Stadt.
Museum of Islamic Art besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Museum liegt an der Corniche von Doha auf einer künstlichen Insel. Die Anreise führt über die Straßen der Uferpromenade; in der Nähe liegt der traditionelle Hafen der Dhaus.
- Zum Gebäudekomplex gehören das fünfgeschossige Hauptgebäude, ein Bildungsflügel und der verbindende Innenhof. Im Atrium führt eine geschwungene doppelläufige Treppe durch den zentralen Raum.
- Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Katar-Riyal.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Museum of Islamic Art auf Social-Media-Plattformen
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Museum of Islamic Art: häufige Fragen
Wo liegt das Museum of Islamic Art?
Das Museum liegt in Doha, Katar, auf einer künstlichen Insel an der Corniche. Die Uferpromenade und der traditionelle Hafen der Dhaus befinden sich in unmittelbarer Nähe.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind islamische Kunstwerke aus drei Kontinenten. Die Sammlung umfasst unter anderem Manuskripte, Keramik, Metallarbeiten, Textilien, Schmuck und Glas.
Was kennzeichnet das Gebäude?
I. M. Pei entwarf einen fünfgeschossigen Bau aus hellem Kalkstein mit einem hohen Kuppelatrium. Ein Innenhof verbindet das Hauptgebäude mit dem Bildungsflügel.
