Musee du Louvre und die Pyramide im Palast der Könige
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 10:24 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Musee du Louvre in Paris ist ein Museum in einem ehemaligen Königspalast. Seine Architektur reicht von der mittelalterlichen Festung Philipps II. bis zur Glaspyramide von Ieoh Ming Pei.
Im Zentrum des weitläufigen Museumskomplexes steht die Pyramide im Cour Napoléon. Sie bildet einen modernen Eingang innerhalb eines Palastes, dessen Geschichte im Jahr 1190 als Befestigungsanlage begann.
Von der Festung Philipps II. zum Königspalast
Das Musee du Louvre liegt am rechten Ufer der Seine im 1. Arrondissement von Paris. Die Anlage begann unter Philipp II. als Festung mit starken Mauern. Erhaltene Teile dieser mittelalterlichen Anlage liegen in den tieferen Bereichen des Museums.
Im Jahr 1364 wurde der Louvre unter Karl V. zu einer königlichen Residenz. Die königliche Residenz von 1364 markiert den Wechsel von der militärischen Anlage zum höfischen Baukomplex.
Unter Franz I. begann 1546 der Bau eines neuen Königspalastes auf dem Gelände der älteren Festung. Der Louvre wurde über Jahrhunderte erweitert. Verschiedene Flügel, Höfe und Galerien verbinden dabei mittelalterliche, Renaissance- und klassizistische Architektur.
Die Grande Galerie entstand zwischen 1595 und 1610 unter Heinrich IV. Sie gehört zu den markanten historischen Innenräumen des Palastes. Ihre lange Raumfolge steht für die Ausdehnung des Louvre entlang der Seine.
Ein Museum mit Kunst aus vielen Epochen
Das Musee du Louvre wurde 1793 als öffentliches Museum eröffnet. Das Muséum Central des Arts zeigte zunächst Werke aus den königlichen Sammlungen und weiteren staatlichen Beständen.
Die heutige Sammlung umfasst Kunst und archäologische Objekte aus mehreren Jahrtausenden. Zu den Abteilungen gehören ägyptische Altertümer, altorientalische Altertümer sowie griechische, etruskische und römische Altertümer.
Weitere Bereiche widmen sich Gemälden, Skulpturen, dekorativer Kunst, Zeichnungen und Druckgrafik, islamischer Kunst sowie byzantinischer und christlich-orientalischer Kunst. Die Sammlung reicht damit von frühen Hochkulturen bis zur europäischen Kunstgeschichte.
Zu den berühmten Werken im Museum gehören die Mona Lisa, die Nike von Samothrake, der Sitzende Schreiber und die Statuen der Sklaven von Michelangelo. Auch die prunkvollen Räume des Palastes, darunter die Appartements Napoleons III., gehören zum Rundgang durch das Musee du Louvre.
Der Museumskomplex bewahrt ungefähr 500.000 Werke, von denen rund 30.000 ausgestellt sind. Diese Angaben beschreiben die Größenordnung der Sammlung, nicht die Zahl der Räume, die ein einzelner Rundgang erfassen kann.
Die Glaspyramide im Cour Napoléon
Die Glaspyramide steht im Cour Napoléon, dem großen zentralen Hof des Louvre. Ieoh Ming Pei entwarf sie als Teil des Grand-Louvre-Projekts. Die Pyramide wurde am 29. März 1989 eingeweiht.
Das Bauwerk ist 21 Meter hoch und besitzt eine quadratische Grundfläche. Seine Glasflächen bestehen aus rautenförmigen und dreieckigen Scheiben. Unter dem Hof liegt eine Eingangshalle, von der Wege in die Flügel des Museums führen.
Die Pyramide im Cour Napoléon steht zwischen den historischen Fassaden des Palastes. Glas, Metall und Naturstein bilden dort eine klar erkennbare Gegenüberstellung.
Neben der großen Pyramide befinden sich kleinere Pyramiden im Hof. Eine umgekehrte Pyramide liegt im unterirdischen Bereich des Carrousel du Louvre. Die verschiedenen Formen verbinden die Höfe, Eingänge und unterirdischen Räume des Museumskomplexes.
Die Pyramide gehört zu den jüngeren Bauteilen des Louvre. Sie steht nicht außerhalb der historischen Anlage, sondern innerhalb des ehemaligen Palastes. Dadurch begegnen sich im Cour Napoléon die Architektur des 16. bis 19. Jahrhunderts und ein Bauwerk des späten 20. Jahrhunderts.
Musee du Louvre besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Musee du Louvre liegt im 1. Arrondissement am rechten Ufer der Seine. Die Métrostationen Palais-Royal–Musée du Louvre und Pyramides verbinden das Museum mit dem Pariser Verkehrsnetz.
- Der Rundgang führt durch große Höfe, lange Galerien, historische Säle und unterirdische Bereiche. Die Anlage umfasst zahlreiche Räume und Korridore.
- Vor dem Palast liegt der Jardin des Tuileries. Die Gartenachse führt vom Louvre über den Arc de Triomphe du Carrousel in Richtung Place de la Concorde.
- Amtssprache ist Französisch, gezahlt wird in Euro.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Musee du Louvre auf Social-Media-Plattformen
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Musee du Louvre: häufige Fragen
Wo liegt das Musee du Louvre?
Das Musee du Louvre liegt in Paris am rechten Ufer der Seine. Es befindet sich im 1. Arrondissement zwischen dem Jardin des Tuileries und der Rue de Rivoli.
Was bietet ein Besuch im Musee du Louvre?
Das Museum verbindet Gemälde, Skulpturen, archäologische Objekte, dekorative Kunst und historische Räume. Der Rundgang führt durch Sammlungen aus mehreren Jahrtausenden.
Was kennzeichnet die Architektur des Musee du Louvre?
Der Komplex vereint Reste einer mittelalterlichen Festung, einen königlichen Palast und die Glaspyramide von Ieoh Ming Pei. Die Pyramide wurde 1989 eingeweiht.
