Muhammad-Ali-Moschee, Mosque of Muhammad Ali

Muhammad-Ali-Moschee: Wie dieses Wahrzeichen Kairo prägt

07.06.2026 - 11:44:31 | ad-hoc-news.de

Die Muhammad-Ali-Moschee (Mosque of Muhammad Ali) über Kairo in Ägypten ist mehr als nur ein Fotomotiv – sie erzählt vom modernen Ägypten, osmanischer Pracht und atemberaubenden Panoramen.

Muhammad-Ali-Moschee, Mosque of Muhammad Ali, Kairo
Muhammad-Ali-Moschee, Mosque of Muhammad Ali, Kairo

Über Kairo liegt ein feiner Staubschleier, die Sonne steht hoch, und auf dem Zitadellenhügel zeichnet sich die Silhouette der Muhammad-Ali-Moschee – lokal Mosque of Muhammad Ali (sinngemäß „Moschee des Muhammad Ali“) – scharf gegen den Himmel ab. Von hier oben öffnet sich der Blick über ein scheinbar endloses Häusermeer, während im Inneren goldene Ornamente, Teppiche und Kronleuchter eine eigene, intime Welt schaffen.

Muhammad-Ali-Moschee: Das ikonische Wahrzeichen von Kairo

Die Muhammad-Ali-Moschee erhebt sich auf dem Gelände der mittelalterlichen Zitadelle von Kairo, hoch über der Altstadt. Sie gilt als eines der markantesten Wahrzeichen der ägyptischen Hauptstadt und prägt die Skyline ähnlich deutlich, wie der Kölner Dom das Panorama von Köln bestimmt. Ihre großen Kuppeln und die schlanken Minarette sind schon aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen.

Architektonisch knüpft die Mosque of Muhammad Ali an osmanische Vorbilder wie die Blaue Moschee in Istanbul an, kombiniert diese aber mit einem bewusst repräsentativen Anspruch: Der Bau sollte die Macht und Modernisierungsambitionen des Herrschers Muhammad Ali Pascha im 19. Jahrhundert sichtbar machen. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland verbindet sich hier orientalische Prachtentfaltung mit einem eindrucksvollen Blick in die politische Geschichte Ägyptens.

Die Atmosphäre vor Ort ist vielschichtig: Draußen drängen sich Reisegruppen, Schulklassen und lokale Familien, während im Innenraum – auf Socken über weiche Teppiche gehend – eine ruhige, fast schwebende Stimmung entsteht. Wer den Hof der Moschee betritt, steht umgeben von Arkaden und Marmorfassaden, während eine große Uhr im Innenhof an ein historisches diplomatisches Geschenk Frankreichs erinnert. Gleichzeitig weht vom Rand der Zitadelle her ein Windzug, der den Blick weit über Kairo freigibt – an klaren Tagen bis zu den Pyramiden von Gizeh.

Geschichte und Bedeutung von Mosque of Muhammad Ali

Die Geschichte der Muhammad-Ali-Moschee ist eng mit der Entstehung des modernen ägyptischen Staates verknüpft. Muhammad Ali Pascha, ein aus dem Osmanischen Reich stammender Militärführer albanischer Herkunft, setzte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts als mächtiger Gouverneur in Ägypten durch und gilt vielen Historikern als Begründer des modernen Ägyptens. Sein Ziel war es, Ägypten zu modernisieren, das Land zu zentralisieren und im Kräftefeld zwischen Osmanischem Reich und europäischen Mächten selbstbewusst zu positionieren.

Der Bau der Moschee wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begonnen. Die meisten seriösen Quellen ordnen den Baubeginn in die 1830er-Jahre ein, die Fertigstellung in die zweite Hälfte des Jahrhunderts. Damit entstand die Mosque of Muhammad Ali ungefähr eine Generation vor der Gründung des Deutschen Reichs 1871. Die Moschee wurde zugleich als repräsentatives Gotteshaus und als symbolischer Herrscherbau angelegt – vergleichbar mit Residenz- und Hofkirchen europäischer Fürsten, die Glauben und politisches Selbstverständnis verbanden.

Historisch gesehen markiert die Moschee einen Wendepunkt: Während ältere Sakralbauten Kairos meist aus der Zeit der Fatimiden, Ayyubiden oder Mamluken stammen, verweist die Muhammad-Ali-Moschee stilistisch deutlich auf Istanbul und damit auf den osmanischen Einfluss. Kunsthistoriker betonen, dass sich hier ein bewusster Bruch mit den vormals dominierenden mamlukischen Formen zeigt, zugunsten eines klaren Bekenntnisses zur osmanisch geprägten Moderne.

Gleichzeitig ist die Moschee Erinnerungsort. In ihrem Inneren befindet sich das Grab von Muhammad Ali Pascha selbst. Der Herrscher wählte diese Moschee als seine Grabstätte, wodurch das Gebäude zusätzlich den Charakter eines Mausoleums erhält. Insofern ist die Mosque of Muhammad Ali auch ein Monument der Herrschaftslegitimation: Wer die Moschee betritt, tritt in den symbolischen Raum eines Mannes, der im 19. Jahrhundert Ägyptens Armee, Verwaltung und Wirtschaft grundlegend reorganisierte und damit die Weichen für die spätere Unabhängigkeitsbewegung stellte.

Im 20. Jahrhundert wurde die Moschee mehrfach restauriert. Die ägyptischen Behörden und Denkmalpfleger legten Wert darauf, die ursprünglich intendierte Form zu bewahren, da das Gebäude zu den meistfotografierten Motiven Kairos zählt. Die Zitadelle und die darin liegenden Bauwerke gehören zu den bekanntesten historischen Stätten des Landes. Auch wenn die Muhammad-Ali-Moschee selbst nicht als eigenständige UNESCO-Welterbestätte gelistet ist, wird die Altstadt von Kairo und ihre monumentale Bausubstanz von internationalen Organisationen wie der UNESCO als herausragend bedeutend für das kulturelle Erbe der Menschheit eingestuft.

Für die jüngere Geschichte Ägyptens spielt die Moschee zudem eine Rolle als nationaler Identifikationspunkt. Staatsbesuche, offizielle Delegationen und hochrangige Gäste aus dem Ausland werden häufig an die Zitadelle und die Moschee geführt. Damit steht das Bauwerk auch im 21. Jahrhundert an einem Schnittpunkt zwischen Religion, Tourismus, Repräsentation und nationalem Selbstverständnis.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Muhammad-Ali-Moschee ist ein beeindruckendes Beispiel osmanisch inspirierter Sakralarchitektur. Wer sie zum ersten Mal sieht, erkennt Parallelen zur Sultan-Ahmed-Moschee („Blaue Moschee“) in Istanbul: eine dominierende zentrale Kuppel, flankiert von Halbkuppeln, dazu schlanke, hoch aufragende Minarette. Diese formale Verwandtschaft ist kein Zufall – sie sollte den Anspruch des Herrschers unterstreichen, Ägypten in eine Reihe mit den wichtigen Zentren der islamischen Welt zu stellen.

Der Innenraum ist von einer großen Hauptkuppel überspannt, die auf mächtigen Pfeilern ruht. Um sie herum staffeln sich kleinere Kuppeln und Halbkuppeln, die gemeinsam ein dynamisches Raumgefühl erzeugen. Die Wände sind großflächig mit Marmor verkleidet, darüber ziehen sich bemalte Ornamentbänder und kalligrafische Medaillons. Viele Reiseführer und architekturhistorische Darstellungen betonen, dass der Eindruck im Inneren vor allem durch das Wechselspiel aus warmem Licht, das durch hohe Fenster einfällt, und den glänzenden Oberflächen der Verkleidungen geprägt ist.

Eines der markantesten Elemente ist der riesige Kronleuchter, ergänzt von zahlreichen kleineren Leuchtern. Früher wurden sie mit Öl- oder Kerzenlicht betrieben, heute mit elektrischer Beleuchtung, die den Raum in den Abendstunden weich ausleuchtet. Die niedrighängenden Leuchterengruppen erzeugen ein dichtes Netz aus Lichtpunkten, das vor dem Hintergrund der hohen Kuppelschale fast schwebend wirkt.

Im Hof der Moschee befindet sich ein reich dekorierter, überdachter Brunnen, der traditionell für rituelle Waschungen vor dem Gebet genutzt wurde. Der Hof selbst ist von Arkadengängen umgeben, deren Bögen einen stimmigen Rahmen um den offenen Platz bilden. In einer Ecke des Hofes steht ein auffälliger Uhrturm, der auf den ersten Blick nicht zum osmanischen Stil zu passen scheint. Dabei handelt es sich um ein Geschenk Frankreichs aus dem 19. Jahrhundert – ein Zeichen der diplomatischen Beziehungen und der damals zunehmenden Verflechtung Ägyptens mit europäischen Mächten.

Die Minarette der Mosque of Muhammad Ali sind besonders schlank und hoch. Viele Besucher vergleichen ihre Anmutung mit der Spitze von Füllfederhaltern oder Nadeln, die sich direkt in den Himmel bohren. Sie sind nicht nur architektonische Akzente, sondern dienten ursprünglich dem Gebetsruf. In der modernen Praxis übernehmen Lautsprecher diese Funktion, doch die Minarette bleiben als Symbole der Präsenz des Islam im Stadtbild bestehen.

Im Inneren lohnt der Blick auf die kalligrafischen Inschriften, die Koransuren und religiöse Formeln wiedergeben. Sie werden traditionell als eigene Kunstform verstanden, bei der die Schönheit der Schrift selbst zur Andacht beiträgt. Viele Bauten in der islamischen Architektur verzichten auf figürliche Darstellungen und konzentrieren sich stattdessen auf abstrakte Muster, geometrische Formen und Schriftkunst – auch in der Muhammad-Ali-Moschee wird diese Tradition sichtbar.

Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Lage der Moschee innerhalb der Zitadelle von Kairo. Historisch diente die Zitadelle als militärischer und administrativer Mittelpunkt. Die Entscheidung, die Moschee gerade hier zu errichten, war somit auch ein Statement: Religion, Militär und Herrschaft sollten räumlich wie symbolisch miteinander verbunden werden. Für heutige Besucherinnen und Besucher ergibt sich daraus ein doppelter Reiz: Neben dem religiösen Bauwerk lassen sich auch andere historische Strukturen der Zitadelle, Museen und Ausblicke erleben.

Muhammad-Ali-Moschee besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch der Muhammad-Ali-Moschee in der Regel Teil einer Stadtbesichtigung in Kairo oder einer größeren Kulturreise durch Ägypten. Die Kombination aus Sakralbau, Panoramablick und historischem Zitadellenkomplex macht den Ort zu einem Höhepunkt vieler Rundreisen.

  • Lage und Anreise: Die Moschee liegt auf dem Gelände der Zitadelle von Kairo, südöstlich der historischen Altstadt. Vom Stadtzentrum (etwa Tahrir-Platz) sind es je nach Verkehr rund 5–8 km, Fahrzeiten schwanken aber wegen des dichten Verkehrs. Von Deutschland aus erreichen Reisende Kairo am einfachsten per Direktflug, insbesondere von großen Drehkreuzen wie Frankfurt am Main, München oder Berlin über den internationalen Flughafen Kairo. Die reine Flugzeit liegt typischerweise im Bereich von rund 4 bis 4,5 Stunden, abhängig von Abflugort und Flugroute. Vom Flughafen zur Moschee benötigen Taxis oder Fahrdienste je nach Verkehrslage etwa 45–60 Minuten. Innerhalb Kairos werden häufig Taxis, App-basierte Fahrdienste oder organisierte Touren genutzt. Der öffentliche Nahverkehr ist für ortsunkundige Besucher weniger intuitiv, weshalb viele Reisende auf geführte Touren oder private Fahrten zurückgreifen.
  • Öffnungszeiten: Die Zitadelle von Kairo und damit der Zugang zur Muhammad-Ali-Moschee sind üblicherweise tagsüber geöffnet, oft von den Morgenstunden bis in den späten Nachmittag. Konkrete Uhrzeiten können saisonal, an Feiertagen oder aufgrund von Veranstaltungen variieren. Daher sollte man vor dem Besuch die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt über offizielle Stellen, etwa die ägyptische Antikenverwaltung oder lokale Tourismusinformationen, prüfen. Im Ramadan oder an wichtigen islamischen Feiertagen können besondere Regelungen gelten. Grundsätzlich gilt: Wer früh am Vormittag kommt, erlebt die Anlage häufig bei etwas geringerem Besucherandrang und angenehmeren Temperaturen.
  • Eintritt: Für den Besuch der Zitadelle, zu der die Moschee gehört, wird in der Regel eine Eintrittsgebühr erhoben. Die Beträge werden von den zuständigen ägyptischen Behörden festgelegt und können sich ändern. Reisende sollten sich daher auf jeweils aktuelle Angaben verlassen, etwa in offiziellen Infobroschüren, bei staatlichen Tourismusbüros oder im Rahmen von gebuchten Rundreisen. Bezahlt wird vor Ort meist in der Landeswährung (Ägyptisches Pfund). Einige Kassen akzeptieren zunehmend auch Kartenzahlung, dennoch ist es ratsam, ausreichend Bargeld mitzuführen.
  • Beste Reisezeit: Für Kairo empfehlen viele Reiseveranstalter und Tourismusinstitutionen die Monate von Herbst bis Frühling, grob von Oktober bis April, als besonders angenehm. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist milder als im Hochsommer, wenn es in Kairo oft deutlich über 35 °C werden kann. Wer den Besuch der Muhammad-Ali-Moschee mit einem Panoramablick über die Stadt verbinden möchte, profitiert an klaren Tagen von besonders guter Fernsicht. Innerhalb eines Tages sind die frühen Vormittagsstunden oder der spätere Nachmittag wegen der Lichtstimmung und der Hitzeentwicklung oft besonders reizvoll. Während der Mittagszeit kann die Sonne sehr intensiv sein, der Hof wird dann schnell heiß. Viele Reisende verbinden den Besuch mit weiteren Stationen in der Altstadt, etwa in islamischen Vierteln oder im Bereich des Khan-el-Khalili-Basars.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung, Fotografieren: In touristisch geprägten Teilen Kairos wird neben Arabisch häufig Englisch gesprochen; in größeren Hotels oder bei Reiseleitungen trifft man immer wieder auch auf Deutsch sprechendes Personal. Es ist jedoch hilfreich, sich einige grundlegende arabische Höflichkeitsfloskeln anzueignen. Beim Bezahlen sind internationale Kreditkarten in vielen Hotels, größeren Restaurants und Touristeneinrichtungen verbreitet. In kleineren Geschäften, bei Taxis oder Marktständen ist Bargeld nach wie vor wichtig. Trinkgeld (Bakschisch) gehört zur Alltagskultur: Für kleine Dienstleistungen – etwa Hilfe beim Fotografieren oder beim Anziehen von Überkleidung am Eingang – werden kleine Beträge erwartet. In Sakralbauten ist eine respektvolle Kleidung wichtig. Für den Besuch der Mosque of Muhammad Ali sollten Schultern und Knie bedeckt sein; ärmellose Oberteile oder sehr kurze Hosen sind unangebracht. Frauen tragen je nach Situation zusätzlich ein Tuch, um die Haare zu bedecken, wenn sie bestimmte Bereiche betreten. Vor dem Betreten des Gebetsraums werden Schuhe ausgezogen; oft stehen Plastiktüten oder Regale zur Verfügung, um das Schuhwerk zu verstauen. Fotografieren ist in vielen Bereichen erlaubt, kann aber je nach aktuellem Reglement eingeschränkt sein, insbesondere wenn religiöse Handlungen stattfinden oder Menschen im Gebet sind. Es empfiehlt sich, auf Hinweise des Aufsichtspersonals zu achten und respektvoll zu fotografieren.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit: Für deutsche Staatsbürger gelten für Ägypten in der Regel Visabestimmungen, die sich ändern können. Oft wird ein Visum bei Einreise oder vorab über Konsulate bzw. elektronische Systeme bereitgestellt. Da sich die Bedingungen anpassen können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu empfohlenen Reisedokumenten, gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen und regionalen Sicherheitseinschätzungen. Für den medizinischen Schutz ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland Behandlungen außerhalb der EU meist nicht automatisch abdeckt.
  • Zeitzone: Ägypten liegt in einer Zeitzone, die in der Regel eine Stunde vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt, wobei sich Regelungen zu Sommerzeit und Zeitumstellung gelegentlich ändern können. Vor Reiseantritt sollte daher geprüft werden, wie groß der Zeitunterschied zum eigenen Abflugort ist. Für die Planung von Anrufen, Onlineterminen oder Rückflügen ist diese Information besonders wichtig.

Warum Mosque of Muhammad Ali auf jede Kairo-Reise gehört

Die Frage, warum die Mosque of Muhammad Ali für eine Reise nach Kairo besonders empfehlenswert ist, lässt sich aus mehreren Perspektiven beantworten. Zum einen bietet sie einen nahezu unvergleichlichen Überblick über die Stadt: Vom Rand der Zitadelle aus öffnen sich weite Blicke über die Dächer von Kairo. Viele Besucher berichten, dass sie erst hier die räumliche Dimension dieser Millionenmetropole wirklich begreifen. An klaren Tagen sind sogar die Pyramiden von Gizeh am Horizont erkennbar.

Zum anderen ist die Moschee ein Schlüssel zum Verständnis der ägyptischen Geschichte des 19. Jahrhunderts. Wer sich etwa im Vorfeld mit europäischen Entwicklungen wie der Industrialisierung oder der Reichsgründung in Deutschland beschäftigt hat, kann an der Muhammad-Ali-Moschee nachvollziehen, wie zur gleichen Zeit in Ägypten eine andere Form von Modernisierung stattfand. Der Bau verkörpert den Wunsch, an die osmanische Tradition anzuknüpfen und doch ein eigenständiges, starkes Ägypten zu formen.

Für Kulturreisende aus Deutschland ist zudem die Verbindung aus Architektur, Religion und Alltagsleben besonders eindrucksvoll. In der Moschee begegnen sich Touristengruppen, lokale Gläubige und Schulklassen. Kunsthistorisch interessierte Gäste betrachten Ornamente und Kuppeln, während andere Besucher vor allem die besondere Stimmung eines aktiven Gebetsortes suchen. Diese Vielschichtigkeit macht die Muhammad-Ali-Moschee zu einem Ort, an dem man nicht nur „besichtigt“, sondern erlebt.

Darüber hinaus liegt die Moschee strategisch günstig, um weitere Attraktionen Kairos zu entdecken. In der Umgebung der Zitadelle befinden sich weitere Museen und historische Bauten; in der Altstadt warten mittelalterliche Moscheen, Madrassen und Basare. Wer etwa eine Tagestour durch das islamische Kairo plant, kann die Mosque of Muhammad Ali als Ausgangs- oder Schlusspunkt wählen. Viele Rundreisen kombinieren einen Besuch der Moschee mit dem Ägyptischen Museum, der Altstadt und einer Fahrt zum Nil.

Reiseführer renommierter Verlage heben regelmäßig hervor, dass die Muhammad-Ali-Moschee einen besonderen emotionalen Eindruck hinterlässt. Das liegt nicht nur an ihrer Größe, sondern auch an der unerwarteten Ruhe im Inneren. Trotz des touristischen Andrangens gibt es Momente, in denen man unter der hohen Kuppel steht, der leichte Geruch von Teppichen in der Luft liegt und gedämpftes Stimmenmurmel den Raum erfüllt – ein Moment, der viele Besucherinnen und Besucher nachhaltig berührt.

Hinzu kommt ihre Symbolkraft in der Gegenwart: Auf Postkarten, Social Media und in Bildbänden steht die Silhouette der Moschee oft stellvertretend für Kairo. Wer Ägypten in Filmen, Dokumentationen oder Nachrichtensendungen sieht, erkennt nicht selten im Hintergrund die charakteristische Kontur der Kuppel und Minarette. Insofern ist der reale Besuch auch eine Begegnung mit einem Bild, das bereits vorher im Kopf präsent ist – und das dennoch in der Realität tiefer wirkt, als es ein Foto vermitteln kann.

Muhammad-Ali-Moschee in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist die Muhammad-Ali-Moschee ein häufiges Motiv. Nutzerinnen und Nutzer teilen Panoramafotos über Kairo, Innenaufnahmen mit den leuchtenden Kronleuchtern oder Detailbilder von Kuppeln und Ornamenten. Viele Reiseberichte stellen die Moschee als „Must-See“ einer Kairo-Reise vor, oft in Kombination mit den Pyramiden von Gizeh und dem Ägyptischen Museum. Auch Videoclips, die den Weg vom Eingang der Zitadelle bis zum Innenhof der Moschee zeigen, sind weit verbreitet.

Häufige Fragen zu Muhammad-Ali-Moschee

Wo liegt die Muhammad-Ali-Moschee genau?

Die Muhammad-Ali-Moschee befindet sich auf dem Gelände der historischen Zitadelle von Kairo, südöstlich der Altstadt. Sie liegt auf einem Hügel, der weithin sichtbar ist, und bietet einen weiten Blick über die Stadt. Für Besucher aus Deutschland ist sie gut im Rahmen einer Stadtführung oder einer organisierten Tour erreichbar, oft kombiniert mit weiteren Stationen im islamischen Kairo.

Wann wurde die Mosque of Muhammad Ali erbaut?

Der Bau der Mosque of Muhammad Ali begann im 19. Jahrhundert unter der Herrschaft von Muhammad Ali Pascha. Die Arbeiten zogen sich über mehrere Jahrzehnte und wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen. Damit entstand die Moschee in etwa zu jener Zeit, in der auch in Europa große nationale Monumente entstanden, und spiegelt die Modernisierungsambitionen des Herrschers wider.

Wie ist die Kleiderordnung in der Muhammad-Ali-Moschee?

Als aktive Moschee gelten in der Muhammad-Ali-Moschee klare Regeln für respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein, kurze Hosen und ärmellose Oberteile sind nicht geeignet. Frauen tragen je nach Bereich und Situation häufig ein Tuch, um die Haare zu bedecken. Vor dem Eintritt in den Gebetsraum werden die Schuhe ausgezogen. Besucherinnen und Besucher sollten auf entsprechende Hinweise am Eingang achten; bei Bedarf werden häufig Übergewänder oder Tücher ausgeliehen.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch?

Viele Reiseveranstalter empfehlen die Monate von Herbst bis Frühling, grob von Oktober bis April, als angenehmste Reisezeit für Kairo. In diesen Monaten sind die Temperaturen moderater als im heißen Sommer. Innerhalb eines Tages eignen sich die frühen Vormittagsstunden oder der spätere Nachmittag besonders, um die Moschee bei angenehmerem Licht und, je nach Saison, etwas weniger Andrang zu erleben. Wer den Blick über Kairo und zu den Pyramiden genießen möchte, profitiert von klaren Tagen mit guter Sicht.

Was sollten deutsche Reisende zu Einreise und Sicherheit wissen?

Für die Einreise nach Ägypten benötigen deutsche Staatsbürger in der Regel ein gültiges Reisedokument und ein Visum, dessen Bedingungen sich ändern können. Es ist daher wichtig, vorab die aktuellen Informationen auf der Website des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dort werden auch sicherheitsrelevante Hinweise, Empfehlungen zum Gesundheitsschutz und Verhaltensratschläge für verschiedene Regionen Ägyptens bereitgestellt. Eine Auslandskrankenversicherung wird generell empfohlen.

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