Mount Rinjani, Reise

Mount Rinjani auf Lombok: Vulkan, Kratersee und heiliger Berg

07.06.2026 - 11:29:18 | ad-hoc-news.de

Mount Rinjani, lokal Gunung Rinjani, erhebt sich über Lombok in Indonesien als heiliger Vulkan mit türkisblauem Kratersee – ein Ziel, das deutsche Reisende fasziniert und Respekt fordert.

Mount Rinjani, Reise, Tourismus
Mount Rinjani, Reise, Tourismus

Wenn in der Morgendämmerung die ersten Sonnenstrahlen den Gipfel des Mount Rinjani in goldenes Licht tauchen, öffnet sich über Lombok ein Panorama aus Wolkenmeer, Vulkanflanken und dem smaragdgrünen Kratersee Segara Anak. Der Gunung Rinjani (wörtlich etwa „Berg Rinjani“ auf Indonesisch) ist mehr als nur ein Gipfel: Er ist heiliger Berg, Naturgewalt und eines der eindrucksvollsten Wanderziele Indonesiens.

Mount Rinjani: Das ikonische Wahrzeichen von Lombok

Der Mount Rinjani dominiert die Silhouette der Insel Lombok östlich von Bali und gilt als einer der markantesten aktiven Vulkane Indonesiens. Mit einer Gipfelhöhe von rund 3.700 m über dem Meeresspiegel zählt er zu den höchsten Vulkanen des Landes und prägt das Klima, die Wasserressourcen und die Kultur der gesamten Region. Für Reisende aus Deutschland ist er oft der dramatische Gegenpol zu den bekannteren Stränden und Tempeln auf Bali: rau, hochalpin wirkend und doch tropisch eingebettet.

Der Vulkan liegt im Schutzgebiet des Rinjani-Nationalparks, der eine vielfältige Flora und Fauna beherbergt – von dichten Bergwäldern über Graslandschaften bis hin zu kargen Lavafeldern. Wanderer und Bergsteiger kommen wegen der spektakulären Ausblicke, aber auch wegen der besonderen Kombination aus aktivem Vulkan, großem Kratersee und heißen Quellen. Zugleich hat der Berg eine tiefe religiöse Bedeutung: Für viele Hindus auf Lombok und Bali sowie für zahlreiche muslimische Gemeinden ist der Gunung Rinjani ein besonderer spiritueller Ort, an dem Rituale und Opferzeremonien stattfinden.

Seine exponierte Lage über dem Meer, die häufigen Wolkenbänder und der starke Höhenunterschied innerhalb kurzer Distanz machen den Mount Rinjani zu einem der fotogensten Vulkane Südostasiens. Wer vom Kraterrand hinunter auf den See Segara Anak und den jüngeren Nebenkrater blickt, erlebt eine Szenerie, die eher an Hochgebirgskessel der Alpen erinnert – nur eben in tropischer Version mit Palmen in der Ferne und warmem Äquatorlicht.

Geschichte und Bedeutung von Gunung Rinjani

Geologisch ist der Gunung Rinjani Teil des sogenannten Sundabogens, einer Kette von Vulkanen, die sich durch große Teile Indonesiens zieht und durch das Aufeinandertreffen der Indisch-Australischen und der Eurasischen Platte entstanden ist. In dieser Subduktionszone schiebt sich die ozeanische Platte unter die kontinentale, schmilzt in der Tiefe auf und erzeugt Magma, das in Form von Vulkanen an die Oberfläche dringt. Über sehr lange Zeiträume haben wiederholte Ausbrüche den heutigen komplexen Vulkankomplex geformt, inklusive des gewaltigen Kraterbeckens.

Historische Überlieferungen und geologische Untersuchungen weisen darauf hin, dass in der Vergangenheit ein sehr großer Ausbruch stattgefunden haben muss, der das heutige Kraterbecken schuf, in dem sich der Segara-Anak-See gebildet hat. Innerhalb dieses Beckens ist später ein weiterer, jüngerer Nebenkrater aufgequollen, der wiederum Zeichen jüngerer Aktivität trägt. Für lokale Gemeinschaften ist diese vulkanische Aktivität ambivalent: Sie bringt fruchtbare Böden, aber auch immer wieder Gefahren durch Asche, Gase und potenzielle Eruptionen.

Historisch gesehen war der Mount Rinjani für die unterschiedlichen Herrschaftsgebiete und Kulturen auf Lombok stets ein Orientierungspunkt im wahrsten Sinne. In Zeiten, als es noch keine modernen Karten gab, diente der Berg Seeleuten und Händlern als Landmarke. Für hinduistische Gemeinschaften, die kulturell eng mit Bali verbunden sind, gilt der Gunung Rinjani als Sitz bedeutender Gottheiten. Bei wichtigen religiösen Anlässen werden Opfergaben zum Kratersee gebracht, dem heilende und reinigende Kräfte zugeschrieben werden. Muslimische Gemeinden verbinden wiederum bestimmte lokale Traditionen mit Pilgerfahrten auf den Berg, etwa Gebete um Regen oder gute Ernten.

Aus politischer und naturschutzfachlicher Perspektive gewann der Rinjani mit der Ausweisung des Nationalparks an Bedeutung. Ziel war es, die empfindlichen Ökosysteme zu schützen, die Wasserressourcen der Insel zu sichern und zugleich einen geordneten Rahmen für den wachsenden Tourismus zu schaffen. Der Nationalparkstatus unterstreicht die Rolle des Vulkans als Naturerbe Indonesiens. Internationale Organisationen und Fachmagazine führen den Mount Rinjani regelmäßig als eines der herausragenden Trekkingziele der Region, was den Zustrom von Reisenden zusätzlich verstärkt hat.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Anders als bei klassischen Kulturdenkmälern besteht die „Architektur“ des Mount Rinjani aus geologischen Formationen: dem mächtigen Kegel, dem Kraterkessel und den Lavazungen vergangener Ausbrüche. Der rundliche Hauptkegel wirkt von der Ferne aus überraschend symmetrisch und verdeutlicht, wie über viele tausend Jahre Lava und Asche Schicht um Schicht abgelagert haben. Die steilen Kraterwände fallen in das Becken des Segara Anak ab, dessen Wasseroberfläche sich je nach Licht von tiefem Blau zu Türkis oder Smaragdgrün wandelt.

Der Kratersee Segara Anak – sein Name bedeutet sinngemäß „Kind des Meeres“ – ist eines der auffälligsten Merkmale des Vulkans. Er liegt deutlich unterhalb des Kraterrandes und wirkt aus der Vogelperspektive fast wie ein eigenständiger See in einem Hochgebirgskessel. In seiner Nähe treten an mehreren Stellen heiße Quellen zutage, die von Einheimischen und Wanderern gleichermaßen als natürliche Thermalbäder genutzt werden. Der Kontrast aus kühler Bergluft und heißem Wasser gehört zu den besonderen Sinneserfahrungen eines Rinjani-Trekkings.

Im Inneren des Kraterbeckens erhebt sich ein jüngerer Nebenkrater, der durch neuere Eruptionen entstanden ist. Der dunklere Farbton seiner Lavafelder hebt sich deutlich von den älteren, verwitterten Schichten des Hauptkegels ab. Aus sicherer Entfernung lassen sich gelegentliche Fumarolen – aufsteigende Dampf- und Gasfahnen – beobachten, die daran erinnern, dass der Gunung Rinjani ein aktiver Vulkan ist und entsprechend respektvoll behandelt werden muss. Behörden und vulkanologische Dienste überwachen die Aktivität und können bei Bedarf Wanderwege sperren oder Aufstiege begrenzen.

Kulturell wird der Mount Rinjani von lokalen Künstlern und Kunsthandwerkern immer wieder aufgegriffen. Motive des Berges finden sich auf Textilien, Holzschnitzereien und Malereien, die etwa in Mataram, der wichtigsten Stadt Lomboks, angeboten werden. Der Vulkan ist außerdem Thema zahlreicher Erzählungen und Legenden, die mündlich weitergegeben werden. Für deutsche Reisende kann es lohnend sein, nach Gelegenheit zu suchen, sich von lokalen Guides Geschichten über die Bedeutung des Berges in der sasakischen Kultur – der Hauptethnie auf Lombok – erzählen zu lassen.

Die Berücksichtigung traditioneller religiöser Praktiken spielt auch bei der Gestaltung des Tourismus eine Rolle. An bestimmten Orten, etwa bei Tempeln oder heiligen Plätzen in der Nähe des Kratersees, ist Zurückhaltung geboten. Wanderführer weisen in der Regel darauf hin, welche Bereiche besondere spirituelle Bedeutung haben und wo etwa lautes Verhalten oder allzu auffällige Selfie-Posen als respektlos empfunden werden könnten.

Mount Rinjani besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Der Besuch des Mount Rinjani ist für viele Lombok-Reisende ein Höhepunkt, zugleich aber körperlich und organisatorisch anspruchsvoller als eine klassische Strandreise. Für Leserinnen und Leser aus Deutschland ist eine sorgfältige Vorbereitung wichtig – sowohl in logistischer als auch in gesundheitlicher und sicherheitsbezogener Hinsicht.

  • Lage und Anreise: Lombok liegt östlich von Bali in Indonesien und ist von Deutschland aus in der Regel mit mindestens einem Umstieg erreichbar. Übliche Verbindungen führen zum Beispiel über große Drehkreuze in Südostasien oder den Nahen Osten zu den internationalen Flughäfen auf Bali oder direkt nach Lombok. Von Denpasar auf Bali bestehen Inlandsflüge nach Lombok sowie Fährverbindungen, die Lombok mit Bali verbinden. Vom Flughafen auf Lombok aus erreichen Reisende die Ausgangsorte der Rinjani-Treks – häufig Orte wie Senaru oder Sembalun – mit privaten Transfers, Taxis oder organisiertem Shuttle. Eine Anreise mit der Bahn ist nur bis zu den internationalen Flughäfen in Europa möglich, von wo es dann weiter mit dem Flugzeug geht.
  • Organisation der Trekkingtour: Der Aufstieg auf den Mount Rinjani erfolgt üblicherweise im Rahmen geführter Touren, die von lokalen Anbietern durchgeführt werden. Diese Touren beinhalten typischerweise Transport vom Hotel zum Startpunkt, Zelte und Campingausrüstung, Verpflegung, lokale Guides und Träger. Es existieren verschiedene Routen, die zwischen zwei Tagen (mit Übernachtung im Zelt am Kraterrand) und mehreren Tagen (mit Gipfelbesteigung und zusätzlicher Übernachtung) variieren. Wandernde sollten unbedingt über gute Kondition verfügen, da täglich viele hundert Höhenmeter im teils steilen Gelände zu bewältigen sind.
  • Öffnungszeiten und Zugang: Der Mount Rinjani liegt in einem Nationalpark, dessen Zugang reguliert wird. In vielen Jahren gibt es eine wetterbedingte Schließzeit während der ausgeprägten Regenzeit, um Erosion und Sicherheitsrisiken zu reduzieren. Zugänge, Startpunkte und eventuell gesperrte Bereiche können sich kurzfristig ändern. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor Reiseantritt oder vor Ort bei offiziellen Stellen oder seriösen lokalen Veranstaltern über den aktuellen Stand zu informieren. Öffnungszeiten und Zugangsregeln können variieren – sie sollten direkt beim Rinjani-Nationalpark oder bei autorisierten Touranbietern abgefragt werden.
  • Eintritt und Gebühren: Für den Zugang zum Nationalpark wird in der Regel eine Gebühr erhoben, die im Paketpreis vieler Tourveranstalter bereits enthalten ist. Die Preise werden von indonesischen Behörden festgelegt und können sich ändern. Typischerweise liegt die Größenordnung aus Sicht deutscher Reisender im zweistelligen Eurobereich pro Tag, umgerechnet aus der lokalen Währung Rupiah. Da Wechselkurse schwanken und Gebühren angepasst werden können, empfiehlt sich vor der Buchung ein Blick in die aktuellen Angaben des Touranbieters. Es ist üblich, dass Leistungen wie Zelt, Verpflegung und Guide in einem Gesamtpreis zusammengefasst sind.
  • Beste Reisezeit: Für den Mount Rinjani bietet sich im Allgemeinen die trockenere Saison an, wenn die Wege stabiler und die Sichtverhältnisse besser sind. In Indonesien ist dies grob gesagt die Zeit außerhalb der intensivsten Regenmonate, wobei lokale Wetterphasen schwanken können. In dieser Zeit sind jedoch auch mehr Wanderer unterwegs, vor allem in den europäischen Ferienmonaten. Wer es ruhiger mag, plant idealerweise in eine Übergangszeit, muss dann aber mit wechselhaftem Wetter rechnen. Gipfelnächte können trotz tropischer Lage überraschend kühl werden, weshalb warme Kleidung in der Ausrüstung nicht fehlen darf.
  • Gesundheit und Kondition: Ein Trekking auf den Mount Rinjani erfordert eine solide Grundfitness. Übergewichtige Gepäckstücke, Hitze in tieferen Lagen, kühle Temperaturen am Kraterrand und teils rutschige Pfade stellen zusätzliche Faktoren dar. Vor allem Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Knieproblemen sollten vorab ärztlichen Rat einholen. Grundsätzlich empfiehlt sich eine gute Reisevorbereitung mit Ausdauertraining und kurzen Probewanderungen in der Heimat. Eine Reiseapotheke mit Mitteln gegen Magen-Darm-Beschwerden, Blasenpflastern und der persönlichen Medikation gehört in jeden Rucksack.
  • Sprache vor Ort: Auf Lombok werden neben Indonesisch (Bahasa Indonesia) verschiedene lokale Sprachen, insbesondere Sasak, gesprochen. Im Tourismusbereich – in Hotels, bei Guides und vielen Restaurants – ist Englisch weit verbreitet. Deutschsprachige Ansprechpartner sind seltener, aber in manchen internationalen Agenturen oder bei spezialisierten Guides zu finden. Englische Grundkenntnisse erleichtern die Kommunikation erheblich. Ein paar Worte Indonesisch werden von der Bevölkerung positiv aufgenommen und können im Alltag und bei einfachen Einkäufen hilfreich sein.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld: In Indonesien ist die lokale Währung die Rupiah. In größeren Städten und Touristenzentren sind Kreditkarten verbreitet, auf Lombok und insbesondere in den Bergregionen ist Bargeld jedoch weiterhin wichtig. Deutsche Reisende sollten ausreichend Bargeld für Trinkgelder, kleine Einkäufe und eventuell Gebühren mitführen. Trinkgeld ist im Trekkingkontext üblich: Sowohl Guides als auch Träger, Köche und Fahrer freuen sich über eine Anerkennung am Ende der Tour. Beträge orientieren sich oft an der Länge der Tour und der Gruppengröße. Feste Regeln gibt es nicht, aber kleine Beträge in Euro können in indonesischer Währung deutlich mehr bewirken; daher ist es sinnvoll, Trinkgeld in Rupiah zu geben.
  • Kleiderordnung und Verhalten: Obwohl der Mount Rinjani ein Outdoor-Ziel ist, spielt kultureller Respekt eine Rolle. In Dörfern und an religiösen Stätten ist dezente Kleidung angebracht – Schultern und Knie sollten möglichst bedeckt sein. Auf den Wanderwegen selbst tragen viele internationale Besucher klassische Outdoor-Kleidung. Wichtig ist vor allem, dass sie funktional ist: feste Wanderschuhe, Regenjacke, wärmende Schichten und Sonnenschutz. Zudem sollte Müll konsequent wieder mitgenommen werden, da die Umwelt im Nationalpark sensibel ist und Abfälle nur schwer entsorgt werden können.
  • Fotografieren: Die meisten Ausblicke auf dem Rinjani sind frei fotografierbar, und der Berg ist ein beliebtes Motiv in sozialen Medien. Allerdings sollte das Fotografieren von Personen – insbesondere älteren Menschen oder religiösen Zeremonien – nur mit ausdrücklicher Zustimmung erfolgen. Bei Tempeln und heiligen Plätzen können Beschilderungen oder Hinweise der Guides darauf aufmerksam machen, wo Fotografieren unerwünscht ist. Der bewusste Umgang mit Drohnen ist ebenfalls wichtig: In vielen Nationalparks gelten restriktive Regeln oder gesonderte Genehmigungspflichten.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit: Indonesien verlangt für deutsche Staatsbürger je nach Aufenthaltsdauer und Reisezweck unterschiedliche Einreiseformalitäten, etwa ein Visum oder visumfreie Einreiseoptionen, die sich im Laufe der Zeit ändern können. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen sowie Hinweise zu Sicherheit, Gesundheit und Naturgefahren beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere, da Vulkane wie der Rinjani durch geänderte Aktivität zeitweise zu Sperrungen oder besonderen Vorsichtsmaßnahmen führen können.
  • Zeitverschiebung: Lombok liegt je nach Jahreszeit mehrere Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit. Für Reisende aus Deutschland bedeutet dies, dass sich der Tag-Nacht-Rhythmus anpassen muss, was sich in den ersten Tagen in Form von Jetlag bemerkbar machen kann. Bei frühen Gipfelstarts, die meist mitten in der Nacht erfolgen, sollte die Anpassung des Schlafrhythmus eingeplant werden.
  • Versicherung und Gesundheitsschutz: Für Reisen außerhalb Europas ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, die auch Bergrettung und Rücktransport abdeckt. Trekking in abgelegenen Regionen wie am Mount Rinjani kann zu Verletzungen führen, und medizinische Einrichtungen in den Bergdörfern sind begrenzt. Eine gut ausgestattete Krankenversicherung und gegebenenfalls eine Reiserücktrittversicherung geben zusätzliche Sicherheit.

Warum Gunung Rinjani auf jede Lombok-Reise gehört

Der Gunung Rinjani ist kein Ausflugsziel, das man „nebenbei“ erledigt – und gerade darin liegt sein besonderer Reiz für Reisende aus Deutschland. Wer sich auf den Aufstieg einlässt, erlebt nicht nur eindrucksvolle Landschaften, sondern taucht in eine Welt ein, in der Naturkräfte, Religion und Alltag eng miteinander verwoben sind. Schon der Weg durch die Dörfer am Fuß des Vulkans vermittelt Eindrücke vom ländlichen Leben auf Lombok: Reisfelder, kleine Moscheen, traditionelle Häuser und Kinder, die neugierig grüßen.

Der Weg hinauf führt zunächst durch Wälder und Grasflächen, in denen gelegentlich Affen und verschiedene Vogelarten zu sehen sind. Je höher es hinaufgeht, desto karger wird die Vegetation. Mit jedem Höhenmeter weitet sich der Blick – zunächst auf die Küstenlinie Lomboks und bei klarer Sicht sogar bis nach Bali mit seinem markanten Vulkan Gunung Agung. Am Kraterrand angekommen, offenbart sich dann ein Panorama, das viele Wandernde als eines der eindrucksvollsten ihrer Reise bezeichnen: der Kratersee, die steilen Wände und der innere Nebenkrater, umgeben von vorbeiziehenden Wolkenbändern.

Die Gipfelbesteigung, die häufig in der Nacht startet, verlangt Kondition und mentale Stärke. Der Pfad ist teilweise steil, mit losem Vulkansand und Geröll. Dafür belohnt der Sonnenaufgang am Gipfel mit einer Sicht, die sich tief einprägt. Je nach Wetter zeichnen sich die Umrisse der Nachbarinseln am Horizont ab, während unter einem die Schatten des Berges auf das Meer hinausreichen. Wer einen Bezug zu den Alpen hat, empfindet die Szenerie oft als vertraut und zugleich völlig anders, denn hier verbindet sich hochalpines Ambiente mit tropischer Insellandschaft.

Insgesamt macht die Kombination aus sportlicher Herausforderung, landschaftlicher Vielfalt und kultureller Tiefe den Gunung Rinjani zu einem Ziel, das weit über das übliche Strand- und Tempelprogramm hinausweist. Für viele Indonesien-Reisende aus der DACH-Region wird der Aufstieg zum prägenden Erlebnis, an das sie noch lange zurückdenken – sei es wegen des anstrengenden letzten Gipfelanstiegs, der Nächte im Zelt unter einem beeindruckenden Sternenhimmel oder der Begegnungen mit den Menschen vor Ort.

Auch wer nicht bis zum Gipfel aufsteigen möchte oder körperlich nicht kann, findet Möglichkeiten, den Rinjani aus nächster Nähe zu erleben. Kurze Wanderungen zu Aussichtspunkten, Besuche von Wasserfällen im Nationalpark oder Touren zu heißen Quellen ermöglichen Eindrücke des Vulkans, ohne eine mehrtägige Trekkingtour unternehmen zu müssen. Dadurch ist der Gunung Rinjani auch für Reisende geeignet, die eher moderat aktiv sein möchten, aber dennoch die besondere Atmosphäre dieser Landschaft spüren wollen.

Mount Rinjani in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich der Mount Rinjani zu einem der meistgezeigten Motive Lomboks entwickelt. Gipfel-Selfies mit Sonnenaufgang, Drohnenaufnahmen des Kratersees und Zeitraffer von Wolken, die in den Kessel hineinströmen, prägen den visuellen Eindruck vieler, bevor sie den Berg überhaupt betreten haben. Gerade deshalb ist es wichtig, die dort gezeigten Bilder einzuordnen: Nicht jede Szene spiegelt die körperliche Anstrengung, die Kälte in den Nächten oder den Respekt vor der Natur wider, die ein reales Trekking mit sich bringt.

Häufige Fragen zu Mount Rinjani

Wo liegt der Mount Rinjani genau?

Der Mount Rinjani liegt auf der indonesischen Insel Lombok, östlich von Bali, im Rinjani-Nationalpark. Der Vulkan erhebt sich im Norden der Insel und ist von Orten wie Senaru oder Sembalun aus zugänglich, die als Startpunkte für Trekkingtouren dienen.

Wie hoch ist der Gunung Rinjani?

Der Gunung Rinjani zählt zu den höchsten Vulkanen Indonesiens und erreicht eine Gipfelhöhe von rund 3.700 m über dem Meeresspiegel. Diese Höhe sorgt für deutlich kühlere Temperaturen im Gipfelbereich im Vergleich zu den Küstenregionen Lomboks.

Ist ein Aufstieg auf den Mount Rinjani für Anfänger geeignet?

Ein Aufstieg auf den Mount Rinjani ist konditionell anspruchsvoll und erfordert eine gewisse Wandererfahrung. Zwar nehmen auch sportliche Einsteiger teil, doch sollten alle Teilnehmenden realistisch ihre Fitness einschätzen und sich bewusst sein, dass mehrere hundert Höhenmeter pro Tag im steilen Gelände zu bewältigen sind. Wer unsicher ist, kann mit kürzeren Touren und moderaten Wanderungen beginnen.

Welche Ausrüstung wird für einen Rinjani-Trek empfohlen?

Empfehlenswert sind stabile Wanderschuhe, wetterfeste und wärmende Kleidung (insbesondere für Nächte am Kraterrand), Sonnenschutz, Regenjacke, eine Stirnlampe für nächtliche Aufstiege, Trinkflaschen, eine kleine Reiseapotheke und ein Tagesrucksack. Zelte, Schlafsäcke und Kochutensilien werden in der Regel von den Touranbietern gestellt, sollten aber vorab bestätigt werden.

Wann ist die beste Reisezeit für den Mount Rinjani?

Die beste Reisezeit liegt im Allgemeinen in der trockeneren Saison, wenn die Wege stabiler und die Sichtverhältnisse oft günstiger sind. In der intensiven Regenzeit können Teile des Nationalparks zeitweise geschlossen sein, und Gewitter sowie starke Niederschläge erhöhen das Risiko auf den Wegen. Reisende sollten sich vorab bei Touranbietern oder offiziellen Stellen nach dem aktuellen Zustand erkundigen.

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