Monserrate Bogota: Der heilige Hausberg mit der besten Aussicht
25.06.2026 - 22:58:50 | ad-hoc-news.deWenn sich über Bogota am späten Nachmittag die Dämmerung senkt, beginnt auf Monserrate Bogota ein tägliches Schauspiel: Unterhalb des Gipfels aus 3.100 m Höhe flackert ein Meer aus Lichtern, während oben der Duft von Räucherstäbchen, Kerzenwachs und gegrillten Arepas in der kühlen Andenluft liegt. Monserrate (sinngemäß „gezackter Berg“) ist weit mehr als nur ein Aussichtspunkt – er ist spirituelles Zentrum, historischer Erinnerungsort und ikonisches Wahrzeichen dieser Millionenstadt zugleich.
Monserrate Bogota: Das ikonische Wahrzeichen von Bogota
Monserrate Bogota erhebt sich direkt über dem historischen Zentrum der kolumbianischen Hauptstadt und ist aus weiten Teilen der Stadt sichtbar. Der Berg gehört zu einer Bergkette der Ostkordillere der Anden, die Bogota wie eine dramatische Naturkulisse rahmt. Von hier oben lässt sich die Ausdehnung der Metropole mit ihren über 2.500 m hoch gelegenen Stadtvierteln eindrucksvoll überblicken – bei klarer Sicht reicht der Blick bis weit in die Sabana de Bogota, das Hochtal, in dem die Stadt liegt.
Für Menschen in Kolumbien ist Monserrate gleichermaßen ein Heiligtum und ein Symbol: ein Ort der Andacht, an dem Gläubige am Schrein des „Señor Caído de Monserrate“, des „gefallenen Herrn“, beten, und ein beliebtes Ausflugsziel, an dem Familien, Paare und Freundesgruppen gemeinsam Sonnenaufgang oder -untergang erleben. Die offizielle Tourismusbehörde Bogotas beschreibt Monserrate als eine der meistbesuchten Attraktionen der Stadt und hebt besonders die Aussicht und die religiöse Bedeutung hervor.
Für Reisende aus Deutschland ist der Berg damit ein idealer Einstieg in Bogota: Hier lassen sich Geografie, Geschichte und Gegenwart der Stadt an einem Ort verdichten – auch um das oft als herausfordernd wahrgenommene Bogota aus einer sicheren, übersichtlichen Perspektive kennenzulernen.
Geschichte und Bedeutung von Monserrate
Lange bevor die spanischen Kolonisatoren im 16. Jahrhundert Bogota gründeten, galt die Bergkette, zu der Monserrate gehört, den indigenen Muisca als heiliger Ort. Die Muisca verehrten Sonne, Mond und Naturkräfte; hohe Berge und Quellen hatten in ihrer Kosmologie eine besondere Rolle. Auch wenn Details der vorkolonialen Kultpraxis auf Monserrate nicht vollständig überliefert sind, betonen Historiker in kolumbianischen Publikationen, dass die gesamte Ostkordillere als spirituelle Landschaft verstanden wurde.
Mit der spanischen Kolonisierung erhielt der Berg eine neue, christliche Bedeutungsebene. Im 17. Jahrhundert wurde auf dem Gipfel eine erste Kapelle errichtet, die dem „Santo Cristo de Monserrate“ gewidmet war. Die Form des Namens geht auf das katalanische Kloster Montserrat bei Barcelona zurück, dessen Verehrung und ikonografische Tradition die Spanier nach Lateinamerika brachten. Der Name „Monserrate“ ist somit ein koloniales Echo europäischer Religionsgeschichte, das sich mit den lokalen Andenlandschaften verband.
Die heutige Wallfahrtskirche, die auf dem Gipfel thront, entstand im 17. und frühen 18. Jahrhundert, wurde in der Folge aber mehrfach erweitert, restauriert und nach Erdbebenschäden und Witterungseinflüssen stabilisiert. Kolumbianische Kirchenhistoriker verweisen darauf, dass Monserrate seit dem 19. Jahrhundert zu einem der zentralen Pilgerorte der Region wurde – insbesondere während der Fastenzeit, an Karfreitag und zu wichtigen Marienfesten, wenn Gläubige den steilen Pilgerweg zu Fuß hinaufsteigen.
Im 20. Jahrhundert wandelte sich Monserrate zunehmend zum touristischen Wahrzeichen. Mit dem Bau einer Standseilbahn in den 1920er- und 1930er-Jahren sowie einer Seilbahn in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurde der Aufstieg erheblich erleichtert. Gleichzeitig blieb der Berg ein Ort religiöser Praxis: Prozessionen, Messfeiern und individuelle Andachten gehören bis heute zum Alltag auf dem Gipfel, insbesondere sonntags und an hohen Feiertagen.
Auch politisch und gesellschaftlich ist Monserrate ein Spiegel Kolumbiens. In Phasen innerer Konflikte war die Reise auf den Berg zeitweise mit Sicherheitsbedenken verbunden, heute gilt der Zugang für Besucher bei Beachtung üblicher Vorsichtsmaßnahmen und der offiziellen Hinweise als etabliert. Kolumbianische Medien schildern immer wieder, wie Bewohner Bogotas den Berg im Alltag als einen Ort der „Flucht aus dem Lärm“ der Metropole wahrnehmen – ein spiritueller Rückzugsort in unmittelbarer Nähe eines urbanen Ballungsraums.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Silhouette des Heiligtums auf Monserrate ist von weitem erkennbar: ein weiß verputzter Kirchenbau mit markantem Turm und einfacher, klarer Fassade, der sich gegen den dunklen Hintergrund der Anden abzeichnet. Die Architektur verbindet Elemente kolonialer Tradition mit späteren Modernisierungen, ohne sich eindeutig einem einzelnen europäisch geprägten Stil wie Barock oder Neoklassizismus zuordnen zu lassen. Religiöse Kunsthistoriker berichten, dass der Fokus weniger auf prunkvoller Außenwirkung als auf der Innenausstattung und dem Gnadenbild liegt.
Zentrum der Verehrung ist die Skulptur des „Señor Caído“, des „gefallenen Christus“. Diese Darstellung des gekreuzigten, leicht nach vorne geneigten Christus ist Ziel vieler Gebete und Votivgaben. Gläubige bringen kleine Tafeln, Fotos und Kerzen, um für erhaltene Hilfe zu danken oder um Schutz zu bitten. Gerade dieser direkte, persönliche Charakter der Frömmigkeit auf Monserrate wirkt auf viele Besucher aus Europa eindrücklich, weil er eine andere Form des Umgangs mit religiösen Bildern sichtbar macht als in vielen säkularisierten Regionen.
Rund um die Kirche gibt es mehrere Aussichtsterrassen, von denen sich unterschiedliche Perspektiven auf Bogota eröffnen. Besonders beliebt ist der Blick nach Westen, direkt über das historische Zentrum La Candelaria und die moderne Innenstadt mit ihren Hochhäusern. Bei klarer Luft wirkt die Stadt am Nachmittag fast greifbar nah; zum Abend liegen oft dünne Wolkenschleier zwischen Gipfel und Stadt, was dem Panorama zusätzlich Dramatik verleiht.
Neben der religiösen Anlage finden sich auf dem Gipfel Restaurants, Souvenirstände und kleine Cafés. Die gastronomischen Angebote reichen von einfachen kolumbianischen Klassikern wie Ajiaco (Kartoffelsuppe mit Huhn), Arepas und heißer Schokolade bis hin zu gehobenen Restaurants mit Panoramablick. In Berichten deutschsprachiger Reisemagazine wird häufig empfohlen, mindestens ein warmes Getränk zu genießen – die Temperaturen auf über 3.000 m sind deutlich niedriger als in der Stadt, und am Abend kann es frisch werden.
Der Berg selbst ist von einem Mosaik aus gepflasterten Wegen, Treppen und kleineren Gärten durchzogen. Entlang des Fußweges sind Kreuzwegstationen mit plastischen Darstellungen des Leidenswegs Christi angelegt, die von Pilgern meditativ abgeschritten werden können. Dieser Kreuzweg ist besonders in der Karwoche stark frequentiert, wenn ganze Gruppen die mehr als 1.500 Höhenmeter vom Stadtzentrum bis zum Gipfel als Bußgang zurücklegen.
Monserrate Bogota besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Monserrate liegt unmittelbar östlich der historischen Altstadt La Candelaria von Bogota. Für Reisende aus Deutschland erfolgt die Anreise nach Kolumbien in der Regel per Flug über internationale Drehkreuze wie Madrid, Amsterdam oder Paris; von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf sind mit Umstieg Flugzeiten von meist rund 12 bis 15 Stunden zu erwarten. Bogotas internationaler Flughafen El Dorado liegt etwa 15 bis 20 km westlich des Zentrums; von dort aus gelangt man per Taxi, App-Fahrdienst oder offiziellen Flughafen-Shuttles in das Stadtzentrum.
Vom Zentrum (z. B. aus La Candelaria oder dem Geschäftsviertel um die Carrera 7) ist die Talstation von Monserrate per Taxi oder App-Fahrdienst gut erreichbar. Offizielle Stadtinformationen empfehlen, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit direkt zur Talstation zu fahren und längere Wege zu Fuß durch wenig belebte Straßen zu vermeiden. - Aufstieg: Seilbahn, Standseilbahn oder zu Fuß
Besucher können Monserrate auf drei Arten erreichen: mit einer Seilbahn (Teleférico), mit einer Standseilbahn (Funicular) oder zu Fuß über einen steilen Pilgerweg. Die genauen Betriebszeiten der Bahnen können je nach Wochentag, Wartungsarbeiten oder Feiertagen variieren; die Verwaltung von Monserrate weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Besucher vorab über die aktuellen Fahrpläne und mögliche Schließungen informieren sollten. An Wochenenden, Feiertagen und zum Sonnenaufgang kann es zu längeren Wartezeiten kommen, insbesondere bei der Seilbahn.
Der Fußweg ist körperlich anspruchsvoll: Auf rund 2 bis 3 km Strecke sind mehrere Hundert Höhenmeter zu überwinden, wobei der Weg überwiegend aus steilen Treppen und Rampen besteht. Aufgrund der Höhe von über 2.600 m in der Stadt und rund 3.100 m am Gipfel sollten sich Besucher Zeit lassen, ausreichend trinken und bei gesundheitlichen Einschränkungen auf Bahn oder Seilbahn zurückgreifen. Lokale Behörden empfehlen, den Fußweg nur zu den offiziellen Öffnungszeiten und in den stärker frequentierten Tageszeiten zu nutzen. - Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten von Monserrate – sowohl für das Heiligtum als auch für die Bahnen – können sich saisonal, bei Wartungsarbeiten oder aus Sicherheitsgründen ändern. Häufig öffnen die Anlagen am frühen Morgen, sodass Besucher den Sonnenaufgang erleben können, und schließen am späten Abend. Es wird ausdrücklich empfohlen, die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der offiziellen Verwaltung von Monserrate oder über die Tourismusinformation von Bogota zu prüfen. Wer den Fußweg nutzt, sollte sich an die vorgegebenen Zeitfenster halten, da der Weg aus Sicherheitsgründen in der Dunkelheit teilweise geschlossen sein kann. - Eintritt und Tickets
Für den Besuch des Heiligtums selbst wird in vielen Fällen kein separater Eintritt erhoben, allerdings sind für Seilbahn oder Standseilbahn Tickets zu erwerben. Die Preise unterscheiden in der Regel zwischen Hin- und Rückfahrt und können je nach Tageszeit (z. B. spezielle Tarife am frühen Morgen oder Abend) variieren. Da sich Ticketpreise und Tarifsysteme in Kolumbien ändern können, sollten Reisende aktuelle Informationen direkt an der Talstation oder auf den offiziellen Kanälen der Betreiber einholen. Als grobe Orientierung berichten deutschsprachige Reiseführer von moderaten Kosten im zweistelligen Bereich in kolumbianischen Pesos, was umgerechnet meist deutlich unter 20 € (in kolumbianischen Pesos) pro Person liegt – Wechselkurse können dabei schwanken. - Beste Reisezeit und beste Tageszeit
Bogota liegt nahe am Äquator, hat aber aufgrund der Höhe ein gemäßigtes, eher kühles Klima. Klassische Jahreszeiten wie in Deutschland gibt es nicht; vielmehr wechseln sich trockene und regenreichere Phasen ab. Reisemedien empfehlen für den Besuch von Monserrate besonders die in Bogota oft trockeneren Monate Dezember bis März und Juli/August, wobei Wetterumschwünge ganzjährig möglich sind.
Entscheidender als die Jahreszeit ist die Tageszeit: Für spektakuläre Lichtstimmungen gelten der frühe Morgen (Sonnenaufgang) und der späte Nachmittag bis zum Einbruch der Dunkelheit als besonders attraktiv. Morgens ist die Luft häufig klarer, und man erlebt, wie Bogota langsam erwacht; abends leuchtet das Lichtermeer der Stadt eindrucksvoll. Zu diesen Spitzenzeiten ist der Andrang allerdings hoch, weshalb ein frühes Erscheinen sinnvoll ist. - Höhe, Klima und Kleidung
Monserrate liegt deutlich höher als die ohnehin hoch gelegene Stadt Bogota. Die Temperaturunterschiede können spürbar sein: Es ist in der Regel mehrere Grad kühler als im Zentrum, und Wind kann den Eindruck weiter verstärken. Reiseführer raten dazu, in Schichten zu kleiden: leichte, aber warme Oberbekleidung, winddichte Jacke, ggf. Mütze oder Schal, vor allem bei Abendbesuchen. Regenschutz ist hilfreich, da Schauer jederzeit einsetzen können. - Sprache, Zahlung und Trinkgeld
Amtssprache in Kolumbien ist Spanisch. In touristischen Bereichen wie Monserrate sprechen Mitarbeitende an den Kassen und in Restaurants oft zumindest grundlegendes Englisch, in religiösen Kontexten und bei einheimischen Pilgern überwiegt Spanisch. Für Reisende aus Deutschland kann es hilfreich sein, einige einfache spanische Wendungen zu kennen, etwa für Begrüßungen oder Dank.
In Bogota sind Kreditkarten (Visa, Mastercard) in den meisten formellen Restaurants und an Ticketkassen verbreitet, während kleinere Stände und einfache Angebote auf Monserrate häufig Bargeld in kolumbianischen Pesos bevorzugen. Girokarten nach deutschem Standard werden nicht überall akzeptiert; eine Kreditkarte ist daher empfehlenswert. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay wird vor allem in größeren Ketten und modernen Betrieben zunehmend angeboten, ist jedoch nicht flächendeckend verfügbar.
Trinkgeld ist in Kolumbien üblich, aber moderat. In Restaurants wird häufig ein freiwilliger Servicezuschlag (Propina) von etwa 10 % vorgeschlagen, den man akzeptieren oder ablehnen kann. Bei gutem Service ist ein Trinkgeld in dieser Größenordnung üblich. Kleinere Beträge für freundliche Hilfeleistungen, z. B. beim Fotografieren oder bei Wegerklärungen, werden gern angenommen, sind aber nicht verpflichtend. - Sicherheit und Verhalten
Kolumbien hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte bei der Sicherheitslage gemacht, dennoch empfehlen deutsche Behörden und seriöse Reiseführer eine erhöhte Aufmerksamkeit in Großstädten. Für Monserrate gilt: Die Berganlage selbst ist bewacht, und während der regulären Öffnungszeiten ist die Talstation belebt. Besuchern wird geraten, Wertgegenstände möglichst unauffällig zu tragen, nur das Nötigste mitzunehmen und besonders in Menschenmengen auf Taschen und Rucksäcke zu achten. Nachts sollte man möglichst die offiziellen Transportmittel nutzen und abgelegene Wege meiden.
Der Fußweg wird in der Regel am Tag von vielen Pilgern und Besuchern genutzt, ist aber zeitweise aus Sicherheits- oder Witterungsgründen geschlossen. Reisende sollten stets die Hinweise vor Ort befolgen und die offiziellen Informationen der Stadt Bogota berücksichtigen. - Religiöse Regeln und Fotografieren
Monserrate ist in erster Linie ein Wallfahrtsort. Besucher sollten in der Kirche und im direkten Umfeld des Heiligtums respektvolle Kleidung tragen: Schultern bedecken, auf allzu kurze Hosen oder Röcke verzichten. Während der Gottesdienste ist Fotografieren meist unerwünscht, in anderen Zeiten oft erlaubt, sofern keine Blitzfotografie eingesetzt wird und die Gläubigen nicht in ihrer Andacht gestört werden. Offizielle kirchliche Hinweise vor Ort geben Auskunft über die jeweils geltenden Regeln; es empfiehlt sich, diese zu beachten und gegebenenfalls um Erlaubnis zu fragen. - Zeitzone und Einreisebestimmungen
Kolumbien liegt in einer Zeitzone, die in der Regel 6 Stunden hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit beträgt der Unterschied meist 7 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in Bogota in der Regel Mittag oder früher Nachmittag, abhängig von der Jahreszeit.
Für deutsche Staatsbürger gelten bei der Einreise nach Kolumbien eigene Regelungen, die sich ändern können. Es ist daher wichtig, die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt auf der offiziellen Website auswaertiges-amt.de zu prüfen. Dort finden sich Informationen zu Visabestimmungen, empfohlene Impfungen, Sicherheitshinweise und Hinweise zur medizinischen Versorgung.
Warum Monserrate auf jede Bogota-Reise gehört
Monserrate kombiniert auf einzigartige Weise Natur, Stadtpanorama und religiöse Kultur. Für viele Reisende ist der erste Blick von oben auf Bogota ein Moment, der Orientierung schafft: Die scheinbar endlose Ausdehnung der Stadt wird greifbar, Viertel, die später besucht werden, lassen sich lokalisieren, und der Kontrast aus historischer Altstadt und modernen Geschäftsvierteln wird sichtbar. So wird Monserrate zu einer Art geographischem und mentalem Ankerpunkt jeder Bogota-Reise.
Gleichzeitig bietet der Besuch eine intensive Begegnung mit kolumbianischer Spiritualität. Wer eine Messe besucht oder schlicht die Gläubigen beim Beten beobachtet, bekommt einen Eindruck davon, welche Rolle Religion – vor allem der katholische Glaube – im Alltag vieler Menschen noch spielt. Dieser Aspekt unterscheidet Monserrate von vielen europäischen Wahrzeichen, die stärker musealen oder touristischen Charakter haben. Hier ist Glaube sichtbar gelebter Alltag.
Auch kulinarisch und atmosphärisch lohnt sich der Ausflug. Die Kombination aus frischer Bergluft, einfachen lokalen Speisen, heißer Schokolade mit Käse – eine in Bogota verbreitete Spezialität – und dem Blick über die Stadt schafft ein intensives, sinnliches Erlebnis. Viele Reisende berichten, dass gerade der Kontrast zwischen dem geschäftigen Treiben im Zentrum und der vergleichsweise ruhigen, kontemplativen Stimmung auf dem Gipfel eine nachhaltige Erinnerung hinterlässt.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann den Besuch von Monserrate ideal mit anderen Sehenswürdigkeiten kombinieren: Die Altstadt La Candelaria mit ihren kolonialen Häusern, das berühmte Goldmuseum (Museo del Oro), das Botero-Museum mit Werken des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero und die Plaza de Bolívar mit Kathedrale und Regierungsgebäuden liegen in unmittelbarer Nähe. So lässt sich ein ganzer Tag zwischen Geschichte, Kunst, Religion und Stadterlebnis gestalten.
Für deutschsprachige Reisende mit begrenzter Zeit in Bogota ist Monserrate damit ein Verdichtungsort: ein Besuch, der Stadtlandschaft, Kultur und Spiritualität zusammenführt – und der zugleich einen praktischen Vorteil bietet: Von oben aus lassen sich Wege, Entfernungen und Stadtstruktur besser einschätzen, was hilft, weitere Tage in Bogota effizienter zu planen.
Monserrate Bogota in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Monserrate Bogota ist in den sozialen Medien längst ein Star: Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangsfotos, Zeitraffer-Videos über dem Lichtermeer der Stadt und emotionale Eindrücke von Pilgerwegen gehören zu den meistgeteilten Motiven aus Bogota. Viele Reisende nutzen Instagram, YouTube oder TikTok zur Vorbereitung, um ein Gefühl für Atmosphäre, Lichtstimmungen und praktische Abläufe vor Ort zu bekommen. Dabei entsteht ein globaler Bilderstrom, der den Berg als ikonisches Motiv etabliert – und gleichzeitig deutlich macht, wie stark Monserrate Emotionen, Spiritualität und visuelle Faszination verbindet.
Monserrate Bogota — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Monserrate Bogota
Wo liegt Monserrate Bogota genau?
Monserrate liegt unmittelbar östlich des historischen Zentrums von Bogota in Kolumbien, am Rand der östlichen Andenkordillere. Der Berg erhebt sich direkt über Stadtvierteln wie La Candelaria und ist von vielen Punkten der Stadt gut sichtbar. Die Talstation für Seilbahn und Standseilbahn befindet sich am Fuß des Hangs, nahe der Hauptverkehrsachsen des Zentrums.
Wie hoch ist Monserrate und wie wirkt sich die Höhe aus?
Der Gipfel von Monserrate liegt auf über 3.000 m Höhe, während Bogota selbst auf etwa 2.600 m im Hochtal der Sabana de Bogota liegt. Besucher spüren die Höhe oft an einer etwas schnelleren Atmung und möglicherweise erhöhter Müdigkeit, vor allem am Tag der Anreise. Es ist ratsam, sich langsam zu bewegen, viel zu trinken und auf den eigenen Körper zu achten. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten bei Unsicherheit ärztlichen Rat einholen, bevor sie den Gipfel besuchen.
Wie erreicht man den Gipfel von Monserrate am besten?
Die meisten Besucher nutzen die Seilbahn oder die Standseilbahn, die von der Talstation am Stadtrand von Bogota zum Gipfel führen. Beide Transportmittel werden von der offiziellen Verwaltung betrieben; Betriebszeiten und Fahrpläne können sich ändern und sollten im Vorfeld überprüft werden. Sportlich ambitionierte Reisende können den Berg über den offiziellen Pilger- und Wanderweg zu Fuß besteigen, der jedoch steil ist und aufgrund der Höhe Kondition erfordert.
Ist Monserrate eher ein religiöser Ort oder eine touristische Attraktion?
Monserrate ist beides: ein bedeutender Wallfahrtsort mit einer verehrten Christusdarstellung und ein zentrales touristisches Wahrzeichen von Bogota. Gläubige kommen, um zu beten, Messen zu besuchen und Gelübde einzulösen, während Touristen vor allem wegen des Panoramas, der Atmosphäre und der besonderen Lage auf den Berg fahren. Respektvolles Verhalten in Kirche und Heiligtum ist wichtig, auch wenn man vor allem als Besucher ohne religiöse Motivation unterwegs ist.
Wann ist die beste Zeit, um Monserrate Bogota zu besuchen?
Aus Sicht vieler Reisender sind der frühe Morgen zum Sonnenaufgang und der späte Nachmittag bis zur Dämmerung die schönsten Zeiten, um Monserrate zu besuchen. Das Licht ist zu diesen Zeiten besonders stimmungsvoll, und man erlebt die Stadt entweder beim Erwachen oder als beeindruckendes Lichtermeer. Wetter und Andrang variieren über das Jahr; trockene Monate wie Dezember bis März und Teile von Juli/August gelten häufig als besonders angenehm, jedoch sind Wetterumschwünge zu jeder Zeit möglich.
Mehr zu Monserrate Bogota auf AD HOC NEWS
Mehr zu Monserrate Bogota auf AD HOC NEWS:
Alle Beiträge zu „Monserrate Bogota" auf AD HOC NEWS ansehen ?Alle Beiträge zu „Monserrate" auf AD HOC NEWS ansehen ?
