Milford Sound: Warum Piopiotahi Neuseelands dramatischster Fjord ist
07.06.2026 - 16:34:39 | ad-hoc-news.deWenn sich morgens der Nebel über dem Wasser lichtet, Wasserfälle hunderte Meter tief in die Tiefe stürzen und steile Felswände fast senkrecht aus dem Meer ragen, wirkt Milford Sound wie eine Naturkathedrale am Ende der Welt. Piopiotahi, wie der Fjord in der Sprache der M?ori heißt (sinngemäß „Ort der Piopio-Vögel“), ist einer der eindrucksvollsten Orte Neuseelands – und ein Sehnsuchtsziel für Reisende aus Deutschland.
Milford Sound: Das ikonische Wahrzeichen von Piopiotahi
Milford Sound liegt im äußersten Südwesten der neuseeländischen Südinsel, im Fiordland National Park, einem der abgelegensten und zugleich spektakulärsten Schutzgebiete des Landes. Der tief eingeschnittene Meeresarm gehört zum UNESCO-Welterbe „Te W?hipounamu – South West New Zealand World Heritage Area“, das als eine der unberührtesten und landschaftlich dramatischsten Regionen der Erde gilt.
Charakteristisch für Milford Sound sind die nahezu senkrechten Granitwände, die bis auf über 1.600 m Höhe ansteigen, während der Fjord selbst nur wenige Hundert Meter breit ist. Besonders markant ragt der Mitre Peak empor, ein markanter Gipfel, der direkt vom Fjord aus steil auf etwa 1.690 m ansteigt. Diese extreme Höhendifferenz auf kleinstem Raum erzeugt die oft zitierte „Naturkathedralen“-Wirkung – ein Eindruck, den viele Reiseführer hervorheben.
Hinzu kommen unzählige Wasserfälle, die sich nach Regenfällen von den Plateaus in die Tiefe stürzen. Bekannt sind insbesondere Stirling Falls und Bowen Falls, deren freie Fallstrecken jeweils über 150 m betragen. An windigen Tagen werden die Wasserfälle teils nach oben geweht, was die fast surreale Atmosphäre verstärkt. Diese Kombination aus steilen Felsen, Wasserfällen, tiefdunklem Wasser und häufig dramatischem Wetter macht Milford Sound zu einem ikonischen Wahrzeichen Neuseelands.
Für Reisende aus Deutschland spielt auch die Stimmung eine große Rolle: Der Fjord wirkt oft rau, melancholisch und gleichzeitig grandios – ein Gegenbild zu urbanen Landschaften und ein starkes Motiv für Fotografie, Social Media und den Wunsch nach „Entschleunigung“ in unberührter Natur.
Geschichte und Bedeutung von Piopiotahi
Die Geschichte von Piopiotahi beginnt lange vor der Ankunft europäischer Seefahrer. In der Tradition der M?ori ist der Fjord Teil der Schöpfungs- und Entdeckungsmythen, die Neuseelands Landschaft erklären. Nach verbreiteten Erzählungen wurde die dramatische Küstenlinie des Fiordlandes vom Halbgott M?ui und seinen Gefährten geschaffen, die mit ihren Werkzeugen die Felsen formten. Piopiotahi gilt in diesen Überlieferungen als ein besonders spiritueller Ort, an dem sich Naturkräfte und geistige Welt berühren.
Der Name „Piopiotahi“ bezieht sich auf den Piopio, einen neuseeländischen Singvogel, der heute als ausgestorben gilt. Frei übersetzt bedeutet der Name etwa „ein einziger Piopio“ und erinnert in einer Deutung an eine Legende, nach der ein Piopio nach dem Tod des Halbgottes M?ui hierher flog, um seine Trauer auszudrücken. Für viele M?ori steht der Name damit sinnbildlich für Erinnerung und Verbundenheit mit den Vorfahren.
Europäische Entdecker erreichten die Region deutlich später. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert segelten Walfänger und Robbenjäger an der rauen Südwestküste entlang. Es gibt Hinweise, dass Kapitäne der britischen Marine und Robbenjäger die Einfahrt von Milford Sound kartierten, doch blieb die Region aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit lange nur sporadisch besucht. Erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert begann sich der Ort als Reiseziel zu etablieren, unterstützt durch die damalige neuseeländische Regierung, die Fiordland als landschaftliches Aushängeschild positionierte.
Mit der Ausweisung des Fiordland National Park in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – über Jahrzehnte schrittweise erweitert – erhielt Piopiotahi einen offiziellen Schutzstatus. Später, mit der Anerkennung des UNESCO-Welterbes „Te W?hipounamu“, wurde die internationale Bedeutung des Gebietes zusätzlich unterstrichen. Fachinstitutionen wie die UNESCO betonen seit Jahren, dass Milford Sound ein herausragendes Beispiel für von Gletschern geformte Küstenfjorde und für die einzigartige Biodiversität Neuseelands ist.
Aus deutscher Perspektive kann man Piopiotahi als eine Art „Naturdenkmal von Weltrang“ einordnen – in seiner Kombination aus landschaftlicher Wucht und Symbolkraft vergleichbar mit bekannten Naturikonen wie dem Nordkap oder den norwegischen Fjorden, zugleich aber klar eigenständig durch Klima, Vegetation und Kultur der M?ori.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Obwohl Milford Sound kein architektonischer Ort im klassischen Sinne eines Bauwerks ist, besitzt der Fjord seine eigene „Architektur“ aus Felsformationen, Wasser und Licht. Geologisch wurde das Gebiet durch wiederholte Vergletscherung während der Eiszeiten geformt: Gewaltige Gletscher gruben tiefe Trogtäler in den Granit, die nach dem Abschmelzen mit Meerwasser überflutet wurden. Dadurch entstand ein typischer Fjord mit tief eingeschnittenem, oft U-förmigem Querschnitt und steilen, hoch aufragenden Seitenwänden.
Besondere natürliche „Bausteine“ dieser Landschaft sind:
Mitre Peak: Der markanteste Gipfel an der Einfahrt des Fjords. Durch seine Form erinnert er viele an eine Bischofsmütze (daher der Name „Mitre“). Vom Wasser aus wirkt er ikonisch, da er fast direkt aus dem Fjord aufzusteigen scheint. In vielen Bildbänden und Reisebroschüren ist Mitre Peak das Leitmotiv, das Milford Sound international repräsentiert.
Stirling Falls und Bowen Falls: Diese beiden Wasserfälle sind dauerhaft aktiv und zählen zu den „Stars“ aller Bootstouren. Die Boote fahren häufig so nah heran, dass Sprühnebel das Deck erreicht – ein Erlebnis, auf das Reiseführer wie der „Lonely Planet“ oder deutschsprachige Titel von Marco Polo und National Geographic immer wieder hinweisen. Nach intensiven Regenfällen verwandeln sich die Felswände zusätzlich in ein Netz aus temporären Wasserfällen.
Regenwald und Moose: An den sonst kargen Felswänden klammern sich temperierter Regenwald, Moose und Farne fest. Die Region gehört zu den regenreichsten Gebieten Neuseelands, was den üppigen Bewuchs erklärt. Gleichzeitig macht der hohe Niederschlag die Landschaft besonders dynamisch: Erdrutsche und laufende Erosionsprozesse verändern die Details der Szenerie ständig.
Künstlerisch ist Piopiotahi ein Magnet für Landschaftsfotografie, Malerei und Film. Zahlreiche Bildbände über Neuseeland widmen dem Fjord eigene Kapitel, und internationale Fotografen nutzen die dramatischen Lichtstimmungen, wenn Wolken zwischen den Felswänden hängen oder bei Sonnenuntergang das Wasser kupferfarben leuchtet. Reise- und Kulturmagazine im deutschsprachigen Raum – etwa GEO, National Geographic Deutschland oder Merian – greifen Milford Sound immer wieder als Symbolbild für „Wildnis Neuseelands“ auf.
Auch in der Populärkultur spielt die Region eine Rolle. Selbst wenn viele Filmproduktionen bekannter Fantasy-Reihen eher an anderen Orten Neuseelands gedreht wurden, taucht Fiordland regelmäßig in Dokumentationen, Naturserien und Social-Media-Kampagnen der neuseeländischen Tourismusbehörden auf. Die offizielle Tourismusorganisation „Tourism New Zealand“ nutzt Milford Sound in ihren Kampagnen häufig, um das Image des Landes als grünes, naturnahes Reiseziel zu stärken.
Milford Sound besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise ab Deutschland: Milford Sound liegt im Südwesten der Südinsel, rund 120 km Straße von Te Anau und etwa 290 km von Queenstown entfernt. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst per Langstreckenflug nach Neuseeland. Häufige Umsteigepunkte sind große internationale Drehkreuze im Nahen Osten oder in Asien; insgesamt sollten Reisende – inklusive Umstieg – mit grob 24 bis 30 Stunden Reisezeit von Deutschland nach Neuseeland rechnen. Innerhalb Neuseelands geht es meist weiter per Inlandsflug nach Queenstown oder Invercargill und anschließend mit Mietwagen, Bus oder organisiertem Ausflug nach Te Anau und weiter nach Milford Sound. Die Straße nach Milford Sound ist landschaftlich spektakulär, aber kurvig; in den Wintermonaten können Schnee und Eis auftreten. Für die genaue Routenplanung sind aktuelle Informationen lokaler Behörden und Straßenverwaltungen sinnvoll.
- Öffnungszeiten: Milford Sound als Naturfjord ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Konkrete Angebote wie Bootstouren, Kajakverleihe oder Besucherzentren können jedoch saisonal variieren. Es empfiehlt sich, vorab die aktuellen Fahrpläne und Öffnungszeiten direkt bei den jeweiligen Veranstaltern oder bei offiziellen Informationsstellen in Te Anau oder Queenstown zu prüfen. Wetterbedingungen können kurzfristig zu Einschränkungen führen; daher sollten Reisende flexible Zeitfenster einplanen.
- Eintritt und Kostenstruktur: Der Zugang zum Fjord selbst ist nicht mit einem klassischen „Eintrittspreis“ verbunden, da es sich um ein Naturgebiet im Nationalpark handelt. Kosten entstehen vor allem für Transport (Bustouren, eigene Anreise mit Mietwagen) und Aktivitäten wie Bootsrundfahrten, Kajaktouren oder geführte Wanderungen. Die Preise variieren stark nach Saison, Anbieter und Leistungsumfang. Da sich Währungskurse und Preisniveaus verändern, sollten Reisende aktuelle Angaben direkt bei seriösen Veranstaltern oder offiziellen Tourismusstellen einholen. Als grobe Orientierung ist in Neuseeland vielerorts Kartenzahlung üblich; die Budgets lassen sich flexibel anpassen, von einfacheren Tagesausflügen bis hin zu hochwertigen Erlebnis-Paketen. Bei Preisangaben im Kopf sollte man bedenken, dass Beträge vor Ort in Neuseeland-Dollar berechnet werden; der Gegenwert in Euro hängt vom aktuellen Wechselkurs ab.
- Beste Reisezeit: Milford Sound kann grundsätzlich ganzjährig besucht werden. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz. Der Südsommer von Dezember bis Februar bietet länger helle Tage und oft mildere Temperaturen, dafür sind die Besucherzahlen hoch. Herbst und Frühling bringen abwechslungsreiche Lichtstimmungen, teils bunte Laubfärbung im weiteren Umland und etwas weniger Andrang. Der Winter kann kühler und niederschlagsreich sein, bietet aber klare Tage mit sehr reiner Luft und schneebedeckten Gipfeln – eine eindrucksvolle Kulisse, die Fotografen schätzen. Gravierend für Milford Sound ist der hohe Jahresniederschlag: Regen ist kein Ausnahmefall, sondern Teil des Erlebnischarakters. Viele Reisende empfinden gerade Tage nach intensivem Regen als besonders eindrucksvoll, weil sich dann unzählige zusätzliche Wasserfälle bilden. Wer aus Deutschland anreist, sollte sich bewusst darauf einstellen, dass perfektes „Postkartenwetter“ nicht planbar ist und wetterfeste Kleidung ein Muss ist.
- Sicherheit, Klima und Vorbereitung: Der Fjord liegt in einer abgelegenen Region mit schnell wechselnden Wetterbedingungen. Starker Regen, Nebel und Wind gehören zum Alltag. Für Ausflüge auf dem Wasser sind Schwimmwesten und Sicherheitsbriefings bei seriösen Anbietern Standard. Für individuelle Wanderungen in Fiordland gelten strenge Sicherheits- und Vorbereitungsempfehlungen, da Wege rutschig sein können und es nur begrenzt Mobilfunkempfang gibt. Reisende sollten auf offizielle Hinweise der neuseeländischen Behörden achten und sich nicht nur auf Navigations-Apps verlassen. Eine gute Regenjacke, mehrlagige Kleidung, rutschfeste Schuhe und ggf. Kopfbedeckung und Handschuhe erhöhen den Komfort deutlich.
- Sprache und Kommunikation: Amtssprache in Neuseeland ist Englisch; Te Reo M?ori hat ebenfalls offiziellen Status. In der Praxis ist Englisch die wichtigste Verkehrssprache. Deutschkenntnisse sind punktuell vorhanden, etwa bei einzelnen Reiseleitern, können aber nicht vorausgesetzt werden. Viele Touristendienstleister sind an internationale Gäste gewöhnt; englischsprachige Beschilderung und Informationen sind Standard. Wer aus Deutschland anreist, kommt mit grundlegenden Englischkenntnissen gut zurecht. Offline-Karten und vorab heruntergeladene Informationen sind hilfreich, da Mobilfunkabdeckung im Fjord und auf der Zufahrtsstraße eingeschränkt sein kann.
- Zahlung und Trinkgeld: In Neuseeland ist Kartenzahlung weit verbreitet, auch in touristischen Einrichtungen rund um Milford Sound. Gängige Kreditkarten werden meist akzeptiert; mobile Bezahllösungen wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend genutzt. Klassische deutsche Girokarten können im Ausland eingeschränkt funktionieren, sodass eine Kreditkarte in jedem Fall empfehlenswert ist. Trinkgeld ist in Neuseeland weniger institutionalisiert als z. B. in Nordamerika. In Restaurants und bei Touren wird ein freiwilliges Trinkgeld für sehr guten Service geschätzt, ist aber nicht zwingend. Servicegebühren sind in der Regel im Preis enthalten; bei ausgesprochen guter Erfahrung sind 5–10 % verbreitet, aber nicht verpflichtend.
- Zeitzone und Zeitverschiebung: Neuseeland liegt in der Zeitzone New Zealand Standard Time (NZST) beziehungsweise im Sommer in New Zealand Daylight Time (NZDT). Gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) besteht je nach Jahreszeit ein Unterschied von in der Regel 10 bis 12 Stunden. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Wenn es in Neuseeland Tag ist, ist es in Deutschland oft Nacht – und umgekehrt. Bei der Planung von Anrufen, Online-Check-ins und Reiseverbindungen lohnt es sich daher, die Zeitverschiebung sorgfältig zu berücksichtigen.
- Einreisebestimmungen und Gesundheit: Für deutsche Staatsbürger gelten je nach Aufenthaltsdauer und Reisegrund unterschiedliche Einreiseanforderungen. Reisende sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen, nötige elektronische Reisegenehmigungen und Hinweise zu Gesundheitsschutz und Versicherungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den neuseeländischen Behörden prüfen. Innerhalb des Landes ist eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung empfehlenswert, da die GKV-Leistungen in Neuseeland nicht automatisch greifen.
- Nachhaltigkeit und Schutz des Fjords: Milford Sound liegt in einem sensiblen Ökosystem. Offizielle Stellen und Naturorganisationen betonen seit Jahren die Notwendigkeit, Besucherströme nachhaltig zu steuern. Dazu gehören klare Regeln für Müllentsorgung, die Nutzung festgelegter Wege, Schutz der Tierwelt und Maßnahmen zur Begrenzung nautischer und verkehrsbedingter Belastungen. Wer als Reisender Rücksicht nimmt, trägt dazu bei, dass diese Landschaft auch in Zukunft in ihrer besonderen Form erhalten bleibt. Viele Veranstalter weisen aktiv auf diese Verantwortung hin und passen ihre Angebote entsprechend an.
Warum Piopiotahi auf jede Milford-Sound-Reise gehört
Milford Sound als geographischer Ort und Piopiotahi als kulturell aufgeladener Name stehen zusammen für ein Erlebnis, das viele Reisende als Höhepunkt ihrer Neuseelandreise beschreiben. Die Anfahrt über die Alpenlandschaften der Südinsel, durch Täler, Tunnel und entlang von Seen, führt in eine Region, die bewusst „am Ende der Straße“ belassen wurde. Wer hier ankommt, spürt häufig ein Gefühl von Abgeschiedenheit und unmittelbar erlebbarer Natur.
Die klassische Art, den Fjord zu entdecken, ist eine Bootsrundfahrt. Dabei gleiten die Schiffe dicht an den Felswänden entlang, fahren unter dem Sprühnebel von Wasserfällen hindurch und bieten mit etwas Glück Sicht auf Delfine, Robben und gelegentlich Pinguine. Viele Anbieter werben mit ruhigen, teils leisen Schiffen, um Naturgeräusche und Atmosphäre möglichst ungestört zu lassen. Für Reisende aus Deutschland, die sonst eher Flüsse wie den Rhein, Donau oder Mosel kennen, ist das Gefühl, in einen Meerfjord einzutauchen, der an den norwegischen Westen, aber zugleich an Regenwald erinnert, ungewöhnlich intensiv.
Kajaktouren bieten eine noch unmittelbarere Perspektive: Im eigenen Tempo entlang der Felswände zu paddeln, das Echo der eigenen Bewegungen zu hören und die Größe der Landschaft direkt zu spüren, gehört für viele Outdoor-Fans zu den eindrücklichsten Momenten. Wer es ruhiger mag, kann von fest verankerten Plattformen aus die Unterwasserwelt beobachten; aufgrund eines speziellen Schichtungsphänomens liegt über dem Meerwasser oft eine frische Wasserschicht, wodurch tiefseetypische Arten in relativ geringen Tiefen vorkommen.
Auch abseits des Fjords ist die Region reizvoll. Die Stadt Te Anau und der gleichnamige See sind das „Tor zu Fiordland“ und bieten Unterkünfte für unterschiedliche Budgets, von einfachen Hostels bis zu komfortableren Hotels. Von hier starten viele mehrtägige Great Walks, die bekanntesten Wanderwege Neuseelands. Die Kombination aus einem Tagesausflug oder einer Übernachtung an Milford Sound und mehrtägigen Trekkingtouren macht Fiordland für aktive Reisende besonders attraktiv.
Für viele Gäste aus der DACH-Region ist neben der Landschaft auch der kulturelle Kontext wichtig. Offizielle Besucherzentren und geführte Touren nehmen zunehmend Bezug auf die Geschichten und die Sprache der M?ori. Begriffe wie Aotearoa (der M?ori-Name für Neuseeland) und Piopiotahi werden erklärt, Legenden erzählt und Parallelen zu europäischen Naturvorstellungen aufgezeigt. So entsteht ein Verständnis dafür, dass Milford Sound nicht nur ein fotografisch beeindruckender Fjord ist, sondern ein Ort mit tiefer spiritueller Bedeutung.
Wer eine Reise nach Neuseeland plant, steht oft vor der Frage, welche Highlights in begrenzter Zeit möglich sind: Nordinsel oder Südinsel, Vulkane oder Fjorde, Städte oder Wildnis? Aus der Perspektive vieler Reisejournalisten, Reiseführer und Tourismusfachleute gehört Milford Sound regelmäßig zur Empfehlungsliste der Prioritäten – gerade, wenn der Schwerpunkt auf Natur liegt. Wer bereit ist, die lange Anreise und die zusätzliche Zeit auf der Südinsel einzuplanen, wird mit einem Landschaftsbild belohnt, das sich dauerhaft einprägt.
Milford Sound in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In sozialen Medien ist Milford Sound längst zu einem visuellen Fixpunkt geworden, wenn es um Neuseeland-Reisen geht. Instagram zeigt unter einschlägigen Hashtags unzählige Aufnahmen von Booten im Nebel, leuchtenden Regenbögen in den Wasserfällen und dramatischen Wolkenformationen über Mitre Peak. Reise-Vlogs auf YouTube nehmen ihre Community mit auf den langen Weg von Queenstown über die Passstraßen zum Fjord; TikTok-Clips setzen auf kurze, atmosphärische Momentaufnahmen und Soundeffekte von herabstürzendem Wasser.
Besonders auffällig ist, dass sich viele Creator auf eine respektvolle Darstellung der Landschaft konzentrieren: Zeitraffer, die zeigen, wie Wolken in Minutenschnelle durch das Tal ziehen, oder langsame Kamerafahrten, die das Verhältnis von Mensch und Natur im Maßstab deutlich machen. Kommentare aus der DACH-Region spiegeln häufig Staunen und Ehrfurcht wider – und nicht selten auch die spontane Feststellung, dass selbst hochwertige Fotos und Videos die Wirkung vor Ort nicht vollständig wiedergeben können.
Milford Sound — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Milford Sound
Wo liegt Milford Sound genau?
Milford Sound liegt im Südwesten der neuseeländischen Südinsel, im Fiordland National Park, etwa 120 km Fahrstrecke von Te Anau und rund 290 km von Queenstown entfernt. Der Fjord mündet an der Tasmansee, die Neuseeland von Australien trennt, und ist wegen seiner abgelegenen Lage nur über eine einzige Straße oder per Boot beziehungsweise Kleinflugzeug erreichbar.
Warum heißt der Fjord Piopiotahi?
Piopiotahi ist der M?ori-Name für Milford Sound und bezieht sich auf den Piopio, einen heute ausgestorbenen neuseeländischen Singvogel. Sinngemäß wird der Name oft als „Ort des (einen) Piopio“ wiedergegeben. In Legenden der M?ori taucht der Piopio im Zusammenhang mit dem Halbgott M?ui auf, und der Name des Fjords erinnert an diese mythologischen Erzählungen und an die kulturelle Bedeutung des Ortes.
Wie erreicht man Milford Sound aus Deutschland am besten?
Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel über einen Langstreckenflug mit Umstieg nach Neuseeland; typischerweise landen Reisende in Auckland oder Christchurch und fliegen weiter nach Queenstown oder Invercargill. Von dort geht es per Mietwagen, Bus oder organisierten Touren über Te Anau nach Milford Sound. Insgesamt sollten mehrere Reisetage eingeplant werden, um Anreise, Akklimatisierung und den Besuch des Fjords stressfrei zu verbinden.
Was ist die beste Reisezeit für Milford Sound?
Milford Sound ist ganzjährig besuchbar. Der neuseeländische Sommer von Dezember bis Februar bringt meist mildere Temperaturen und längere Tage, aber auch mehr Betrieb. Herbst und Frühling sind oft etwas ruhiger und können sehr klare Lichtstimmungen bieten. Da die Region zu den regenreichsten Neuseelands gehört, ist Regen zu jeder Jahreszeit einzuplanen – dafür sind die Wasserfälle dann besonders eindrucksvoll.
Welche Aktivitäten sind vor Ort besonders empfehlenswert?
Zu den klassischen Aktivitäten gehören Bootsrundfahrten durch den Fjord, bei denen man Wasserfälle und Felsformationen aus nächster Nähe erlebt, sowie Kajaktouren für ein intensiveres Naturerlebnis. Beliebt sind außerdem geführte Wanderungen im Umfeld des Fiordland National Park und Besuche von Informationszentren, die Hintergründe zu Geologie, Flora, Fauna und M?ori-Kultur vermitteln. Je nach Anbieter sind auch kombinierte Flug- und Bootsausflüge möglich, die einen Blick aus der Vogelperspektive erlauben.
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