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Milford Sound Piopiotahi: Neuseelands Fjord, der unter die Haut geht

19.06.2026 - 08:29:12 | ad-hoc-news.de

Milford Sound, auf M?ori Piopiotahi genannt, gilt als einer der eindrucksvollsten Fjorde Neuseelands. Warum dieser abgeschiedene Ort Reisende aus Deutschland so tief bewegt – und was Sie für Ihren Besuch wissen sollten.

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Wenn am Milford Sound, auf M?ori Piopiotahi („einzige Drossel“), die ersten Sonnenstrahlen an den fast senkrechten Felswänden hochklettern und feine Wasserfälle wie Silberfäden in den Fjord stürzen, wirkt Neuseeland plötzlich ganz still. Das Rauschen des Wassers, das Knacken der Wellen am Bootsrumpf, der salzige Wind – dieser abgelegene Ort im Fiordland National Park gehört zu den Landschaften, die sich unauslöschlich ins Gedächtnis einbrennen.

Milford Sound: Das ikonische Wahrzeichen von Milford Sound

Milford Sound ist ein tief eingeschnittener Fjord an der Südwestküste der Südinsel Neuseelands. Umgeben von bis zu über 1.500 m hohen Bergen, dichten Regenwäldern und unzähligen Wasserfällen gilt Piopiotahi als eine der ikonischsten Naturattraktionen des Landes. In vielen internationalen Reisemagazinen wird der Fjord als Sinnbild für die rau-romantische Einsamkeit Neuseelands gezeigt, oft auf Titelseiten oder als großformatige Doppelseite.

Für Reisende aus Deutschland ist Milford Sound ein Name, der häufig schon in Reiseträumen auftaucht, lange bevor die konkrete Buchung ansteht. Wer an Neuseeland denkt, hat nicht selten Bilder von steil aufragenden Felswänden, tiefdunklem Wasser und nebelverhangenen Bergen vor Augen – Motive, die sich direkt mit Piopiotahi verbinden. Der Ort steht in einem Atemzug mit anderen großen Naturwahrzeichen der Welt, wird aber wegen seiner im Vergleich relativ wenigen Siedlungen und der Abgeschiedenheit oft als ursprünglicher wahrgenommen.

Der Fjord liegt im Fiordland National Park, einem der größten Nationalparks Neuseelands. Diese Region ist Teil der UNESCO-Welterbestätte „Te Wahipounamu – Südwestneuseeland“, die vier Nationalparks umfasst und für ihre außergewöhnliche naturräumliche Vielfalt und ihren hohen Schutzstatus bekannt ist. In dieser abgelegenen Ecke des Landes dominiert die Natur – Straßen, Orte und Infrastruktur sind dem Landschaftscharakter klar untergeordnet.

Was Milford Sound von vielen anderen Küstenlandschaften unterscheidet, ist das Zusammenspiel mehrerer extremer Elemente: eine extrem hohe Niederschlagsmenge mit sehr häufigem Regen, das Aufeinandertreffen von Süßwasser aus den Bergen und Salzwasser aus der Tasmansee sowie ein Spektrum an Licht- und Wetterstimmungen, das sich innerhalb eines Tages mehrfach komplett verändern kann. Besucher berichten immer wieder, dass der Fjord bei Sonne geradezu theatralisch wirkt, während er im Regen eine fast mystische Tiefe gewinnt – beide Gesichter gehören untrennbar zu Piopiotahi.

Geschichte und Bedeutung von Piopiotahi

Piopiotahi hat für die M?ori, die indigene Bevölkerung Neuseelands, eine besondere kulturelle und spirituelle Bedeutung. Der Name bezieht sich sinngemäß auf eine „einzige Drossel“ und knüpft an eine Legende an, in der ein Vogel namens Piopio nach dem Tod eines mythischen Helden an diesen Ort flog. In der maorischen Tradition sind Landschaften nicht nur Kulissen, sondern lebendige Wesen mit eigenen Geschichten. Der Fjord ist Teil eines größeren Geflechts aus Erzählungen, heiligen Orten und Routen, die bis heute respektiert werden.

Die europäischen Entdecker erreichten die abgelegene Küste deutlich später. Erst mit den Seefahrern des 18. und 19. Jahrhunderts rückte der Fjord in Karten und Berichte vor. Sein englischer Name „Milford Sound“ geht auf einen frühen europäischen Seefahrer zurück, der den Ort nach seiner Heimatregion benannte. Geologisch handelt es sich streng genommen nicht um einen „Sound“ (ein ertrunkenes Flusstal), sondern um einen Fjord, der durch Gletscher geformt wurde – ein Detail, das in vielen naturkundlichen Darstellungen zur Einordnung hervorgehoben wird.

Mit der Entwicklung moderner Schiffs- und Straßentechnik wurde der Fjord schrittweise besser erreichbar. Dennoch blieb Piopiotahi lange ein entlegener Punkt, der nur mit erheblichem Aufwand zu erreichen war. Erst der Ausbau der Straßen und der Tunnelverbindung durch die Berge sorgten dafür, dass der Fjord für mehr Reisende zugänglich wurde. Damit begann auch die touristische Erfolgsgeschichte des Ortes: Milford Sound entwickelte sich zu einem der bekanntesten Reiseziele Neuseelands.

Die Aufnahme des Fiordland National Park in die UNESCO-Welterbestätte Te Wahipounamu unterstreicht die internationale Bedeutung der Region. Die UNESCO hebt die geologische Geschichte, die Biodiversität und die weitgehend unberührte Natur hervor. Für die Schutzverwaltung bedeutet dies eine besondere Verantwortung, den zunehmenden Besucherdruck mit strengen Naturschutzauflagen zu vereinbaren. Die Geschichte von Piopiotahi ist daher auch eine Geschichte lernender Schutzkonzepte: von der kaum betretenen Wildnis hin zu einem Symbol nachhaltigen Naturtourismus.

Für deutsche Leser ist bemerkenswert, dass die europäische Nutzungsgeschichte des Fjords vergleichsweise jung ist. Während viele europäische Landschaften seit Jahrhunderten besiedelt und gestaltet wurden, blieb Fiordland über lange Zeiträume nahezu unbewohnt. Das erzeugt bei einem Besuch ein Gefühl von „Zeitreise“: Die Fjordlandschaft vermittelt, wie Mitteleuropa hätte aussehen können, wenn es nicht in so hohem Maße durch Landwirtschaft und Städte geprägt worden wäre.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Piopiotahi ist kein klassisches Kulturdenkmal mit Architektur im Sinne von Bauwerken, sondern ein Naturmonument. Dennoch prägen bestimmte Formen und Silhouetten das Bild des Fjords so stark, dass sie ähnlich ikonisch wirken wie berühmte Gebäude. An erster Stelle steht der Mitre Peak, ein markanter Berg, der direkt aus dem Wasser aufragt und eine unverwechselbare, an eine Bischofsmütze erinnernde Form zeigt. Diese steile, nahezu pyramidenartige Silhouette ist auf unzähligen Fotos und Gemälden festgehalten worden und gilt so etwas wie als „Logo“ von Milford Sound.

Auch die zahlreichen Wasserfälle tragen zum einzigartigen Charakter des Fjords bei. Nach Regenfällen schießen unzählige kleinere und größere Wasserfälle die Felswände hinab, einige davon hunderte Meter tief. Besonders bekannt sind zwei große Fälle, die in vielen Kreuzfahrtrouten angesteuert werden und deren Wasser sich bei entsprechendem Wind bis auf die Schiffsdecks verteilt. Das Erlebnis, im Boot so nah an die Felswand heranzufahren, dass man die Gicht direkt im Gesicht spürt, gehört zu den typischen Höhepunkten einer Fahrt durch Milford Sound.

Die Tierwelt verstärkt die besondere Anmutung des Fjords. In den Gewässern leben verschiedene Delfinarten, gelegentlich werden sogar größere Meeressäuger wie Wale gesichtet. Regelmäßige Beobachtungspunkte sind Kolonien von Seebären, die sich auf Felsen am Rand des Fjords ausruhen. Am Himmel kreisen Seevögel, darunter Albatrosse und Möwenarten. Im dichten Regenwald rund um den Fjord leben außerdem heimische Vogelarten, die eng mit der neuseeländischen Naturgeschichte verbunden sind.

Auf künstlerischer Ebene inspiriert Piopiotahi seit Jahrzehnten Fotografen, Maler und Schriftsteller. Viele Neuseeland-Reiseführer – darunter auch deutschsprachige Titel – wählen den Fjord als Titelmotiv. Kunsthistorisch kann man den Umgang mit der Landschaft in die Tradition des „Erhabenen“ einordnen: Landschaften, die so groß und dramatisch sind, dass sie Staunen und Ehrfurcht hervorrufen. Diese Wahrnehmung des Erhabenen ist ein Begriff aus der europäischen Ästhetik, der hier mit einer spezifisch neuseeländischen Naturerfahrung verschmilzt.

Infrastruktur und Bauten am Milford Sound sind bewusst zurückhaltend angelegt. Am Ende der Straße, im kleinen Ort Milford Sound, finden sich Anlegestellen für Ausflugsschiffe, einfache Unterkünfte, ein kleiner Flugplatz und wenige weitere Gebäude. Sie dienen vor allem funktionalen Zwecken: der Abfertigung von Kreuzfahrten, der Unterbringung von Gästen und der Versorgung der Mitarbeitenden. Architektur fügt sich hier in die Natur ein, nicht umgekehrt. Das entspricht der Philosophie vieler Naturschutzgebiete, in denen Bauten möglichst wenig vom Landschaftserlebnis ablenken sollen.

Ein besonderes Merkmal von Piopiotahi ist die Schichtung des Wassers im Fjord. Durch die hohen Niederschläge bildet sich an der Oberfläche eine Schicht aus Süßwasser, die sich deutlich vom darunterliegenden Salzwasser unterscheidet. Diese Besonderheit beeinflusst die Lichtverhältnisse unter Wasser und schafft Lebensräume für Arten, die sonst in größeren Tiefen vorkommen würden. Für Naturkundler und Meeresbiologen ist der Fjord deshalb ein spannendes Untersuchungsgebiet, das einen Einblick in besondere ökologische Prozesse bietet.

Milford Sound besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Milford Sound liegt an der Südwestküste der Südinsel Neuseelands, im Fiordland National Park. Typischer Ausgangspunkt für Touren ist die Stadt Queenstown, die mit einem internationalen Flughafen eine wichtige Drehscheibe im Süden des Landes bildet. Für Reisende aus Deutschland führt der erste Schritt meist über Langstreckenflüge nach Auckland, Christchurch oder über andere internationale Drehkreuze. Von dort aus geht es in der Regel per Inlandsflug weiter nach Queenstown. Die Weiterreise nach Milford Sound erfolgt dann häufig mit organisiertem Bus, Mietwagen oder Kleinflugzeug. Die Straße nach Milford Sound führt durch alpine Landschaften mit engen Kurven und Tunneln, weshalb ausreichend Fahrzeit und Vorsicht eingeplant werden sollten. Für eine grobe Orientierung kann man von Queenstown bis Milford Sound mit einer reinen Fahrzeit von mehreren Stunden rechnen; hin- und zurück ist dies ein Tagesprojekt, wenn man sich nicht direkt vor Ort einquartiert.
  • Öffnungszeiten: Milford Sound als Fjord ist eine Naturattraktion ohne „klassische“ Öffnungszeiten. Fähr- und Bootsanbieter, Besucherzentrum und andere touristische Einrichtungen haben jedoch eigene Zeiten, die saisonal und wetterabhängig variieren können. Deshalb empfiehlt sich vor einer Reise die direkte Prüfung der jeweils aktuellen Öffnungszeiten und Fahrpläne bei den Anbietern vor Ort oder beim zuständigen Nationalpark- beziehungsweise Tourismusmanagement. Dies gilt insbesondere für die neuseeländischen Wintermonate, in denen Straßen und Angebote witterungsbedingt zeitweise eingeschränkt sein können.
  • Eintritt: Der Besuch des Fjords und des Fiordland National Park ist grundsätzlich an keine klassische Eintrittsschranke wie bei einem Museum gebunden. Einzelne Leistungen – dazu zählen Bootstouren, geführte Wanderungen oder Rundflüge – sind jedoch kostenpflichtig und werden von verschiedenen Unternehmen angeboten. Die Preise variieren je nach Saison, Dauer, Art der Tour und gewählter Leistung. Da sich Wechselkurse und lokale Preise ändern können, empfiehlt es sich, mit einer groben Budgetspanne in Euro zu planen und die konkreten Kosten rechtzeitig vor der Buchung direkt bei den Anbietern zu prüfen. In Neuseeland wird in der Währung Neuseeland-Dollar (NZD) bezahlt; der Gegenwert in Euro kann je nach Wechselkurs deutlich schwanken.
  • Beste Reisezeit: Milford Sound ist grundsätzlich ganzjährig besuchbar, jede Jahreszeit bietet eigene Stimmungen. In den südlichen Sommermonaten, grob von Dezember bis Februar, herrschen meist mildere Temperaturen und längere Tage, was für viele Reisende angenehm ist. In dieser Zeit ist der Andrang allerdings oft höher, was sich auf die Auslastung von Bootstouren und Unterkünften auswirkt. Im neuseeländischen Winter – also grob von Juni bis August – wirkt der Fjord häufig noch rauer und dramatischer, mit kühleren Temperaturen und häufigerem Niederschlag. Da die Region für sehr hohe Regenmengen bekannt ist, sollte grundsätzlich immer mit Niederschlag gerechnet werden. Viele Reisende empfinden gerade den Regen mit den dann besonders eindrucksvollen Wasserfällen als Teil des besonderen Erlebnisses. Für eine möglichst ruhige Erfahrung bieten sich Übergangszeiten an, in denen die Zahl der Besucher etwas geringer sein kann.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren: In Neuseeland ist Englisch die dominierende Alltagssprache; M?ori ist gleichberechtigte Amtssprache. Für deutsche Reisende ist in der Regel Englisch der Schlüssel zur Verständigung. Deutsch wird vereinzelt in touristischen Kontexten verstanden, aber nicht flächendeckend angeboten. Im Zahlungsverkehr sind Kreditkarten weit verbreitet, ebenso kontaktlose Zahlverfahren über Smartphone. Die in Deutschland verbreitete Girocard kann im Ausland unter Umständen nur eingeschränkt funktionieren; eine international akzeptierte Kreditkarte ist daher sinnvoll. Trinkgeld ist in Neuseeland nicht im gleichen Maße verankert wie in Deutschland oder anderen Ländern, kleine Aufschläge bei gutem Service – etwa im Restaurant oder bei geführten Touren – werden jedoch geschätzt. Kleidung sollte unbedingt dem schnell wechselnden Wetter angepasst sein: wasserdichte Jacke, mehrere Schichten und stabiles Schuhwerk sind empfehlenswert, selbst im Sommer. Für Fotografierende ist wichtig, Elektronik gegen Feuchtigkeit zu schützen; Regenhüllen für Kameras und Handys sind angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit und des Sprühwassers sinnvoll.
  • Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsbürger gelten bei Reisen nach Neuseeland je nach Aufenthaltsdauer und Reisegrund unterschiedliche Regelungen. Unter anderem können elektronische Einreisegenehmigungen und Gebühren eine Rolle spielen. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können, sollten Reisende aus Deutschland die jeweils aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei den zuständigen neuseeländischen Behörden prüfen. Gleiches gilt für Vorgaben zu Reisedokumenten, Gesundheitsanforderungen und möglichen Transitaufenthalten in anderen Ländern. Eine Auslandskrankenversicherung, die auch entlegene Regionen abdeckt, ist angesichts der abgelegenen Lage von Fiordland sinnvoll.
  • Zeitzone: Neuseeland liegt in einer Zeitzone, die der mitteleuropäischen Zeit deutlich voraus ist. Zwischen Deutschland und Neuseeland besteht je nach Jahreszeit eine Zeitdifferenz von vielen Stunden, da beide Regionen eigene Regelungen zur Sommerzeit haben. Für Kommunikation mit Zuhause, das Timing von Flügen und Jetlag-Planung ist es sinnvoll, diese Zeitverschiebung bewusst einzukalkulieren und Reisepläne nicht zu eng aufzubauen. Wer direkt nach Ankunft in Neuseeland eine Tour zum Milford Sound plant, sollte genügend Puffer zur Anpassung an die neue Zeitzone einplanen.

Warum Piopiotahi auf jede Milford-Sound-Reise gehört

Milford Sound und Piopiotahi werden oft synonym verwendet, doch der maorische Name verweist auf eine tiefere kulturelle Ebene. Wer den Fjord besucht, betritt nicht nur eine spektakuläre Landschaft, sondern auch einen Raum, der für die M?ori mit Geschichten, Symbolen und spiritueller Bedeutung aufgeladen ist. Viele geführte Touren greifen diesen Aspekt auf, indem sie Begrüßungsformeln in te reo M?ori nutzen oder auf bestimmte Legenden und Ortsnamen hinweisen.

Für Reisende aus Deutschland ist Piopiotahi ein Kontrastprogramm zum Alltag in Mitteleuropa. Statt dichter Verkehrsnetze, kurzer Wege und enger Besiedlung dominiert hier Weite, Stille und das Bewusstsein, in einer der abgelegensten Regionen der Erde zu stehen. Dieses Gefühl von Entfernung wirkt zugleich befreiend und demütig: Die enorme Skalierung der Berge und Wasserflächen relativiert vieles, was im Alltag groß und wichtig erscheint. Nicht wenige Besucher berichten, dass sie den Fjord als meditativen Ort erlebt haben, an dem sich Naturerfahrung und innere Ruhe verbinden.

Ein Besuch von Piopiotahi lässt sich gut mit anderen Höhepunkten des Südens kombinieren: Queenstown als Abenteuer- und Outdoorzentrum, der nahegelegene Doubtful Sound als weniger frequentierte Alternative, die weiten Ebenen von Southland oder die Gletschergebiete an der Westküste. In diesem Mosaik bildet Milford Sound oft den emotionalen Höhepunkt einer Reise, weil er geologisch, optisch und atmosphärisch herausragt. Wer nur begrenzt Zeit in Neuseeland hat, plant den Fjord nicht selten als „Pflichtstopp“ ein – nicht im Sinne einer touristischen Checkliste, sondern als Herzenspunkt, den man bewusst erleben möchte.

Für Familien, Alleinreisende und Paare bietet Piopiotahi unterschiedliche Zugänge. Familien schätzen die gut organisierten Bootstouren, bei denen Kinder die Tierwelt aus sicherer Entfernung beobachten können. Paare erleben den Fjord oft als romantische Kulisse, besonders bei ruhigem Wasser und gedämpftem Licht. Alleinreisende genießen die Möglichkeit, den Blick schweifen zu lassen und Momente der Stille zu finden. Wer körperlich aktiv sein möchte, kann Wanderungen in der Region einbauen; Liebhaber spektakulärer Perspektiven greifen auf Rundflüge zurück, die die Größe des Fjords und der umliegenden Bergketten aus der Luft sichtbar machen.

In der Wahrnehmung vieler Reisejournalisten und -fotografen gehört Milford Sound zu den Orten, die das Image Neuseelands im Ausland entscheidend mitprägen. Ähnlich wie der Grand Canyon für die USA oder das Nordlicht für Skandinavien symbolisiert Piopiotahi jene Mischung aus Wildnis, Authentizität und visueller Intensität, die Reisende erwarten, wenn sie eine lange Reise ans andere Ende der Welt auf sich nehmen. Wer von Deutschland aus nach Neuseeland reist, investiert nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Energie – Piopiotahi ist häufig der Ort, an dem sich dieses Investment emotional „auszahlt“.

Gleichzeitig ist der Fjord auch ein Schauplatz für Fragen der Nachhaltigkeit. Wie viele Besucher verträgt eine so sensible Region? Wie können Transport, Abfallmanagement und Naturerlebnis so gestaltet werden, dass auch künftige Generationen diese Landschaft noch in ähnlicher Form erleben können? Verschiedene Akteure – von Nationalparkverwaltung über Tourismusunternehmen bis hin zu Wissenschaftlern – arbeiten daran, Besucherkonzepte zu verfeinern. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Wer verantwortungsvoll unterwegs ist, respektiert Wege, Hinweise und Schutzregeln, vermeidet unnötigen Müll und trägt so dazu bei, dass Piopiotahi ein weitgehend intakter Naturraum bleibt.

Milford Sound in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Piopiotahi ist längst auch ein Star der sozialen Netzwerke. Ob dramatische Drohnenaufnahmen, nah herangezoomte Delfinsichtungen vom Schiff aus oder Timelapse-Videos von heranziehenden Regenfronten – der Fjord ist ein dankbares Motiv für Bilder und kurze Clips. Viele Reisende aus Deutschland planen ihre Route inzwischen mit Unterstützung von Plattformen, auf denen sie Eindrücke anderer Besucher sehen. Dadurch entsteht ein globaler Bilderstrom, der die Faszination von Milford Sound weiter verstärkt.

Häufige Fragen zu Milford Sound

Wo liegt Milford Sound genau?

Milford Sound liegt im Südwesten der Südinsel Neuseelands, an der Küste des Fiordland National Park. Die nächstgrößeren touristischen Zentren sind Queenstown und Te Anau im Inland. Von dort aus führen Straßen und Tourangebote zum Fjord. Die Region gehört zur UNESCO-Welterbestätte Te Wahipounamu, die große Teile des südwestlichen Neuseelands umfasst.

Warum heißt der Fjord Milford Sound und Piopiotahi?

Der englische Name Milford Sound wurde von europäischen Seefahrern vergeben, die den Ort nach einer für sie vertrauten Region benannten. Der maorische Name Piopiotahi bedeutet sinngemäß „einzige Drossel“ und bezieht sich auf eine traditionelle Erzählung. Beide Bezeichnungen sind heute gebräuchlich; in offiziellen Kontexten wird häufig die maorische Form verwendet, um die Bedeutung der indigenen Kultur zu betonen.

Wie komme ich als Reisender aus Deutschland nach Milford Sound?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel zunächst zu einem großen internationalen Flughafen in Neuseeland oder über andere Drehkreuze im asiatisch-pazifischen Raum. Von dort geht es per Inlandsflug nach Queenstown oder eine andere Stadt auf der Südinsel. Weiter nach Milford Sound führen Straßen durch das Bergland oder es werden organisierte Touren per Bus und Boot angeboten. Alternative Anreisemöglichkeiten sind Kleinflugzeuge oder Helikopter, die von verschiedenen Orten aus starten. Die konkrete Routenplanung hängt von Reisezeit, Budget und persönlicher Vorliebe ab.

Was macht Milford Sound einzigartig im Vergleich zu anderen Fjorden?

Milford Sound zeichnet sich durch besonders steile Felswände, eine große Zahl von Wasserfällen und die Kombination aus Süß- und Salzwasser aus. Die hohe Niederschlagsmenge schafft immer neue Wasserläufe an den Felswänden und sorgt für wechselnde Stimmungen. Der ikonische Mitre Peak und die abgelegene Lage im Fiordland National Park tragen zusätzlich dazu bei, dass der Fjord als besonders eindrucksvoll wahrgenommen wird. Viele Besucher empfinden das Zusammenspiel aus Landschaft, Wetter und Tierwelt als einzigartig.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch von Piopiotahi?

Piopiotahi ist ganzjährig reizvoll, jede Jahreszeit hat eigene Qualitäten. In den neuseeländischen Sommermonaten sind die Tage länger und die Temperaturen milder, allerdings ist dann oft mehr los. Herbst und Frühling bieten eine Mischung aus moderaten Bedingungen und teilweise etwas weniger Betrieb. Im Winter treten häufig dramatische Wetterstimmungen und klare Luft auf, allerdings mit kühleren Temperaturen und möglichen Einschränkungen auf den Straßen. Da die Region generell viel Regen erhält, sollte unabhängig von der Jahreszeit immer mit Niederschlag gerechnet werden; der Regen verstärkt jedoch oft die Wirkung der Wasserfälle und damit den besonderen Charakter des Fjords.

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