Meiji Jingu: Waldschrein für Kaiser Meiji im Herzen Tokios
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 21:03 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSMeiji Jingu ist ein Shint?-Schrein in Tokio, der Kaiser Meiji und seiner Gemahlin Kaiserin Shoken gewidmet ist und von einem bewusst angelegten Wald umschlossen wird. Der Schrein wurde im frühen 20. Jahrhundert errichtet und gehört zu den prägenden religiösen Bauwerken der Hauptstadt Japan.
Meiji Jingu: Schrein für Kaiser Meiji im Stadtwald von Shibuya
Meiji Jingu liegt im Bezirk Shibuya und ist als Gedenkschrein für Kaiser Meiji, der von 1867 bis 1912 regierte, und Kaiserin Shoken angelegt worden. Die Anlage wurde nach dem Tod des Kaiserpaares geplant; die Einweihung des Schreins fand im Jahr 1920 statt, als die Gebäude und der umgebende Wald fertiggestellt waren.Die Einweihung im Jahr 1920 Der Schreinbau entstand unter der Leitung des Architekten It? Ch?ta, der zu den wichtigen Gestaltern der frühen modernen japanischen Architektur zählt.Architekt It? Ch?ta
Die Hauptgebäude von Meiji Jingu sind im traditionellen Shint?-Baustil nagare-zukuri ausgeführt. Charakteristisch sind hölzerne Hallen mit leicht geneigten Dachflächen, die sich über vorgelagerte Vorplätze erstrecken. Für tragende Bauteile und Dachkonstruktionen wurde in großem Umfang japanische Zypresse verwendet, ergänzt durch Elemente aus Kupfer für Dachabschlüsse und Beschläge.Zypresse und Kupfer als Baumaterial Ein Großteil der ursprünglichen Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe zerstört; die heutige sichtbare Schreinarchitektur geht auf den Wiederaufbau, der 1958 abgeschlossen wurde, zurück.Wiederaufbau im Jahr 1958
Der künstlich angelegte Wald rund um den Schrein
Rund um die Schreinbauten erstreckt sich ein dichter Wald, der den Eindruck eines gewachsenen Naturgebietes vermittelt, tatsächlich aber als langfristig angelegtes Projekt entstanden ist. Die Fläche des Waldes wird mit etwa 70 Hektar angegeben und umfasst eine große Zahl unterschiedlicher Baumarten.Der Wald von Meiji Jingu Die Bäume wurden nach Plänen von Fachleuten für Landschaftsgestaltung in den 1920er Jahren gesetzt, um über viele Jahrzehnte einen stabilen Mischwald zu entwickeln.
Am Entwurf des Waldkonzepts wirkte der Landschaftsarchitekt Honda Seiroku mit, der auch für andere große Parks in Japan verantwortlich war.Honda Seiroku als Waldplaner Die Bäume wurden aus verschiedenen Regionen Japans zusammengeführt, wodurch im Wald von Meiji Jingu eine Vielzahl von Arten nebeneinander steht. Zwischen den Baumreihen führen Wege in Richtung der Schreinbauten und zu Torii, den traditionellen Eingangstoren, sodass der Wald zugleich Kulisse und Zugangsräume für den religiösen Bezirk bildet.
Innerer Garten: Meiji Jingu Gyoen als kaiserlicher Rückzugsort
Zum Areal von Meiji Jingu gehört der innere Garten Meiji Jingu Gyoen, der als eigenständiger Landschaftsraum zwischen den Schreinbauten und dem heutigen Yoyogi-Park liegt. Die Geschichte dieses Gartens reicht bis in die Edo-Zeit, als das Gelände Residenzen von Daimy?-Familien wie der Kato- und der Ii-Familie zugeordnet war.Herkunft des Gartengeländes In der Meiji-Zeit übernahm die kaiserliche Hofbehörde die Aufsicht über den Garten, der als Yoyogi Gyoen – kaiserlicher Garten von Yoyogi – geführt wurde.
Der innere Garten ist als Spaziergarten mit Wegen, Wasserflächen und einzelnen Gebäuden gestaltet und umfasst eine Fläche von rund 83.000 Quadratmetern.Größe und Struktur des Meiji Jingu Gyoen Zu den markanten Elementen zählt das Teehaus Kakuun-tei, das ursprünglich 1900 als Rastgebäude für Kaiserin Shoken errichtet wurde und nach Zerstörungen im Krieg 1958 wiederaufgebaut worden ist.Kakuun-tei im inneren Garten Ein weiterer Bereich ist der Irisgarten, der im späten 19. Jahrhundert im Auftrag von Kaiser Meiji für die Kaiserin angelegt wurde und saisonal blühende Schwertlilien zeigt.
Meiji Jingu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Meiji Jingu liegt im Bezirk Shibuya in Tokio, zwischen den Bahnhöfen Harajuku und Yoyogi sowie nahe der Stationen am Yoyogi-Park; die Schreinzugänge sind über Fußwege von den umliegenden Bahnstationen erreichbar.
- Das Gelände von Meiji Jingu umfasst lange Wege durch den Wald und befestigte Flächen im Bereich des Schreinhofes; Besucher sollten mit ebenen, aber teils ausgedehnten Gehstrecken und einigen Stufen im Übergang zu den Hallen rechnen.
- Der innere Garten Meiji Jingu Gyoen schließt an die Schreinwege an und wird über einen eigenen Zugang erreicht; im Garten führen Pfade über leicht ansteigendes Terrain und entlang von Wasserflächen.
- Meiji Jingu befindet sich in Japan; Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
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Meiji Jingu: häufige Fragen
Wo liegt Meiji Jingu in Tokio?
Meiji Jingu liegt in Shibuya in Tokio, zwischen dem Yoyogi-Park und dem Stadtteil Harajuku, und ist von mehreren Bahnstationen aus über Fußwege erreichbar.
Was bietet ein Besuch von Meiji Jingu?
Ein Besuch von Meiji Jingu führt durch einen großflächig angelegten Wald zu einem historischen Shint?-Schrein und kann mit einem Rundgang durch den inneren Garten Meiji Jingu Gyoen verbunden werden.
Was kennzeichnet Meiji Jingu besonders?
Meiji Jingu ist als Gedenkschrein für Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken mit traditionellen Holz- und Kupferbauten, einem bewusst gestalteten Stadtwald und einem historischen Kaisergarten gekennzeichnet.
