Meiji Jingu, Tokio

Meiji Jingu in Tokio: Ein Schrein im Wald

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 01:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Meiji Jingu in Tokio verbindet einen Shinto-Schrein mit einem von Menschen angelegten Wald und führt mitten in die Geschichte Japans.

Bauhaus-Poster als Abstraktion von Meiji-Schrein Tokio in Tokio, Japan
Bauhaus-Poster als geometrische Abstraktion von Meiji-Schrein Tokio in Tokio Japan, kraeftige Grundfarben und harte Formkanten, Illustration mit AI erstellt.

Meiji Jingu liegt in Tokio zwischen Harajuku, Shibuya und Yoyogi. Der Shinto-Schrein steht in einem aus vielen Baumarten bestehenden Wald, der seine Gebäude räumlich von den Straßen der Metropole trennt. Die Anlage wurde am 1. November 1920 eingeweiht und ist Kaiser Meiji sowie Kaiserin Shoken gewidmet.

Meiji Jingu und der Wald aus vielen Baumarten

Der Zugang zum Meiji Jingu führt durch ein großes Torii und über breite Wege unter dichtem Blätterdach. Die Bäume stammen aus Spenden aus ganz Japan. Insgesamt wurden rund 100.000 Bäume zusammengetragen und auf dem Gelände gepflanzt. 100.000 gespendete Bäume prägen damit nicht nur das Bild der Anlage, sondern gehören zu ihrer Entstehungsgeschichte.

Der Wald ist kein ursprünglicher Naturwald. Er wurde als künstlich angelegter Bestand konzipiert und mit verschiedenen Baumarten aufgebaut. Zwischen den Stämmen liegen Kieswege, kleinere Brücken und steinerne Elemente. Die Abfolge aus Torii, Waldweg und Schreinhof macht den Aufbau des Ortes unmittelbar lesbar.

Ein Schrein der Meiji-Zeit

Meiji Jingu ist den göttlichen Seelen Kaiser Meijis und seiner Gemahlin Kaiserin Shoken gewidmet. Kaiser Meiji wurde 1852 geboren und starb 1912. Kaiserin Shoken lebte von 1850 bis 1914. Beide gehören zur Geschichte der Meiji-Zeit, die Japan zwischen 1868 und 1912 politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich veränderte.

Die Anlage entstand nach dem Tod des Kaisers und der Kaiserin als Erinnerungsort in Tokio. 1920 wurde der Schrein errichtet. Der Name Meiji Jingu verweist auf die Regierungszeit des Kaisers. Die kaiserlichen Gräber liegen in Kyoto, während der Schrein in Tokio die Verehrung beider Personen aufnimmt.

Holz, Kupfer und der Wiederaufbau

Die Schreingebäude gehören zur japanischen Shinto-Architektur. Holz bildet den sichtbaren Grundstoff, dazu kommen Dächer mit dunklen und kupferfarbenen Partien. Torii, Hallen, Zäune und Dachlinien stehen in einer klar gegliederten Folge um den inneren Bereich.

Ein großer Teil der Anlage wurde 1945 durch Luftangriffe zerstört. Der Wald blieb erhalten. 1958 wurde der Schrein mit Spenden aus der Bevölkerung wiederaufgebaut. Die Wiedererrichtung von 1958 gehört deshalb zur sichtbaren Geschichte des Ortes, auch wenn die Anlage ihre traditionelle Formensprache bewahrt.

Meiji Jingu besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Meiji Jingu liegt im Tokioter Stadtbezirk Shibuya neben Harajuku. Die JR-Yamanote-Linie führt zur Station Harajuku, die U-Bahn zur Station Meiji-jingumae.
  • Vom Bahnhof Harajuku führt ein Fußweg durch den Wald zum Schreingelände. Der Weg besteht aus breiten, überwiegend ebenen Kiesflächen und erreicht den Hauptschrein durch Torii und Waldpassagen.
  • Im Süden der Anlage liegt der Innere Garten mit Irisbeeten, Waldwegen und dem Brunnen Kiyomasa-no-Ido.
  • Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Meiji Jingu: häufige Fragen

Wo liegt Meiji Jingu?

Meiji Jingu liegt in Tokio im Bezirk Shibuya, nahe Harajuku und Yoyogi. Der Zugang führt von der Station Harajuku durch den bewaldeten Schreinbezirk.

Was bietet ein Besuch?

Zum Gelände gehören Waldwege, Torii, Schreinhöfe, traditionelle Holzbauten und der Innere Garten. Hinzu kommen religiöse Handlungen, Gedenktafeln und saisonale Pflanzen im Gartenbereich.

Was kennzeichnet den Ort?

Meiji Jingu verbindet einen 1920 eingeweihten Shinto-Schrein mit einem künstlich angelegten Wald aus rund 100.000 gespendeten Bäumen. Die Widmung gilt Kaiser Meiji und Kaiserin Shoken.

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