Longji Titian: Reisterrassen wie ein Drachenrücken über Guilin
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 12:14 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Longji Titian in den Bergen nördlich von Guilin in China ist ein weitläufiges System gestufter Reisfelder, das sich über die Berghänge des Landkreises Longsheng zieht und aus der Entfernung wie der Rücken eines gewaltigen Drachen wirkt. Die Terrassen liegen im Autonomen Kreis Longsheng der verschiedenen Nationalitäten in der Region Guangxi und gehören zu den bekanntesten Reisterrassenlandschaften des Landes.
Longji Titian als Drachenrücken in der Landschaft von Longsheng
Longji Titian erstreckt sich über die Hänge rund um Dörfer wie Ping’an und Dazhai im Gebiet von Longji in Longsheng und bildet eine zusammenhängende Landschaft aus Reisfeldern, Wegen und kleinen Ansiedlungen. Die Terrassen ziehen sich zwischen niedrigeren und höheren Lagen über ein großes Berggebiet, in dem die Hänge fast vollständig in schmale Stufen verwandelt wurden, sodass sich die Linien der Felder wie Schuppen aneinanderreihen.Dragon’s Backbone Rice Terraces Der Name „Longji“ verweist auf den Drachen, dessen Rückgrat man in den Terrassen erkennen kann, während „Titian“ für die gestuften Felder steht, die sich dem Relief des Longji-Bergs anpassen.Longji Rice Terraces
Die Reisterrassen von Longji bilden kein einzelnes Feld, sondern eine Gruppe von Terrassenlandschaften, zu denen unter anderem die Ping’an-Reisfelder, die Jinkeng-Dazhai-Terrassen und ältere Terrassenfelder bei Longji-Altdörfern gehören.Ping’an und Jinkeng Terraced Fields Die Felder liegen im Gebiet des Longji-Bergs in Longsheng, und von den Wegen zwischen den Terrassen fällt der Blick immer wieder hinunter auf eng gestaffelte Stufen, die den Berghang über eine große Fläche bedecken.Longji Mountain bei Ping’an
Bergland und Terrassenbau: Geschichte von Longji Titian
Die Reisterrassen von Longji wurden über viele Jahrhunderte in das Bergland von Longsheng eingebracht und spiegeln die Geschichte des Reisanbaus in einer Region mit steilen Hängen und begrenzten ebenen Flächen. Einige Darstellungen ordnen die Anfänge des Terrassenbaus in Longji in die Zeit der Qin-Dynastie ein, also in das 3. Jahrhundert v. Chr., und betonen, dass die Felder später über längere Zeiträume weiter ausgebaut wurden.Terrassefelder während der Qin-Dynastie Andere Beschreibungen datieren den systematischen Ausbau der Longji-Reisterrassen in die Zeit der Yuan-Dynastie und sehen eine Fertigstellung in der Qing-Dynastie, womit sich eine bis in die Vormoderne reichende Geschichte ergibt.Terrassenbau zwischen Yuan- und Qing-Zeit
Die Terrassen werden mit ethnischen Gruppen wie den Zhuang und den Yao verbunden, deren Vorfahren die Hänge über Generationen hinweg in schmale Reisfelder geteilt haben.Zhuang- und Yao-Gemeinden in Longji Für die Bewirtschaftung wurden die Hänge abschnittsweise abgestuft, mit niedrigen Begrenzungen zwischen den Feldern, sodass Wasser von einer Stufe zur nächsten weitergeleitet werden kann. Die Höhenlagen reichen von Talnähe bis in deutlich höhere Bereiche, wodurch sich innerhalb der Terrassen verschiedene Anbauabschnitte ergeben.Höhenlagen zwischen 300 und 1.100 Metern
Longji Titian im Jahreslauf und in den Dörfern
Die Reisterrassen von Longji ändern im Verlauf eines landwirtschaftlichen Jahres ihr Aussehen deutlich, denn sie werden je nach Saison für die Bewässerung, das Wachstum des Reises und die Ernte genutzt. In der Phase, in der die Felder mit Wasser gefüllt sind, reflektieren die Stufen das Licht und bilden eine Folge glänzender Flächen, während im Sommer grüner Reis den Drachenrücken bedeckt und später gelblich reifende Halme die Terrassen prägen.Jahreszeiten der Longji-Felder Von Aussichtspunkten bei Orten wie Ping’an und Dazhai lässt sich verfolgen, wie sich die Linien der Felder an die Konturen der Bergzüge schmiegen und wie die Wege sich zwischen den Stufen hindurchziehen.
Zwischen den Terrassen liegen Dörfer mit Holzhäusern und schmalen Wegen, in denen der Alltag der Bewohner mit der Bewirtschaftung der Reisfelder verbunden ist. Longji Titian bildet für diese Dörfer die landwirtschaftliche Grundlage, und die Terrassenlandschaft ist zugleich ein Beispiel für den Umgang mit bergigem Gelände durch Terrassenbau. Von Longji aus blickt man in der Ferne auf weitere Bergzüge der Region Guangxi, während unterhalb der Wege einzelne Bäche und Wasserläufe durch das Terrassengebiet ziehen.
Longji Titian besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Longji Titian liegt im Landkreis Longsheng nördlich von Guilin in der Region Guangxi und ist von Guilin aus über Straßenverbindungen zu Orten wie Ping’an und Dazhai erreichbar.
- Das Gelände besteht aus steilen Berghängen mit gestuften Feldern, und Wege zwischen den Terrassen können längere Anstiege und zahlreiche Stufen umfassen.
- Im Gebiet von Longji verlaufen die Wege häufig über schmale Pfade mit wechselnder Steigung, sodass beim Gehen auf unebenem Untergrund Trittsicherheit nötig ist.
- China hat Mandarin als Amtssprache, gezahlt wird in Renminbi; Longji Titian liegt außerhalb Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Longji Titian auf Social-Media-Plattformen
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Longji Titian: häufige Fragen
Wo liegt Longji Titian genau?
Longji Titian liegt im Landkreis Longsheng im Autonomen Kreis der verschiedenen Nationalitäten in Guangxi, nördlich von Guilin in Südchina.
Was bietet ein Besuch von Longji Titian?
Ein Besuch von Longji Titian führt durch eine großflächige Terrassenlandschaft mit gestuften Reisfeldern, Bergwegen und Aussichtspunkten bei Dörfern wie Ping’an und Dazhai.
Was kennzeichnet Longji Titian besonders?
Kennzeichnend für Longji Titian ist, dass die Terrassen einen großen Teil der Berghänge bedecken und aus der Ferne wie das Rückgrat eines Drachen wirken, mit Reisfeldern, die sich über viele Höhenstufen ziehen.
