Leshan Großer Buddha, Leshan Da Fo

Leshan Großer Buddha: Chinas Felsgigant fasziniert Reisende

20.05.2026 - 08:53:48 | ad-hoc-news.de

Der Leshan Große Buddha, lokal Leshan Da Fo genannt, thront bei Leshan in China über dem Fluss. Warum dieses gigantische Felsenrelief Millionen anzieht – und was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

Leshan Großer Buddha, Leshan Da Fo, China
Leshan Großer Buddha, Leshan Da Fo, China

Wer zum ersten Mal vor dem Leshan Großen Buddha steht, dem verschlägt es buchstäblich den Atem: Die 71 Meter hohe Felsenfigur, lokal „Leshan Da Fo“ (auf Deutsch sinngemäß „Großer Buddha von Leshan“), blickt mit gelassener Ruhe über die gewaltigen Flüsse, die sich unterhalb durch die Schlucht zwängen. Zwischen grün überwucherten Felswänden, Nebelschwaden und Gebetsfahnen wirkt das Monument wie ein stiller Wächter über die Provinz Sichuan – und wie ein Fenster tief in Chinas religiöse und kulturelle Geschichte.

Leshan Großer Buddha: Das ikonische Wahrzeichen von Leshan

Der Leshan Große Buddha ist eines der bekanntesten Steinmonumente Chinas und gehört seit 1996 gemeinsam mit dem nahen Emei Shan (Berg Emei) zum UNESCO-Welterbe. Die UNESCO bezeichnet die Region als herausragendes Zeugnis des Buddhismus in China, in dem Architektur, Landschaft und Religion zu einem Gesamtensemble verschmelzen. Der Buddha ist direkt in eine steile Sandsteinwand gemeißelt, an der Stelle, wo die Flüsse Min, Qingyi und Dadu aufeinandertreffen – ein Ort, der seit Jahrhunderten als landschaftlich schön, aber auch als gefährlich gilt.

Der Kopf des Leshan Da Fo überragt die Baumwipfel, seine Schultern sind breiter als ein durchschnittliches Einfamilienhaus, und die Zehen sind so groß, dass Besucher davor sitzen können wie auf einer Steinbank. Chinesische und internationale Medien von „China Daily“ bis „BBC“ verweisen immer wieder auf die gewaltigen Maße der Figur, die sie zu einer der größten aus dem Fels gehauenen Buddha-Darstellungen der Welt machen. Für Reisende aus Deutschland ist der Besuch daher nicht nur ein Fotomotiv, sondern eine Begegnung mit einer Dimension von Handwerkskunst, die weit über das hinausgeht, was man von europäischen Kathedralen und Denkmälern kennt.

Gleichzeitig ist der Leshan Große Buddha ein lebendiger Pilgerort. Zwischen den Felsstufen und Pavillons des umgebenden Parks brennen Räucherstäbchen, Mönche rezitieren Sutren, und Familien legen Opfergaben wie Obst oder Blumen nieder. Anders als ein klassisches Freilichtmuseum ist Leshan Da Fo ein Teil des religiösen Alltags in der Volksrepublik China, der sich Besucherinnen und Besuchern respektvoll, aber offen zeigt.

Geschichte und Bedeutung von Leshan Da Fo

Die Entstehung des Leshan Großen Buddha beginnt in der Tang-Dynastie, einer Epoche, die häufig als kulturelle Blütezeit Chinas beschrieben wird (7.–10. Jahrhundert n. Chr.). Laut Angaben der UNESCO und der offiziellen Tourismusbehörden der Provinz Sichuan wurde mit der Arbeit an der Statue im frühen 8. Jahrhundert begonnen; als häufig genannte Startzeit wird die Ära um 713 n. Chr. angegeben. Der Legende nach war es der Mönch Haitong, der den Bau initiierte. Er erhoffte sich, die gefährlichen Strömungen an der Flussgabelung zu beruhigen, indem er dem Wasser eine heilige Figur „entgegensetzte“.

Historische Darstellungen, etwa in der chinesischen Fachliteratur und in Überblicken von Institutionen wie der Deutschen Welle, berichten, dass die Region rund um Leshan immer wieder von Schiffsunglücken heimgesucht wurde. Die Strömungen galten als tückisch, Handelsrouten waren gefährdet. Der Gedanke Haitongs, mit einem gewaltigen Buddha Schutz zu erbitten, verbindet sich mit dem in China tief verankerten Glauben an die harmonisierende Kraft religiöser Symbole. Ob die Figur tatsächlich die Strömung verändert hat, ist wissenschaftlich schwer zu belegen, aber das Bild vom Buddha, der die Wellen besänftigt, gehört bis heute zur erzählten Identität der Stadt.

Die Arbeiten am Leshan Da Fo zogen sich über Jahrzehnte hin und wurden nach dem Tod Haitongs von weiteren Anhängern, lokalen Beamten und Handwerksmeistern fortgeführt. Quellen sprechen von einer Bauzeit, die sich über mehrere Generationen erstreckt. Damit steht der Leshan Große Buddha zeitlich grob zwischen den ersten großen romanischen Kirchenbauten in Europa und den späteren gotischen Kathedralen – er wurde also Jahrhunderte vor dem Kölner Dom und lange vor dem Brandenburger Tor vollendet.

Im Laufe seiner Geschichte erlebte der Buddha Phasen der Vernachlässigung und der Wiederbelebung. Während politisch turbulenter Zeiten in China wurden buddhistische Stätten teils beschädigt oder vernachlässigt, später aber wieder restauriert. Chinesische Kulturbehörden betonen heute, dass der Leshan Große Buddha nicht nur ein religiöses Symbol ist, sondern auch ein nationales Kulturerbe von hoher Priorität. Entsprechend flossen und fließen erhebliche Mittel in den Erhalt der Statue und des umgebenden Landschaftsparks.

Mit der Ernennung zum UNESCO-Welterbe Mitte der 1990er-Jahre rückte Leshan Da Fo international stärker in den Fokus. Die UNESCO hebt hervor, dass hier eine seltene Kombination aus Naturkulisse, historischem Ingenieurswissen und religiöser Kontinuität vorliegt. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Der Besuch ist nicht nur eine „Sehenswürdigkeit“, sondern eine Reise in eine Epoche, in der sich politische, technische und spirituelle Einflüsse aus ganz Ostasien bündelten.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Leshan Große Buddha ist in Sandstein aus der Flanke eines steilen Felsmassivs gehauen. Fachliteratur und einschlägige UNESCO-Beschreibungen heben die besondere Ingenieursleistung hervor: Die Figur ist nicht freistehend, sondern Teil des Berges. Dadurch wirkt sie, als wachse sie aus dem Fels – und erhält ihre beeindruckende Stabilität. Die Oberfläche des Sandsteins ist für Erosion anfällig; daher wurden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Schutzmaßnahmen ergriffen, etwa Überdachungen und Drainagen.

Planer und Handwerker der Tang-Zeit haben ein raffiniertes Entwässerungssystem in die Statue integriert. Sichtbare Rinnen, Hohlräume und Kanäle führen Regenwasser von Kopf, Schultern, Armen und Rockfalten weg und leiten es unauffällig nach außen. Chinesische Kulturbehörden und Experten wie die in Fachpublikationen zitierte Forschungsgruppe des Leshan-Managementkomitees betonen, dass dieses System ein zentraler Grund für das lange Überleben des Denkmals in einer regionstypisch feuchten, regenreichen Umgebung ist.

Die Proportionen des Buddhas folgen ikonografischen Regeln der Mahayana-Buddhismus-Tradition, die auch in vielen Tempeln Ostasiens sichtbar sind. Der Kopf ist mit kunstvollen Locken bedeckt, die als einzelne „Knötchen“ ausgearbeitet sind. Die Gesichtszüge wirken bewusst ruhig, fast meditativ: leicht gesenkte Augen, ein feines Lächeln, volle Lippen. Für deutsche Besucher mag der Ausdruck an Darstellungen in japanischen oder koreanischen Tempeln erinnern, doch die Ausführung hier ist radikal monumental.

Die Hände ruhen auf den Knien, die Füße sind nebeneinander auf eine Plattform gesetzt, sodass sich eine Art „Balkon“ ergibt, auf dem Besucher von unten her blicken. Medienberichte und Reiseführer wie „Merian China“ oder das „Marco Polo“-Reisemagazin heben die Dimensionen hervor, die man am besten im Vergleich versteht: Jede Fußsohle ist mehrere Meter lang, die Finger sind größer als eine erwachsene Person. Wer auf den Aussichtsplattformen entlang der Felswand steht, erlebt den Maßstab unmittelbar – man schaut dem Buddha nicht einfach ins Gesicht, man bewegt sich im Maßstab seines Körpers.

Auch der Rahmen des Monuments ist architektonisch interessant. Ein System aus Treppen, in den Fels geschlagenen Wegen und Pavillons führt Besucher vom oberen Parkbereich bis zum Fuß der Statue hinunter. Entlang dieser Wege finden sich kleinere Reliefs, Felsnischen mit zusätzlichen Buddhas und Inschriften. Das Ganze bildet ein Ensemble, das an chinesische Tempelberge erinnert, wie sie in anderen Teilen des Landes zu finden sind – nur dass hier das zentrale Heiligtum direkt in die Flanke eines aktiven Flusstals ragt.

Kunsthistorisch wird der Leshan Da Fo häufig der frühen und mittleren Tang-Kunst zugeordnet. Diese Epoche war von einem regen Austausch mit Indien, Zentralasien und anderen Regionen entlang der Seidenstraße geprägt. Forscherinnen und Forscher weisen darauf hin, dass bestimmte stilistische Elemente – etwa die Falten des Gewands oder die Form des Gesichts – von früheren, kleineren Buddha-Darstellungen beeinflusst wurden, die entlang der Handelsrouten entstanden. Dadurch wird Leshan gewissermaßen zu einem Stein gewordenen Knotenpunkt der damaligen Globalisierung.

Aus deutscher Perspektive wirkt der Kontrast besonders eindrucksvoll: Während in Europa zur selben Zeit Klosteranlagen und frühmittelalterliche Kirchen aus Steinblöcken errichtet wurden, meißelten sich in China ganze Teams von Handwerkern in einen Berg hinein, um eine einzige Figur in nie dagewesener Größe zu schaffen. Der Leshan Große Buddha ist somit auch ein Ausdruck dessen, wie unterschiedlich Kulturen mit Stein, Landschaft und Religion umgehen.

Leshan Großer Buddha besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Leshan Große Buddha liegt am Stadtrand von Leshan in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas. Die nächstgrößere Metropole ist Chengdu, die Provinzhauptstadt. Von Europa aus gibt es meist keine durchgehenden Nonstop-Flüge nach Chengdu von allen deutschen Flughäfen mehr; Reisende fliegen in der Regel über große internationale Drehkreuze in Europa oder Asien. Typische Routen führen etwa über Frankfurt oder München zu Hubs wie Peking, Shanghai, Doha, Dubai oder Istanbul, von dort weiter nach Chengdu. Die reine Flugzeit liegt – je nach Verbindung – in einer Größenordnung von mehr als zehn Stunden; mit Umstieg und Aufenthalten kann die Gesamtanreise deutlich länger dauern. Von Chengdu aus fahren Hochgeschwindigkeitszüge und Fernbusse nach Leshan; die Fahrzeit im Schnellzug liegt, je nach Verbindung, meist in einem Bereich von rund einer Stunde. Alternativ sind organisierte Touren mit Privattransfer gängig.
  • Orientierung vor Ort
    Der Leshan Da Fo befindet sich in einem ausgeschilderten Scenic Area, einem Landschafts- und Kulturpark, der über ein offizielles Eingangstor, Kassenbereiche und Besucherwege verfügt. Der Park ist gut strukturiert: Es gibt klar gekennzeichnete Routen zu verschiedenen Aussichtspunkten, Treppenanlagen und Bootsanlegern. Viele Beschilderungen sind zweisprachig (Chinesisch/Englisch); Deutsch ist kaum vertreten. Neben dem Landweg vom Parkeingang aus bieten Ausflugsboote auf dem Fluss eine weitere Perspektive, bei der der Buddha frontal vom Wasser aus betrachtet werden kann.
  • Öffnungszeiten
    Offizielle Angaben der lokalen Verwaltung und von Tourismusbehörden nennen für den Leshan Großen Buddha tagsüber geöffnete Zeiten, typischerweise vom frühen Morgen bis in den späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Exakte Uhrzeiten können jahreszeitlich variieren und werden von der Verwaltung angepasst. Da sich Öffnungszeiten ändern können, sollten aktuelle Zeiten direkt über die offizielle Website oder über seriöse Informationsangebote der Stadt Leshan bzw. der Provinz Sichuan geprüft werden. Kurzfristige Schließungen, etwa bei starken Regenfällen oder aus sicherheitstechnischen Gründen, sind in großen Besucherattraktionen nicht ungewöhnlich.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Leshan-Buddha-Anlage ist eintrittspflichtig. Der Ticketpreis umfasst in der Regel den Park und die Felswege; Bootsfahrten können gesondert berechnet werden. Konkrete Beträge schwanken und werden von den zuständigen Behörden regelmäßig angepasst. Da Wechselkurse und Tarife variieren, empfiehlt es sich für Reisende aus Deutschland, den aktuellen Preis in Euro (und in der Landeswährung Renminbi Yuan) direkt bei der offiziellen Ticketinformation oder über seriöse Reiseanbieter in Erfahrung zu bringen. Üblicherweise sind ermäßigte Tickets für Kinder, Studierende oder ältere Besucher erhältlich; Details sollten vor der Reise geprüft werden.
  • Beste Reisezeit
    Die Provinz Sichuan hat ein subtropisches, oft feuchtes Klima mit heißen Sommern und eher milden Wintern. Reiseportale großer deutscher Anbieter und Einschätzungen von Magazinen wie GEO oder National Geographic Deutschland empfehlen für viele Ziele in Sichuan die Frühlings- und Herbstmonate als angenehmste Reisezeit. Im Frühling und Herbst sind die Temperaturen oft moderater als im Hochsommer, gleichzeitig ist die Fernsicht bei weniger Dunst tendenziell besser. Sommermonate können heiß und drückend sein, zudem ist die Regenwahrscheinlichkeit erhöht. Für den Besuch des Leshan Großen Buddhas lohnt sich im Tagesverlauf die frühe Anreise am Vormittag oder ein späterer Besuch am Nachmittag, um den Hauptandrang der Reisegruppen zu vermeiden.
  • Sprache und Kommunikation
    Die Hauptsprache in Leshan ist Hochchinesisch (Mandarin), dazu werden regionale Dialekte gesprochen. In touristischen Einrichtungen und bei jüngeren Menschen in Großstädten sind Englischkenntnisse zunehmend verbreitet, im ländlicheren Umfeld aber nicht selbstverständlich. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, wichtige Adressen und Begriffe auf Chinesisch (schriftlich) mitzuführen – etwa den Namen des Hotels, „Leshan Da Fo Scenic Area“ oder den Bahnhof. Übersetzungs-Apps können unterstützen, doch sollten mögliche Internet-Einschränkungen in China bedacht werden; Offline-Funktionen sind nützlich.
  • Zahlung und Trinkgeld
    China ist in vielen Bereichen stark digitalisiert. Einheimische bezahlen häufig mit mobilen Bezahldiensten, die an chinesische Bankkonten gekoppelt sind. Internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in größeren Hotels, manchen Restaurants und touristisch orientierten Einrichtungen angenommen; in kleineren Läden oder bei Straßenständen ist Bargeld in der Landeswährung gängig. Reisende aus Deutschland sollten sich vorab bei ihrer Bank über Kartenakzeptanz und eventuelle Gebühren informieren und eine Mischung aus Karte und Bargeld einplanen. Trinkgeld hat in China nicht die gleiche Tradition wie in vielen europäischen Ländern; in einfachen Restaurants wird meist kein Trinkgeld erwartet. In gehobeneren Hotels oder bei von internationalen Gästen geprägten Angeboten ist ein kleines Aufgeld als Anerkennung möglich, aber nicht verbindlich.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Der Leshan Große Buddha ist zugleich ein touristisches Ziel und ein religiös bedeutsamer Ort. Besucherinnen und Besucher sollten sich respektvoll kleiden – Schultern und Knie möglichst bedeckt, besonders beim Betreten von Tempelbereichen oder bei Nähe zu Gebetsstätten. Laute Musik, aufdringliches Fotografieren von Betenden und das Berühren von religiösen Objekten ohne Erlaubnis sollten vermieden werden. Das Fotografieren der Statue selbst ist in der Regel erlaubt, doch kann es in einzelnen Tempelräumen Beschränkungen geben. Hinweise vor Ort sind zu beachten.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    China verwendet eine einheitliche Landeszeit, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um mehrere Stunden voraus ist. Der genaue Unterschied hängt davon ab, ob in Deutschland gerade Normalzeit oder Sommerzeit gilt. Reisende sollten bei Flugbuchungen und Zugverbindungen stets die lokale Zeit beachten, um keine Anschlussverbindungen zu verpassen. Für die Planung von Telefonaten nach Deutschland ist ebenfalls wichtig, die Zeitverschiebung im Blick zu behalten.
  • Gesundheit, Sicherheit und Einreise
    Für Reisen nach China ist eine sorgfältige Vorbereitung sinnvoll. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen, Visaregelungen und gesundheitlichen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Vorgaben ändern können. In der Regel ist für touristische Aufenthalte ein Visum erforderlich, das vorab beantragt werden muss. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichendem Schutz wird dringend empfohlen. Was die Sicherheit vor Ort betrifft, gelten große Touristenziele in China im Allgemeinen als gut kontrolliert; wie überall sollten Reisende auf ihre Wertsachen achten und bei Menschenmengen besonders aufmerksam sein.

Warum Leshan Da Fo auf jede Leshan-Reise gehört

Der Leshan Große Buddha verbindet eindrucksvolle Größe, landschaftliche Dramatik und lebendige Spiritualität auf einzigartige Weise. Wer aus Deutschland anreist, erlebt hier nicht nur eine weitere Sehenswürdigkeit im „Pflichtprogramm“ einer Chinareise, sondern einen Ort, an dem sich mehrere Ebenen überlagern: uralte Legenden über gefährliche Flüsse, die Vision eines Mönchs, Handwerkskunst aus der Tang-Zeit und der moderne Massentourismus mit Selfie-Sticks und Reisegruppen.

Viele Reiseführer raten dazu, sich ausreichend Zeit zu nehmen – mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag. Denn zum Erlebnis gehört mehr als der kurze Blick von der Aussichtsplattform. Der Weg entlang der Felsstufen hinab zu den Füßen des Buddhas, der Blick von unten nach oben in das massive Gesicht, das Rauschen des Flusses und das Stimmengewirr der Besucher mischen sich zu einem dichten Eindruck, der sich schwer in einzelne Fotos fassen lässt. Wer zusätzlich eine Bootsfahrt bucht, erhält noch einmal eine ganz andere Perspektive und versteht, wie der Buddha im Verhältnis zur Landschaft „funktioniert“.

In der Umgebung von Leshan bieten sich weitere Ziele an. Besonders bekannt ist der Emei Shan, einer der vier heiligen Berge des Buddhismus in China, der ebenfalls UNESCO-Welterbe ist. Viele Reiseanbieter kombinieren Leshan und Emei in zwei- oder dreitägigen Programmen. Für Reisende aus Deutschland kann dies eine Möglichkeit sein, den eher urbanen Eindruck chinesischer Megastädte um eine ruhigere, naturnahe und spirituelle Komponente zu ergänzen.

Wer sich für Architektur interessiert, findet im Leshan-Gebiet neben dem Hauptbuddha zahlreiche kleinere Felsreliefs, Pagoden und Pavillons, die den Wandel religiöser Gestaltung über Jahrhunderte dokumentieren. Kulturinteressierte können sich zudem mit der Rolle des Buddhismus in der chinesischen Geschichte beschäftigen – von den frühen Einflüssen aus Indien über die Kaiserzeit bis zu den wechselhaften Haltungen der neueren Geschichte. So wird der Besuch auch zu einer Gelegenheit, gängige Bilder von China, die in deutschen Medien häufig von Megastädten und Hochgeschwindigkeitszügen geprägt sind, um eine tiefere historische Dimension zu erweitern.

Emotional beeindruckt viele Besucher der Moment, in dem man vom oberen Parkrand erstmals über die Schulter oder auf den Kopf des Buddhas blickt und realisiert, wie klein man im Vergleich ist. Dieses Gefühl von Maßstab und Zeit – ein Bauwerk aus der Tang-Dynastie, das die Stürme der Geschichte überstanden hat – relativiert so manche Gegenwartssorge. Für manche Reisende ist dies ein spiritueller Moment, für andere „nur“ ein starkes ästhetisches Erlebnis. In jedem Fall ist Leshan Da Fo ein Ort, der im Gedächtnis bleibt.

Leshan Großer Buddha in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken ist der Leshan Große Buddha längst zu einem festen Motiv geworden. Besonders beliebt sind Panoramaaufnahmen, Drohnenperspektiven (sofern rechtlich erlaubt und autorisiert) und Zeitraffer, die zeigen, wie sich das Licht im Laufe des Tages auf dem Sandstein verändert. Reise-Influencer und Hobbyfotografen teilen Eindrücke von Booten aus, aus der Froschperspektive am Fuß der Statue oder aus der Vogelperspektive von den Klippen gegenüber.

Für Reisende aus Deutschland können Social-Media-Plattformen eine hilfreiche Ergänzung zur Reiseplanung sein: Aktuelle Bilder vermitteln, wie die Besuchersituation aussieht, ob etwa Restaurierungsgerüste aufgebaut sind oder ob bestimmte Wege zeitweise gesperrt erscheinen. Wichtig ist jedoch, diese Eindrücke mit offiziellen Angaben der Parkverwaltung oder verlässlicher Medienberichterstattung abzugleichen, da Social Media nicht immer den vollständigen Kontext liefern.

Häufige Fragen zu Leshan Großer Buddha

Wo liegt der Leshan Große Buddha genau?

Der Leshan Große Buddha befindet sich am Stadtrand von Leshan in der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas. Die nächstgrößere Metropole ist Chengdu, von wo aus Hochgeschwindigkeitszüge und Busse nach Leshan verkehren. Die Statue steht an einer Felswand oberhalb der Flüsse Min, Qingyi und Dadu in einem landschaftlich gestalteten Park.

Wie alt ist der Leshan Große Buddha?

Der Leshan Große Buddha stammt aus der Tang-Dynastie. Mit den Arbeiten wurde im 8. Jahrhundert n. Chr. begonnen, und sie zogen sich über mehrere Jahrzehnte hin. Damit ist die Figur deutlich älter als viele bekannte europäische Monumente wie etwa das Brandenburger Tor. Genau datierte Jahreszahlen variieren je nach Quelle; das 8. Jahrhundert gilt jedoch als gesicherter Entstehungszeitraum.

Wie kann man den Leshan Großen Buddha am besten besichtigen?

Es gibt zwei Hauptperspektiven: den Besuch innerhalb des Parks mit Wegen, Treppen und Aussichtsplattformen, die direkt zu Kopf, Schultern und Füßen des Buddhas führen, sowie Bootstouren auf dem Fluss, die einen Blick auf die gesamte Statue aus einiger Entfernung ermöglichen. Viele Reisende kombinieren beide Varianten, um sowohl Details als auch das Gesamtbild zu erleben.

Benötigen Reisende aus Deutschland ein Visum, um den Leshan Großen Buddha zu besuchen?

Für touristische Reisen nach China ist in der Regel ein Visum erforderlich, das vor der Einreise beantragt werden muss. Deutsche Staatsbürger sollten die jeweils aktuellen Bestimmungen, Unterlagen und Fristen beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) und bei den zuständigen chinesischen Auslandsvertretungen prüfen, da sich Regelungen ändern können.

Wann ist die beste Zeit im Jahr für einen Besuch des Leshan Großen Buddhas?

Als besonders angenehm gelten meist die Frühlings- und Herbstmonate, wenn die Temperaturen milder und die Luftfeuchtigkeit moderater sind als im Hochsommer. Im Sommer kann es in Sichuan sehr warm und schwül werden, zudem fällt häufiger Regen. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt es sich, früh am Morgen oder später am Nachmittag zu kommen, um die größten Besucherströme zu umgehen.

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