Lake Louise, Reise

Lake Louise in Kanada: Türkisblauer Traum in den Rocky Mountains

29.05.2026 - 06:17:29 | ad-hoc-news.de

Lake Louise in Lake Louise, Kanada, ist mehr als nur ein Postkartenmotiv: Der Gletschersee in Banff National Park verbindet spektakuläre Natur, Wildnis und komfortable Infrastruktur – was Reisende aus Deutschland wissen sollten.

Lake Louise, Reise, Tourismus
Lake Louise, Reise, Tourismus

Ein türkisblauer See, dahinter schneebedeckte Gipfel und ein breiter Gletscher, davor ein legendäres Grandhotel – Lake Louise (sinngemäß „Louise-See“) in der Ortschaft Lake Louise in Kanada gehört zu den ikonischsten Landschaftsbildern Nordamerikas. Wer am Ufer steht, versteht sofort, warum dieser Ort seit Jahrzehnten in Bildbänden, Kalendern und auf Social Media als Inbegriff der Rocky Mountains gilt.

Lake Louise: Das ikonische Wahrzeichen von Lake Louise

Lake Louise liegt im Banff National Park in der Provinz Alberta, mitten in den kanadischen Rocky Mountains. Der See ist nur rund 2,5 km lang, aber seine intensive blau-türkisfarbene Färbung, gerahmt von steilen Berghängen und dem Gletscher des Mount Victoria, macht ihn zu einer der bekanntesten Natur-Ikonen Kanadas. In vielen deutschsprachigen Reiseführern wird Lake Louise als „Juwel des Banff National Park“ beschrieben.

Die Farbe des Wassers entsteht durch Gesteinsmehl, das vom Gletscher in den See gespült wird. Dieses feine Sediment streut das Sonnenlicht so, dass vor allem blau-grüne Wellenlängen reflektiert werden – ein Phänomen, das man auch von anderen Gletscherseen in den Alpen kennt, aber nur selten in dieser Intensität erlebt. Für Besucher:innen aus Deutschland wirkt Lake Louise auf den ersten Blick wie eine überhöhte Mischung aus alpinem Bergsee und norwegischem Fjord.

Direkt am Ostufer thront das berühmte Fairmont Chateau Lake Louise, ein historisches Grandhotel, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Bahn-Hotel der Canadian Pacific Railway entstand. Das Zusammenspiel von wilder Natur, komfortabler Infrastruktur und ikonischer Hotelarchitektur ist einer der Gründe, warum Lake Louise zu den meistfotografierten Reisezielen Kanadas zählt und häufig als „Postkartenmotiv der Rockies“ bezeichnet wird.

Geschichte und Bedeutung von Lake Louise

Das Gebiet rund um Lake Louise war lange vor der Ankunft europäischer Siedler ein traditionelles Jagd- und Durchzugsgebiet indigener Völker, insbesondere der Stoney Nakoda, aber auch der Ktunaxa und anderer First Nations. Sie nutzten die Täler als saisonale Routen und kannten die markanten Berge und Pässe, lange bevor europäische Forschungsreisende ihnen Namen gaben. Heute wird dieser historische Kontext in kanadischen Nationalparks zunehmend aufgearbeitet, Informationszentren und Tafeln verweisen auf die indigene Nutzungsgeschichte.

Ende des 19. Jahrhunderts rückte die Region durch den Bau der transkontinentalen Eisenbahnlinie der Canadian Pacific Railway in den Fokus. Die Bahn suchte nach Orten, die sich als „Stopover“-Attraktionen für wohlhabende Reisende aus Europa und Nordamerika eigneten. 1882 wurde der See von einem Bahnvermesser der Canadian Pacific Railway offiziell verzeichnet; kurz darauf erhielt er seinen heutigen Namen zu Ehren von Prinzessin Louise Caroline Alberta, einer Tochter der britischen Königin Victoria. Die Provinz Alberta ist ebenfalls nach ihr benannt, was die enge historische Verbindung zu Großbritannien unterstreicht.

Der Banff National Park, zu dem Lake Louise gehört, wurde bereits 1885 gegründet und ist damit Kanadas ältester Nationalpark. Er galt als eine Art kanadisches Pendant zu frühen US-Nationalparks wie Yellowstone. Die Erschließung durch die Eisenbahn und später durch Straßen verband Naturerlebnis mit Komfort – ein Konzept, das in vielen Reiseberichten als typisch kanadische Mischung aus Wildnis und Zugänglichkeit beschrieben wird.

Mit der Zeit entwickelte sich Lake Louise zu einem zentralen Symbol der kanadischen Nationalparkidee. Als die UNESCO 1984 die „Canadian Rocky Mountain Parks“ – darunter Banff, Jasper, Yoho und Kootenay – als Welterbestätte anerkannte, wurde Lake Louise aufgrund seiner landschaftlichen Schönheit und der Gletscherlandschaft um Mount Victoria häufig als Bildmotiv genutzt, um das Welterbe nach außen zu repräsentieren. Offizielle Informationen zum UNESCO-Welterbe betonen die Kombination aus hochalpinen Ökosystemen, Gletschern, Karstlandschaften und spektakulären Tälern.

Für den kanadischen Tourismus ist Lake Louise bis heute ein Schlüsselziel: Das kleine Dorf Lake Louise ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für Rundreisen durch die Rockies, häufig in Kombination mit Banff, Jasper und dem berühmten Icefields Parkway. In deutschsprachigen Reiseführern von Verlagen wie Marco Polo, ADAC oder National Geographic Traveler wird Lake Louise regelmäßig als Highlight jeder Westkanada-Route hervorgehoben.

Architektur, Naturkulisse und besondere Merkmale

Architektonisch prägend für die Landschaft ist das Fairmont Chateau Lake Louise. Das Hotel hat seine Wurzeln in einem Holzbau der 1890er-Jahre, der von der Canadian Pacific Railway errichtet wurde, um Eisenbahngäste anzuziehen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude mehrfach erweitert, teils nach Bränden, und erhielt eine massive, schlossartige Gestalt mit mehreren Flügeln und Türmen. Der Stil verbindet Elemente klassischer Grandhotels mit Anklängen an ein alpines Schloss, vergleichbar mit einer Mischung aus Grand Hotel am Starnberger See und historischen Häusern in Davos oder St. Moritz.

Das Hotel steht heute im Besitz einer großen kanadischen Hotelgruppe und wird als gehobenes Resort mit Fokus auf Naturerlebnis, Wellness und Outdoor-Aktivitäten geführt. Die Lobby, Restaurants und die große Seeterrasse sind so angelegt, dass sie den direkten Blick über den See auf den Gletscher freigeben – Architektur als „Bühne“ für die Landschaft.

Jenseits des Hotels beginnt die eigentliche Naturkulisse. Lake Louise ist von etwa 3.000 m hohen Gipfeln umgeben, darunter Mount Victoria und Mount Temple. Der See selbst liegt auf rund 1.730 m Höhe, also ungefähr auf dem Niveau mancher hochgelegener Alpenpässe. Die Uferwege sind relativ eben und auch für weniger geübte Wandernde geeignet, während in den Seitentälern anspruchsvolle Touren zu Aussichtspunkten und Gletscherzonen beginnen. Zu den bekannten Wanderzielen gehören die sogenannten „Tea Houses“, historische Teehäuser, die nur zu Fuß erreichbar sind und in vielen Reiseführern als typisch kanadische Berg-Erfahrung beschrieben werden.

Im Winter verwandelt sich Lake Louise in eine Schneelandschaft mit zugefrorenem See. Offizielle Stellen und Tourismusorganisationen bewerben die Region dann als Wintersportdestination: Oberhalb des Sees liegt das Skigebiet Lake Louise Ski Resort mit Pisten in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, das regelmäßig in Rankings der besten nordamerikanischen Skigebiete auftaucht. Auf dem zugefrorenen See wird in der Regel eine präparierte Eisfläche angelegt, die von Besuchern als natürliches Eislaufstadion genutzt werden kann, sofern die Sicherheitsbedingungen gegeben sind.

Charakteristisch ist außerdem die Tierwelt. In der weiteren Region Banff–Lake Louise leben Grizzlybären, Schwarzbären, Elche, Wapitis und Bergziegen. Besucher werden durch Parkbehörden und Besucherzentren eindringlich darauf hingewiesen, Bären-Sicherheitsregeln einzuhalten, etwa durch das Mitführen von Bärenspray, das Reisen in Gruppen auf abgelegeneren Trails und das sichere Verstauen von Lebensmitteln. Für Reisende aus Deutschland wirkt diese Form der Wildnis oft exotisch, gleichzeitig ist sie streng reglementiert, um Mensch-Wildtier-Konflikte zu vermeiden.

Lake Louise besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise aus Deutschland
    Lake Louise liegt im Westen Kanadas in der Provinz Alberta, etwa 180 km westlich von Calgary. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Flug nach Calgary an, teils saisonal auch nach Vancouver mit Weiterreise mit einem Inlandsflug nach Calgary oder Edmonton. Die reine Flugzeit von Frankfurt nach Calgary liegt – je nach Verbindung – grob bei 9 bis 10 Stunden nonstop; von Berlin oder München ist meist mindestens ein Umstieg erforderlich.
    Ab Calgary führt der Trans-Canada Highway (Highway 1) in rund 2 Stunden Fahrzeit nach Westen in den Banff National Park und weiter nach Lake Louise. Mietwagen sind der Standard für eine flexible Reise durch die Rockies. Alternativ verkehren Shuttlebusse und touristische Buslinien zwischen Calgary, Banff und Lake Louise, die besonders für Reisende interessant sind, die ungern selbst fahren.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Lake Louise als Natursee ist ganzjährig zugänglich, Wetter- und Straßenverhältnisse vorausgesetzt. Im Winter können Schneefall, Lawinengefahr und Straßenglätte die Anreise erschweren; Parkplätze und einzelne Aussichtspunkte werden je nach Saison und Bedingungen zeitweise geschlossen. Die Öffnungszeiten einzelner Einrichtungen – etwa Besucherzentren, Bootsverleihe, Teehäuser oder das Skigebiet – variieren stark nach Saison.
    Es empfiehlt sich, vor der Reise die jeweils aktuellen Informationen direkt bei den offiziellen Stellen von Parks Canada, der Tourismusorganisation von Banff/Lake Louise oder beim gebuchten Hotel zu prüfen. Hinweise dazu, ob Wanderwege geöffnet sind, ob es Einschränkungen wegen Bärenaktivität gibt oder ob Reservationen für Parkplätze nötig sind, ändern sich regelmäßig.
  • Eintrittsgebühren und Park-Pass
    Für den Banff National Park und damit auch für Lake Louise fällt eine Nationalparkgebühr an. Diese wird pro Tag und pro Person erhoben; alternativ gibt es Jahrespässe, die mehrere Parks umfassen. Die Preise werden in kanadischen Dollar festgelegt und können regelmäßig angepasst werden. Umgerechnet bewegen sie sich typischerweise im niedrigen zweistelligen Euro-Bereich pro Tag und Familie, je nach Pass-Variante.
    Da sich Wechselkurse und Tarife ändern können, sollten Reisende vorab auf der offiziellen Seite von Parks Canada die aktuellen Gebühren prüfen. Die Zahlung ist entweder online im Voraus oder vor Ort an Parkeingängen und Besucherzentren möglich. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich aufgrund der Planbarkeit oft der Kauf im Voraus.
  • Beste Reisezeit
    Lake Louise ist zu jeder Jahreszeit ein anderes Erlebnis. Die klassische Sommersaison reicht von etwa Ende Juni bis Anfang September, wenn die meisten Wanderwege schneefrei sind, der See eisfrei ist und Kanus fahren können. Im Hochsommer ist der Andrang jedoch am größten, Parkplätze sind früh belegt, und Bus-Shuttles sind teils obligatorisch, um das Verkehrsaufkommen zu steuern.
    Als Kompromiss gelten für viele Reisende die Monate Spätsaison-Frühling (Ende Mai bis Mitte Juni) und Frühherbst (September, teils bis Anfang Oktober). Dann sind die Temperaturen etwas kühler, das Wetter aber oft noch stabil, und die Herbstfärbung der Lärchen in höheren Lagen ist ein besonderes Erlebnis. Im Winter, ungefähr von November bis April, dominieren Winteraktivitäten wie Skifahren, Langlauf, Schneeschuhwandern und Eislaufen; der See ist dann meist gefroren und mit Schnee bedeckt.
  • Klima und Kleidung
    Das Klima in Lake Louise ist hochalpinen Bedingungen ähnlich: Die Sommer sind relativ kurz, mit Tageshöchstwerten oft zwischen 15 und 25 °C, die Nächte können aber auch im Juli und August in die Nähe des Gefrierpunkts fallen. Im Winter sind Temperaturen deutlich unter ?10 °C keine Seltenheit, und Kältephasen mit unter ?20 °C können auftreten.
    Für Besucher aus Deutschland empfiehlt sich das „Zwiebelschalen-Prinzip“: mehrere dünne Schichten statt einer dicken, dazu wind- und wasserdichte Oberbekleidung, eine wärmende Fleece- oder Daunenschicht und festes, knöchelhohes Schuhwerk. Selbst an sonnigen Tagen kann das Wetter in den Bergen rasch umschlagen, und Regen- oder Schneeschauer sind auch im Sommer möglich.
  • Sprache und Verständigung
    In Alberta ist Englisch die dominierende Amtssprache, Französisch ist in ganz Kanada ebenfalls offizielle Sprache, aber in Westkanada weniger präsent als etwa in Québec. Für deutschsprachige Reisende ist Englisch meist die wichtigste Kommunikationssprache. In touristischen Regionen wie Banff und Lake Louise arbeiten jedoch viele internationale Saisonkräfte; Deutschkenntnisse sind vereinzelt anzutreffen, aber nicht garantiert.
    Die Beschilderung im Nationalpark ist in der Regel auf Englisch, teilweise zweisprachig (Englisch/Französisch). Wer grundlegende englische Reise- und Outdoor-Vokabeln beherrscht, kommt gut zurecht. Informationen zu Sicherheitsregeln, Bärenverhalten oder Lawinengefahr sind unbedingt zu beachten; es lohnt sich, entsprechende Begriffe vor der Reise durchzugehen.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeldkultur
    In Kanada wird mit dem Kanadischen Dollar (CAD) bezahlt. Für Reisende aus Deutschland bietet es sich an, vor Ort mit Kreditkarte (Visa, Mastercard, häufig auch American Express) oder per Debitkarte zu zahlen. In touristischen Regionen sind Kartenzahlungen sehr verbreitet, auch kontaktlos und mit mobilen Bezahldiensten. Kleine Bargeldbeträge in CAD sind hilfreich für Trinkgelder und kleinere Ausgaben.
    Trinkgeld („Tip“) ist in Kanada, ähnlich wie in den USA, Teil der Vergütung im Servicebereich. In Restaurants gelten 15–20 % des Rechnungsbetrags als üblich; bei einfachen Cafés oder Selbstbedienungsangeboten wird oft in ein Trinkgeldglas gegeben. Für Hotelpersonal, Guides oder Shuttlefahrer sind kleinere Beträge üblich. Im Vergleich zu Deutschland sollte bei Reisebudget und Restaurantbesuchen ein zusätzlicher Posten für Trinkgelder einkalkuliert werden.
  • Sicherheit, Gesundheit und Wildtiere
    Kanada gilt generell als sicheres Reiseland mit gut ausgebauter medizinischer Infrastruktur. Für Reisen in den Banff National Park und nach Lake Louise ist eine Auslands-Krankenversicherung dringend empfehlenswert, da medizinische Behandlungen für Nichtresidenten kostenintensiv sein können. Innerhalb der EU-Krankenversicherung gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC); für Kanada greift sie nicht, weshalb eine Zusatzversicherung sinnvoll ist.
    Im Umgang mit Wildtieren ist Vorsicht geboten: Bären und andere größere Tiere sollten nie gefüttert oder angelockt werden, der Abstand muss groß bleiben. Parkverwaltungen geben klare Verhaltensregeln heraus. Für höhere Lagen und abgelegenere Trails werden Bärenspray und das Wandern in Gruppen empfohlen. Über aktuelle Hinweise zu Wildtiersichtungen informieren Besucherzentren und offizielle Websites.
  • Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger
    Deutschland gehört zu den Ländern, deren Staatsangehörige für touristische Kurzaufenthalte in Kanada üblicherweise kein klassisches Visum, aber eine elektronische Reisegenehmigung benötigen, wenn sie per Flug einreisen. Die Regelungen können sich jedoch ändern.
    Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und sich dort über eTA-Bestimmungen, Passgültigkeit und etwaige Besonderheiten informieren.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung zu Deutschland
    Lake Louise liegt in der Zeitzone „Mountain Time“ (MT). In der Regel beträgt der Zeitunterschied zu Mitteleuropa ?8 Stunden, während der europäischen Sommerzeit meist ?8 Stunden zu MESZ, je nach Umstellungstermin. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in Lake Louise in der Regel etwa 10:00 Uhr am selben Tag.
    Reisende sollten die Zeitumstellung bei An- und Abreise, insbesondere bei Anschlussflügen und Mietwagenabholung, berücksichtigen. Apps und Online-Dienste zur Zeitzonenberechnung helfen, Missverständnisse zu vermeiden.

Warum Lake Louise auf jede Lake-Louise-Reise gehört

Lake Louise verbindet mehrere Qualitäten, die den See für Reisende aus Deutschland besonders attraktiv machen: eine spektakuläre, fast überinszeniert wirkende Gletscherlandschaft, sehr gute touristische Infrastruktur und die Möglichkeit, Naturerlebnisse in verschiedenen Intensitätsstufen zu genießen – vom kurzen Spaziergang am Ufer bis zur anspruchsvollen Bergtour.

Ein Vorteil im Vergleich zu vielen anderen spektakulären Naturzielen ist die relativ leichte Zugänglichkeit: Vom Dorf Lake Louise führt eine kurze Straße direkt zum Seeufer, sodass auch Reisende mit wenig Zeit, mit Kindern oder mit eingeschränkter Mobilität das Panorama erleben können. Gleichzeitig ist der Nationalpark so organisiert, dass sensible Zonen geschützt werden, etwa durch Limitierung der Parkplätze, Shuttle-Systeme und zeitweise gesperrte Wanderwege.

Für viele Besucher ist der Sonnenaufgang am Lake Louise ein prägendes Erlebnis: Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Gipfel hinter dem See anstrahlen und sich das Licht langsam auf die Wasserfläche legt, entsteht ein intensives Farbspiel. Fotografen aus aller Welt nutzen diese Stunden für Aufnahmen, und entsprechend früh beginnt der Besucherstrom. Wer es ruhiger mag, findet in der Nebensaison oder am späten Nachmittag eher Momente der Stille.

In den Wintermonaten zeigt Lake Louise eine komplett andere Seite. Die Kombination aus verschneitem Grandhotel, zugefrorenem See und winterlich weißem Bergpanorama erinnert manche Besucher aus Deutschland an eine Mischung aus Alpenort und skandinavischer Winterlandschaft – nur in größerem Maßstab. Wintersportler schätzen die langen Skisaison, trockenen Pulverschnee und die Möglichkeit, Skifahren mit Eislaufen und Schneeschuhwanderungen zu kombinieren.

Nicht zuletzt ist Lake Louise auch ein Symbol für den nachhaltigen Umgang mit Natur. Nationalparkbehörden, Tourismusorganisationen und viele lokale Betriebe werben mit Konzepten wie „Leave No Trace“, dem sparsamen Umgang mit Ressourcen und dem Schutz von Wildtieren. Für Reisende aus der DACH-Region, die in Umfragen zunehmend Wert auf umweltbewusstes Reisen legen, ist dies ein weiterer Grund, Lake Louise als Ziel in Betracht zu ziehen – vorausgesetzt, der eigene Reise-Stil passt dazu, etwa durch längere Aufenthalte statt schneller Rundreisen.

In Kombination mit nahegelegenen Zielen wie dem Moraine Lake im benachbarten Tal der Zehn Gipfel, der Stadt Banff oder der Traumstraße Icefields Parkway fügt sich Lake Louise in eine klassische Westkanada-Route ein, die oft als „einmalige Reise im Leben“ beschrieben wird. Für viele deutsche Reisende ist dieses Bild – türkisblauer See, Gletscher im Hintergrund, Nadelwälder und gelegentlich ein durchziehender Elch – der Inbegriff ihrer Kanada-Vorstellung.

Lake Louise in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist Lake Louise längst ein Star: Die Kombination aus klar erkennbarem Motiv, saisonalen Kontrasten und vergleichsweise einfacher Erreichbarkeit sorgt dafür, dass Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube mit Bildern und Videos aus Lake Louise gefüllt sind. Viele Reisende nutzen diese Eindrücke zur Planung ihrer eigenen Route – und erleben vor Ort, wie sich das „Instagram-Motiv“ von der Realität mit Wetter, Menschenandrang und persönlichen Erlebnissen unterscheidet.

Häufige Fragen zu Lake Louise

Wo liegt Lake Louise genau?

Lake Louise liegt im Banff National Park in der Provinz Alberta in Westkanada. Der See befindet sich nahe der kleinen Ortschaft Lake Louise, rund 180 km westlich von Calgary, an der Trans-Canada-Route durch die kanadischen Rockies.

Wie ist Lake Louise entstanden?

Lake Louise ist ein klassischer Gletschersee. Er entstand durch Gletschertätigkeit, bei der ein Trogtal ausgeschürft und durch Moränen aufgestaut wurde. Schmelzwasser des Mount-Victoria-Gletschers füllt den See und bringt feines Gesteinsmehl mit, das für die typische türkis-blaue Färbung des Wassers sorgt.

Wann ist die beste Reisezeit für Lake Louise?

Die beste Reisezeit hängt von den gewünschten Aktivitäten ab. Für Wanderungen und den typischen Anblick des eisfreien, türkisfarbenen Sees sind die Sommermonate von etwa Ende Juni bis Anfang September ideal. Wer Winterlandschaften, Skifahren und Eislaufen erleben möchte, reist zwischen November und April. In der Nebensaison im späten Frühling und frühen Herbst ist der Andrang geringer, das Wetter aber oft noch stabil.

Wie kommt man von Deutschland nach Lake Louise?

Von Deutschland aus führt die Anreise in der Regel per Flug nach Calgary, seltener nach Edmonton oder Vancouver mit anschließendem Inlandsflug. Ab Calgary geht es per Mietwagen oder Shuttlebus in etwa 2 Stunden über den Trans-Canada Highway nach Banff und weiter nach Lake Louise. Direkte Bahnverbindungen wie in Europa gibt es nicht, dafür touristische Sonderzüge auf ausgewählten Routen.

Welche Besonderheiten sollten Reisende aus Deutschland beachten?

Reisende aus Deutschland sollten sich vorab über die Einreisebestimmungen für Kanada informieren und eine elektronische Reisegenehmigung (falls vorgeschrieben) rechtzeitig beantragen. Aufgrund des Gebirgs- und Gletscherklimas ist auf wetterfeste Kleidung, Sonnenschutz und angemessene Ausrüstung zu achten. Die Trinkgeldkultur unterscheidet sich von Deutschland, 15–20 % sind in Restaurants üblich. Zudem gelten strenge Regeln im Umgang mit Wildtieren, insbesondere Bären, über die Besucherzentren und Parkverwaltungen informieren.

Mehr zu Lake Louise auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69438446 |