Königspalast Bangkok, Reise

Königspalast Bangkok: Wie Phra Borom Maha Ratcha Wang Thailands Glanz erzählt

05.06.2026 - 15:06:01 | ad-hoc-news.de

Der Königspalast Bangkok, offiziell Phra Borom Maha Ratcha Wang, ist Thailands strahlendes Herz in Bangkok. Warum dieser Palast Reisende aus Deutschland so tief beeindruckt – und wie Sie ihn heute respektvoll erleben.

Königspalast Bangkok, Reise, Kultur
Königspalast Bangkok, Reise, Kultur

Wenn sich morgens die Sonne über dem Chao-Phraya-Fluss erhebt und die goldenen Dächer des Königspalasts Bangkok aufleuchten, wirkt die Skyline von Bangkok für einen Moment wie eingefroren. Im Phra Borom Maha Ratcha Wang (wörtlich etwa „Großer Königlicher Palast“), wie der Königspalast auf Thai heißt, verdichtet sich die Geschichte und religiöse Symbolik Thailands wie an kaum einem anderen Ort.

Königspalast Bangkok: Das ikonische Wahrzeichen von Bangkok

Der Königspalast Bangkok ist das historische Machtzentrum des Königreichs Thailand und bis heute ein nationales Symbol, das in unzähligen Schulbüchern, Nachrichtensendungen und Reisereportagen auftaucht. Für viele Thailänderinnen und Thailänder ist der Palast weniger eine touristische Attraktion als ein heiliger Ort und sichtbares Zeichen der Monarchie. Für Reisende aus Deutschland wiederum verbindet er die Faszination südostasiatischer Tempelarchitektur mit einem sehr konkreten Einblick in Thailands politische und religiöse Geschichte.

Das Palastareal liegt im Herzen der Altstadtinsel Rattanakosin am Ostufer des Chao Phraya und ist von einer hellen Mauer umgeben, die sich über mehrere Hundert Meter erstreckt. Hinter dieser Mauer eröffnet sich eine eigene Welt: glitzernde Chedis (Stupas), filigrane Giebel, reich vergoldete Dächer und aufwendig bemalte Wandmalereien, dazu leuchtende Mosaike aus Glas und Keramik. Wer über das Haupttor eintritt, verlässt das hektische Bangkok des 21. Jahrhunderts und taucht ein in eine höfische Welt, deren Wurzeln bis ins späte 18. Jahrhundert zurückreichen.

International bekannte Reiseführer wie „GEO Saison“ und das „ADAC Reisemagazin“ heben den Königspalast immer wieder als das wichtigste Wahrzeichen Bangkoks hervor, nicht nur wegen der Architektur, sondern auch wegen des im Palastkomplex gelegenen Wat Phra Kaeo mit dem hochverehrten Smaragd-Buddha. Kunsthistoriker betonen, dass hier das Selbstverständnis der thailändischen Nation in Architektur, Ritualen und Bildsymbolik sichtbar wird. Damit ist der Palast vergleichbar mit der Rolle, die für Deutschland etwa das Berliner Schloss als historischer Macht- und Repräsentationsort spielte, auch wenn dessen Geschichte politisch und religiös ganz anders geprägt ist.

Geschichte und Bedeutung von Phra Borom Maha Ratcha Wang

Der Phra Borom Maha Ratcha Wang entstand nach der Gründung Bangkoks als neuer Hauptstadt des Königreichs im späten 18. Jahrhundert. Nachdem Ayutthaya, die frühere Metropole, 1767 von birmanischen Truppen zerstört worden war, verlegte König Rama I. (Gründer der Chakri-Dynastie) die Hauptstadt zunächst nach Thonburi und später auf die heutige Seite des Flusses, um eine neue Residenz zu errichten. Mit dem Bau des Königspalasts wurde in den 1780er-Jahren begonnen, kurz nachdem Bangkok zur Hauptstadt erklärt worden war; große Teile der Anlage waren um 1785 nutzbar.

In dieser Zeit wurde das Gelände bewusst so angelegt, dass es sowohl westliche Vorstellungen von einer Residenz – mit klaren Arealen für Verwaltung, Repräsentation und Wohnbereiche – als auch traditionelle siamesische Stadt- und Tempelplanung vereint. Anders als europäische Residenzen wie Schloss Versailles oder der Hofburg in Wien ist der Königspalast Bangkok zugleich königlicher Hof, religiöses Zentrum und symbolisches Abbild des buddhistischen Kosmos. Die Palastarchitektur verweist über zahlreiche Symbole auf den mythologischen Berg Meru, der im Buddhismus und Hinduismus als Mittelpunkt des Universums gilt.

Der Palast war über mehr als 150 Jahre die offizielle Residenz der thailändischen Könige. Erst im 20. Jahrhundert verlegten die Monarchen ihren Lebensmittelpunkt schrittweise in andere Residenzen wie den Dusit-Palast oder später den Chitralada-Palast, während der Königspalast Bangkok zunehmend für zeremonielle Anlässe und als historisches Monument genutzt wurde. Heute fungiert er vor allem als Schauplatz wichtiger Staatsakte, religiöser Feiern und Königskrönungen, bleibt aber zugleich eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes.

Auch politisch hat der Palast eine zentrale Rolle gespielt. In den Gebäuden fanden über die Jahrzehnte Audienzen mit ausländischen Diplomaten statt, Debatten über Reformen und Verfassungsfragen wurden hier vorbereitet, und die Anlage ist fester Bestandteil nationaler Gedenkfeiern. In Medienberichten von Institutionen wie der Deutschen Welle oder großen thailändischen Zeitungen wird der Palast regelmäßig als „Herz der Nation“ bezeichnet, wenn es um neue Königskrönungen, Trauerzeremonien oder wichtige Jubiläen geht.

Für deutsche Leser hilft eine zeitliche Einordnung: Die Errichtung des Königspalasts begann ungefähr 80 bis 90 Jahre vor der Gründung des Deutschen Reiches 1871. Während in Mitteleuropa Barock und Klassizismus die Bildsprache herrschaftlicher Architektur prägten, setzte der Hof in Bangkok auf eine bewusst thailändische, von Ayutthaya geerbte Formsprache. Das macht den Ort für Besucherinnen und Besucher aus Europa besonders spannend, weil hier deutlich wird, wie unterschiedlich Macht und Religion architektonisch inszeniert werden können.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Königspalast Bangkok ist kein einheitlicher Baukörper, sondern ein vielgestaltiges Ensemble. Es besteht aus mehreren Höfen, Gebäudekomplexen und Tempeln, die sich in Layout und Stil unterscheiden. Im Inneren lassen sich grob drei Zonen unterscheiden: der äußere Hof mit Verwaltungs- und Staatsgebäuden, der mittlere Hof mit den wichtigsten Repräsentationsbauten sowie der innere Hof, der einst den Frauen des Hofes vorbehalten war und heute für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist.

Das auffälligste Element für die meisten Besucher ist der Tempel des Smaragd-Buddha, Wat Phra Kaeo. Obwohl er oft wie ein eigenständiger Tempel wahrgenommen wird, ist er offiziell Teil des Palasts und erfüllt die Funktion einer königlichen Kapelle. Die Hauptfigur, der sogenannte Smaragd-Buddha, ist eine vergleichsweise kleine, aber hochverehrte Buddhastatue aus Jade, die in mehrere saisonale Gewänder gehüllt wird. Diese Gewänder werden drei Mal im Jahr in einer Zeremonie gewechselt, die vom König oder einem Vertreter vorgenommen wird und den Beginn der heißen, der Regen- und der kühlen Jahreszeit markiert.

Architektonisch vereint der Palastkomplex traditionelle siamesische Elemente mit punktuellen westlichen Einflüssen. Besonders deutlich wird dies an Gebäuden wie dem Chakri Maha Prasat. Dieser 1870er-Jahre-Bau zeigt eine Fassade, die von westlichen Architekturstilen inspiriert ist; sie erinnert manche Beobachter an neoklassizistische oder viktorianische Regierungsgebäude. Gekrönt wird das Ganze aber von typisch thailändischen, mehrstufigen Dächern, sodass sich ein hybrider Stil ergibt, den Kunsthistoriker bisweilen als „europäisch-thailändischen Historismus“ beschreiben.

Die Dekorationen im gesamten Palast sind von großer Dichte und Detailfreude geprägt. Wände und Säulen sind mit farbigen Glas- und Keramikmosaiken besetzt, Giebel werden von vergoldeten Holzschnitzereien bekrönt. Zahlreiche Gebäude sind von mythologischen Wächterfiguren flankiert, etwa den Yaksha-Riesen, die mit drohendem Gesichtsausdruck und reich verzierten Rüstungen die Tempelgebäude bewachen. Rund um Wat Phra Kaeo zieht ein langer Wandelgang mit Wandmalereien, die Szenen aus dem Ramakien, der thailändischen Version des indischen Ramayana-Epos, zeigen. Diese Malereien sind nicht nur künstlerisch bedeutend, sondern gelten auch als visuelle Nacherzählung eines zentralen literarischen Werks der thailändischen Kultur.

Die offizielle Verwaltung des Königspalasts betont in ihren Informationsmaterialien die Bedeutung der strengen Symmetrie und Achsialität der Anlage: Viele Gebäude sind entlang von Ost-West- oder Nord-Süd-Achsen angeordnet, was auf kosmologische Vorstellungen verweist. Internationale Publikationen wie „National Geographic“ haben mehrfach hervorgehoben, dass der Palast exemplarisch zeigt, wie Architektur, Mythologie und Monarchie in Thailand eine Einheit bilden.

Im Vergleich zu europäischen Palästen ist der räumliche Eindruck weniger von großen Sälen und langen Fassaden bestimmt, sondern von einem Nebeneinander und Übereinander von Höfen, Galerien und Pavillons. Statt eines dominierenden Hauptgebäudes stehen viele kleinere, deutlich gegliederte Strukturen im Mittelpunkt. Besucher erleben den Palast daher weniger als „Schlossfront“ und mehr als Labyrinth aus heiligen und höfischen Räumen, in denen sich immer wieder neue Perspektiven und Details eröffnen. Wer aus Deutschland kommt, wird hier stärker an einen dichten Tempelbezirk mit eingeschriebenem Hofareal erinnert als an eine klassische Residenz wie Sanssouci oder Nymphenburg.

Königspalast Bangkok besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Der Königspalast liegt im historischen Zentrum von Bangkok auf der Insel Rattanakosin, direkt am Ostufer des Chao Phraya. Von den internationalen Flughäfen in Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf verkehren in der Regel tägliche oder sehr regelmäßige Verbindungen zum Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi, oft nonstop oder mit einem Zwischenstopp in großen Drehkreuzen wie Doha, Dubai, Singapur oder Istanbul. Die Flugzeit für Direktflüge liegt je nach Abflugort meist im Bereich von rund 10 bis 11 Stunden.
    Vom Flughafen aus erreicht man den Palast mit dem Airport Rail Link und anschließendem Taxi oder Tuk-Tuk, per Taxi direkt oder über Kombinationen mit dem Skytrain (BTS), der U-Bahn (MRT) und anschließenden Booten auf dem Chao Phraya. Für die letzten Meter empfiehlt sich eine Flussfähre oder ein Taxi, da der Palast nicht direkt an das Hochbahnnetz angeschlossen ist.
  • Öffnungszeiten
    Der Königspalast Bangkok ist in der Regel täglich tagsüber geöffnet, häufig etwa vom Morgen bis in den frühen Nachmittag. Da sich Öffnungszeiten ändern können – etwa bei königlichen Zeremonien, Feiertagen oder kurzfristigen Sicherheitsanpassungen –, sollten Reisende die jeweils aktuellen Zeiten direkt auf den offiziellen Informationsseiten des Königspalasts oder bei der thailändischen Tourismusbehörde prüfen. Es kommt immer wieder vor, dass Teile der Anlage vorübergehend geschlossen sind, während andere Bereiche normal zugänglich bleiben. Ein Hinweis auf kurzfristige Schließungen findet sich meist vor Ort und auf offiziellen Kanälen.
  • Eintritt und Ticketkauf
    Für den Besuch des Palasts wird ein Eintrittspreis erhoben, der in der Regel auch den Zugang zu Wat Phra Kaeo umfasst. Der Betrag wird in thailändischen Baht angegeben und kann sich im Laufe der Zeit ändern, etwa aufgrund von Anpassungen der Gebühren oder Wechselkursschwankungen. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich, für Tickets einen groben Betrag in Euro einzuplanen und vorab zu prüfen, ob es Online-Tickets oder Kombitickets gibt. Viele Reiseführer und seriöse Reiseanbieter geben Richtwerte an, die jedoch zeitabhängig sind; verlässliche, aktuelle Informationen sollten immer kurz vor der Reise direkt bei offiziellen Stellen eingeholt werden.
  • Beste Reisezeit und ideale Besuchszeit am Tag
    Bangkok ist ganzjährig warm bis heiß, mit Temperaturen, die häufig über 30 °C liegen. Viele Reiseführer empfehlen die Trockenzeit von etwa November bis Februar als angenehmste Reisezeit, weil es etwas weniger heiß und luftfeuchter ist als im übrigen Jahr. In der Regenzeit von ungefähr Mai bis Oktober kommt es zu häufigen, teils heftigen Schauern, die aber oft nur kurz dauern.
    Für den Besuch des Königspalasts hat sich der frühe Vormittag bewährt: Die Temperaturen sind milder, das Licht ist weich, und die Besuchermassen sind noch etwas geringer als zur Mittagszeit. Wer sehr empfindlich auf Hitze reagiert, sollte einen Besuch in den besonders heißen Monaten und die Mittagsstunden möglichst meiden, denn viele Bereiche des Palasts sind im Freien und nur begrenzt beschattet. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Trinkwasser sind unbedingt empfehlenswert.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Der Königspalast Bangkok gilt als heiliger Ort, insbesondere aufgrund von Wat Phra Kaeo und des Smaragd-Buddhas. Besucherinnen und Besucher müssen eine strenge Kleiderordnung beachten: Schultern und Knie müssen bedeckt sein, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Trägerhemden, Shorts, kurze Röcke, Leggings und zerrissene Jeans sind nicht gestattet. Im Zweifelsfall sollten Reisende lange leichte Hosen oder Röcke und Oberteile mit Ärmeln tragen. Am Eingang gibt es häufig die Möglichkeit, geeignete Kleidung einzukaufen oder auszuleihen, allerdings ist das Angebot nicht garantiert und kann sich ändern.
    Innerhalb der Tempelgebäude sind Schuhe auszuziehen, und lautes Verhalten ist unangebracht. Das Berühren von Buddhafiguren, insbesondere das Sitzen auf Podesten oder das Umarmen von Statuen für Fotos, gilt als respektlos. Wer Fotos von betenden Menschen machen möchte, sollte vorher freundlich fragen und im Zweifelsfall darauf verzichten.
  • Fotografieren und Mediennutzung
    Im Außenbereich des Palasts ist Fotografieren in der Regel erlaubt und sogar erwünscht, da der Palast zu den meistfotografierten Wahrzeichen Bangkoks gehört. In bestimmten Räumen – etwa im Inneren des Tempels mit dem Smaragd-Buddha – gelten jedoch strenge Beschränkungen oder Fotografierverbote, die respektiert werden müssen. Hinweise dazu sind meist gut sichtbar angebracht. Drohnen sind im Palastareal grundsätzlich nicht gestattet, es sei denn, es liegt eine ausdrückliche Sondergenehmigung vor. Für Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, die Smartphone-Kamera vor dem Besuch zu reinigen und genügend Speicherplatz frei zu halten – die Fülle an Motiven führt schnell zu vielen Aufnahmen.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    In Bangkok kommen deutsche Reisende im touristischen Kontext gut mit Englisch zurecht, insbesondere in Hotels, bei offiziellen Ticketstellen und vielen Restaurants. Thai ist die Landessprache; ein paar höfliche Floskeln wie „Sawadee kha/khrap“ (Gruß) oder „Khop khun kha/khrap“ (Danke) werden sehr geschätzt. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen.
    Gezahlt wird in Thailand mit dem Baht. In Bangkok sind Kreditkarten in vielen Hotels, Restaurants und zahlreichen Geschäften verbreitet, im Straßenhandel, bei kleineren Anbietern und bei einigen Ticketschaltern ist Bargeld jedoch weiterhin wichtig. Mobile Payment über internationale Dienste ist teilweise möglich, sollte aber nicht als alleinige Option eingeplant werden. Trinkgeld ist in Thailand nicht so fest institutionalisiert wie in Nordamerika, wird aber im touristischen Bereich zunehmend erwartet. Im Restaurant sind 5 bis 10 Prozent angemessen, wenn kein Servicezuschlag ausgewiesen ist. Auch Fremdenführer und Fahrer freuen sich über ein kleines Trinkgeld, wenn der Service zufriedenstellend war.
  • Sicherheit, Gesundheit und Einreise
    Der Königspalast selbst gilt als gut gesichert und wird von Polizei und Militär geschützt. Wie an vielen touristischen Orten sollten Reisende jedoch auf Taschendiebe achten. Seriöse Institutionen wie das Auswärtige Amt warnen regelmäßig vor verbreiteten Betrugsmaschen in der Umgebung, etwa angeblichen „Guides“, die behaupten, der Palast sei geschlossen, um Reisende zu anderen Geschäften oder Tempeln zu locken. Solche Aussagen sollten ignoriert werden; der sicherste Weg ist, direkt zum offiziellen Eingang zu gehen und dort Informationen einzuholen.
    Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise für Thailand beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. In der Regel benötigen Touristen für kürzere Aufenthalte kein vorab beantragtes Visum, allerdings können sich Regeln zu Aufenthaltsdauer, Einreisestempeln und Passgültigkeit ändern. Für Reisen außerhalb Europas ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption dringend zu empfehlen, da die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland nur eingeschränkt greift.
  • Zeitzone und Jetlag
    Thailand liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT), die gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) in der Regel um 6 Stunden voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit beträgt der Unterschied 5 Stunden. Wer aus Deutschland direkt nach Bangkok fliegt, wird daher einen deutlichen Jetlag spüren. Es kann helfen, den Besuch des Königspalasts nicht auf den allerersten Tag zu legen, sondern sich ein bis zwei Tage zur Akklimatisation zu gönnen, bevor man sich auf das dichte Programm im heißen Klima einlässt.

Warum Phra Borom Maha Ratcha Wang auf jede Bangkok-Reise gehört

Für viele Reisende ist der Königspalast Bangkok der Moment, in dem Bangkok gewissermaßen „einrastet“. Die Stadt, die am Abend zuvor noch als chaotische Metropole mit Streetfood, Tuk-Tuks und Shopping Malls wahrgenommen wurde, zeigt im Palastensemble ihre historische Tiefe. Hier wird sichtbar, dass Bangkok nicht nur eine moderne Megacity, sondern Hauptstadt eines jahrhundertealten Königreichs ist, das seine Identität maßgeblich aus dem Buddhismus und der Monarchie bezieht.

Der Besuch des Phra Borom Maha Ratcha Wang bietet eine dichte Abfolge an Eindrücken: die strahlenden Chedis, die fast wie goldene Raketen in den Himmel ragen, der Duft von Räucherstäbchen, die leisen Gebete der Gläubigen, das feine Klirren von Glasmosaiken im Sonnenlicht, das Murmeln der Besuchergruppen in verschiedenen Sprachen. Das Gesamtbild hinterlässt meist einen bleibenden Eindruck, der sich schwer in Fotos allein einfangen lässt. Besonders eindrücklich ist die Kombination mit einer anschließenden Bootsfahrt auf dem Chao Phraya, bei der sich der Palast aus einer neuen Perspektive zeigt.

In unmittelbarer Nähe des Palasts liegen weitere wichtige Sehenswürdigkeiten: südlich der Wat Pho mit seinem liegenden Buddha und nördlich das ehrwürdige Nationalmuseum. Eine Besichtigung des Palasts lässt sich ideal mit einem Besuch dieser Orte verbinden, sodass sich in einem Tagesprogramm ein umfassender Einblick in Thailands Kunst, Religion und Geschichte ergibt. Viele renommierte Reiseführer empfehlen, den Palast an den Anfang der Bangkok-Reise zu stellen, weil er ein Verständnis erzeugt, das andere Eindrücke – von Märkten bis zu modernen Einkaufszentren – besser einordnet.

Für Reisende aus Deutschland ist der Königspalast auch eine Gelegenheit, die eigene Sicht auf Monarchie und Staat zu hinterfragen und mit anderen Systemen zu vergleichen. Während Königshäuser in Europa vor allem historisch und symbolisch bedeutsam sind, ist die thailändische Monarchie in Gesellschaft und Politik weiterhin eine zentrale Instanz, deren Respekt tief verwurzelt ist. Der Palast ist daher nicht nur Fotomotiv, sondern ein Schlüssel zum Verständnis des Landes.

Königspalast Bangkok in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien zählt der Königspalast Bangkok seit Jahren zu den meistgezeigten Motiven aus Thailand: Von Instagram-Reels über YouTube-Vlogs bis zu TikTok-Clips dokumentieren Reisende ihre Eindrücke – vom ersten Blick auf die Palastmauern bis zum stillen Moment vor dem Smaragd-Buddha. Diese Inhalte prägen maßgeblich das Bild, das sich viele Deutsche von Bangkok machen, noch bevor sie in den Flieger steigen.

Häufige Fragen zu Königspalast Bangkok

Wo liegt der Königspalast Bangkok genau?

Der Königspalast Bangkok liegt im historischen Stadtteil Rattanakosin am Ostufer des Chao Phraya im Zentrum Bangkoks. Er befindet sich unweit anderer wichtiger Sehenswürdigkeiten wie dem Wat Pho und dem Nationalmuseum und ist eines der wichtigsten Wahrzeichen der thailändischen Hauptstadt. Für die Anreise eignen sich Taxis, Flussboote und Kombinationen aus Bahn und Boot; ein direkter Anschluss an die Hochbahn besteht nicht.

Seit wann gibt es den Phra Borom Maha Ratcha Wang?

Der Bau des Königspalasts begann kurz nach der Ernennung Bangkoks zur Hauptstadt im späten 18. Jahrhundert unter König Rama I. Größere Teile waren um die Mitte der 1780er Jahre funktionsfähig, seither wurde die Anlage kontinuierlich erweitert, renoviert und verändert. Er gehört damit zu den zentralen historischen Bauwerken der Chakri-Dynastie, die Thailand bis heute regiert.

Kann man den Königspalast Bangkok heute noch besichtigen?

Ja, der Königspalast ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bangkok und für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Bestimmte Bereiche, insbesondere der innere Hof, bleiben aus Sicherheits- und Privatsphäregründen der königlichen Familie vorbehalten. Die Besichtigung umfasst in der Regel den äußeren und mittleren Hof, zahlreiche Pavillons und vor allem den Tempel des Smaragd-Buddha (Wat Phra Kaeo). Öffnungszeiten und eventuelle Sperrungen sollten vorab bei offiziellen Stellen geprüft werden.

Was macht den Königspalast Bangkok im Vergleich zu anderen Palästen besonders?

Der Königspalast Bangkok vereint politische und religiöse Funktionen in einer Anlage: Er war über viele Generationen Residenz der thailändischen Könige und beherbergt zugleich Wat Phra Kaeo mit dem hochverehrten Smaragd-Buddha. Die Mischung aus traditioneller siamesischer Architektur, kosmologischer Symbolik und punktuellen westlichen Einflüssen ist einzigartig. Für Reisende aus Deutschland ist insbesondere die Dichte an kunstvollen Details – von glitzernden Mosaiken bis zu Wandmalereien – bemerkenswert, die etwas ganz anderes vermittelt als klassische europäische Schlossarchitektur.

Wann ist die beste Zeit im Jahr und am Tag für einen Besuch?

Viele Reiseführer empfehlen die kühlere und vergleichsweise trockene Saison von etwa November bis Februar als angenehmste Reisezeit, da die Temperaturen etwas moderater sind. Innerhalb eines Tages sind die frühen Vormittagsstunden meist ideal, weil es dann noch nicht so heiß und oft weniger überfüllt ist. Wer den Palast fotografieren möchte, profitiert vom weichen Morgenlicht und vermeidet die intensive Mittagssonne, die in Bangkok schnell sehr anstrengend werden kann.

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