Kiyomizu-dera Kyoto: Holztempel über der Stadt im Wandel
31.05.2026 - 12:33:54 | ad-hoc-news.deWenn sich in Kyoto am späten Nachmittag das Licht golden über die Hügel legt, scheint der Kiyomizu-dera Kyoto – der „Tempel des reinen Wassers“ – fast über der Stadt zu schweben. Die hölzerne Bühne von Kiyomizu-dera ragt ohne einen einzigen Nagel aus dem Berghang und bietet einen Blick über Dächer, Pagoden und ferne Berge, der sich tief einprägt.
Kiyomizu-dera Kyoto: Das ikonische Wahrzeichen von Kyoto
Kiyomizu-dera in Kyoto gehört zu den bekanntesten Tempelanlagen in Japan und ist ein Symbol für die alte Kaiserstadt. Die UNESCO führt den Tempel seit den 1990er-Jahren als Teil der „Historischen Monumente des alten Kyoto“ als Welterbestätte, was seine Bedeutung als Kulturschatz unterstreicht. Durch seine exponierte Lage an einem bewaldeten Hang im Osten Kyotos verbindet er Natur, Religion und Stadtpanorama auf eine Weise, die im japanischen Buddhismus einzigartig ist.
Der Name Kiyomizu-dera bedeutet wörtlich „Tempel des reinen Wassers“ und bezieht sich auf eine Quelle, die am Hang des Berges Otowa entspringt. Diese Quelle, deren Wasser in drei schmale Strahlen in ein steinernes Becken fällt, spielt bis heute eine wichtige Rolle in der Frömmigkeit der Besucher. Viele japanische Reisende kommen in den Tempel nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch, um hier zu beten, zu wünschen oder symbolisch „reines“ Wasser zu schöpfen.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist Kiyomizu-dera Kyoto oft der Moment, in dem sich die Vorstellung vom „alten Japan“ konkretisiert: Holzarchitektur, Laternenlicht, der Duft von Räucherwerk, dazu schmale Gassen mit traditionellen Holzhäusern (Machiya) im angrenzenden Stadtteil Higashiyama. Anders als viele moderne Sehenswürdigkeiten ist dies kein rekonstruiertes Kulissenviertel, sondern eine historisch gewachsene, religiös genutzte Anlage, in der sich Alltag und Spiritualität überlagern.
Geschichte und Bedeutung von Kiyomizu-dera
Kiyomizu-dera wurde der Überlieferung zufolge im frühen 8. Jahrhundert gegründet, also in einer Zeit, in der der Kaiserhof Japans noch unterwegs war zwischen verschiedenen Residenzen. Eine zentrale Gestalt ist der Mönch Enchin (auch als Enchin Sh?nin überliefert), der hier einer Legende nach einen Einsiedler traf, der ihn auf die heilige Quelle aufmerksam machte. Aus dieser Begegnung entwickelte sich der Impuls, einen Tempel zu errichten, der der buddhistischen Kannon-Verehrung gewidmet ist.
Die heute sichtbaren Hauptbauten stammen überwiegend aus dem frühen 17. Jahrhundert. In der Epoche der Tokugawa-Shogune, als Kyoto seine Rolle als kulturelles und religiöses Zentrum festigte, wurden viele Tempel neu errichtet oder grundlegend erneuert. Zeitgleich war in Europa der Dreißigjährige Krieg in vollem Gange – Kiyomizu-dera in seiner heutigen Form ist damit deutlich älter als etwa das Brandenburger Tor in Berlin, das erst Ende des 18. Jahrhunderts fertiggestellt wurde.
Historisch spielte Kiyomizu-dera eine doppelte Rolle: Einerseits als Pilgerziel für Gläubige, die um Schutz, Kindersegen oder Erfolg baten, andererseits als Ort höfischer und städtischer Repräsentation. Höflinge, Samurai und wohlhabende Kaufleute ließen hier Stiftungen errichten, Lampen aufstellen oder Gebetszeremonien abhalten. Die Anlage war Teil eines dichten Netzes von Tempeln, Schreinen und Klöstern, das die Topografie Kyotos prägte und religiöse Landschaften schuf, die bis heute erlebbar sind.
Die UNESCO betont bei der Welterbestätte „Historische Monumente des alten Kyoto“ besonders die Kontinuität religiöser Praktiken und die Verbindung von Architektur und Landschaft. Kiyomizu-dera steht dabei exemplarisch für eine buddhistische Tradition, in der Gebäude nicht als unveränderlich gelten, sondern im Rhythmus von Zerstörung und Wiederaufbau erneuert werden. Dadurch bleiben Form und geistige Bedeutung erhalten, selbst wenn einzelne Bauteile im Laufe der Jahrhunderte ersetzt wurden.
Die Verehrung im Tempel ist vor allem auf Kannon (im Sanskrit Avalokiteshvara), die Bodhisattva-Gestalt des Mitgefühls, ausgerichtet. Dies erklärt, warum der Tempel für Menschen wichtig wurde, die Trost suchten, sei es bei Krankheit, familiären Problemen oder Entscheidungen im Leben. Bis heute stellen Besucher kleine Holztafeln mit Wünschen auf, entzünden Räucherstäbchen oder verneigen sich in stillen Gebeten.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist Kiyomizu-dera Kyoto ein Meisterwerk der japanischen Holzbaukunst. Berühmt ist vor allem die große Bühne (Butai) des Hauptsaals, die aus dem Hang herausragt. Sie wird von einem komplexen Gerüst aus mächtigen Holzsäulen getragen, die ohne metallene Nägel ineinander verzapft sind. Diese traditionelle Technik erlaubt dem Bauwerk, leichten Bewegungen nachzugeben – ein wichtiges Merkmal in einem erdbebengefährdeten Land wie Japan.
Der Hauptsaal (Hond?) kombiniert unterschiedliche traditionelle Baustile, etwa Elemente des sogenannten Way?-Stils, der sich durch schlichte, naturbezogene Formen auszeichnet. Dachformen, geschwungene Traufen und die fein ausgearbeiteten Balkone wirken harmonisch in die bewaldete Umgebung eingebettet. Im Inneren ist es deutlich dunkler: Nur gedämpftes Licht fällt auf Altäre, Statuen und Opfergaben. Das schafft eine Atmosphäre der Konzentration, die im Kontrast zur oft belebten Plattform draußen steht.
Ein zentrales Kunstwerk des Tempels ist die verehrte Statue der elfarmigen Kannon, die jedoch in der Regel nicht öffentlich sichtbar ist. In vielen japanischen Tempeln werden Hauptikonen als „geheime“ oder selten gezeigte Figuren verehrt, was ihren religiösen Rang erhöht. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Figuren, Bilder und Laternen, die über Jahrhunderte gestiftet wurden und die Geschichte des Tempels in einzelnen Objekten spiegeln.
Ein ikonisches Detail, das Besucher besonders anzieht, ist der Otowa-Wasserfall unterhalb der großen Bühne. Das Wasser fließt hier in drei getrennten Strahlen in ein Becken, aus dem Besucher mit langen Metallkellen trinken können. Traditionell wird den drei Strahlen symbolische Kraft zugeschrieben, etwa für Gesundheit, Lernen/Erfolg oder Langlebigkeit. Heute wird eher allgemein von „Glück“ und „Wohlbefinden“ gesprochen, doch der Respekt gegenüber dem Ritual ist spürbar – etwa darin, dass man sich in einer Reihe anstellt und das Wasser nicht verschwenderisch nutzt.
Auf dem Gelände finden sich weitere markante Bauwerke: eine farbenfrohe dreistöckige Pagode, kleinere Hallen und Schreine, Torii-Tore, die auf die synkretistische Verbindung buddhistischer und shintoistischer Elemente in der japanischen Religionsgeschichte hinweisen, sowie steinerne Wege und Gartenpartien. Besonders eindrucksvoll ist der Blick von unten auf die Bühne: Von einem Pfad im Wald aus sieht man erst die volle Höhe der Holzstützen und versteht, welche Ingenieursleistung hinter dem scheinbar „schwebenden“ Tempel steht.
Die Umgebung spielt eine entscheidende Rolle für die Wirkung des Kiyomizu-dera Kyoto. Im Frühjahr hüllen blühende Kirschbäume (Sakura) die Hänge in zarte Rosa- und Weißtöne. In dieser Zeit öffnen viele Tempel ihre Anlagen auch abends für illuminierte Besichtigungen, was einen besonders stimmungsvollen Eindruck bietet. Im Herbst färben sich die Ahornbäume (Momiji) in intensive Rot-, Orange- und Gelbtöne – ein Highlight, das von zahlreichen japanischen Reisemagazinen und auch von internationalen Medien regelmäßig als eine der schönsten Jahreszeiten in Kyoto hervorgehoben wird.
Für deutsche Besucher mag die Kombination aus strenger Holzkonstruktion und spielerischem Umgang mit Licht und Jahreszeiten zunächst ungewohnt wirken – sie unterscheidet sich deutlich von der gotischen Steinarchitektur etwa des Kölner Doms. Doch gerade dieser Unterschied macht Kiyomizu-dera zu einem faszinierenden Lernort für Fragen von Nachhaltigkeit, Erdbebensicherheit und traditionsbewusster Erneuerung.
Kiyomizu-dera Kyoto besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise innerhalb Kyotos: Kiyomizu-dera liegt im östlichen Stadtteil Higashiyama, an einem Hang oberhalb der Altstadt. Von zentralen Bahnhöfen in Kyoto aus ist die Tempelanlage mit öffentlichen Bussen und einem kurzen Fußweg erreichbar. Die letzten Meter führen über teils steile, aber gut ausgebaute Straßen und Gassen mit Kopfsteinpflaster und traditionellen Häusern. Viele Besucher nutzen den Weg über die berühmte Straße Sannenzaka mit Souvenirläden, Teehäusern und kleinen Werkstätten.
- Anreise aus Deutschland nach Kyoto: Von Deutschland aus führt die Anreise üblicherweise per Flug über große internationale Drehkreuze in Europa oder Asien nach Kansai International Airport bei Osaka oder nach dem Flughafen Osaka-Itami. Von dort fahren Züge und Busse nach Kyoto. Direktflüge aus Deutschland nach Kansai sind abhängig vom jeweiligen Flugplan, häufig wird jedoch in Tokyo, Seoul, Hongkong oder anderen Drehkreuzen umgestiegen. Die gesamte Reisezeit von Frankfurt, München oder Berlin nach Kyoto inklusive Umsteigen liegt in der Regel im Bereich eines langen Flugtages mit Anschlussfahrt per Bahn.
- Bahnreise innerhalb Japans: Viele Reisende aus Deutschland verbinden den Besuch Kyotos mit einem Aufenthalt in Tokyo. Zwischen Tokyo und Kyoto verkehren Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge, die die Strecke in rund zweieinhalb Stunden zurücklegen. Das japanische Bahnnetz gilt als sehr zuverlässig, Pünktlichkeit und dichte Taktung sind hoch. Sitzplatzreservierungen sind empfehlenswert, vor allem in Reisezeiten mit hoher Auslastung wie zur Kirschblüte oder in Ferienzeiten.
- Öffnungszeiten: Kiyomizu-dera Kyoto ist grundsätzlich tagsüber geöffnet, mit leicht schwankenden Zeiten je nach Saison. Zusätzlich gibt es zu bestimmten Jahreszeiten, etwa im Frühling und Herbst, Abendöffnungen mit Beleuchtung, die besonders beliebt sind. Da sich Zeiten, Sonderöffnungen und eventuell temporäre Einschränkungen ändern können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Angaben direkt bei der offiziellen Verwaltung von Kiyomizu-dera oder über die Tourismusinformationen von Kyoto prüfen. Kurzfristige Änderungen sind etwa bei größeren Restaurierungsprojekten oder besonderen Veranstaltungen möglich.
- Eintritt: Für den Zugang zu bestimmten Bereichen der Tempelanlage wird ein moderates Eintrittsgeld erhoben, das traditionell in der lokalen Währung Yen gezahlt wird. Die Höhe kann sich anpassen, etwa im Zuge von Sanierungen oder allgemeinen Preisentwicklungen. Deutsche Reisende sollten berücksichtigen, dass Wechselkurse schwanken und daher besser mit einer zeitlosen Kalkulation planen. Üblich ist, dass Beträge für Tempelbesuche im Bereich eines kleineren zweistelligen Eurobetrags in lokaler Währung liegen. Für extra Bereiche, Sonderausstellungen oder kombinierte Tickets können zusätzliche Gebühren anfallen, die jeweils vor Ort oder auf offiziellen Informationsseiten einsehbar sind.
- Beste Reisezeit: Klimatisch sind Frühling und Herbst für einen Besuch besonders angenehm. Zur Kirschblüte im März/April sowie zur Herbstlaubfärbung im November sind die Besucherzahlen sehr hoch, was für eine lebendige, aber auch dichte Atmosphäre sorgt. Wer es ruhiger mag, kann die Nebensaison ansteuern, etwa späten Winter oder frühen Sommer, muss dann aber eventuell mit wärmeren Temperaturen oder höherer Luftfeuchtigkeit rechnen. Morgens früh oder gegen Abend ist das Licht besonders stimmungsvoll, und die Besucherströme sind etwas geringer als in der Mittagszeit.
- Andrang und Besuchsorganisation: Kiyomizu-dera Kyoto ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Japans. An Wochenenden, Feiertagen und in der Hauptsaison kann es sehr voll werden, was insbesondere auf der Holzplattform und im Bereich des Otowa-Wasserfalls zu spürbaren Wartezeiten führt. Deutsche Reisende sollten Zeit einplanen, um die Atmosphäre trotz der Andrangssituation genießen zu können. Eine gute Strategie ist, nicht nur den Hauptweg zu nutzen, sondern auch ruhigere Pfade im Wald oder in angrenzenden Bereichen des Tempels zu erkunden.
- Sprache vor Ort: In Kyoto wird Japanisch gesprochen. Englisch ist in touristisch geprägten Bereichen vergleichsweise verbreitet, etwa bei Beschilderungen, in Hotels oder bei Informationsmaterial. Dennoch kann es vorkommen, dass nicht alle Mitarbeitenden im Tempel Englisch fließend sprechen. Ein paar japanische Höflichkeitsfloskeln werden positiv wahrgenommen. Deutsche Sprachkenntnisse sind selten, weshalb Englisch für Besucher aus Deutschland die wichtigste Kommunikationsbrücke ist.
- Zahlung und Währung: In Japan wird mit Yen bezahlt. Während in größeren Geschäften, Hotels und Bahnhöfen Kartenzahlung (Kreditkarte und zunehmend auch kontaktlose Zahlverfahren) verbreitet ist, wird in kleineren Läden, Tempelshops oder bei Spenden traditionell Bargeld genutzt. Es empfiehlt sich, für den Besuch von Kiyomizu-dera ausreichend Bargeld in Yen bei sich zu tragen, insbesondere wenn man kleinere Souvenirs, Süßigkeiten oder Snacks in den Gassen von Higashiyama kaufen oder eine Spende im Tempel leisten möchte.
- Trinkgeldkultur: In Japan ist Trinkgeld unüblich und kann mitunter sogar zu Irritationen führen. Freundlicher Service wird als selbstverständlicher Teil der Arbeit verstanden. Statt Trinkgeld geben viele Besucher eine kleine Spende im Tempel, etwa in die dafür vorgesehenen Kästen, oder kaufen Andenken wie Schutzamulett (Omamori), um den Tempel zu unterstützen.
- Kleiderordnung und Verhalten: Für den Besuch des Kiyomizu-dera Kyoto ist eine respektvolle Kleidung angemessen, etwa Schultern und Knie bedeckende Alltagskleidung. Strenge Vorschriften wie in manchen europäischen Kirchen sind hier selten, doch ein respektvoller Eindruck passt zur religiösen Bedeutung des Ortes. In Innenräumen kann das Fotografieren eingeschränkt sein, entsprechende Hinweisschilder sind zu beachten. Gespräche sollten in Tempelhallen leise geführt werden. Rauchen ist im Tempelbereich in der Regel nur in ausgewiesenen Zonen erlaubt.
- Fotografieren: Die spektakuläre Aussicht macht Kiyomizu-dera zu einem der beliebtesten Fotomotive in Kyoto. Draußen ist Fotografieren üblicherweise erlaubt, viele Besucher nutzen Smartphones und Kameras für Panoramaaufnahmen. In Innenräumen oder an Altären sind mitunter Fotografierverbote ausgewiesen, die respektiert werden sollten. Für Reisende aus der DACH-Region gilt es, Rücksicht auf andere Besucher zu nehmen, insbesondere an beengten Stellen auf der Plattform und an Aussichtspunkten.
- Einreisebestimmungen für Deutschland: Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Japan je nach Reisedauer und aktueller Rechtslage unter Umständen kein Visum oder ein vorab eingeholtes Visum. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende vor Reiseantritt die jeweils aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt auch für Gesundheits- und Sicherheitsinformationen, empfohlene Versicherungen und Hinweise zu Einfuhrbestimmungen.
- Zeitverschiebung: Japan liegt in einer anderen Zeitzone als Mitteleuropa. Je nach Jahreszeit besteht ein deutlicher Zeitunterschied zwischen Deutschland und Japan, der bei An- und Abreise und bei der Planung von Telefonaten oder Online-Buchungen berücksichtigt werden sollte. Da Sommerzeitregelungen und Feiertage Einfluss auf die Wahrnehmung der Zeitverschiebung haben können, empfiehlt sich vor Reisebeginn ein Blick auf eine aktuelle Zeitzonenübersicht.
- Gesundheits- und Versicherungsschutz: Japan verfügt über ein gut ausgebautes Gesundheitssystem, medizinische Versorgung in Städten wie Kyoto ist auf einem hohen Niveau. Deutsche Reisende sollten in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung prüfen, die Behandlungskosten und gegebenenfalls einen Rücktransport abdeckt. Informationen dazu geben die gesetzlichen Krankenkassen und Versicherer, das Auswärtige Amt weist in seinen allgemeinen Reisehinweisen regelmäßig auf die Bedeutung ausreichenden Versicherungsschutzes hin.
Warum Kiyomizu-dera auf jede Kyoto-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist Kyoto der kulturelle Höhepunkt einer Japan-Reise – und Kiyomizu-dera Kyoto das emotionale Zentrum dieses Aufenthalts. Kaum ein anderer Ort verbindet auf so dichte Weise historische Architektur, religiöse Praxis, Stadtlandschaft und Natur. Wer über die Holzplattform tritt, spürt sofort, dass hier nicht nur eine Kulisse für Fotos, sondern ein über Jahrhunderte lebendiger Pilgerort erlebt wird.
Ein Besuch von Kiyomizu-dera lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadt von Higashiyama verbinden. Auf dem Weg liegen weitere ikonische Orte Kyotos, etwa der Yasaka-Schrein, kleine Zen-Tempel mit Gärten oder Ausblicke auf die rote Pagode des benachbarten Kodaiji. Die Wege sind so angelegt, dass man immer wieder zwischen städtischem Gewimmel, ruhigen Tempelhöfen und grünen Hangwegen wechselt. Für Reisende aus der DACH-Region ergibt sich daraus ein Tagesprogramm, das ohne lange Transfers auskommt, aber eine große Bandbreite an Eindrücken bietet.
Auch wer sich besonders für Religion oder Architektur interessiert, bekommt in Kiyomizu-dera zentrale Einblicke. Hier lassen sich etwa Fragen nach dem Verhältnis von Shinto und Buddhismus erkunden, die in Japan oft ineinandergreifen. Der Blick auf das Holztragwerk, die Dachkonstruktionen und die Art, wie Gebäude in die Topografie eingebettet sind, lädt dazu ein, Konzepte von Nachhaltigkeit und lokalen Baumaterialien mit europäischen Bauweisen zu vergleichen.
Nicht zuletzt hat Kiyomizu-dera eine starke symbolische Präsenz in der japanischen Popkultur: Der Tempel taucht in Filmen, Serien, Mangas und Social-Media-Beiträgen auf. Viele Japaner verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Ort, etwa Schulausflüge, Familienreisen oder Neujahrsbesuche. Wer aus Deutschland anreist, betritt damit einen Raum, der für viele Menschen in Japan emotional besetzt ist – eine Gelegenheit, das Land nicht nur über Fakten, sondern über geteilte Gefühle zu verstehen.
Wer mehr Zeit in Kyoto verbringt, kann Kiyomizu-dera bewusst zu unterschiedlichen Tageszeiten erleben: etwa einmal frühmorgens, wenn noch vergleichsweise wenige Gäste vor Ort sind, und einmal am Abend während einer saisonalen Illumination. So erschließen sich verschiedene Stimmungen, von meditativer Ruhe bis hin zu einer fast festlichen Atmosphäre bei Lichtinstallationen. Für Reisende, die fotografieren, zeichnen oder einfach beobachten möchten, ist dieser Wechsel besonders faszinierend.
Kiyomizu-dera Kyoto in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Kiyomizu-dera ist in den sozialen Medien eine der am häufigsten geteilten Sehenswürdigkeiten Kyotos. Fotos von der Plattform im Abendlicht, Videos von Kirschblüten und Herbstlaub, aber auch persönliche Berichte von Pilgern und Reisenden prägen das digitale Bild dieses Ortes. Hashtags rund um Kiyomizu-dera sind regelmäßig Bestandteil von Japan-Reisetrends, und viele Besucher planen ihren Rundgang gezielt anhand von Motiven, die sie zuvor in Feeds gesehen haben.
Kiyomizu-dera Kyoto — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Kiyomizu-dera Kyoto
Wo liegt Kiyomizu-dera Kyoto genau?
Kiyomizu-dera liegt im Stadtteil Higashiyama im Osten von Kyoto, an einem bewaldeten Hang oberhalb der historischen Altstadt. Von zentralen Verkehrsknotenpunkten in Kyoto ist die Tempelanlage mit Buslinien und einem anschließenden Fußweg erreichbar.
Wie alt ist der Tempel Kiyomizu-dera?
Die Ursprünge des Kiyomizu-dera gehen auf das 8. Jahrhundert zurück, wobei die heute sichtbaren Hauptgebäude überwiegend aus dem frühen 17. Jahrhundert stammen. Der Tempel wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach erneuert, was typisch für Holzarchitektur in Japan ist.
Was macht Kiyomizu-dera so besonders?
Besonders ist die große hölzerne Bühne, die freischwebend über dem Hang zu liegen scheint und ohne metallene Nägel konstruiert ist. Dazu kommen die heilige Quelle des Otowa-Wasserfalls, die Lage mit weitem Blick über Kyoto und die Verbindung aus lebendiger religiöser Praxis und historischer Architektur.
Wann ist die beste Reisezeit für Kiyomizu-dera?
Die beliebteste Zeit ist im Frühjahr zur Kirschblüte und im Herbst zur Laubfärbung, wenn die Umgebung des Tempels besonders farbenprächtig ist. Wer es ruhiger mag, besucht Kiyomizu-dera in der Nebensaison oder früh morgens und am späten Nachmittag.
Wie plane ich einen Besuch von Deutschland aus?
Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über internationale Drehkreuze nach Japan und reisen von dort mit der Bahn nach Kyoto weiter. Von der Innenstadt Kyotos ist Kiyomizu-dera mit Bus und einem kurzen Spaziergang gut erreichbar. Vorab sollten Einreisebestimmungen, gesundheitliche Hinweise und praktische Fragen wie Zahlungsmittel und Sprache geprüft werden.
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