Kapellbrucke, Luzern

Kapellbrucke in Luzern: gedeckte Holzbrücke mit Bildern und Wasserturm

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 06:11 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Kapellbrucke in Luzern spannt sich als gedeckte Holzbrücke über die Reuss und verbindet Altstadt und Neustadt mit einem Bilderzyklus und Wasserturm.

Pop-Art-Comic von Kapellbrücke Luzern in Luzern, Schweiz mit Rasterpunkten
Pop-Art-Comicillustration des Wahrzeichens Kapellbrücke Luzern in Luzern Schweiz, kraeftige Konturen Rasterpunkte und satte Farben, Illustration mit AI erstellt.

Die Kapellbrucke in Luzern ist eine gedeckte Holzbrücke aus dem 14. Jahrhundert, die sich über den Fluss Reuss spannt und die Altstadt mit der gegenüberliegenden Neustadt verbindet. Als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung errichtet, lehnt sie sich an den markanten achteckigen Wasserturm und bildet zusammen mit ihm eines der prägendsten Bauensembles der Stadt.

Kapellbrucke als Wehrgang über der Reuss

Die Kapellbrucke entstand in der Mitte des 14. Jahrhunderts als Bestandteil des Verteidigungsrings um Luzern und diente zugleich als überdachter Übergang für Fußgänger über die Reuss.Sie wurde um 1365 als Wehrgang gebaut und verbindet die durch die Reuss getrennte Alt- und Neustadt. Baugeschichtliche Untersuchungen der Stadt Luzern datieren den Bau in das 14. Jahrhundert und erwähnen eine erste schriftliche Nennung der Brücke im Jahr 1367.Die erste Erwähnung datiert auf das Jahr 1367.

Ursprünglich war die Kapellbrucke deutlich länger als heute und spannte sich mit einer historischen Länge von rund 280 bis 285 Metern über den Fluss, bevor sie im 19. Jahrhundert im Zuge von Uferaufschüttungen gekürzt wurde.Das ursprünglich 285 m lange Bauwerk ist heute nur noch gut 200 m lang. Die Brücke gehört seit 1913 als kulturhistorisches Objekt von nationaler Bedeutung zum durch die Eidgenossenschaft geschützten Bestand und ist als überdachte Holzbrücke ein charakteristisches Beispiel mittelalterlicher Stadtbefestigung in der Schweiz.Seit 1913 steht die Brücke als kulturhistorisches Objekt von nationaler Bedeutung unter dem Schutz der Eidgenossenschaft.

Holzkonstruktion, Wasserturm und Brüstungen

Die Kapellbrucke ist als gedeckter Holzsteg konzipiert, dessen Dach in gleichmäßiger Linie über die Brückenkonstruktion geführt ist und den hölzernen Laufgang schützt.Die Kapellbrucke in Luzern ist eine überdachte Holzbrücke aus dem 14. Jahrhundert. Etwa in der Mitte des Flusses trifft der Steg auf den achteckigen Wasserturm, der als eigenständiges Bauwerk aus Mauerwerk über die Jahrhunderte verschiedene Funktionen erfüllte, darunter Verlies, Schatzkammer, Archiv und Gefängnis.Der Wasserturm diente als Verlies, Schatzkammer und Archiv.

Die der Seeseite zugewandte Brüstung der Kapellbrucke ist höher ausgeführt als die Brüstung auf der Stadtseite, sodass Schützen ihre Waffen auf dem Brüstungsbalken auflegen konnten.Die dem See zugewandte Brüstung der Brücke ist höher als die westliche. Entlang der Konstruktion wurden im Lauf der Jahrhunderte immer wieder schadhafte Holzteile ersetzt, sodass die Brücke heute in großen Teilen aus jüngeren Hölzern besteht, während die Grundform des gedeckten Wehrgangs erhalten blieb.Im Verlauf der Zeit wurden schadhafte Teile nach und nach ersetzt.

Bilderzyklus und Brandereignisse

Unter dem Dach der Kapellbrucke verläuft ein Bilderzyklus aus dreieckigen Holztafeln, der im frühen 17. Jahrhundert entstand und Szenen aus der Geschichte Luzerns, der Eidgenossenschaft sowie aus den Legenden der Stadtpatrone Leodegar und Mauritius zeigt.Der Bilderzyklus der Kapellbrücke entstand im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts. Der Luzerner Staatsschreiber Renward Cysat entwickelte das Konzept, Ratsherr Hans Rudolf von Sonnenberg verfasste die Texte, und der Maler Hans Heinrich Wägmann setzte die Szenen malerisch um.Renward Cysat, Hans Rudolf von Sonnenberg und Hans Heinrich Wägmann wirkten am Bilderzyklus.

Im 19. Jahrhundert führte die Aufschüttung der Reussufer dazu, dass die Brückenköpfe zurückversetzt und Teile der Brücke abgebrochen wurden, wodurch die Gesamtlänge auf etwas mehr als 200 Meter sank.Die beiden Brückenköpfe wurden nach der Erstellung der Quais an den Reussufern im 19. Jahrhundert zurückversetzt. Ein Großbrand am 18. August 1993 zerstörte einen großen Teil der mittelalterlichen Brücke und ihres Bilderzyklus, nur die Brückenköpfe und der Wasserturm blieben bestehen.Ein Grossteil der Kapellbrücke wurde bei einem Brand am 18. August 1993 zerstört. Der fehlende Abschnitt der Kapellbrucke wurde anschließend rekonstruiert, sodass der gedeckte Holzsteg wieder als durchgehende Verbindung über die Reuss besteht.Der fehlende Teil der Brücke wurde rekonstruiert.

Kapellbrucke besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Die Kapellbrucke liegt in der historischen Altstadt von Luzern und überspannt die Reuss zwischen dem Kapellplatz und dem gegenüberliegenden Ufer; vom Bahnhof Luzern führt ein kurzer Weg durch die Innenstadt zur Brücke.
  • Der Übergang über die Kapellbrucke erfolgt über einen hölzernen Laufgang, der sich über eine deutlich spürbare Länge zieht; der Zugang ist ebenerdig, im Inneren verläuft der Weg leicht ansteigend und abfallend.
  • In der Umgebung der Kapellbrucke liegen der Kapellplatz mit der St.-Peter-Kapelle, der Wasserturm in der Flussmitte sowie weitere Teile der historischen Stadtbefestigung wie die Museggmauer, die sich gut in einem Stadtspaziergang verbinden lassen.
  • Amtssprache ist Deutsch, gezahlt wird in Schweizer Franken.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Kapellbrucke auf Social-Media-Plattformen

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Kapellbrucke: häufige Fragen

Wo liegt die Kapellbrucke in Luzern?

Die Kapellbrucke liegt im Zentrum von Luzern, überspannt die Reuss zwischen der Altstadt auf dem rechten Ufer und der Neustadt auf dem linken Ufer und ist in unmittelbarer Nähe des Kapellplatzes zu finden.

Was bietet ein Besuch der Kapellbrucke?

Ein Besuch der Kapellbrucke eröffnet den Blick auf einen historischen Wehrgang aus Holz mit Blick auf den Wasserturm, die Reuss und den Bilderzyklus aus dreieckigen Tafeln unter dem Dach.

Was kennzeichnet die Kapellbrucke besonders?

Kennzeichnend für die Kapellbrucke sind ihre Entstehung im 14. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung, die gedeckte Holzkonstruktion über der Reuss und der Bilderzyklus aus dem frühen 17. Jahrhundert, der Stadt- und Eidgenossenschaftsgeschichte zeigt.

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