Kapadokya, Göreme

Kapadokya: Felslandschaft und Höhlenkirchen bei Göreme

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 07:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Kapadokya rund um Göreme verbindet vulkanische Felslandschaft mit byzantinischen Höhlenkirchen und macht die Türkei zu einem besonderen Kulturraum.

Aquarell-Illustration von Kappadokien in Göreme, Türkei als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Kappadokien in Göreme Türkei, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Kapadokya rund um Göreme ist eine Landschaft in Zentralanatolien, in der vulkanische Gesteine und aus dem Fels gehauene Kirchen ein enges Mosaik bilden. Die Region gehört zum Göreme-Nationalpark und den Felslandschaften von Kapadokya, die seit 1985 als UNESCO-Welterbe eingetragen sind und damit einen geschützten Kultur- und Naturraum in der Türkei bilden.

Kapadokya als UNESCO-Kulturlandschaft

Kapadokya liegt im zentralen Hochland der Türkei in der Provinz Nev?ehir und umfasst unter anderem die Städte Nev?ehir, Ürgüp und Avanos sowie die Felslandschaften bei Göreme. Der Göreme-Nationalpark und die Felslandschaften von Kapadokya sind seit 1985 als UNESCO-Welterbe eingetragen und umfassen ein Gebiet von rund 9.884 Hektar, das sowohl wegen seiner Geologie als auch wegen seiner historischen Bauten geschützt ist.Göreme-Nationalpark und die Felslandschaften Die Eintragung erfolgte unter Naturkriterium vii sowie den Kulturkriterien i, iii und v, wodurch die außergewöhnliche Verbindung von Landschaft und Siedlungsgeschichte hervorgehoben wird.UNESCO-Kriterien und Flächengröße

Die Landschaft von Kapadokya ist von vulkanischem Tuff und härteren Deckschichten ausgebildet, die von den Vulkanen Erciyes und Hasan stammen und über Millionen Jahre durch Erosion zu markanten Felsformen modelliert wurden. In den Tälern um Göreme stehen zahlreiche schlanke Felsnadeln und Pfeiler aus Tuff, die wegen ihrer markanten Silhouetten als „Feenkamine“ bezeichnet werden und zu den charakteristischen Formen dieser Region gehören.Geschichte der Feenkamine Zwischen diesen Felsen öffnen sich Täler mit sanften Hängen, auf denen heute Felssiedlungen, Terrassen und Wege angelegt sind.

Göreme und das Freilichtmuseum der Höhlenkirchen

Göreme ist ein Ort in Kapadokya, der direkt am Rand eines Tals mit Felsnadeln und Tuffhügeln liegt und als Ausgangspunkt für den Besuch der Felskirchen gilt. In dem Tal nordöstlich des Ortes liegt das Göreme-Freilichtmuseum, ein Ensemble aus in den Fels gehauenen Kirchen, Kapellen, Klöstern und Aufenthaltsräumen, das die Entwicklung des frühen Christentums in dieser Region anschaulich macht.Göreme-Freilichtmuseum als UNESCO-Stätte Die Anlage gehört zum UNESCO-Gebiet und liegt in einem Seitental, das von Feenkaminen und Felswänden eingefasst ist.

Viele der Kirchen und Klostergebäude im Göreme-Freilichtmuseum stammen aus der byzantinischen Zeit ab dem 4. Jahrhundert und bewahren Wandmalereien mit christlichen Motiven aus der Zeit nach dem Bilderstreit. In den weichen Tuff wurden Kapellen, Refektorien und Wohnräume gehauen, die sich dicht nebeneinander in der Felswand und in freistehenden Formationen finden.Byzantinische Kirchen und Fresken Die Innenräume vieler Kirchen sind mit Malereien in kräftigen Farben ausgestattet, während außen der helle Tuff den Eindruck einer zusammenhängenden Felsarchitektur vermittelt.Klosterensemble im Fels

Felslandschaft, unterirdische Städte und Täler

Kapadokya umfasst neben den Tälern bei Göreme auch unterirdische Anlagen und weitere Felslandschaften, die über das Hochplateau verteilt liegen. Zu dem UNESCO-Gebiet zählen unter anderem die unterirdischen Städte Kaymakl? und Derinkuyu, in denen mehrstöckige Räume, Gänge und Versorgungsschächte in den Tuff gehauen sind und so ein weit verzweigtes System unter der Oberfläche bilden.Unterirdische Städte Kaymakl? und Derinkuyu Darüber liegen Felsdörfer und kleine Siedlungen, deren Häuser teilweise in den Felsen angelegt sind und teilweise als freistehende Bauten an den Hängen stehen.

Die Täler von Kapadokya sind vielfach von Felsnadeln und Tuffhügeln geprägt, zwischen denen Wege und Terrassen verlaufen. In einigen Tälern trifft man auf Felsformationen mit säulenartigen Formen, in anderen dominieren breitere Hügel mit eingehauenen Räumen, Fensteröffnungen und Nischen. Zwischen Nev?ehir, Ürgüp und Avanos wird die Landschaft von Felsschluchten und Plateaus gegliedert, die einen Wechsel von offenen Flächen und engeren Einschnitten bilden.Lage der Täler und Plateaus In dieser Umgebung entstanden über die Jahrhunderte Felskirchen, Wohnhöhlen und Wirtschaftsgebäude, die das Bild einer Kulturlandschaft im vulkanischen Gestein prägen.

Kapadokya besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Kapadokya liegt in Zentralanatolien in der Türkei und ist aus Deutschland über den Flughafen Nev?ehir oder über Straßenverbindungen aus Städten wie Ankara erreichbar, von wo aus Busse und Mietwagen in die Region fahren.
  • In den Tälern um Göreme führen Wege über unebenen Tuffboden und Hänge mit teils steilen Abschnitten, außerdem gibt es Treppen in den Felsen und schmale Aufstiege zu einzelnen Felskirchen.
  • In der Umgebung von Göreme liegen weitere Orte wie Ürgüp und Avanos, die über Landstraßen verbunden sind und von denen aus sich unterschiedliche Täler und Felslandschaften von Kapadokya erschließen lassen.
  • Amtssprache ist Türkisch, gezahlt wird in Türkischen Lira.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

Kapadokya auf Social-Media-Plattformen

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Kapadokya: häufige Fragen

Wo liegt Kapadokya mit Göreme in der Türkei?

Kapadokya liegt in Zentralanatolien in der Provinz Nev?ehir, Göreme befindet sich dort in einem Tal mit Tufffelsen und Feenkaminen nahe der Stadt Nev?ehir.

Was bietet ein Besuch in Kapadokya rund um Göreme?

Ein Besuch in Kapadokya rund um Göreme führt in eine vulkanische Felslandschaft mit Feenkaminen, Felswohnungen, unterirdischen Städten und dem Göreme-Freilichtmuseum mit byzantinischen Höhlenkirchen.

Was kennzeichnet Kapadokya im Vergleich zu anderen Landschaften?

Kapadokya ist durch die weichen Tuffgesteine, die daraus entstandenen Feenkamine und die dicht in den Fels gehauenen Kirchen und Wohnräume gekennzeichnet, die eine Kulturlandschaft aus Gestein und Architektur bilden.

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