Jungfraujoch – hochalpine Bühne zwischen Eiger, Mönch und Jungfrau
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 21:53 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Das Jungfraujoch in der Schweiz liegt hoch in den Berner Alpen zwischen Eiger, Mönch und Jungfrau und verbindet eine hochalpine Gletscherwelt mit einer eindrucksvollen Bergbahnstation auf über 3.400 Metern Höhe. Seit der Eröffnung der Jungfraubahn im Jahr 1912 führt eine elektrische Zahnradbahn bis zu dem Sattel, auf dem sich Bahnhof, Tunnelanlagen und Aussichtsplattformen inmitten von Fels, Schnee und Eis befinden.
Jungfraujoch: Sattel im Herzen der Berner Alpen
Geografisch ist das Jungfraujoch ein Gletschersattel auf dem Verbindungsgrat zwischen Mönch und Jungfrau in den Berner Alpen, auf der Grenze der Kantone Bern und Wallis.Der tiefste Punkt im Verbindungsgrat liegt hier auf rund 3.450 Metern über Meer in einem Gebiet aus Firn und blankem Eis, das direkt in den oberen Bereich des Aletschgletschers übergeht.Der Gletschersattel liegt auf der Firnfläche des Aletschgletschers Die Lage mitten im Hochgebirge macht das Joch zu einem markanten Übergang zwischen den Nordhängen von Eiger und Mönch und der langen Gletscherzunge des Aletsch, die sich nach Süden in das Wallis zieht.
Die Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau bilden um das Jungfraujoch eine weitgehend vergletscherte Bergarena, in der sich steile Felswände und ausgedehnte Firnfelder gegenüberstehen. Der Sattel selbst ist von Gebäuden, Tunnelausgängen und Schneeflächen geprägt, während weiter unten die Eisströme des Aletschgletschers und seiner Nebengletscher das Landschaftsbild dominieren.Das Jungfraujoch liegt im Herzen des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch Die Einbettung in dieses Welterbegebiet unterstreicht den Charakter des Ortes als Hochgebirgslandschaft mit dauerhaften Gletschern und markanten Felsformationen.
Die Jungfraubahn: Pionierwerk im Tunnel durch Eiger und Mönch
Die Erschließung des Jungfraujochs durch die Jungfraubahn geht auf den Schweizer Industriellen Adolf Guyer-Zeller zurück, der in den 1890er Jahren eine Konzession für eine Zahnradbahn von der Kleinen Scheidegg bis in das Massiv von Eiger und Mönch beantragte.Adolf Guyer-Zeller erhielt Ende 1894 die Konzession für den Bau Der Bau begann 1896 auf der Kleinen Scheidegg und führte in Etappen über Zwischenstationen wie Eigergletscher, Eigerwand und Eismeer, bevor der Durchbruch des Tunnels zum Jungfraujoch 1912 gelang.
Seit August 1912 fährt die elektrische Zahnradbahn von der Kleinen Scheidegg durch das Innere von Eiger und Mönch bis zur Bergstation auf dem Jungfraujoch und überwindet auf einer Strecke von 9,34 Kilometern fast 1.400 Höhenmeter.Die Jungfraubahn führt durch Eiger und Mönch bis auf das Jungfraujoch Der Endbahnhof liegt als Tunnelstation auf rund 3.454 Metern über Meer und gilt als höchstgelegene Eisenbahnstation Europas.Am 1. August 1912 wurde der Bahnhof auf 3.454 Metern eröffnet Diese Kombination aus langer Tunnelstrecke, großer Höhendifferenz und der Lage im Hochgebirge macht die Bahn zu einem technisch anspruchsvollen Pionierwerk.
Forschung, Aussichtsplattformen und Eiswelt auf dem Sphinx-Gebäude
Auf einem markanten Felskopf oberhalb des Sattels steht das Sphinx-Gebäude mit dem astronomischen und meteorologischen Observatorium sowie einer Aussichtsplattform, die über einen Lift vom Tunnelbahnhof erreichbar ist.Das Sphinx-Gebäude mit Aussichtsplattform steht auf über 3.570 Metern Die Terrasse liegt auf einer Höhe von mehr als 3.570 Metern über Meer und bietet den Blick über die Firnfelder des Aletschgletschers und auf die umliegenden Viertausender. Die Forschungsstation auf dem Jungfraujoch befindet sich in unmittelbarer Nähe und nutzt die extremen Bedingungen der hochalpinen Umgebung für Langzeitmessungen in verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen.
Neben der Aussichtsplattform gehören auf dem Jungfraujoch ein Eis-Palast mit in den Gletscher gehauenen Gängen und Figuren sowie ein Schneefeld, das als gesicherter Bereich über dem Gletscher genutzt wird, zu den dauerhaft angelegten Bereichen.Eispalast, Sphinx-Aussicht und Schneefeld sind zentrale Einrichtungen auf dem Joch Zusammen mit Restaurant- und Serviceflächen im Inneren der Gebäude entsteht eine Art unterirdischer Station mit Gängen und Hallen im Fels, während die offenen Terrassen und Schneeflächen den direkten Kontakt zur Hochgebirgslandschaft ermöglichen.
Jungfraujoch besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Jungfraujoch liegt in den Berner Alpen auf der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis und ist über die Jungfraubahn ab der Kleinen Scheidegg mit der Bahn erreichbar.
- Der Bahnhof auf dem Jungfraujoch liegt auf über 3.400 Metern Höhe, und der Zugang zu den Aussichtsplattformen führt teils über Tunnelgänge, Innenräume und Stufen.
- Auf dem Sattel und den umliegenden Terrassen befinden sich ganzjährig Schnee- und Eisflächen, der Aufenthalt findet daher in hochalpinem Gelände mit entsprechender Witterung statt.
- Die Region ist mit Zügen der Berner Oberland-Bahnen von Interlaken aus an die Täler von Lauterbrunnen und Grindelwald angeschlossen, von wo aus die Wengernalpbahn zur Kleinen Scheidegg fährt.
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Jungfraujoch: häufige Fragen
Wo liegt das Jungfraujoch?
Das Jungfraujoch liegt in den Berner Alpen auf dem Grat zwischen Mönch und Jungfrau, auf der Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis in der Schweiz.
Was bietet ein Besuch auf dem Jungfraujoch?
Ein Besuch führt in eine hochalpine Gletscherlandschaft mit Tunnelbahnhof, Aussichtsplattformen wie dem Sphinx-Gebäude, einem Eispalast sowie gesicherten Schneeflächen über dem Aletschgletscher.
Was kennzeichnet das Jungfraujoch besonders?
Besonders kennzeichnend ist die Kombination aus der Jungfraubahn als elektrischer Zahnradbahn mit höchstgelegener Eisenbahnstation Europas und der Lage inmitten der Gletscherwelt des UNESCO-Welterbes Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch.
