Jökulsarlon-Gletscherlagune, Island-Reise

Jökulsarlon-Gletscherlagune: Islands magischer Eissee bei Hofn

20.05.2026 - 02:57:41 | ad-hoc-news.de

Zwischen Hofn und dem Vatnajökull funkelt die Jökulsarlon-Gletscherlagune wie ein lebendiger Eisdiamant. Warum Jokulsarlon Island-Reisen aus Deutschland verändert.

Jökulsarlon-Gletscherlagune, Island-Reise, Naturwahrzeichen
Jökulsarlon-Gletscherlagune, Island-Reise, Naturwahrzeichen

Plötzlich öffnet sich hinter einer unscheinbaren Kurve des isländischen Ringvegs ein anderes Universum: Die Jökulsarlon-Gletscherlagune, lokal Jokulsarlon („Gletscherfluss-Lagune“), liegt wie ein stiller, milchblauer Spiegel unter dem Vatnajökull, durchzogen von treibenden Eisbergen, die im Nordlicht fluoreszieren oder in der Mitternachtssonne glitzern. Wer von Hofn aus hierherfährt, hat das Gefühl, am Rand einer arktischen Traumlandschaft angekommen zu sein – näher an Grönland als an Mitteleuropa, und doch erstaunlich gut aus Deutschland erreichbar.

Jökulsarlon-Gletscherlagune: Das ikonische Wahrzeichen von Hofn

Die Jökulsarlon-Gletscherlagune gilt heute als eine der eindrucksvollsten Naturattraktionen in Island. Sie liegt im Süden des Landes nahe dem Fischerort Hofn und am Rand des Vatnajökull-Nationalparks, der den größten Gletscher Europas (bezogen auf das Volumen) schützt. Reiseportale wie die Deutsche Zentrale für Tourismus verweisen immer wieder auf Jokulsarlon als eins der visuellen Wahrzeichen der Insel – vergleichbar mit dem Gullfoss-Wasserfall oder dem Geysir im sogenannten Golden Circle, aber deutlich abgelegener und wilder.

Die Lagune ist rund 380 km von Reykjavík entfernt und mit dem Auto in etwa fünf Stunden erreichbar. Sie bildet das Endbecken des Breiðamerkurjökull, eines Ausläufers des mächtigen Vatnajökull. Von diesem Gletscher brechen Eisblöcke ab, die in die Lagune stürzen, langsam Richtung Meer treiben und schließlich am benachbarten „Diamond Beach“ anlanden – einem schwarzen Lavastrand, über den tausende kleinere Eisstücke wie geschliffene Diamanten verteilt sind.

Islandair, die isländische Fluggesellschaft, beschreibt die Jökulsarlon-Gletscherlagune in ihren Reisematerialien als einen Ort, an dem das Zusammenspiel von Gletscher, vulkanischer Küste und Atlantik besonders deutlich werde. GEO und National Geographic Deutschland heben vor allem die Farben hervor: milchiges Gletscherblau, tiefes Schwarz der Vulkanasche, kristallklare Eisbrocken und manchmal leuchtend grüne Nordlichter darüber – ein Kontrastprogramm, das auf Fotos spektakulär wirkt, in der Realität aber noch intensiver ist.

Geschichte und Bedeutung von Jokulsarlon

Im Gegensatz zu vielen klassischen Sehenswürdigkeiten ist Jokulsarlon ein junges Naturphänomen. Geologische Untersuchungen und Berichte des isländischen Meteorologischen Dienstes zeigen, dass sich die Lagune erst im 20. Jahrhundert in ihrer heutigen Form gebildet hat. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts reichte der Breiðamerkurjökull deutlich weiter in Richtung Atlantik. Durch den Gletscherrückzug – eine Folge natürlicher Schwankungen und des menschengemachten Klimawandels – entstanden zunächst kleine Seen, die sich mit dem weiteren Abschmelzen zu einer großen Lagune vereinigten.

Laut dem isländischen Umweltministerium hat sich die Fläche der Jökulsarlon-Gletscherlagune im Laufe weniger Jahrzehnte stark vergrößert und wächst weiter. Aktuelle Fachbeiträge in Medien wie der Süddeutschen Zeitung und Berichte der Umweltbehörden verwenden Jokulsarlon regelmäßig als anschauliches Beispiel dafür, wie sichtbar der Klimawandel in der Arktis und Subarktis ist: Besucher sehen hier innerhalb weniger Jahre Veränderungen in Uferlinie und Eislandschaft.

Touristisch trat Jokulsarlon in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Vordergrund. Schon in den 1970er- und 1980er-Jahren wurden erste Bootstouren organisiert. Internationale Bekanntheit erlangte die Lagune durch große Filmproduktionen. Szenen aus James-Bond-Filmen wie „Stirb an einem anderen Tag“ und „A View to a Kill“ wurden Medienberichten zufolge im Umfeld der Gletscherlagune und des Vatnajökull gedreht. Auch andere internationale Produktionen nutzten die Kulisse aus Eis, Wasser und vulkanischem Fels. Island-Reiseführer von Verlagen wie Marco Polo und Lonely Planet erwähnen diese Filmgeschichte als zusätzlichen Reiz für Fans – auch wenn der eigentliche Star unbestritten die Landschaft selbst ist.

Mit der Ausweisung des Vatnajökull-Nationalparks, der nach Angaben der isländischen Behörden flächenmäßig zu den größten Nationalparks Europas zählt, rückte Jokulsarlon auch in einen strengeren Schutzkontext. Der Nationalpark ist seit 2019 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes „Vatnajökull National Park – Dynamic Nature of Fire and Ice“. Die Lagune selbst liegt in unmittelbarer Nähe und wird durch denselben Schutzgedanken geprägt: empfindliche Natur, die gleichzeitig für Besucher zugänglich bleiben soll.

Für Island hat Jokulsarlon neben der touristischen auch eine symbolische Bedeutung. Es ist ein Ort, an dem sich zwei zentrale Elemente isländischer Identität treffen: Eis und Feuer. Während unter dem Vatnajökull aktive Vulkansysteme liegen, zeigt die Oberfläche aus Gletscher und Lagune die fragile Seite der Insel. Isländische Medien thematisieren regelmäßig, dass Jokulsarlon sowohl Wirtschaftsfaktor (durch Tourismus) als auch Mahnmal für den Klimawandel ist.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Jökulsarlon-Gletscherlagune ist keine architektonische Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn; die „Architektur“ ist hier geologisch. Das Zusammenspiel von Eis, Wasser, Lava und Himmel wirkt jedoch so komponiert, dass Fotografen und Künstler von einer „natürlichen Kunstinstallation“ sprechen. Reise- und Naturmagazine wie National Geographic Deutschland zeigen regelmäßig Fotostrecken, in denen die Eisberge der Lagune wie abstrakte Skulpturen erscheinen.

Die schwimmenden Eisberge entstehen, wenn der Gletscherkalbungsprozess – das Abbrechen von Eismassen am Gletscherfront – Blöcke in die Lagune schickt. Diese Eisstücke können mehrere Meter hoch aus dem Wasser ragen, doch etwa 90 % ihrer Masse liegen unter der Oberfläche. Das Eis ist zum Teil tausende Jahre alt und durch den Druck des Gletschers so stark verdichtet, dass es das typische tiefblaue Leuchten entwickelt, das Besucher anzieht. Dunkle Streifen aus Vulkanasche erinnern daran, dass Island eine der aktivsten Vulkanregionen der Erde ist.

Besonders markant ist die Verbindung der Lagune mit dem Atlantik: Ein kurzer Fluss führt das Wasser der Jökulsarlon-Gletscherlagune samt Eisbergen Richtung Meer. Bei Ebbe stauen sich die Brocken im Mündungsbereich, bei Flut drückt die Brandung kleinere Eisstücke wieder in die Lagune zurück. Direkt südlich der Brücke über den Ringveg befindet sich der bekannte „Diamond Beach“, ein schwarzer Sand- und Kiesstrand, an dem angespülte Eisstücke wie Glasobjekte wirken. Fotos dieses Strandes sind inzwischen fester Bestandteil jeder Island-Bildstrecke deutscher Medien.

An der Lagune selbst sind die baulichen Strukturen bewusst zurückhaltend. Einfache Parkplätze, Informationsschilder und einige Anbieter von Bootstouren prägen das Bild. Umweltauflagen des Vatnajökull-Nationalparks begrenzen größere bauliche Eingriffe. Die offiziellen Stellen betonen laut ihren Informationsbroschüren, dass die Landschaft im Vordergrund stehen soll. Architektur findet eher indirekt statt – etwa in Form von Besucherzentren und Unterkünften entlang der Ringstraße, darunter Hotels wie das „Hótel Jökulsárlón – Glacier Lagoon Hotel“, das laut Buchungsplattformen auf moderne, klare Gestaltung mit Blick auf Berge und Küste setzt.

Auch künstlerisch inspiriert Jokulsarlon viele Menschen. Island-Fotobände deutscher Verlage zeigen die Lagune oft auf dem Cover, und Fotoreisen aus Deutschland führen regelmäßig hierher. Im Kontext der Klimakommunikation nutzen Umweltorganisationen Bilder von Jokulsarlon, um die Veränderungen der Gletscher anschaulich zu machen – etwa indem sie historische Aufnahmen mit aktuellen Fotos vergleichen.

Jökulsarlon-Gletscherlagune besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Die Lagune liegt im Südosten Islands, unweit des Ortes Hofn und direkt an der Ringstraße (Route 1), die einmal um die Insel führt. Für Reisende aus Deutschland ist sie gut als Etappe auf einer mehrtägigen Rundreise oder als Highlight einer Südküsten-Tour planbar.

  • Lage und Anreise
    Jokulsarlon liegt etwa 380 km östlich von Reykjavík und rund 80–90 km westlich von Hofn. Von Reykjavík aus fahren Reisende meist mit dem Mietwagen über die Ringstraße. Die Fahrt dauert – je nach Wetter und Fotostopps – ungefähr fünf Stunden.
    Von Deutschland gibt es ganzjährige Direktflüge nach Reykjavík/Keflavík ab größeren Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf. Die Flugzeit beträgt in der Regel etwa 3 bis 4 Stunden. Internationale Airlines und isländische Anbieter wie Icelandair verbinden Deutschland mit Island häufig ganzjährig; konkrete Verbindungen ändern sich saisonal und sollten vor der Buchung geprüft werden.
    Eine Anreise komplett per Bahn und Fähre ist theoretisch über Dänemark (Fähre nach Seyðisfjörður in Ostisland und anschließende Autofahrt) möglich, praktisch aber eher für längere Reisen relevant. Viele deutsche Reisende entscheiden sich daher für den Flug und eine anschließende Mietwagenrundreise. Busanbieter innerhalb Islands bieten saisonal Tages- und Mehrtagestouren zur Südküste und zur Jökulsarlon-Gletscherlagune an, die insbesondere für Selbstfahrer ohne Wintererfahrung eine Alternative darstellen.
  • Öffnungszeiten
    Die Lagune selbst ist ein frei zugängliches Naturgebiet und im Prinzip ganzjährig und rund um die Uhr erlebbar. Es gibt keine klassische „Schließzeit“ der Landschaft. Dienstleistungen vor Ort, etwa Bootstouren, kleine Cafés oder Imbisse, folgen jedoch festen Tages- und Saisonzeiten.
    Da sich Öffnungszeiten wetter- und saisonbedingt ändern können, empfiehlt sich der Blick auf die offiziellen Webseiten der Anbieter oder des Vatnajökull-Nationalparks. In vielen Fällen wird tagesaktuell bekanntgegeben, ob Fahrten stattfinden – besonders im Herbst und Winter.
  • Eintritt
    Für den Zugang zur Jökulsarlon-Gletscherlagune wird nach derzeitigem Stand kein Eintritt für das Naturgebiet selbst verlangt. Gebühren können für Parkplätze oder bestimmte Angebote anfallen, etwa für Amphibienboot-Touren oder Zodiac-Schlauchboot-Fahrten zwischen den Eisbergen. Die Preise schwanken je nach Saison und Anbieter und liegen in der Regel im zweistelligen Euro- bzw. isländischen Kronenbereich.
    Da sich Preise und Konditionen ändern können, sollten Reisende vorab auf den Seiten der jeweiligen Touranbieter oder bei ihrer Reiseagentur nachsehen. Allgemein gilt: Je spezialisierter und kleiner die Gruppe, desto höher der Preis.
  • Beste Reisezeit
    Jokulsarlon ist das ganze Jahr über ein eindrucksvolles Reiseziel, allerdings mit sehr unterschiedlicher Stimmung:
    • Sommer (Juni bis August): Lange Tage, Mitternachtssonne, tendenziell milderes Wetter. Bootstouren haben Hochsaison, Straßen sind meist gut befahrbar. Es ist allerdings auch die touristisch intensivste Zeit, die Lagune kann tagsüber gut besucht sein.
    • Herbst (September, Oktober): Häufig noch relativ gute Straßenverhältnisse, erste Chancen auf Nordlichter, weniger Andrang als im Hochsommer. Das Wetter ist wechselhafter, die Tage werden kürzer.
    • Winter (November bis März): Mögliches Nordlicht-Spektakel, verschneite Landschaft und oft sehr klare, kalte Luft. Straßenbedingungen können anspruchsvoll sein; Fahrten sollten nur mit winterlicher Erfahrung oder mit geführter Tour geplant werden. Viele Bootstouren sind eingeschränkt.
    • Frühling (April, Mai): Übergangszeit mit langsam länger werdenden Tagen, teils sehr wechselhaftem Wetter und weniger Besuchern. Der Gletscher wirkt besonders kontrastreich, wenn noch Schnee auf den Bergen liegt, während niedrigere Lagen tauen.
    Viele Island-Reiseführer empfehlen, Jokulsarlon früh morgens oder am späten Abend zu besuchen, wenn weniger Busse unterwegs sind und das Licht besonders weich ist.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
    Sprache: Amtssprache in Island ist Isländisch. Englisch ist in der gesamten Tourismusbranche praktisch überall sehr gut verbreitet, häufig auch Deutschkenntnisse – insbesondere bei saisonalen Guides, die mit deutschsprachigen Gruppen arbeiten. Für eine Reise ist Englisch in der Regel ausreichend.
    Zahlung: Island ist stark kartenzentriert. Kreditkarten werden nahezu überall akzeptiert, oft sogar für Kleinstbeträge. Auch kontaktloses Bezahlen mit Smartphone oder Smartwatch ist gängig. Bargeld in isländischen Kronen (ISK) ist meist nur in Ausnahmefällen nötig.
    Trinkgeld: In Restaurants, Cafés und Tourbetrieben ist Trinkgeld nicht zwingend, da Service häufig eingepreist ist. Ein kleines Aufrunden oder ein freiwilliges Trinkgeld bei besonderer Zufriedenheit wird aber gern angenommen.
    Kleidung: Das Wetter kann in der Region um Hofn schnell wechseln. Für den Besuch der Jökulsarlon-Gletscherlagune sind – selbst im Sommer – wind- und wasserdichte Oberbekleidung, Mütze, Handschuhe und festes Schuhwerk empfehlenswert. Wer Bootstouren oder spezielle Aktivitäten wie Gletscherwanderungen plant, sollte sich nach Kleidungsempfehlungen des Anbieters richten.
    Fotografieren: Fotografieren ist an der Lagune grundsätzlich erlaubt. Drohnen unterliegen in Island strengen Regeln und es gibt im Bereich des Nationalparks sowie in der Nähe der Ringstraße teilweise Einschränkungen. Vor dem Flug sollte man sich bei der isländischen Luftfahrtbehörde bzw. den Nationalparkregeln informieren. Wichtig: Abstand zu Vögeln und Robben einhalten, keine Tiere bedrängen.
  • Sicherheit vor Ort
    Die Eisberge und das Ufer der Jökulsarlon-Gletscherlagune wirken einladend, sind aber potenziell gefährlich. Island-Reiseführer und die offizielle Tourismusorganisation Visit Iceland warnen ausdrücklich davor, auf Eisbergen zu klettern oder zu nah an abbrechende Kanten zu gehen. Ebenso ist das Betreten der Lagune ohne zertifizierte Anbieter lebensgefährlich. Robuste Geländer gibt es längst nicht überall, weshalb besonders bei Kindern Vorsicht geboten ist. Schilder und Hinweise der Ranger sollten konsequent beachtet werden.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Island gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur Europäischen Union. Deutsche Staatsbürger können mit gültigem Reisepass oder Personalausweis einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
    Für medizinische Versorgung gilt: Trotz Schengen-Teilnahme wird empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, die auch Rücktransport abdeckt. Die Distanzen in Island sind groß, und bestimmte Behandlungen können teuer werden. Für Fahrten im Winter ist es ratsam, regelmäßig den isländischen Wetterdienst und die Straßenverkehrsbehörde zu konsultieren.
  • Zeitverschiebung
    Island nutzt das ganze Jahr über die Greenwich Mean Time (GMT) ohne Sommerzeit. Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt im Winter in der Regel minus eine Stunde, zur Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) im Sommer minus zwei Stunden. Wer von Deutschland zur Jökulsarlon-Gletscherlagune reist, sollte diese Zeitdifferenz bei Mietwagenübernahmen und Tourbuchungen bedenken.

Warum Jokulsarlon auf jede Hofn-Reise gehört

Hofn im Südosten Islands ist ein vergleichsweise kleiner Ort, der sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Gletscher- und Lagunenerlebnisse entwickelt hat. Die Jökulsarlon-Gletscherlagune liegt zwar näher an Reykjavík als Hofn, wird von vielen Reisenden aber in eine Route eingebettet, die über die Südküste nach Osten führt. Auf dem Weg passieren Besucher ikonische Wasserfälle, schwarze Strände und Lavafelder – und finden in Jokulsarlon den vielleicht emotionalsten Höhepunkt dieser Strecke.

Der Kontrast zur deutschen Alltagslandschaft könnte größer kaum sein. Während vertraute Reiseziele wie Nordsee oder Alpen vor allem mit Wäldern, Wiesen oder Wellen punkten, wirkt Jökulsarlon wie eine Zeitreise in eine Eiszeit. Deutsche Reisemagazine wie das ADAC-Reisemagazin oder Merian beschreiben die Lagune häufig als „Tor zur Arktis“. Die Möglichkeit, hier Robben zu beobachten, die zwischen den Eisblöcken auftauchen, oder Seevögel, die dicht über dem Wasser jagen, verstärkt diesen Eindruck.

Ein praktischer Vorteil für Reisende aus dem deutschsprachigen Raum: Jokulsarlon lässt sich sowohl auf Individualreisen mit Mietwagen als auch über geführte Touren erleben. Zahlreiche Anbieter – darunter auch solche, die in deutschen Märkten vertreten sind – kombinieren die Lagune mit Gletscherwanderungen auf dem Vatnajökull oder mit Besuchen weiterer Gletscherlagunen wie Fjallsárlón, die nur wenige Kilometer entfernt liegt. Ein von isländischen Outdoor-Spezialisten beworbenes Erlebnis etwa ist das „Eisberg-Floating“ in Fjallsárlón, bei dem Gäste in speziellen Anzügen zwischen Eisschollen treiben – ein Hinweis darauf, wie vielfältig der Gletscherraum rund um Hofn touristisch erschlossen wird.

Für viele Besucher wird Jokulsarlon zu einem der prägenden Momente einer Islandreise. Das hängt nicht nur mit der Kulisse zusammen, sondern auch mit der Stille, die – je nach Tageszeit – in der Lagune liegen kann. Das leise Knacken der Eisberge, das entfernte Donnern, wenn ein Stück des Gletschers bricht, und das Rufen der Vögel: All das schafft eine Atmosphäre, die sich nur schwer in Bildern vermitteln lässt. Wer aus Deutschland anreist, investiert zwar Zeit und Geld, wird aber mit einem Naturerlebnis belohnt, das im europäischen Kontext einzigartig ist.

Auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit lohnt sich ein bewusster Besuch. Viele isländische Anbieter legen inzwischen Wert auf kleinere Gruppen, emissionsärmere Fahrzeuge und Informationsvermittlung zum Klimawandel. Reisende können durch die Wahl entsprechender Touren und durch einen insgesamt reflektierten Umgang mit Flügen, Mietwagen und Ressourcen dazu beitragen, dass Orte wie die Jökulsarlon-Gletscherlagune langfristig geschützt werden.

Jökulsarlon-Gletscherlagune in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Jökulsarlon-Gletscherlagune seit Jahren ein Favorit unter Island-Motiven. Auf Instagram, TikTok und YouTube finden sich tausende Beiträge, die von Zeitraffer-Aufnahmen der Eisberge über Nordlicht-Videos bis hin zu persönlichen Reisevlogs reichen. Viele Inhalte stammen von Reisenden aus Deutschland oder sind deutsch untertitelt, was die Planung erleichtert und Inspiration liefert. Gleichzeitig zeigen die Debatten rund um Overtourism und Naturschutz, dass verantwortungsbewusstes Reisen auch im digitalen Zeitalter eine Rolle spielt.

Häufige Fragen zu Jökulsarlon-Gletscherlagune

Wo genau liegt die Jökulsarlon-Gletscherlagune?

Die Jökulsarlon-Gletscherlagune liegt im Südosten Islands an der Ringstraße (Route 1), etwa 380 km östlich von Reykjavík und rund 80–90 km westlich des Ortes Hofn. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Vatnajökull-Nationalpark und ist mit dem Auto gut als Etappe einer Südküsten- oder Rundreise erreichbar.

Wie ist die Jökulsarlon-Gletscherlagune entstanden?

Jokulsarlon ist das Produkt des Rückzugs des Breiðamerkurjökull, eines Ausläufers des Vatnajökull-Gletschers. Im Laufe des 20. Jahrhunderts bildeten sich an der Gletscherfront zunächst kleinere Seen, die sich durch weiteres Abschmelzen zu einer größeren Lagune verbanden. Der Prozess hält an, sodass sich die Form der Lagune weiter verändert und Jokulsarlon zu einem sichtbaren Symbol des Klimawandels geworden ist.

Wie erreicht man Jokulsarlon am besten aus Deutschland?

Die gängigste Variante ist ein Flug von Deutschland nach Reykjavík/Keflavík, oft direkt ab Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf. Von Reykjavík aus führt die Ringstraße mit einem Mietwagen oder Bus in etwa fünf Stunden zur Jökulsarlon-Gletscherlagune. Viele Rundreiseanbieter integrieren die Lagune in geführte Touren entlang der Südküste. Eine reine Tagesfahrt ab Reykjavík ist möglich, aber lang; angenehmer ist eine Übernachtung in der Region, etwa zwischen Vík und Hofn.

Was ist das Besondere an der Jökulsarlon-Gletscherlagune?

Das Besondere an Jokulsarlon ist die Nähe zwischen Besucherinnen und Besuchern und der Dynamik eines aktiven Gletschers. Schwimmende Eisberge, tiefblaues Gletschereis, das Spiel von Ebbe und Flut am Diamond Beach, häufige Robbensichtungen und – je nach Jahreszeit – Nordlichter oder Mitternachtssonne machen die Lagune einzigartig. Zugleich ist sie ein leicht zugänglicher Ort, an dem die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar sichtbar sind.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Jökulsarlon-Gletscherlagune?

Die Lagune lohnt sich ganzjährig. Wer milderes Wetter, lange Tage und ein breites Angebot an Bootstouren bevorzugt, reist meist zwischen Juni und August. Für weniger Andrang und eine Mischung aus guten Straßenverhältnissen und Nordlichtchancen bieten sich September und Oktober an. Wintermonate erlauben eindrucksvolle Nordlicht- und Schneeszenen, erfordern aber mehr Planung und Fahrpraxis. Frühmorgens und spätabends ist es in allen Jahreszeiten ruhiger und das Licht oft besonders stimmungsvoll.

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