Jiuzhaigou-Tal, China-Reise

Jiuzhaigou-Tal in China: Wo Seen in allen Farben leuchten

20.05.2026 - 22:28:43 | ad-hoc-news.de

Das Jiuzhaigou-Tal bei Aba in China fasziniert mit smaragdgrünen Seen, Wasserfällen und tibetischer Kultur. Warum dieser Nationalpark für Reisende aus Deutschland ein Naturwunder ist – und was man vorab wissen sollte.

Jiuzhaigou-Tal, China-Reise, Naturwunder
Jiuzhaigou-Tal, China-Reise, Naturwunder

Nebel hängt über den Bergen, türkisfarbene Seen liegen spiegelglatt im Morgenlicht, und aus den Wäldern kaskadieren glitzernde Wasserfälle: Das Jiuzhaigou-Tal (auf Deutsch sinngemäß „Tal der neun Dörfer“) in der Präfektur Aba in China wirkt auf viele Besucher wie eine Landschaft aus einem chinesischen Märchenfilm. Das Naturparadies Jiuzhaigou vereint spektakuläre Karstseen, dichte Wälder und die Kultur tibetischer und Qiang-Minderheiten – und gehört damit zu den eindrucksvollsten Reisezielen, die sich von Deutschland aus in Westchina besuchen lassen.

Jiuzhaigou-Tal: Das ikonische Wahrzeichen von Aba

Das Jiuzhaigou-Tal liegt im Norden der Provinz Sichuan, in der Autonomen Präfektur Aba in China, in einer Höhe von rund 2.000 bis über 4.500 m. Bekannt ist das Gebiet vor allem für seine außergewöhnlich klaren Seen in Blau- und Grüntönen, die von Kalkablagerungen und Algen sowie dem Spiel des Lichts geformt werden. Die UNESCO hat Jiuzhaigou bereits 1992 als Weltnaturerbe anerkannt, und seit 1997 ist das Gebiet außerdem Teil des UNESCO-Biosphärenreservat-Netzwerks. Der Nationalpark verwaltet nach offiziellen chinesischen Angaben eine Fläche von knapp 720 km² – damit ist Jiuzhaigou deutlich größer als etwa der Nationalpark Bayerischer Wald.

Die Deutsche Welle und GEO Spezial haben Jiuzhaigou wiederholt als eines der spektakulärsten Naturerlebnisse Chinas beschrieben. Charakteristisch sind nicht einzelne Gipfel, sondern eine Kombination aus Kalksteinterrassen, hunderten Wasserfällen, stillen Seen, Mischwäldern und traditionellen tibetischen Dörfern mit Gebetsfahnen. Diese Mischung aus Naturdrama und lebendiger Kultur macht das Jiuzhaigou-Tal zu einem ikonischen Wahrzeichen der Region Aba – und zu einem Ziel, das viele China-Reisende aus Deutschland ganz bewusst in ihre Route integrieren.

Für Reisende aus Mitteleuropa wirkt der Park wie eine kompakte, aber sehr vielfältige Bergwelt: Innerhalb eines Tages können Besucher von dichten Nadelwäldern über farbige Seen bis zu Hochplateaus mit Blick auf schneebedeckte Gipfel wechseln. Viele Medien vergleichen die Farbpalette der Seen mit den Plitvicer Seen in Kroatien, betonen aber gleichzeitig, dass die Dimensionen und die Höhenlage in Jiuzhaigou einzigartig sind.

Geschichte und Bedeutung von Jiuzhaigou

Der Name Jiuzhaigou bedeutet „Tal der neun Dörfer“ und bezieht sich auf neun traditionelle tibetische Siedlungen, die im Tal verstreut liegen. Über Jahrhunderte lebten hier vor allem tibetische und Qiang-Gemeinschaften von Viehzucht und begrenztem Ackerbau. Historische chinesische Quellen erwähnen das Gebiet schon in der Kaiserzeit, es blieb aber lange abgelegen und schwer zugänglich.

Erst im 20. Jahrhundert rückte Jiuzhaigou stärker in den Fokus der chinesischen Öffentlichkeit. Laut Angaben des chinesischen Ministeriums für Ökologie und Umwelt und der Nationalparkverwaltung wurde das Gebiet in den 1970er- und 1980er-Jahren intensiv wissenschaftlich untersucht. In dieser Zeit erkannte man den außergewöhnlichen ökologischen und geologischen Wert der Region. 1982 wurde Jiuzhaigou offiziell als Nationaler Landschaftsschutzpark ausgewiesen – ein wichtiger Schritt hin zur späteren UNESCO-Anerkennung.

Als die UNESCO Jiuzhaigou 1992 als Weltnaturerbe einstufte, nannte das Welterbekomitee vor allem drei Gründe: die besondere Karstlandschaft mit ihren Seen und Wasserfällen, die artenreichen Wälder und die hohe ökologische Bedeutung des Gebiets im Übergang zwischen tibetischem Hochland und den Ausläufern der Sichuan-Becken. Das machte Jiuzhaigou zu einer Art „Schaufenster“ in die ökologischen Übergangszonen Westchinas, ähnlich wie der Nationalpark Berchtesgaden im deutschen Kontext unterschiedliche alpine Lebensräume auf engem Raum zeigt.

Parallel zum Natur- und Welterbestatus entwickelte sich Jiuzhaigou zu einem der populärsten Inlandsreiseziele Chinas. Offizielle chinesische Tourismusstatistiken sprechen von mehreren Millionen Besuchern pro Jahr vor größeren Naturereignissen. Medien wie „China Daily“ und die „South China Morning Post“ berichteten immer wieder über den starken Andrang, was die Behörden zu strengen Kapazitätsbegrenzungen und einem ausgefeilten Shuttlebus-System bewog, um die fragile Natur zu schützen.

Auch aus Deutschland nahm das Interesse zu: Reiseführer von Marco Polo und DuMont führen das Jiuzhaigou-Tal inzwischen als eine der wichtigsten Naturattraktionen Chinas und weisen explizit darauf hin, dass der Park einen guten Einblick in die Kultur tibetischer Minderheiten bietet – ohne die logistischen Herausforderungen einer Reise bis tief ins autonome Gebiet Tibet auf sich nehmen zu müssen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Streng genommen ist Jiuzhaigou kein architektonisches Monument, sondern ein Naturwunder. Dennoch gibt es Elemente, die für kulturhistorisch interessierte Reisende aus Deutschland spannend sind: traditionelle tibetische Wohnhäuser, Gebetsfahnen, kleine Schreine und Klöster, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen. Typisch sind weiß getünchte Stein- und Holzgebäude mit flachen Dächern, farbig bemalten Fensterrahmen und geschnitzten Ornamenten. Diese Bauweise ist an das raue Klima in der Höhe angepasst und erinnert in ihrer Massivität entfernt an alpine Bauernhäuser, allerdings mit einer deutlich intensiveren Farbigkeit.

Die eigentlichen „Hauptdarsteller“ in Jiuzhaigou sind jedoch die Seen und Wasserfälle. Die Verwaltung des Nationalparks hebt besonders drei Täler hervor: das Shuzheng-Tal, das Rize-Tal und das Zechawa-Tal. Entlang dieser Täler liegen die bekanntesten Gewässer, unter anderem:

  • Fünf-Farben-See (Wucai Chi): ein kleiner, aber extrem farbintensiver See, dessen Wasser in Türkis-, Blau- und Grüntönen leuchtet. Laut UNESCO entsteht dieser Effekt durch Kalkablagerungen, Pflanzen und die besondere Lichtbrechung im sehr klaren Wasser.
  • Langsee (Chang Hai): der größte und tiefste See des Parks, eingebettet zwischen steilen Berghängen. Er vermittelt ein fast fjordartiges Gefühl und markiert einen der höchsten Punkte, die für Besucher relativ leicht zugänglich sind.
  • Perlenkaskaden: ein breiter Wasserfall, dessen Wasser über abgestufte Kalkterrassen fließt. Die ADAC-Reiseführer vergleichen die Form der Kaskaden mit einer „natürlichen Treppe“, über die das Wasser in unzähligen kleinen Rinnsalen stürzt.

Geologisch handelt es sich in Jiuzhaigou um eine Karstlandschaft mit stark kalkhaltigem Wasser. Ähnlich wie in den Dolomiten oder Teilen der Schwäbischen Alb bilden sich durch Calciumcarbonat-Ablagerungen natürliche Barrieren, die die Seen stauen. Die dauerhaft klaren Farben sind nur möglich, weil das Wasser extrem sauber ist und Schwebstoffe fehlen – ein Grund, warum die Parkverwaltung den Zugang streng reguliert und Baden strikt untersagt.

Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Vegetation. Nach Angaben der chinesischen Forstbehörden und Berichten in „National Geographic Deutschland“ beherbergt Jiuzhaigou eine Mischung aus subtropischen und subalpinen Pflanzenarten. In den tieferen Lagen wachsen Laub- und Mischwälder, weiter oben dominieren Koniferen und Rhododendron. Im Herbst färben sich die Wälder in Rot-, Gelb- und Orangetönen und bilden einen spektakulären Kontrast zu den türkisblauen Seen – Bilder, die regelmäßig in internationalen Fotowettbewerben und auf den Titelseiten von Naturmagazinen auftauchen.

Auch aus zoologischer Sicht ist Jiuzhaigou interessant. Laut UNESCO und der chinesischen Naturschutzbehörde gehört der Nationalpark zur „Panda-Region“ Sichuans, die als Lebensraum des Großen Pandas bekannt ist. Konkrete Panda-Sichtungen in Jiuzhaigou selbst sind jedoch äußerst selten, da die Tiere sehr scheu sind und in schwer zugänglichen Gebieten leben. Für Besucher ist daher eher die Vorstellung reizvoll, sich in einem der Rückzugsräume dieser ikonischen Tierart zu befinden, als die Erwartung, tatsächlich einen Panda zu sehen.

Kulturell ist Jiuzhaigou zudem ein Ort lebendiger tibetischer Traditionen. In einigen Dörfern werden Feste mit Musik, Tanz und religiösen Zeremonien gefeiert, etwa zu Losar, dem tibetischen Neujahr. Reiseführer und die Deutsche Zentrale für Tourismus weisen darauf hin, dass Besucher diese Kultur respektvoll erleben sollten: Fotografieren von Menschen und religiösen Ritualen nur nach Einverständnis, angemessene Kleidung und Zurückhaltung an heiligen Orten gelten als selbstverständlich.

Jiuzhaigou-Tal besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Das Jiuzhaigou-Tal liegt im Norden der Provinz Sichuan, etwa 330 km Luftlinie von Chengdu entfernt. Für Reisende aus Deutschland führt der typische Weg zunächst über einen Langstreckenflug nach China, meist nach Chengdu, Peking, Shanghai oder Guangzhou. Flugzeiten von Frankfurt, München oder Berlin nach Chengdu bewegen sich je nach Verbindung in einer Größenordnung von rund 10 bis 12 Stunden, häufig mit Umstieg über einen europäischen oder nahöstlichen Hub. Von Chengdu aus geht es weiter mit einem Inlandsflug zum Flughafen nahe Jiuzhaigou oder über eine längere Bus- oder Autofahrt durch die Berge. Da sich Flugpläne und Streckenführungen regelmäßig ändern, empfiehlt sich ein aktueller Blick auf Verbindungen und Umsteigepunkte.
  • Einreise und Visa
    Für deutsche Staatsbürger gilt: Die Einreisebestimmungen für China können sich ändern. Vor Reiseplanung und -antritt sollten die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amtes unter auswaertiges-amt.de konsultiert werden, insbesondere zu Visa, Passgültigkeit und möglichen Gesundheitsanforderungen. Bei Reisen nach Westchina ist zudem die Lage vor Ort – etwa in entlegenen Regionen – zu beachten.
  • Öffnungszeiten und Zugang
    Jiuzhaigou ist ein Nationalpark mit geregeltem Eintritt. Grundsätzlich ist der Zugang tagsüber möglich, die konkreten Öffnungszeiten können je nach Saison und behördlichen Vorgaben variieren. Die offizielle Verwaltung des Jiuzhaigou-Nationalparks weist darauf hin, dass Besucherzahlen pro Tag begrenzt sein können und in Spitzenzeiten Tickets im Voraus reserviert werden müssen. Daher gilt: Öffnungszeiten, Ticketkontingente und eventuelle Zugangsbeschränkungen sollten direkt über die offiziellen Informationskanäle des Jiuzhaigou-Tals oder über seriöse Reiseveranstalter geprüft werden.
  • Eintritt und Tickets
    Die Ticketpreise für Jiuzhaigou hängen von Saison, Kategorie (Eintritt, Shuttlebus) und ggf. Ermäßigungen ab und können sich ändern. In vielen Fällen sind separate Tickets für den Parkeintritt und für die Nutzung der umweltfreundlichen Shuttlebusse innerhalb des Tals erforderlich. Da verlässliche, tagesaktuelle Preisangaben stark schwanken und von verschiedenen Faktoren abhängen, empfiehlt sich eine direkte Abfrage bei der offiziellen Nationalparkverwaltung oder beim gebuchten Reiseanbieter. Als grobe Orientierung kann eingeplant werden, dass ein Besuch in einem internationalen Naturwunder wie Jiuzhaigou preislich im Bereich anderer großer Nationalparks liegt.
  • Fortbewegung im Park
    Private Fahrzeuge sind im Kerngebiet des Parks nicht zugelassen. Stattdessen nutzen Besucher ein System aus Shuttlebussen und Holzstegen. Die Busse verbinden die wichtigsten Knotenpunkte in den drei Haupttälern; von dort führen Holzstege und befestigte Wege an vielen der berühmtesten Seen und Wasserfälle vorbei. Dieses System ermöglicht auch ungeübten Wanderern, die Natur intensiv zu erleben, ohne anspruchsvolle Bergtouren unternehmen zu müssen. Wer gut zu Fuß ist, kann längere Teilstrecken zu Fuß zurücklegen und damit ruhige Abschnitte erleben, die von den meisten Besuchergruppen ausgelassen werden.
  • Beste Reisezeit
    Jiuzhaigou ist grundsätzlich ganzjährig von landschaftlicher Schönheit, allerdings können Wetter, Straßenbedingungen und behördliche Auflagen den Zugang saisonal beeinflussen. Reiseführer und Naturmagazine empfehlen häufig Frühjahr und Herbst als besonders attraktiv: Im Frühling blühen viele Pflanzen, während im Herbst die Laubfärbung spektakuläre Kontraste zu den Seen schafft. Der Sommer ist grün und relativ warm, kann aber regnerisch sein. Im Winter sind Teile des Parks verschneit und wirken nahezu still – allerdings können einige Bereiche aufgrund von Sicherheitserwägungen eingeschränkt zugänglich sein. Konkrete Öffnungszeiträume sollten kurz vor der Reise geprüft werden.
  • Klima und Höhe
    Das Klima in Jiuzhaigou ist durch die Höhenlage geprägt. Viele Aussichtspunkte liegen deutlich über 2.000 m, manche Übergänge über 3.000 m. Die Luft ist entsprechend dünner und die Temperaturen vor allem morgens und abends kühl, auch wenn es mittags in der Sonne angenehm warm sein kann. Warme, in Schichten tragbare Kleidung und wetterfeste Schuhe sind empfehlenswert, ebenso ein Sonnenschutz, da die UV-Belastung in der Höhe höher ist als in den meisten Regionen Deutschlands.
  • Gesundheit und Versicherung
    Für Reisen nach China sollten deutsche Reisende eine private Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption abschließen, da die gesetzliche Krankenkasse dort in der Regel nicht leistet. Medizinische Infrastruktur ist in größeren Städten der Provinz Sichuan deutlich besser als in abgelegenen Bergregionen. Es empfiehlt sich, eine gut ausgestattete Reiseapotheke mitzunehmen und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr in der Höhenlage zu achten.
  • Sprache und Kommunikation
    In der Region um Jiuzhaigou werden offiziell Chinesisch (Mandarin) und Sprachen der tibetischen Minderheiten gesprochen. Englisch ist in großen Hotels, bei lizenzierten Reiseleitern und in touristisch stark frequentierten Bereichen teilweise verbreitet, außerhalb davon jedoch eher begrenzt. Deutsch wird kaum gesprochen. Ein kleiner Grundwortschatz in Englisch oder Mandarin, eine Übersetzungs-App und Kartenmaterial offline können sehr hilfreich sein.
  • Zahlungsmittel und Trinkgeld
    In China wird zunehmend per Smartphone (Mobile Payment) bezahlt, vor allem mit Alipay und WeChat Pay. Internationale Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in vielen größeren Hotels und manchen Restaurants akzeptiert, aber nicht überall, besonders nicht in kleineren Betrieben in ländlichen Regionen. Es kann sinnvoll sein, Bargeld in chinesischer Währung (Renminbi) in ausreichender Menge mitzuführen. Trinkgeld ist in China nicht so fest etabliert wie in Europa; in einfachen Restaurants wird meist kein Trinkgeld erwartet. In gehobenen Hotels oder bei privaten Reiseleitern ist ein kleines Trinkgeld aber oft willkommen. Eine verbindliche Erwartung wie in manchen westlichen Ländern besteht jedoch nicht.
  • Fotografieren und Verhalten
    Jiuzhaigou ist ein fotografisches Paradies. Dennoch gelten einige Regeln: Drohnen sind oft genehmigungspflichtig oder verboten, und bestimmte Bereiche können aus Naturschutzgründen nicht betreten werden. Besucher sollten ausschließlich auf markierten Wegen bleiben, keine Steine oder Pflanzen entfernen und die Seen keinesfalls betreten, um die empfindlichen Kalkstrukturen nicht zu beschädigen. In tibetischen Dörfern gilt besondere Rücksichtnahme: Menschen und religiöse Objekte sollten nur mit Genehmigung fotografiert werden, und bei Zeremonien ist Zurückhaltung angebracht.
  • Zeitverschiebung
    China verwendet landesweit eine einheitliche Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) im Winter um 7 Stunden voraus ist. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) beträgt der Unterschied 6 Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Jiuzhaigou je nach Jahreszeit 18:00 oder 19:00 Uhr.

Warum Jiuzhaigou auf jede Aba-Reise gehört

Wer nach Westchina reist, erlebt oft eine Mischung aus modernen Metropolen wie Chengdu und traditionellen Landschaften mit tibetischer Prägung. Das Jiuzhaigou-Tal verbindet beides auf besondere Weise: Es ist gut erschlossen, besitzt aber gleichzeitig eine starke, fast mythische Ausstrahlung. Viele Berichte deutschsprachiger Reisemagazine heben hervor, dass der Park trotz des Besucheraufkommens ein Gefühl von Weite und Ruhe vermitteln kann – insbesondere dann, wenn man sich Zeit nimmt, Nebenwege zu erwandern oder an weniger frequentierten Seen innezuhalten.

Für Reisende, die bereits bekanntere chinesische Monumente wie die Verbotene Stadt in Peking oder die Terrakotta-Armee in Xi’an besucht haben, bietet Jiuzhaigou einen Kontrast: Hier stehen Natur und Landschaft im Mittelpunkt. Statt steinerner Monumente sind es die Spiegelungen von Wäldern auf glasklaren Seen, die im Gedächtnis bleiben. Viele Besucher berichten, dass sie nach einem Tag im Park die übliche Reiseroutine aus Sightseeing und Großstadtverkehr hinter sich lassen und einen anderen, langsameren Rhythmus finden.

Ein weiterer Grund, Jiuzhaigou einzuplanen, ist die Kombination mit anderen Zielen in Sichuan. Die Region ist etwa für die Panda-Aufzuchtstationen in Chengdu, für buddhistische Stätten wie den Großen Buddha von Leshan und für scharfe Sichuan-Küche bekannt. Eine Reise, die Chengdu, kulturelle Highlights und einige Tage im Jiuzhaigou-Tal verbindet, bietet deutschen Reisenden ein sehr umfassendes Bild dessen, was Westchina ausmacht: die Spannung zwischen Tradition und Moderne, zwischen rasantem Wachstum in den Städten und tief verwurzelten Kulturen in den Bergregionen.

Hinzu kommt, dass Jiuzhaigou nicht nur ein Ort für Naturfotografen und Wanderer ist, sondern auch für kulturinteressierte Reisende. Die tibetischen Dörfer, Gebetsflaggen, Stupas und Klöster zeigen eine religiöse und kulturelle Welt, die sich deutlich von konfuzianisch oder han-chinesisch geprägten Regionen unterscheidet. Wer offen und respektvoll auf Menschen zugeht, kann Einblicke in Alltagsleben, Festtage und religiöse Praktiken gewinnen, die über das reine Naturerlebnis hinausgehen.

Jiuzhaigou-Tal in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien gehört Jiuzhaigou zu den meistgeteilten Naturmotiven Chinas. Kurzvideos von Wasserfällen, Drohnenaufnahmen farbiger Seen (sofern genehmigt) und Herbstfotos mit leuchtenden Wäldern erzielen regelmäßig hohe Reichweiten. Für viele Reisende aus Deutschland dienen Instagram, YouTube und Co. heute als visuelle Inspirationsquelle für die Reiseplanung – auch wenn seriöse Medien und offizielle Stellen bei einem sensiblen Naturgebiet wie Jiuzhaigou stets dazu raten, sich nicht nur auf Social-Media-Eindrücke zu verlassen, sondern offizielle Informationen und nachhaltige Reiseempfehlungen einzubeziehen.

Häufige Fragen zu Jiuzhaigou-Tal

Wo liegt das Jiuzhaigou-Tal genau?

Das Jiuzhaigou-Tal befindet sich im Norden der chinesischen Provinz Sichuan, in der Autonomen Präfektur Aba, nordwestlich der Provinzhauptstadt Chengdu. Es liegt in einer bergigen Übergangszone zwischen dem tibetischen Hochland und den tiefer gelegenen Ebenen Zentralsichuans.

Warum ist Jiuzhaigou UNESCO-Weltnaturerbe?

Die UNESCO hat Jiuzhaigou 1992 als Weltnaturerbe anerkannt, weil das Gebiet eine außergewöhnliche Kombination aus Karstseen, Wasserfällen und artenreichen Wäldern zeigt. Besonders die farbigen Seen mit ihren Kalkterrassen sind weltweit selten. Zudem liegt das Gebiet in einer ökologisch wichtigen Übergangszone und bietet Lebensraum für bedrohte Arten wie den Großen Panda, auch wenn Besucher diesen in der Regel nicht zu Gesicht bekommen.

Wie reist man am besten von Deutschland nach Jiuzhaigou?

Von Deutschland aus führt der Weg in der Regel per Langstreckenflug nach China, häufig nach Chengdu oder andere große Drehkreuze. Von dort geht es weiter mit einem Inlandsflug oder auf dem Landweg in Richtung Jiuzhaigou. Da Flugverbindungen, Straßenbedingungen und behördliche Vorgaben variieren, empfiehlt sich eine sorgfältige Planung und aktuelle Recherche vor Abreise, idealerweise in Abstimmung mit erfahrenen Reiseveranstaltern.

Wann ist die beste Reisezeit für Jiuzhaigou?

Als besonders empfehlenswert gelten nach vielen Reiseführern Frühling und Herbst: Im Frühling blühen die Pflanzen, im Herbst sorgt die bunte Laubfärbung für starke Kontraste zu den blaugrünen Seen. Sommer und Winter haben jeweils ihren eigenen Reiz, können aber je nach Wetterlage und Zugangsbeschränkungen anspruchsvoller sein. Vor der Reise sollten die aktuellen Bedingungen und Öffnungszeiten der Parkverwaltung geprüft werden.

Was sollten deutsche Reisende im Jiuzhaigou-Tal beachten?

Wichtig sind wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk, da sich das Wetter in den Bergen schnell ändern kann. Wegen der Höhenlage sollten Besucher langsam starten, viel trinken und sich nicht überlasten. Der sensible Charakter der Landschaft erfordert, auf den Wegen zu bleiben, nichts zu entnehmen und die Regeln des Nationalparks zu respektieren. Vor der Einreise nach China sollten deutsche Staatsbürger die Hinweise des Auswärtigen Amtes konsultieren und ihre Auslandskrankenversicherung prüfen.

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