Jiufen Old Street, Reise

Jiufen Old Street: Taiwans nostalgische Gassen über Neu-Taipeh

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 21:28 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Jiufen Old Street, lokal Jiufen Laojie, verwandelt ein Bergdorf über Neu-Taipeh in Taiwan in ein Meer aus Laternen, Teehauskultur und Streetfood – warum dieser Ort deutsche Reisende besonders fasziniert.

Jiufen Old Street, Reise, Kultur, Illustration mit AI erstellt.
Jiufen Old Street, Reise, Kultur, Illustration mit AI erstellt.

Wenn sich bei Einbruch der Dämmerung die roten Laternen über den engen Treppen und Gassen der Jiufen Old Street entzünden, wirkt das Bergdorf Jiufen über Neu-Taipeh in Taiwan wie eine Filmkulisse zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Jiufen Laojie (auf Deutsch sinngemäß „Alte Straße von Jiufen“) ist längst mehr als nur eine Straße: Sie ist ein verdichtetes Stück taiwanischer Geschichte, Teekultur und Popkultur, das Besucher aus aller Welt anzieht – zunehmend auch aus Deutschland.

Jiufen Old Street: Das ikonische Wahrzeichen von Neu-Taipeh

Jiufen Old Street liegt in den Hügeln nordöstlich von Neu-Taipeh und gehört heute zu den bekanntesten Ausflugszielen im Großraum Taipeh. Die historische Marktgasse schlängelt sich über dem Ort Jiufen entlang eines Bergrückens, von dem aus sich bei klarer Sicht das Meer und die zerklüftete Küste erkennen lassen. Für viele Taiwan-Reisende ist Jiufen Old Street der Inbegriff eines nostalgischen, leicht geheimnisvollen Taiwan-Bildes – geprägt von hölzernen Teehäusern, dicht gedrängten Straßenständen, bunten Schildern in chinesischen Schriftzeichen und dem Duft von Kräutertee, Fischbällchen und Süßigkeiten.

Was Jiufen Old Street aus deutscher Perspektive besonders interessant macht, ist ihr Zusammenspiel aus Landschaft, Geschichte und Popkultur. Das Viertel liegt eingebettet in eine Region, die einst vom Goldbergbau geprägt war, dann in Vergessenheit geriet und schließlich durch taiwanesische Literatur und Film wiederentdeckt wurde. Für Reisende aus Deutschland bietet die Gasse einen seltenen Blick in eine sehr eigene, gleichzeitig leicht zugängliche Welt – weniger streng monumental als klassische UNESCO-Stätten, aber genauso eindrücklich.

In Reiseführern und bei der Tourismusbehörde von Neu-Taipeh wird Jiufen Old Street häufig als ein „lebendiges Freilichtmuseum“ beschrieben: nicht museal abgeschirmt, sondern vom Alltag der Händlerinnen und Händler, Teemeister und Besucher durchzogen. Die Atmosphäre ist entsprechend dicht: Stimmengewirr, das Klappern von Geschirr, Musik aus kleinen Lautsprechern und dazwischen immer wieder der Blick auf Laternen, die sich im Abendlicht abzeichnen.

Geschichte und Bedeutung von Jiufen Laojie

Die Geschichte von Jiufen Laojie ist eng mit der Entwicklung der gesamten Region Nord-Taiwan verbunden. Heute gehört Jiufen zur Stadt Neu-Taipeh, war aber ursprünglich ein abgelegenes Bergdorf, dessen Name auf eine praktische Alltagsgeschichte zurückgeführt wird: „Jiufen“ bedeutet etwa „neun Portionen“ – der Legende nach lebten einst neun Familien in dem Dorf, und Waren wurden für sie gesammelt und in neun Portionen aufgeteilt. Diese Erzählung ist in Taiwan weit verbreitet und wird auch von lokalen Tourismusinformationen aufgegriffen, ohne dass sie als historisch gesicherte Tatsache gilt; sie prägt dennoch die Identität des Ortes.

Ab dem späten 19. Jahrhundert wurde in der Region Gold gefunden. Der Bergbau machte Jiufen und die umliegenden Siedlungen zu einem wirtschaftlich bedeutenden Gebiet. Während der japanischen Kolonialzeit in Taiwan (1895–1945) entstanden infrastrukturelle Anlagen, Wohnhäuser und Versorgungseinrichtungen, die den Ort dauerhaft veränderten. Viele der heute sichtbaren Gebäude und Straßenzüge gehen auf diese Zeit zurück oder wurden auf entsprechenden Fundamenten errichtet; die genaue Datierung einzelner Häuser lässt sich meist nur approximativ benennen, ist aber in der lokalen Geschichtsschreibung präsent.

Nach dem Rückgang des Goldabbaus verlor Jiufen an Bedeutung, viele Bewohner zogen in größere Städte wie Taipeh. Das Dorf blieb jedoch bestehen und wurde nach einigen Jahrzehnten wiederentdeckt – zunächst durch taiwanesische Literatur, später durch das Kino. Besonders bekannt ist Jiufen in Taiwan seit dem Erfolg des Films „A City of Sadness“ (1989) des Regisseurs Hou Hsiao-hsien, der unter anderem in Jiufen gedreht wurde. Der Film, der wichtige Kapitel der modernen taiwanischen Geschichte thematisiert, machte die Gassen und Treppen des Ortes zu ikonischen Bildern im kollektiven Gedächtnis des Landes.

In den 1990er- und 2000er-Jahren setzte ein deutlicher touristischer Aufschwung ein. Heute wird Jiufen von lokalen Tourismusbehörden als eine der charakteristischsten historischen Siedlungen im Norden Taiwans beworben. Die Bedeutung von Jiufen Laojie liegt dabei nicht in einem einzelnen Monument, sondern im Gesamtbild: einer Marktstraße, die Vergangenes und Gegenwärtiges miteinander verknüpft und damit einen Zugang zur Geschichte Taiwans jenseits von Staatsgründungsdaten und großen Regierungsbauten bietet.

Für deutsche Leser ist ein kurzer politischer Kontext wichtig: Taiwan versteht sich als demokratischer Staat mit eigenem Regierungssystem, wird international aber je nach Staat unterschiedlich anerkannt. Die historische Entwicklung umfasst Kolonialzeit, Krieg und den Übergang zu einer Demokratie. Jiufen – mit seinen Spuren japanischer Architektur und späterer taiwanischer Alltagskultur – ist ein besonders anschaulicher Ort, um diese Vielschichtigkeit im Alltag zu erleben.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Die Architektur rund um Jiufen Old Street ist geprägt von einer Mischung aus traditioneller chinesisch-taiwanischer und japanischer Bauweise der frühen Moderne. Viele Häuser sind mehrstöckig, schmiegen sich an den Hang und nutzen Treppen sowie schmale Wege, um die topographischen Unterschiede zu überbrücken. Die Verwendung von Holz, Ziegeln und Beton ist typisch für die Zeit des frühen 20. Jahrhunderts in Taiwan; dekorative Elemente wie geschnitzte Holzverzierungen oder Kacheln in Innenhöfen verweisen auf volkstümliche Bauweisen.

Besonders ins Auge fallen die Teehäuser und Restaurants entlang der Gasse, von denen manche über mehrere Ebenen verfügen und Terrassen mit Blick auf die Küstenlandschaft bieten. Die Inneneinrichtung ist häufig traditionell gehalten: schlichte Holztische, Papierlaternen, Wandrollen mit Kalligrafien oder Landschaftsmotiven. Einige Häuser verfügen über große Fensterfronten, durch die das Licht des späten Tages einfällt und die Laternen draußen spiegelt. Hier entsteht jener Fotomoment, den viele Besucher aus sozialen Netzwerken kennen.

Kunsthistoriker in Taiwan betonen immer wieder die Rolle von Jiufen als Inspirationsort für visuelle Künstler, Fotografen und Filmemacher. Die Kombination aus dicht bebautem Hang, verschlungenen Gassen und dem Wechsel von künstlichem Licht und natürlicher Umgebung erzeugt Motive, die in zahlreichen Fotoausstellungen, Bildbänden und Filmproduktionen auftauchen. Dabei ist es weniger ein einzelnes Gebäude, das herausragt, als die Gesamtheit des Straßenzugs.

Kulturell ist Jiufen Laojie eng mit der Teekultur verbunden. In Taiwan hat Tee eine lange Tradition, und Hochland-Oolong-Tees aus den taiwanischen Bergen gelten unter Kennern als besonders fein. In den Teehäusern von Jiufen wird häufig die klassische Gongfu-Teezeremonie pflegeleicht adaptiert angeboten: kleine Kannen, mehrere Aufgüsse, dazu leichte Snacks. Für deutsche Reisende bietet dies die Möglichkeit, Tee nicht nur als Getränk, sondern als kulturelles Ritual zu erleben, ohne eine formalistische Zeremonie durchlaufen zu müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Streetfood-Stände: Von Süßigkeiten aus klebrigem Reismehl über Fischbällchen, gegrillte Meeresfrüchte, Kräutertees bis zu Tofu-Gerichten reicht die Palette. Viele dieser Speisen sind typisch für taiwanische Nachtmärkte, wirken aber in Jiufen durch die historische Umgebung und die Hanglage nochmals anders. Die Gerüche mischen sich – mal intensiv, mal süßlich –, was für manchen Besucher ungewohnt sein kann, aber zum authentischen Eindruck beiträgt.

Design-Elemente wie rote Papierlaternen, Holzschilder mit traditionellen Schriftzeichen und die engen Treppen prägen zudem das Bild, das viele mit Jiufen verbinden. Es wird oft mit der Ästhetik bestimmter Animationsfilme in Verbindung gebracht, wobei Fachleute darauf hinweisen, dass es sich um eine atmosphärische, nicht um eine direkte Vorlage handelt. Aus deutscher Perspektive kann man Jiufen als eine Art „vertikale Altstadtgasse“ sehen, die an steile Altstadtquartiere Europas erinnert, aber zugleich im Material und in der Lichtinszenierung völlig anders wirkt.

Jiufen Old Street besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Jiufen liegt nordöstlich von Neu-Taipeh in den Hügeln nahe der Nordostküste Taiwans. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg meist über den Internationalen Flughafen Taipeh-Taoyuan. Direktflüge ab großen deutschen Drehkreuzen sind nicht immer durchgängig verfügbar; häufig erfolgt die Anreise über internationale Umsteigeflughäfen in Asien. Die Gesamtflugzeit liegt je nach Verbindung im Bereich von rund 14 bis 18 Stunden. Von Taipeh aus ist Jiufen per Bus oder Kombination aus Regionalbahn und Bus erreichbar. Gängige Routen führen etwa von der Station „Ruifang“ weiter bergauf nach Jiufen. Fahrzeiten variieren je nach Verkehr und Verbindung, bewegen sich aber im Bereich von etwa 1 bis 1,5 Stunden ab zentralen Taipeh-Bahnhöfen.
  • Öffnungszeiten: Jiufen Old Street ist eine öffentliche Gasse, die prinzipiell rund um die Uhr zugänglich ist. Viele Geschäfte, Teehäuser und Stände öffnen jedoch vor allem tagsüber und am frühen Abend. Da Öffnungszeiten einzelner Betriebe variieren und sich an Wochenenden und Feiertagen ändern können, sollten Besucher aktuelle Angaben direkt bei Jiufen Old Street beziehungsweise bei lokalen Tourismusinformationen oder den jeweiligen Betrieben prüfen.
  • Eintritt: Der Zugang zur Jiufen Old Street selbst ist in der Regel frei. Einzelne Teehäuser, Museen oder kulturelle Einrichtungen können jedoch Eintritt oder Mindestverzehr verlangen. Preise werden meist in Neuer Taiwan-Dollar (NT$) angegeben. Zur Orientierung können Reisende grob mit Beträgen im Bereich weniger Euro (ca. einige Dutzend NT$) für kleinere Angebote rechnen, wobei Wechselkurse schwanken. Konkrete Summen sollten vor Ort geprüft werden. Generell gilt: Euro (€) werden nicht direkt als Zahlungsmittel akzeptiert; eine Kartenzahlung oder Bargeld in lokaler Währung ist erforderlich.
  • Beste Reisezeit: Taiwan liegt im subtropischen Klimabereich, im Norden auch mit Einflüssen des Monsuns. Für einen Besuch der Jiufen Old Street bieten sich häufig die kühleren und vergleichsweise trockeneren Wochen im Herbst und späten Winter an, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Luft klarer sein kann. Regen ist jedoch ganzjährig möglich. Die Gasse ist vor allem an Wochenenden und Feiertagen stark frequentiert; wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte möglichst unter der Woche am späten Vormittag oder frühen Nachmittag anreisen. Viele Besucher empfinden den Übergang vom späten Nachmittag in den Abend, wenn die Laternen beginnen zu leuchten, als atmosphärisch besonders reizvoll – entsprechend ist dies auch eine stark frequentierte Zeit.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten: In Taiwan ist Hochchinesisch (Mandarin) die Standardsprache; in der Region wird zusätzlich Taiwanisch (Hokkien) gesprochen. In touristischen Gebieten wie Jiufen Old Street sind grundlegende Englischkenntnisse relativ verbreitet, insbesondere bei jüngeren Menschen und in Betrieben, die viele Besucher empfangen. Deutsch wird nur selten gesprochen. Beim Bezahlen sind Kreditkarten in vielen Cafés und Restaurants akzeptiert, kleinere Stände bevorzugen aber oft Bargeld in Neuer Taiwan-Dollar. Mobile Payment-Methoden sind verbreitet, vor allem lokale Dienste; internationale Systeme wie Apple Pay oder Google Pay werden zunehmend genutzt, ihre Verfügbarkeit kann aber variieren. Trinkgeld ist in Taiwan traditionell nicht fest verankert, Servicegebühren werden teilweise direkt in Rechnungen integriert. Ein kleines Extra bei außergewöhnlichem Service wird akzeptiert, ist aber nicht erwartet. Beim Fotografieren sollte darauf geachtet werden, keine privaten Wohnbereiche oder Personen ohne Zustimmung zu fotografieren. In Teehäusern wird ein ruhiger, respektvoller Ton geschätzt; die Gasse selbst ist öffentlich, dennoch empfiehlt sich höfliches Verhalten, etwa beim Durchqueren enger Passagen.
  • Einreisebestimmungen: Taiwan hat eigenständige Einreisebestimmungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Hinweise und Einreisebedingungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Visa-Regelungen, Aufenthaltsdauern und Gesundheitsbestimmungen im Zeitverlauf ändern können. Generell wird für interkontinentale Reisen eine gültige Auslandskrankenversicherung empfohlen. Zudem sollte auf aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise geachtet werden, insbesondere im Hinblick auf politische Entwicklungen und Naturereignisse wie Taifune.

Warum Jiufen Laojie auf jede Neu-Taipeh-Reise gehört

Viele Taiwan-Besucher verbinden Neu-Taipeh zunächst mit urbanen, modernen Vierteln, Hochhäusern und Geschäftsstraßen. Jiufen Laojie bietet dazu einen starken Kontrast: Statt breiter Straßen und Glasfassaden wartet ein Gewirr kleiner Gassen, Treppen und traditioneller Häuser. Dieser Perspektivwechsel macht den Besuch für deutsche Reisende besonders wertvoll. Zielführer wie Marco Polo oder nationale Tourismusinformationen betonen, dass sich in Jiufen ein oft zitiertes „anderes Taiwan“ erleben lässt – eines, das weniger von Großstadtlogik, sondern von dörflicher und historischer Struktur geprägt ist.

Das Erlebnis ist vielschichtig: Wer die Jiufen Old Street betritt, wird zunächst von Gerüchen und Geräuschen empfangen. Händler preisen ihre Waren an, Besucher kommunizieren in unterschiedlichen Sprachen, und zwischen allem wirkt die Architektur wie eine Bühne. Es gibt keine einzelne „Hauptattraktion“ im klassischen Sinn, sondern ein konstanter Wechsel aus Eindrücken: mal ein Teeladen mit Blick auf das Meer, mal ein Souvenirgeschäft mit traditionellem Kunsthandwerk, mal ein unscheinbarer Durchgang, der zu einem kleinen Innenhof führt.

Reiseautoren, die sich mit Taiwan beschäftigen, beschreiben Jiufen oft als Ort der „Zwischenzeiten“: Am Tag wirkt die Gasse wie ein lebhafter Markt, am Abend verwandelt sie sich in eine Lichtlandschaft aus Laternen. Dazwischen liegen Momente ruhigerer Stimmung, etwa wenn unter der Woche weniger Menschen unterwegs sind. Für deutsche Besucher, die möglicherweise aus dicht getakteten Arbeits- und Alltagsstrukturen kommen, bietet diese Atmosphäre einen ungewohnten Rhythmus.

Darüber hinaus ist Jiufen ein idealer Ausgangspunkt, um die Nordostküste Taiwans zu erkunden. Orte wie Jinguashi mit seiner Bergbaugeschichte, der Nationalpark „Yehliu Geopark“ mit seinen Küstenformationen oder kleinere Küstenorte sind von Jiufen aus erreichbar und können zu Tages- oder Halbtagesausflügen kombiniert werden. Wer eine Reise plant, kann Jiufen daher als einen zentralen Baustein einer Nord-Taiwan-Route sehen, die Stadt, Natur und Kultur miteinander verbindet.

Unsere Redaktion empfiehlt, Jiufen nicht nur als Fotostopp, sondern als längeren Aufenthalt zu planen – mit Zeit für Tee, für das Erkunden kleiner Seitenwege und für einen ruhigen Moment mit Blick auf die Küste. Gerade für Leserinnen und Leser aus Deutschland, die den weiten Weg nach Taiwan auf sich nehmen, lohnt es sich, diesen Ort als eigenständiges Erlebnis zu würdigen.

Jiufen Old Street in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Jiufen Old Street ist längst ein Motiv internationaler Social-Media-Kultur. Auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok werden täglich Bilder und Videos der beleuchteten Gassen geteilt. Viele zeigen die typischen Laternen, Treppen und Teehäuser, andere thematisieren Streetfood, Regenstimmungen oder Nebel, der sich vom Meer her die Hänge hinaufzieht. Für deutsche Reisende können solche Eindrücke hilfreich sein, um vorab ein Gefühl für Atmosphäre, Andrang und Lichtstimmung zu bekommen – im Bewusstsein, dass Social-Media-Inhalte verdichtete Momentaufnahmen sind, die den Alltag vor Ort nur ausschnittweise wiedergeben.

Häufige Fragen zu Jiufen Old Street

Wo liegt Jiufen Old Street genau?

Jiufen Old Street befindet sich im Bergdorf Jiufen nordöstlich von Neu-Taipeh auf der Insel Taiwan. Die Gasse verläuft entlang eines Bergrückens mit Blick auf die Nordostküste und ist von Taipeh aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln – meist per Bahn-Bus-Kombination – innerhalb von rund 1 bis 1,5 Stunden erreichbar.

Was ist das Besondere an Jiufen Laojie?

Jiufen Laojie ist keine einzelne Sehenswürdigkeit, sondern eine historische Marktgasse, in der Architektur, Teekultur, Streetfood und Popkultur zusammenkommen. Besonders sind die Hanglage, die engen Treppen, die Teehäuser mit Meerblick und die Atmosphäre am Abend, wenn die Laternen leuchten.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch einplanen?

Für Jiufen Old Street empfiehlt es sich, mindestens einen halben Tag einzuplanen, besser einen ganzen Tag. So bleibt Zeit, die Gassen zu erkunden, in Ruhe Tee zu trinken, Streetfood zu probieren und eventuell einen Abstecher zu nahegelegenen Aussichtspunkten oder Orten wie Jinguashi zu machen.

Ist Jiufen Old Street für Kinder geeignet?

Ein Besuch mit Kindern ist möglich, erfordert aber Aufmerksamkeit: Die Gassen sind teilweise sehr voll, es gibt viele Treppen und enge Passagen. Kinder sollten bequeme Schuhe tragen, und Erwachsene sollten auf sicheren Stand achten, insbesondere bei feuchtem Wetter. Die bunte Umgebung und das Streetfood können für Kinder attraktiv sein.

Wann ist die beste Reisezeit für Jiufen Old Street?

Angenehm sind oft die kühleren Monate im Herbst und späten Winter, wenn die Temperaturen moderater sind und die Luft klarer sein kann. Regen ist jedoch ganzjährig möglich. Wer Menschenmengen meiden möchte, sollte unter der Woche am Vormittag reisen; für Laternenstimmung ist der frühe Abend besonders geeignet.

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