Jiufen Old Street, Taiwan Reise

Jiufen Old Street: Taiwans magische Gassen über Neu-Taipeh

17.06.2026 - 20:05:33 | ad-hoc-news.de

Zwischen roten Laternen, Teehäusern und Bergnebel: Jiufen Old Street (Jiufen Laojie) in Neu-Taipeh, Taiwan, ist eine der atmosphärischsten Gassen Asiens – und birgt mehr als Instagram verrät.

Jiufen Old Street, Taiwan Reise, Kultur
Jiufen Old Street, Taiwan Reise, Kultur

Der Duft von Oolong-Tee liegt in der Luft, rote Laternen leuchten im Dunst, und hinter jeder Biegung der Jiufen Old Street öffnet sich der Blick auf ein tiefes grünes Tal und das Meer: Jiufen Laojie, die „alte Straße von Jiufen“, ist eine der atmosphärisch dichtesten Gassen Taiwans – und ein idealer Kontrast zur modernen Skyline von Neu-Taipeh.

Jiufen Old Street: Das ikonische Wahrzeichen von Neu-Taipeh

Jiufen Old Street in der Kleinstadt Jiufen, die administrativ zur Metropolregion Neu-Taipeh gehört, gilt heute als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Taiwans. Reisemagazine wie „GEO Saison“ und „National Geographic Traveller“ beschreiben die alten Gassen von Jiufen seit Jahren als Inbegriff eines romantisierten, nostalgischen Taiwan – mit steilen Treppen, Holzhäusern an Berghängen, traditionellen Teehäusern und Streetfood-Ständen.

Der Ort liegt hoch über der Nordostküste Taiwans, eingebettet in eine Berglandschaft, die an manchen Tagen im Nebel verschwindet. Von den Aussichtspunkten oberhalb der Jiufen Old Street reicht der Blick über das Ostchinesische Meer; bei klarer Sicht ist die Bucht von Keelung zu erkennen. Diese Kombination aus Meerblick, Bergkulisse und dicht bebauter Gasse macht Jiufen zu einem der fotogensten Reiseziele des Landes.

Für Reisende aus Deutschland ist Jiufen Old Street auch deshalb interessant, weil sie eine völlig andere Seite von Taiwan zeigt, als es etwa die moderne Hauptstadt Taipeh, Elektronikmärkte oder der weltbekannte Wolkenkratzer Taipei 101 tun. Während die Megacity mit Glas, Stahl und Hochhäusern fasziniert, erzählt Jiufen Laojie vom Taiwan der Bergdörfer, Goldminen, Teehäuser und kleinen Tempel – ein Kontrast, der sich gut in eine Taiwan-Rundreise einbauen lässt.

Geschichte und Bedeutung von Jiufen Laojie

Jiufen war ursprünglich ein abgelegenes Bergdorf. Historische Darstellungen in taiwanischen Museen und lokalen Informationszentren verweisen darauf, dass der Name „Jiufen“ („neun Portionen“) vermutlich auf neun Familien zurückgeht, die den Ort in der späten Qing-Dynastie bewohnten. Wenn Waren geliefert wurden, sollen sie traditionell in neun Portionen geteilt worden sein – eine Erklärung, die oft in touristischen Broschüren zitiert wird. Die genaue historische Herleitung ist zwar nicht eindeutig belegt, aber der Name ist eng mit der Vorstellung eines abgelegenen, schwer erreichbaren Dorfes verbunden.

Zum entscheidenden Wendepunkt für Jiufen wurde der Goldfund in den umliegenden Bergen Ende des 19. Jahrhunderts. Während der japanischen Kolonialzeit (1895–1945) entwickelte sich die Region zu einem wichtigen Bergbaugebiet. Offizielle Informationen des Taiwan Tourism Bureau und des Gold Museum in der nahegelegenen Siedlung Jinguashi betonen, dass Jiufen damals ein florierendes Städtchen mit Kinos, Geschäften und Teehäusern war, das Bergarbeiter, Geschäftsleute und Familien anzog. Die Jiufen Old Street markierte in dieser Zeit das kommerzielle Herz des Ortes.

Mit dem Rückgang des Goldbergbaus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verlor Jiufen an wirtschaftlicher Bedeutung. Viele Bewohner wanderten ab, Geschäfte schlossen. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren galt die Gegend im Vergleich zu ihrer Blütezeit als abgelegen und strukturschwach. Erst die kulturelle Neubewertung brachte Jiufen wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Eine Schlüsselrolle spielten taiwanische Filmschaffende und Medien. Der vielfach ausgezeichnete Film „A City of Sadness“ des Regisseurs Hou Hsiao-hsien aus dem Jahr 1989 nutzte Jiufen als Kulisse, um die politische und gesellschaftliche Geschichte Taiwans nach 1945 zu erzählen. Kulturjournalisten taiwanischer und internationaler Medien weisen darauf hin, dass der Film Jiufen ins Bewusstsein eines breiten Publikums zurückbrachte, da die Gassen, Treppen und Teehäuser unverwechselbar inszeniert wurden. Die Jiufen Old Street wurde so vom ehemaligen Bergbaustandort zum Symbol für Erinnerungskultur und Nostalgie.

In den 1990er- und 2000er-Jahren setzte dann ein gezielter Kulturtourismus ein. Die Regierung von Neu-Taipeh, lokale Initiativen und das nationale Taiwan Tourism Bureau bewarben Jiufen als Ausflugsziel von Taipeh aus. Reiseberichte in deutschen und internationalen Medien griffen die besonderen Stimmungen des Ortes auf; manche stellten eine visuelle Nähe zu Motiven in japanischen Anime-Filmen her – vor allem zum weltbekannten Werk „Chihiros Reise ins Zauberland“ von Studio Ghibli. Studio Ghibli selbst betont, dass es keinen offiziellen Vorbildort gebe, doch für viele Besucher bleibt Jiufen Laojie ein „Ghibli-artiger“ Ort der Fantasie.

Heute bildet Jiufen Old Street einen wichtigen Baustein der touristischen Vermarktung der Region Neu-Taipeh. Die Gasse steht sinnbildlich für ein „altes Taiwan“, das gleichzeitig authentisch wirkt und doch von der touristischen Infrastruktur geprägt ist – mit Unterkünften, Cafés, Souvenirshops und Aussichtsteehäusern.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Jiufen Old Street kein einheitliches Ensemble, sondern eine gewachsene Struktur aus unterschiedlichen Epochen. Viele Häuser gehen auf die Zeit der japanischen Kolonialherrschaft zurück und verbinden Elemente traditioneller taiwanischer Wohn- und Geschäftsbauten mit japanischen Einflüssen: Holzbalkone, schmale Fronten direkt an der Gasse, innen liegende Höfe und kleine Lagerräume. Gleichzeitig wurden Fassaden im Laufe der Jahrzehnte immer wieder überformt, erweitert oder modernisiert.

Charakteristisch sind die engen, teils überdachten Gassen mit unregelmäßigen Treppenläufen, die das steile Gelände erschließen. Ein zentraler Teil der Besucherbewegung findet auf der steilen Steintreppe statt, die oft als das fotografische Symbol von Jiufen gilt: links und rechts Teehäuser, Lebensmittelgeschäfte und Restaurants, darüber dicht gehängte rote Laternen, im Hintergrund die grüne Bergkulisse. Am Abend werden die Laternen angezündet, was die Gasse in warmes Licht taucht und die Konturen der Holz- und Steinbauten betont.

Ein besonders bekanntes Teehaus ist ein mehrgeschossiges Gebäude mit grünen, teilweise bewachsenen Fassadenteilen, rot leuchtenden Laternen und großen Fenstern zur Talseite. Dieses und ähnliche Häuser wurden in internationalen Reisemagazinen und auf den Titeln von Reiseführern zu Taiwan häufig als Leitmotiv gewählt. Sie gelten vielen Besucherinnen und Besuchern als Inbegriff der Jiufen Old Street, obwohl sie nur einen kleinen Abschnitt der Gasse repräsentieren.

Kulturell bedeutsam sind auch die kleinen Tempel und Schreine in und um Jiufen. Traditionelle chinesische Tempelarchitektur mit geschwungenen Dächern, Drachenverzierungen und farbigen Keramiken mischt sich mit den einfacheren, funktionalen Bauten der Bergarbeiterzeit. Viele Bewohner pflegen bis heute taoistische und buddhistische Rituale; Räucherstäbchen, Opfergaben und kleine Altäre bestimmen das Straßenbild besonders an Feiertagen.

Streetfood und Handwerk sind zentrale Bestandteile der Atmosphäre. Entlang der Jiufen Laojie reihen sich Stände mit taiwanischen Spezialitäten: Erdnuss-Eis-Rollen, Fischbällchen-Suppen, Kräutertee, Süßkartoffelbällchen, Taro-Desserts und verschiedenste Teesorten. Lebensmittel, die ursprünglich der Versorgung der lokalen Bevölkerung und der Bergarbeiter dienten, sind heute Teil einer kuratierten kulinarischen Erlebnislandschaft, die von Reiseführern wie Marco Polo oder Lonely Planet als besonderes Merkmal Jiufens hervorgehoben wird.

Neben Essen und Tee finden sich zahlreiche kleine Läden mit lokalem Kunsthandwerk: Keramik, Papierwaren, Laternen, traditionelle Masken, geschnitzte Holzobjekte. Einige Geschäfte haben sich auf Retro-Artikel und Alltagsgegenstände vergangener Jahrzehnte spezialisiert. Diese Verbindung von Nostalgie, Popkultur und alltäglichem Gebrauch fasziniert insbesondere junge Reisende, die Jiufen Old Street über soziale Medien entdecken.

Die Stadtverwaltung von Neu-Taipeh und das Taiwan Tourism Bureau haben in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um die historische Substanz zu erhalten und gleichzeitig die Besucherströme zu steuern. Dazu zählen etwa die Erhaltung traditioneller Fassaden, die Regulierung von Neubauten und die Verbesserung von Fußwegen und Beschilderung. Eine vollständige Unterschutzstellung im Sinne eines UNESCO-Welterbestatus besteht bislang nicht, doch Kulturhistoriker in taiwanischen Medien diskutieren immer wieder, inwieweit Jiufen und die Goldminenregion ein kulturhistorisch zusammenhängendes Ensemble von nationaler Bedeutung bilden.

Jiufen Old Street besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Jiufen liegt im Nordosten Taiwans, etwa 35–40 km von der Hauptstadt Taipeh entfernt. Von Taiwan Taoyuan International Airport, dem wichtigsten internationalen Flughafen des Landes, erreichen Reisende Taipeh mit Schnellzügen und Bussen in rund 35–50 Minuten. Von dort fahren Regionalzüge in Richtung Ruifang; ab dem Bahnhof Ruifang verkehren zahlreiche Buslinien nach Jiufen. Die Busfahrt von Ruifang nach Jiufen dauert je nach Linie und Verkehr meist 15–20 Minuten. Alternativ bieten sich ab Taipeh direkte Linienbusse oder Taxis an. Für Reisende aus Deutschland sind Nonstop-Flüge nach Taiwan je nach Saison und Fluggesellschaft zeitweise verfügbar, häufiger erfolgen Verbindungen mit Umstieg über große asiatische Drehkreuze wie Bangkok, Singapur, Seoul oder Tokio. Die reine Flugzeit ab Frankfurt oder München liegt meist bei rund 13–14 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten.
  • Öffnungszeiten: Die Jiufen Old Street ist als öffentliche Gasse grundsätzlich jederzeit frei zugänglich. Viele Geschäfte und Teehäuser öffnen allerdings erst gegen späten Vormittag und bleiben bis in den Abend hinein geöffnet. Da Öffnungszeiten je nach Saison, Wochentag und individuellem Betreiber variieren können, empfiehlt sich ein Blick auf die Informationen des Taiwan Tourism Bureau oder der Stadtverwaltung von Neu-Taipeh sowie auf die Webseiten einzelner Teehäuser vor dem Besuch. Formulierungen wie „täglich geöffnet“ sind wegen möglicher Ausnahmen und kurzfristiger Schließungen nur als Orientierung zu verstehen.
  • Eintritt: Für die Jiufen Old Street selbst wird kein Eintritt erhoben; es handelt sich um eine öffentliche Straße. Einzelne Museen, Ausstellungen oder kulturelle Einrichtungen können Eintritt verlangen, wobei die Beträge in der Regel moderat bleiben. Bei Umrechnung in Euro ergeben sich meist nur einstellige Beträge; konkrete Preise ändern sich jedoch regelmäßig, weshalb Reisende aktuelle Informationen direkt bei den jeweiligen Einrichtungen prüfen sollten.
  • Beste Reisezeit: Das Klima im Norden Taiwans ist subtropisch. Die Sommermonate können heiß und sehr feucht sein, mit gelegentlichen Taifunen. Frühling und Herbst gelten als besonders angenehme Reisezeiten, mit milderen Temperaturen und vergleichsweise stabiler Wetterlage. Viele Reiseführer empfehlen, Jiufen Old Street unter der Woche und möglichst am frühen Vormittag oder in den späten Abendstunden zu besuchen, um den größten Andrang zu vermeiden. An Wochenenden und Feiertagen – insbesondere an taiwanischen und chinesischen Feiertagen – kann es in den engen Gassen sehr voll werden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld: Mandarin-Chinesisch ist die offizielle Landessprache, in Jiufen wird auch Taiwanisch (Hokkien) verbreitet gesprochen. Englischkenntnisse sind im Servicebereich – etwa in Teehäusern, Hotels oder an touristischen Infoschaltern – meist vorhanden, in kleinen Familienbetrieben jedoch nicht zwingend. Einfache englische Begriffe und gelegentlich Menüs mit Bildern helfen bei der Orientierung. Die Währung ist der Neue Taiwan-Dollar (TWD). Kartenzahlung mit internationalen Kreditkarten ist in vielen Häusern möglich, einige kleinere Stände bevorzugen jedoch Bargeld. Mobile Payment-Dienste sind verbreitet, jedoch nicht immer mit europäischen Systemen kompatibel. Trinkgeld ist in Taiwan nicht fest institutionalisiert; in einfachen Lokalen wird üblicherweise kein Trinkgeld erwartet, in gehobenen Häusern kann eine Servicegebühr bereits inkludiert sein. Ein freiwilliger kleiner Aufschlag als Anerkennung guter Leistungen wird von vielen Dienstleistern geschätzt, ist aber nicht verpflichtend.
  • Sicherheit und Gesundheit: Taiwan gilt insgesamt als vergleichsweise sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. In der Jiufen Old Street ist dennoch auf Taschendiebstahl in dichtem Gedränge zu achten. Die Wege sind teilweise steil, uneben und bei Regen rutschig; stabiles Schuhwerk ist ratsam. Das taiwanische Gesundheitssystem ist gut ausgebaut; innerhalb der EU geltende europäische Versicherungskarten haben in Taiwan keine Gültigkeit. Eine separate Auslandsreisekrankenversicherung wird von vielen deutschen Reiseexperten empfohlen.
  • Einreisebestimmungen: Die Einreisebestimmungen für Taiwan können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Hinweise, Visaregelungen und mögliche Beschränkungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheit, Gesundheit und eventuellen Reisehinweisen für Taiwan.
  • Zeitzone: Taiwan liegt in der Zeitzone Taiwan Standard Time (TST), die in der Regel 7 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) liegt. Da Taiwan keine Sommerzeit kennt, beträgt der Zeitunterschied während der mitteleuropäischen Sommerzeit meist 6 Stunden.

Warum Jiufen Laojie auf jede Neu-Taipeh-Reise gehört

Jiufen Laojie bietet ein Reiseerlebnis, das sich deutlich von klassischen Fernost-Klischees löst. Statt futuristischer Hochhäuser und Mega-Malls stehen hier enge Treppen, Teehäuser, Tempel und der Blick auf das Meer im Mittelpunkt. Für viele Reisende aus Deutschland ist gerade diese Mischung aus vermeintlich „zeitloser“ Altstadtatmosphäre und lebendiger Gegenwart ein Höhepunkt einer Taiwan-Reise.

Die Nähe zu Taipeh macht Jiufen besonders attraktiv: In weniger als zwei Stunden lässt sich die Strecke vom Stadtzentrum Taipehs bis zur Old Street zurücklegen – ideal für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung in einem der Gästehäuser am Hang. Reisemagazine und Taiwan-Spezialisten empfehlen häufig, den Besuch Jiufens mit einem Abstecher nach Jinguashi und dem dortigen Gold Museum oder mit einem Halt an der Nordostküste zu verbinden. So lässt sich der historische Bergbaukontext ebenso erleben wie die raue Schönheit der Küste.

Ein typischer Besuchstag könnte so aussehen: Anreise am späten Vormittag, Spaziergang durch die Gassen, Streetfood-Mittagessen, Besuch eines Teehauses mit Meerblick, später Gemütlichkeitsbummel durch Läden mit Kunsthandwerk, nach Sonnenuntergang ein weiterer Rundgang, wenn die Laternen leuchten und die Gasse eine fast filmische Atmosphäre erhält. Viele deutsche und internationale Besucher berichten, dass der Ort besonders in der Dämmerung und am frühen Abend seine ganze Wirkung entfaltet.

Für kulturhistorisch Interessierte eröffnet Jiufen Einblicke in die jüngere Geschichte Taiwans: in die Bergbauvergangenheit, in die japanische Kolonialzeit, in die Nachkriegszeit und die Demokratisierung. Selbst wer sich nicht vertieft mit diesen Themen beschäftigt, spürt in der Jiufen Old Street die Schichten der Vergangenheit – im Nebeneinander von alten Häusern, modernen Cafés und Souvenirshops, in Filmplakaten und historischen Fotografien an den Wänden mancher Teehäuser.

Nicht zuletzt spielt die Fotogenität des Ortes eine entscheidende Rolle. Instagram, TikTok und andere Plattformen haben Jiufen Old Street zu einem visuell stark aufgeladenen Sehnsuchtsziel gemacht. Für Reisende aus Deutschland bietet sich hier die Möglichkeit, eigene fotografische Perspektiven zu entwickeln, die über die gängigen Motive hinausgehen: eine ruhige Seitenstraße, eine Teeschale auf einer Holzbank, der Blick durch eine offene Tür, Schatten der Laternen an der Wand.

Jiufen Old Street in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht Jiufen Old Street regelmäßig in Reiselisten und Fotostrecken zu Taiwan auf. Typische Hashtags kombinieren den Ortsnamen mit Begriffen wie „lanterns“, „teahouse“, „mountain village“ oder „night view“. Nutzerinnen und Nutzer betonen oft die besondere Stimmung zwischen Nostalgie und Lebendigkeit – und weisen gleichzeitig auf den touristischen Andrang hin.

Häufige Fragen zu Jiufen Old Street

Wo liegt Jiufen Old Street genau?

Jiufen Old Street befindet sich im Bergort Jiufen im Nordosten Taiwans und gehört administrativ zur Metropolregion Neu-Taipeh. Die Gasse liegt oberhalb der Nordostküste, etwa 35–40 km von Taipeh entfernt, und ist von dort per Zug und Bus gut erreichbar.

Warum ist Jiufen Laojie so bekannt?

Jiufen Laojie ist vor allem für ihre stimmungsvollen, mit Laternen geschmückten Gassen, traditionelle Teehäuser, Streetfood-Stände und den Blick auf Berge und Meer berühmt. Der Ort wurde durch taiwanische Filme, Reiseberichte und soziale Medien international bekannt und gilt als eines der fotogensten Bergdörfer Taiwans.

Lohnt sich ein Tagesausflug von Taipeh nach Jiufen?

Ja, viele Reisende aus Deutschland integrieren Jiufen Old Street als Tagesausflug in ihren Aufenthalt in Taipeh. Die Anreise dauert je nach Verbindung und Verkehr meist zwischen 60 und 90 Minuten. Wer die besondere Abendstimmung mit Laternen erleben möchte, plant idealerweise einen Aufenthalt bis nach Sonnenuntergang oder übernachtet in einem der Gästehäuser vor Ort.

Wie touristisch ist Jiufen Old Street?

Jiufen Old Street ist ein sehr beliebtes Reiseziel, das insbesondere an Wochenenden, Feiertagen und in der Hauptsaison stark besucht ist. Die Mischung aus authentischer historischer Struktur und touristischer Infrastruktur prägt das Erlebnis: Traditionelle Elemente sind deutlich spürbar, werden jedoch von Souvenirshops, Cafés und Fotospots ergänzt. Wer ruhigere Momente sucht, sollte Nebenstraßen erkunden oder Randzeiten wählen.

Welche beste Reisezeit empfehlen Experten für Jiufen?

Reiseführer und das Taiwan Tourism Bureau empfehlen häufig Frühling und Herbst als angenehme Reisezeiten für Jiufen, da Temperaturen und Luftfeuchtigkeit moderater sind als im Hochsommer. Unabhängig von der Jahreszeit lohnt sich der Besuch unter der Woche und möglichst außerhalb der Hauptbesuchszeiten, um die Altstadt mit etwas mehr Ruhe erleben zu können.

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