Jigoku Meguri in Beppu: Sieben Quellen, sieben Farben
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:00 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jigoku Meguri bezeichnet eine Folge heißer Quellen in Beppu auf Kyushu. Das sichtbare Thema dieser Landschaft sind Wasser, Schlamm und Dampf in wechselnden Farben und Formen. Vier Quellen tragen seit dem 23. Juli 2009 den Status einer nationalen Landschaftsschönheit.
Sieben Quellen zwischen Blau, Rot und Weiß
Zum Rundgang gehören Umi Jigoku, Chinoike Jigoku, Tatsumaki Jigoku, Shiraike Jigoku, Kamado Jigoku, Oniyama Jigoku und Oniishi Bozu Jigoku. Die Anlagen liegen in den Bezirken Kannawa und Kamegawa von Beppu.
Umi Jigoku zeigt ein kobaltblaues Wasserbecken. Seine Quelle erreicht 98 °C. Der Name verweist auf die meerähnliche Farbe, während die Temperatur den Charakter des Ortes bestimmt. Das Becken entstand vor etwa 1.200 Jahren im Zusammenhang mit einer Explosion des Tsurumi.
Chinoike Jigoku trägt seinen Namen wegen des roten Tons und der roten Färbung am Quellgebiet. Die Quelle erreicht 78 °C. Im Bungo no Kuni Fudoki erscheint sie unter dem Namen Akayusen, der „rote Quelle“ bedeutet.
Dampf, Schlamm und ein Ausbruch in Intervallen
Oniishi Bozu Jigoku besteht aus grauem, kochendem Schlamm. Die aufsteigenden Schlammblasen erinnern an rasierte Mönchsköpfe. Die Quelle hat eine Temperatur von 99 °C und steht damit für eine andere Erscheinungsform geothermaler Aktivität.
Kamado Jigoku verbindet mehrere heiße Quellen mit Fumarolen und Wasserfontänen. Die Temperatur beträgt 90 °C. Der Name bezieht sich auf den Kamado-Hachimangu-Schrein und das Kochen von Reis mit Dampf aus den Quellen.
Oniyama Jigoku wird auch Wani Jigoku genannt. Die Anlage ist mit Krokodilen verbunden, deren Haltung dort 1923 begann. Die Quelle erreicht 99,1 °C. Das Wasser bildet den geothermalen Hintergrund für eine Tieranlage innerhalb des Geländes.
Tatsumaki Jigoku ist ein Geysir und als Naturdenkmal der Stadt Beppu verzeichnet. Heißes Wasser und Fumarolengas treten in regelmäßigen Intervallen aus. Die Temperatur der Fumarole beträgt 105 °C.
Von der Gefahrenzone zur Sehenswürdigkeit
Der Name Jigoku bedeutet „Hölle“. Das Bungo no Kuni Fudoki, eine historische Beschreibung der Provinz Bungo, verbindet die Gegend mit Dämpfen, heißem Schlamm und heißem Wasser. Die Quellen galten dadurch als schwer zugängliches Gelände.
Die organisierte Besichtigung entwickelte sich nach dem Ende der Meiji-Zeit im Jahr 1912. Aburaya Kumahachi gründete 1928 den ersten Sightseeing-Bus in Beppu und prägte die touristische Erschließung der Quellen. Aburaya Kumahachi im Jahr 1928 gehört damit zur dokumentierten Geschichte des Rundgangs.
Umi Jigoku, Chinoike Jigoku, Tatsumaki Jigoku und Shiraike Jigoku erhielten am 23. Juli 2009 die Auszeichnung als nationale Landschaftsschönheiten. Vier nationale Landschaftsschönheiten verbinden damit geologische Erscheinung und japanischen Kulturgüterschutz.
Shiraike Jigoku ergänzt die Farbfolge um ein bläulich-weißes Becken. Die Quelle tritt zunächst farblos aus und verändert ihr Erscheinungsbild nach dem Austritt. Ihre Temperatur liegt bei 95 °C. Zu der Anlage gehört eine Haltung tropischer Fische.
Jigoku Meguri besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jigoku Meguri liegt in Beppu in der Präfektur ?ita auf Kyushu. Von Beppu Station führen Busse nach Kannawa und zu den Haltestellen Umi-Jigokumae sowie Chinoike-Jigokumae.
- Die Quellen sind keine gewöhnlichen Badebecken. Wasser, Schlamm und Fumarolen erreichen Temperaturen von 78 bis 105 °C; die Besichtigung erfolgt an den ausgewiesenen Wegen und Plattformen.
- Die vier nationalen Landschaftsschönheiten liegen bei Umi Jigoku, Chinoike Jigoku, Tatsumaki Jigoku und Shiraike Jigoku. Die übrigen Quellen ergänzen den Rundgang um Schlamm, Fumarolen und die Krokodilanlage.
- Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jigoku Meguri auf Social-Media-Plattformen
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Jigoku Meguri: häufige Fragen
Wo liegt Jigoku Meguri?
Jigoku Meguri liegt in Beppu auf Kyushu, in der Präfektur ?ita. Die Quellen verteilen sich auf die Bezirke Kannawa und Kamegawa.
Was bietet ein Besuch?
Der Rundgang zeigt heiße Wasserbecken, Schlammquellen, Fumarolen und einen Geysir. Die sieben Anlagen unterscheiden sich durch Farbe, Temperatur und sichtbare Aktivität.
Was kennzeichnet Jigoku Meguri?
Jigoku Meguri verbindet eine historische Bezeichnung für gefährliche Quellen mit geschützten Landschaften. Vier Anlagen sind seit dem 23. Juli 2009 nationale Landschaftsschönheiten.
