Jigoku Meguri: die farbigen heißen Quellen von Beppu
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 12:44 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jigoku Meguri in der Stadt Beppu in Japan bezeichnet einen Rundweg zu mehreren heißen Quellen, die als „Höllen“ inszeniert sind und nicht zum Baden, sondern zum Anschauen dienen. Im Zentrum stehen natürlich gefärbte Wasserflächen, aus denen Dampf aufsteigt und die sich als Stationen mit eigenen Namen und Gestaltungen in den Stadtteilen Kannawa und Shibaseki aneinanderreihen.
Jigoku Meguri: Rundweg durch farbige „Höllen“
Unter dem Namen Jigoku Meguri wird in Beppu ein fest etabliertes Besichtigungsprogramm vermarktet, das verschiedene heiße Quellen zu einer zusammenhängenden Route verbindet.ein Pass für die Jigoku Meguri Beppu liegt in der Präfektur ?ita auf der Insel Ky?sh?, einem Gebiet mit ausgeprägter vulkanischer Aktivität, deren Spuren sich in der ganzen Stadt in Form von Dampf und Thermalwasser zeigen.Beppu in ?ita in Japan Der Begriff „Meguri“ verweist dabei auf das Umrunden oder Abschreiten einer Reihe von Punkten, sodass Jigoku Meguri als eine Art „Höllen-Rundgang“ verstanden werden kann.Meguri bedeutet Rundgang oder Pilgertour
Der Rundweg führt zu mehreren Quellen, die jeweils unter einem eigenen Namen auftreten und unterschiedliche Erscheinungsformen des heißen Wassers zeigen.Umi Jigoku, Chinoike Jigoku und weitere Dazu gehören Wasserbecken mit kräftig blauer Oberfläche, rotbraunen bis orangefarbenen Wasserflächen sowie Becken mit grauen Schlammblasen, in denen der Untergrund sichtbar arbeitet.blaues Wasser, blutrote und graue Schlammquellen Ergänzt wird das Bild durch eine Quelle, die sich als Geysir in wiederkehrenden Wasserstößen zeigt und durch bauliche Anlagen eingefasst ist.
Die heißen Quellen von Beppu als „Höllen“
Die einzelnen Stationen von Jigoku Meguri tragen Namen, die an ihre Wirkung und Farbe anknüpfen, etwa Umi Jigoku („Meer-Hölle“) mit einer intensiv blauen Wasserfläche oder Chinoike Jigoku („Blut-Teich-Hölle“) mit rötlichem Wasser.die sieben Höllen von Beppu Andere Stationen sind Schlammquellen wie Oniishibozu Jigoku, deren graue Blasen an Rasuren von Köpfen erinnern, oder Kamado Jigoku, wo mehrere Becken mit verschiedenen Farbtönen zusammenstehen.Kamado Jigoku mit mehreren Becken Jede dieser Quellen ist von Wegen, niedrigen Mauern oder Geländern eingefasst, sodass Besucher die Wasserflächen aus geringer Distanz betrachten können.
Gemeinsam ist den „Höllen“, dass ihr Wasser deutlich heißer ist, als es für ein Bad geeignet wäre, und dass die Anlagen auf das reine Sehen zugeschnitten sind.Quellen zum Anschauen statt zum Baden Die Temperaturen der Quellen sorgen für kräftig sichtbaren Dampf, der über den Becken steht und sich an kühleren Tagen besonders stark abzeichnet. An mehreren Stationen tritt das Wasser so energisch zutage, dass Bewegungen an der Oberfläche oder wiederkehrende Ausbrüche wie beim Geysir Tatsumaki Jigoku zu beobachten sind.Tatsumaki Jigoku als Geysirquelle
Stadtlandschaft, Themeninszenierung und Spazierwege
Jigoku Meguri liegt innerhalb der Stadt Beppu und bindet die Stadtlandschaft eng an die geothermischen Erscheinungen, denn die Wege zwischen den Stationen führen durch bebaute Viertel mit Onsen-Anlagen und Wohnhäusern.Kannawa und Shibaseki als Lage der Höllen Die meisten Quellen im Bereich von Kannawa sind über Straßen und Gartenwege miteinander verbunden, sodass sich der Rundgang als Abfolge kurzer Spaziergänge mit Blickwechseln zwischen städtischer Umgebung und Wasserflächen ergibt.Rundweg durch mehrere Stadtteile Die Stationen im weiter nördlich gelegenen Bereich von Shibaseki sind separat zugänglich und ergänzen den Gesamteindruck um weitere Farbtöne und Formen des Wasseraustritts.
Mehrere der Quellen sind mit thematischen Elementen versehen, darunter Figuren, Tafeln mit Erläuterungen und gestaltete Gärten, die das Motiv der „Hölle“ aufnehmen. So stehen beispielsweise bei Kamado Jigoku großformatige Dämonfiguren an Wegen und Aussichtspunkten, während andere „Höllen“ die Farbwirkung des Wassers mit Bepflanzung und Steinsetzungen kombinieren.Auflistung der acht benannten Jigoku In der Umgebung einzelner Stationen sind zudem Einrichtungen wie kleine Verkaufsstände, Aufenthaltsbereiche und zusätzliche Becken angeordnet, in denen sich der heiße Dampf sekundär nutzen lässt, etwa für das Garen von Speisen.
Jigoku Meguri besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jigoku Meguri liegt in Beppu in der Präfektur ?ita auf der Insel Ky?sh? in Japan und erstreckt sich vor allem über die Stadtteile Kannawa und Shibaseki, die über Linienbusse aus dem Zentrum von Beppu erreichbar sind.
- Mehrere der „Höllen“ sind durch Wege und Treppen miteinander verbunden, teils mit Steigungen und Stufen, sodass ein Besuch einen Rundgang über befestigte Wege mit gelegentlichen Treppenläufen umfasst.
- Die heißen Quellen sind als eigene Anlagen innerhalb der bebauten Stadtlandschaft angelegt, die Wege führen daher zwischen Wasserbecken, kleinen Gartenbereichen und Straßen, auf denen sich auch andere Onsen-Einrichtungen befinden.
- Beppu liegt im Süden von Japan, Amtssprache ist Japanisch, gezahlt wird in Japanischen Yen. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jigoku Meguri auf Social-Media-Plattformen
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Jigoku Meguri: häufige Fragen
Wo liegt Jigoku Meguri genau?
Jigoku Meguri liegt in Beppu in der Präfektur ?ita auf Ky?sh? in Japan und verteilt sich auf die Stadtteile Kannawa und Shibaseki, die über Linienbusse aus dem Zentrum erreichbar sind.
Was bietet ein Besuch der Jigoku Meguri?
Ein Besuch der Jigoku Meguri bietet den Blick auf verschieden gefärbte, deutlich über Erwärmung hinausgehende heiße Wasserflächen, Schlammquellen und einen Geysir, die jeweils als eigene „Höllen“ mit Wegen und Aussichtspunkten erschlossen sind.
Was kennzeichnet Jigoku Meguri im Vergleich zu anderen Onsen-Orten?
Jigoku Meguri ist ein Rundweg, der heiße Quellen ausdrücklich als Schauobjekte präsentiert, mit farbigen Wasserflächen, starken Dampfwolken und thematischen Gestaltungen, während klassische Onsen-Anlagen in Japan vor allem dem Baden dienen.
