Jeonju Hanok Maeul: dichtes Hanok-Viertel im Herzen von Jeonju
Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 21:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Jeonju Hanok Maeul ist ein dicht bebautes Viertel traditioneller Hanok-Häuser im Zentrum von Jeonju in Sudkorea und bewahrt auf engem Raum ein Stadtbild der Joseon-Zeit mit Wohnhäusern, Schreinen und Sakralbauten. Das Viertel entstand in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als koreanische Familien um die Stadtviertel Gyo-dong und Pungnam-dong Hanok-Häuser bauten und damit ein geschlossenes Ensemble traditioneller Architektur schufen.Jeonju Hanok Maeul
Jeonju Hanok Maeul: Hanok-Häuser und traditionelles Stadtbild
Jeonju Hanok Maeul besteht aus mehreren hundert Hanok, den klassischen koreanischen Wohnhäusern mit geschwungenen Ziegeldächern, Holzbalken und Wänden aus Holz und Papier. Die Häuser gruppieren sich in engen Straßen und Höfen und bilden ein zusammenhängendes Gebiet, das sich über die Stadtteile Gyo-dong und Pungnam-dong erstreckt.mehr als 700 Hanok Die Dächer sind mit dunklen Ziegeln gedeckt, die an ihren Kanten deutlich nach oben gezogen sind und so die typische Silhouette der Hanok-Architektur bilden.traditionelle koreanische Dächer
Innerhalb der einzelnen Grundstücke ist die klassische Aufteilung traditioneller Wohnhäuser nachvollziehbar: Höfe trennen verschiedene Gebäudegruppen, Wohnräume liegen um die Innenbereiche, und die Häuser nutzen die leichte Hanglage des Geländes, sodass einzelne Höfe erhöht über anderen liegen. Viele der Hanok sind weiterhin als Wohnhäuser in Gebrauch, andere werden als Gästehäuser, Teehäuser oder kleine Läden genutzt, wodurch sich traditionelle Bauformen mit heutigen Nutzungen kombinieren, ohne dass die bauliche Grundstruktur des Viertels verloren gegangen ist.
Historische Anlagen im Hanok-Viertel
Zwischen den Hanok-Häusern liegen mehrere bedeutende historische Anlagen, die das Bild von Jeonju Hanok Maeul prägen. Zu den wichtigsten gehört der Gyeonggijeon-Schrein, in dem das Porträt von König Taejo, dem Gründer der Joseon-Dynastie, aufbewahrt wird.Gyeonggijeon-Schrein Der Schrein liegt innerhalb des Hanok-Viertels und besteht aus Hallen und Höfen, die an die höfische Architektur der Joseon-Zeit erinnern.
Am Rand von Jeonju Hanok Maeul steht die katholische Jeondong-Kathedrale, ein Backsteinbau mit Türmen und einem deutlich westlich geprägten Stil, der auf dem Gelände eines frühen Schauplatzes des koreanischen Christentums errichtet wurde.Jeondong-Kathedrale Ebenfalls im Viertel befindet sich die Konfuzianische Schule Jeonju Hyanggyo mit ihren Unterrichtsgebäuden und Höfen, die die Bildungstradition der Region widerspiegeln.Jeonju Hyanggyo Innerhalb kurzer Wege liegen damit königliche Gedenkstätten, religiöse Bauten und Bildungsstätten neben den Hanok-Wohnhäusern.
Jeonju Hanok Maeul im städtischen und historischen Kontext
Jeonju Hanok Maeul liegt im Stadtbezirk Wansan-gu von Jeonju in der Provinz Jeollabuk-do und markiert den historischen Kern der Stadt. Die Entstehung des Viertels fällt in die Zeit um 1910, als die Stadt stärker ausgebaut wurde und koreanische Bewohner im Bereich von Gyo-dong und Pungnam-dong Hanok-Häuser errichteten.Bau um 1910 Die Stadt Jeonju hat das Gebiet als Traditionsschutzzone ausgewiesen, um die dichte Hanok-Bebauung zu erhalten und großflächige Neubauten zu begrenzen.Traditionsschutzzone
Die Architektur und das Stadtbild von Jeonju Hanok Maeul erinnern an die lange Geschichte Jeonjus als Zentrum der Joseon-Dynastie, in der die Stadt Verwaltungs- und Kulturaufgaben für die Region übernahm. Das Hanok-Viertel ist zugleich Teil des modernen Jeonju, dessen übrige Stadtviertel von zeitgenössischen Wohnhäusern und breiten Straßen geprägt sind. Auszeichnungen wie die Aufnahme von Jeonju in das Netzwerk der „Slow Cities“ unterstreichen den Anspruch, städtische Entwicklung mit dem Schutz historischer Bausubstanz zu verbinden.Slow City
Jeonju Hanok Maeul besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Jeonju Hanok Maeul liegt im Stadtbezirk Wansan-gu von Jeonju in der Provinz Jeollabuk-do; vom Bahnhof Jeonju führen Stadtbusse in Richtung der Haltestellen an der Jeondong-Kathedrale und am Hanok-Viertel.
- Die Straßen innerhalb von Jeonju Hanok Maeul sind schmal und teilweise gepflastert, viele Wege verlaufen in leichter Hanglage und führen über kurze Treppen zu höher gelegenen Höfen.
- Im Umfeld des Hanok-Viertels liegen weitere historische Anlagen wie der Gyeonggijeon-Schrein und die Konfuzianische Schule Jeonju Hyanggyo, die sich zu Fuß erreichen lassen.
- Amtssprache ist Koreanisch, gezahlt wird in Won.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Jeonju Hanok Maeul auf Social-Media-Plattformen
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Jeonju Hanok Maeul: häufige Fragen
Wo liegt Jeonju Hanok Maeul?
Jeonju Hanok Maeul liegt im Stadtbezirk Wansan-gu der Stadt Jeonju in der Provinz Jeollabuk-do im Westen von Sudkorea und erstreckt sich über die Viertel Gyo-dong und Pungnam-dong.
Was bietet ein Besuch von Jeonju Hanok Maeul?
Ein Besuch führt durch ein dichtes Viertel traditioneller Hanok-Häuser mit geschwungenen Dächern, Innenhöfen und historischen Anlagen wie Gyeonggijeon-Schrein, Jeondong-Kathedrale und Jeonju Hyanggyo.
Was kennzeichnet Jeonju Hanok Maeul besonders?
Jeonju Hanok Maeul ist durch die Konzentration von mehreren hundert Hanok-Häusern in einem zusammenhängenden Stadtviertel gekennzeichnet, die als Wohnhäuser und kleine Betriebe genutzt werden und ein geschlossenes historisches Stadtbild bewahren.
