Jardin des Tuileries Paris: Königlicher Garten zwischen Louvre und Place de la Concorde
07.06.2026 - 06:54:33 | ad-hoc-news.deWer vom Louvre in Richtung Seine tritt, steht plötzlich in einer anderen Welt: Im Jardin des Tuileries Paris, dem Jardin des Tuileries – wörtlich „Garten der Ziegelfabriken“ – öffnet sich ein Teppich aus Kieswegen, Brunnen und Skulpturen, eingerahmt von den Fassaden der französischen Hauptstadt. Zwischen Louvre und Place de la Concorde wird hier die große Geschichte Frankreichs zur sinnlichen Freiluftbühne.
Jardin des Tuileries Paris: Das ikonische Wahrzeichen von Paris
Der Jardin des Tuileries Paris gilt als einer der klassischsten Stadtgärten Europas und als eine Art „Außenfoyer“ des Louvre. Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Museum, öffentlichem Raum und französischer Alltagskultur: Schulklassen sitzen auf den grünen Stühlen am Wasserbecken, Modefotografen inszenieren Shootings, und Büroangestellte nutzen den Park für ihre Mittagspause.
Für Reisende aus Deutschland ist der Jardin des Tuileries mehr als nur eine hübsche Grünfläche. Er ist ein Scharnier: Einerseits der historische Übergang vom mittelalterlichen Paris zum klassizistischen Prachtboulevard, andererseits ein entspannter Zwischenstopp auf jeder Route vom Louvre über die Seine bis hin zu den Champs-Élysées. Der Park verbindet Symbolorte der französischen Geschichte – vom Königtum über die Revolution bis zur heutigen Republik – auf wenigen Hundert Metern.
Viele Kunsthistoriker bezeichnen den Jardin des Tuileries als „Modell“ des französischen Barockgartens, der später Anlagen wie die Gärten von Versailles geprägt hat. Die typische Geometrie – gerade Sichtachsen, exakt gestutzte Boskette, symmetrische Becken – ist hier auf engstem Raum erlebbar. Gleichzeitig wirkt der Park überraschend lebendig und demokratisch: viele Zugänge, keine Eintrittsgebühr und eine Atmosphäre, die keine Schwellenangst kennt.
Geschichte und Bedeutung von Jardin des Tuileries
Die Ursprünge des Jardin des Tuileries reichen in die Zeit der französischen Renaissance zurück. Mitte des 16. Jahrhunderts ließ die französische Königin Katharina von Medici neben den bestehenden Ziegelbrennereien („tuileries“) ein neues Schloss errichten. Der Garten war zunächst ein eher lockerer Lustgarten im Stil der Zeit. Wer den Park heute besucht, sieht von diesem frühen Gartenbild nichts mehr, doch die Lage am Rand der damaligen Stadt erklärt noch immer seine Funktion als Übergangszone zwischen Hof und Stadt.
Zum ikonischen „französischen Garten“ wurde der Jardin des Tuileries im 17. Jahrhundert. Unter König Ludwig XIV. wurde der berühmte Gartenarchitekt André Le Nôtre beauftragt, den Garten neu zu gestalten. Le Nôtre, der auch die Parks von Versailles formte, legte die langen Achsen, die präzisen Parterres und die streng modulierten Baumquartiere an. Von hier aus entwickelte sich der Typus des „jardin à la française“, der europaweit zu einem Vorbild wurde.
Damals entstand auch die große Ost-West-Achse, die sich bis heute durch Paris zieht: vom Louvre durch den Jardin des Tuileries und die Place de la Concorde zu den Champs-Élysées und weiter bis zum Arc de Triomphe und zum modernen Geschäftsviertel La Défense. Wer auf der zentralen Sichtachse durch den Park spaziert, erlebt diese städtebauliche Idee in einer sehr klaren, fast theatralischen Inszenierung.
Im 18. Jahrhundert erhielt der Jardin des Tuileries eine neue Rolle. Während der Französischen Revolution wurde das angrenzende Tuilerienpalais zeitweise Sitz der königlichen Familie, später diente das Gelände als Schauplatz politischer Umbrüche. Der Park, einst exklusiver Hofgarten, öffnete sich schrittweise für die Pariser Bevölkerung – ein starkes Symbol für den Wandel von der höfischen zur bürgerlichen Öffentlichkeit.
Im 19. Jahrhundert erlebte der Jardin des Tuileries eine seiner dramatischsten Phasen: Während der Pariser Kommune 1871 wurde das Tuilerienpalais in Brand gesetzt und so schwer beschädigt, dass es in den folgenden Jahren vollständig abgetragen wurde. Übrig blieb die große Freifläche, die den Park heute noch nach Westen hin offen wirken lässt. Die Leerstelle des verschwundenen Palasts ist für historisch Interessierte bis heute spürbar – zwischen dem Louvre und der Place de la Concorde ist der Park gewissermaßen der „Schatten“ eines verlorenen Schlosses.
Seit dem 19. und 20. Jahrhundert wurde der Jardin des Tuileries mehrfach restauriert und an moderne Bedürfnisse angepasst. Skulpturen kamen hinzu, Wege wurden neu gestaltet, und der Park entwickelte sich zu einem wichtigen Erholungsraum inmitten der dicht bebauten Innenstadt. Er ist kein UNESCO-Welterbe im eigenen Recht, steht aber unter strengem Denkmalschutz und ist Teil des klassischen historischen Stadtzentrums von Paris, das in vielen kulturhistorischen Werken als Gesamtkunstwerk gewürdigt wird.
Gerade für Leser:innen aus Deutschland lohnt der historische Vergleich: Als Le Nôtre den Jardin des Tuileries neu formte, existierten das Deutsche Reich und zentrale deutsche Nationaldenkmäler wie das Brandenburger Tor in Berlin noch lange nicht. Der Park ist damit rund zwei Jahrhunderte älter als viele der bekanntesten Monumente im deutschsprachigen Raum – und wirkt doch erstaunlich zeitlos.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Der Jardin des Tuileries ist eine Freiluftbühne für Landschaftsarchitektur, Bildhauerei und Stadtplanung zugleich. Wer durch den Park geht, erlebt eine Abfolge von „Räumen“: offene Plätze mit Wasserbecken, dichte Boskette, intime Nischen mit Skulpturen und weite Sichtachsen, die den Blick bis hin zum Arc de Triomphe führen.
Typisch für den Gartenstil von André Le Nôtre sind die streng geometrischen Parterres im zentralen Bereich. Diese niedrig bepflanzten Felder, eingefasst von Buchs oder anderen Gehölzen, bilden zusammen mit symmetrisch gesetzten Skulpturen und Vasen eine Art Teppich. Die Kieswege betonen die Linienführung und erzeugen beim Gehen das für viele Paris-Besucher so charakteristische Knirschen unter den Schuhen.
Zwei große Wasserbecken prägen den heutigen Jardin des Tuileries. Rund um die Becken stehen die grünen Metallstühle, die in Paris fast ikonischen Status haben. Sie können frei bewegt werden – ein kleines, aber wichtiges Detail, das den Park flexibel und einladend macht. Hier versammeln sich Menschen zum Lesen, Sonnen, Reden oder einfach nur zum Schauen.
Der Park ist zugleich ein bedeutender Skulpturenpark. Historische Figuren aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen neben modernen Werken des 20. Jahrhunderts. Viele Besucher entdecken hier Arbeiten von bedeutenden Künstlern wie Auguste Rodin oder Aristide Maillol, deren Skulpturen vor allem entlang der zentralen Achsen und in den seitlichen Bosketten platziert sind. Dieser Dialog zwischen klassischer Gartenform und moderner Kunst verleiht dem Jardin des Tuileries eine besondere kulturelle Tiefe.
Am westlichen Ende des Parks, nahe der Place de la Concorde, befindet sich der Arc de Triomphe du Carrousel, ein kleinerer Triumphbogen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Er steht heute isoliert, war aber ursprünglich als Ehrenbogen zwischen Tuilerienpalast und Louvre gedacht. Seine Lage markiert den Übergang vom Museum in den Garten und erinnert an die einstige bauliche Geschlossenheit des Areals.
Auf der Nordseite des Jardin des Tuileries liegt das Musée de l’Orangerie, berühmt für Claude Monets monumentale Seerosen-Zyklen („Nymphéas“). Die lichtdurchfluteten ovalen Säle dieses Museums wurden speziell für Monets Werke konzipiert. Viele Reisende verbinden einen Spaziergang durch den Park mit einem Besuch der Orangerie – ein Zusammenspiel von Natur, Malerei und Architektur, das besonders kunstaffine Gäste anspricht.
Die Südseite des Parks öffnet sich zur Seine, mit Blick auf die Flussufer und das gegenüberliegende Musée d’Orsay. Diese Lage macht den Jardin des Tuileries zu einem idealen Knotenpunkt: In fußläufiger Entfernung liegen der Louvre, die Flaniermeile an der Seine, die Place de la Concorde und der Beginn der Champs-Élysées.
Viele Architektur- und Stadtplanungsfachleute betonen den Jardin des Tuileries als frühes Beispiel für ein bewusst gestaltetes „urbane Panorama“. Die Kombination aus strengem Gartenraster, prominenten Blickachsen und Einbettung in die umgebende Stadtstruktur zeigt, wie sehr Paris seine Identität aus der Inszenierung von Raum bezieht. Für Besucher:innen aus Deutschland, wo Parks häufig stärker landschaftlich und weniger axial gestaltet sind, wirkt diese Form der Stadtgartenplanung zugleich fremd und faszinierend.
Jardin des Tuileries Paris besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Der Jardin des Tuileries liegt im 1. Arrondissement von Paris, direkt westlich des Louvre und östlich der Place de la Concorde. Die Metro-Station „Tuileries“ (Linie 1) befindet sich unmittelbar an der Nordseite des Parks; alternativ sind auch „Concorde“ (Linien 1, 8, 12) oder „Palais Royal – Musée du Louvre“ (Linien 1, 7) gut geeignet. Aus Deutschland ist Paris über mehrere Wege erreichbar: Mit dem Zug verbinden ICE und TGV unter anderem Frankfurt am Main und Stuttgart direkt mit „Paris Est“ bzw. „Paris Gare de l’Est“; auch von München und Berlin bestehen je nach Fahrplan umsteigefreundliche Verbindungen über wichtige Knotenpunkte. Mit dem Flugzeug wird Paris von großen deutschen Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) und Hamburg (HAM) regelmäßig angeflogen, die Flughäfen Charles de Gaulle (CDG) und Orly (ORY) sind per Bahn und Bus gut an das Zentrum angebunden. Mit dem Auto erreichen Reisende aus Deutschland Paris über das französische Autobahnnetz; in Frankreich fällt häufig Maut an, und innerstädtisch sind Umweltzonen und Parkgebühren zu beachten. - Öffnungszeiten
Der Jardin des Tuileries ist ein öffentlicher Park und in der Regel täglich geöffnet. Traditionell variieren die Öffnungszeiten je nach Jahreszeit, meist von den frühen Morgenstunden bis in die Abenddämmerung. Da sich Zeiten ändern können, sollten Besucher:innen die aktuellen Öffnungszeiten unmittelbar vor dem Besuch auf der offiziellen Informationsseite der Stadt Paris oder des Louvre prüfen. Hinweise zu Veranstaltungen, temporären Sperrungen oder Sicherheitsmaßnahmen werden dort ebenfalls veröffentlicht. - Eintritt
Der Zutritt zum Jardin des Tuileries ist in der Regel kostenlos. Für angrenzende Museen wie das Musée de l’Orangerie oder den Louvre fallen gesonderte Eintrittsgebühren an, die je nach Ausstellung und Tarifstruktur variieren. Da sich Preise im Laufe der Zeit ändern können, empfiehlt sich vor der Reise ein Blick auf die offiziellen Museumsseiten, um aktuelle Ticketpreise, Ermäßigungen und mögliche Online-Reservierungspflichten zu prüfen. - Beste Reisezeit
Der Jardin des Tuileries ist ganzjährig reizvoll, aber die Atmosphäre verändert sich deutlich mit den Jahreszeiten. Im Frühling, wenn die Beete bepflanzt werden und die Bäume austreiben, entfaltet der Park eine frische, farbige Leichtigkeit. Der Sommer bietet lange Abende, reichlich Schatten unter den Platanen und die typische Pariser Picknick-Stimmung. Im Herbst sorgen golden verfärbte Blätter und tieferes Licht für besonders fotogene Szenen – ein Highlight für Fotograf:innen aus der DACH-Region. Selbst im Winter hat der Park seinen Reiz: kahle Baumreihen betonen die Geometrie, und die Nähe zu Museen und Cafés macht ihn zum angenehmen Durchgangsraum. Besonders voll ist es an Wochenenden, Feiertagen und während der französischen Ferien; wer Ruhe sucht, wählt am besten die frühen Vormittagsstunden an Werktagen. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
In Paris ist Französisch die Alltagssprache. In touristischen Bereichen rund um den Jardin des Tuileries wird häufig Englisch gesprochen; Deutschkenntnisse sind seltener, aber in der Hotellerie und in einigen Museen durchaus anzutreffen. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige grundlegende französische Höflichkeitsfloskeln zu kennen – sie werden im Alltag in Frankreich sehr geschätzt.
Zahlungen erfolgen in Frankreich in Euro, sodass kein Währungswechsel nötig ist. Kartenzahlung mit gängigen Kredit- und Debitkarten ist weit verbreitet, auch kontaktlose Zahlungen per Smartphone werden in vielen Geschäften und Cafés akzeptiert. Kleinere Beträge sollten dennoch in bar verfügbar sein, insbesondere für Kioske oder einfache Imbissstände. Die frühere deutsche „EC-Karte“ wurde durch Debitkarten ersetzt; deren Akzeptanz hängt vom jeweiligen Zahlungssystem ab, daher ist eine international einsetzbare Karte (z. B. Visa oder Mastercard) sinnvoll.
Trinkgeld wird in Frankreich diskret gehandhabt: In Restaurants ist der Service meist im Preis enthalten, es ist aber üblich, bei Zufriedenheit ein kleines zusätzliches Trinkgeld zu geben – zum Beispiel auf ein paar Euro aufzurunden oder etwa 5–10 % extra zu lassen. In Cafés, Bars oder bei einfachen Snacks genügt häufig das Aufrunden. Im Park selbst gibt es vereinzelt Verkaufsstände; dort wird Trinkgeld eher selten erwartet, ein kleines Aufrunden wird aber positiv wahrgenommen.
Im Jardin des Tuileries gelten übliche Benimmregeln: Rasenflächen sind in manchen Bereichen nicht zum Betreten freigegeben, Beschilderungen sollten respektiert werden. Offenes Alkoholtrinken kann je nach Tageszeit und Bereich eingeschränkt sein. Fotografieren ist im Park frei möglich, für professionelle Shootings oder Dreharbeiten gelten unter Umständen Genehmigungspflichten der Stadt; wer kommerzielle Projekte plant, sollte dies im Vorfeld klären. - Sicherheit und Einreisebestimmungen
Der Jardin des Tuileries liegt in einem zentralen, gut frequentierten Teil von Paris. Wie an allen touristischen Orten sollten Reisende auf Taschendiebstahl achten und Wertgegenstände nah am Körper tragen. Größere Demonstrationen oder politische Veranstaltungen finden eher auf der Place de la Concorde oder an anderen Symbolorten statt; bei angespannten Lagen setzen die Behörden verstärkt Sicherheitskräfte ein und können Zugänge zeitweise sperren. Für aktuelle Hinweise zu Sicherheitslage, Demonstrationen oder besonderen Regelungen sollten deutsche Staatsbürger die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts auf auswaertiges-amt.de konsultieren.
Frankreich ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da sich Bestimmungen ändern können, empfiehlt sich vor der Abreise ein Blick auf die aktuellen Einreisehinweise des Auswärtigen Amts. Innerhalb der EU haben gesetzlich Versicherte mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung; ergänzend kann eine private Auslandskrankenversicherung sinnvoll sein. - Zeitzone und Klima
Paris liegt wie Deutschland in der mitteleuropäischen Zeitzone (MEZ) und verwendet im Sommer die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Es besteht also keine Zeitverschiebung, was die Reiseplanung und Kommunikation mit Zuhause erleichtert. Das Klima ist gemäßigt; die Sommer können warm werden, wobei Temperaturen über 30 °C möglich sind, die Winter sind meist relativ mild mit gelegentlichem Frost. Für längere Aufenthalte im Park im Sommer sind Sonnenschutz, Wasser und gegebenenfalls ein Sonnenhut empfehlenswert; im Winter ist winddichte Kleidung sinnvoll, da der offene Garten die Kälte stärker spürbar machen kann.
Warum Jardin des Tuileries auf jede Paris-Reise gehört
Der Jardin des Tuileries ist ein Ort, an dem sich die Essenz von Paris verdichtet. Wer auf einer Städtereise aus Deutschland einen Tag mit klassischen Highlights plant – Louvre, Seine, Champs-Élysées – wird zwangsläufig an diesem Garten vorbeikommen. Ihn bewusst einzuplanen, anstatt ihn nur zu durchqueren, macht einen spürbaren Unterschied im Reiseerlebnis.
Zum einen bietet der Park dringend benötigte Erholung nach einem Museumsbesuch: Der Louvre kann leicht mehrere Stunden beanspruchen, und die Vielzahl der Eindrücke ist anstrengend. Ein Spaziergang oder eine Pause im Jardin des Tuileries schafft Raum zum Durchatmen. Ein Platz auf einem der grünen Stühle am Wasser, ein Blick auf die vorbei flanierenden Menschen, dazu vielleicht ein Kaffee von einem nahegelegenen Kiosk – für viele Reisende entstehen hier die Momente, die lange in Erinnerung bleiben.
Zum anderen erlaubt der Garten, französische Geschichte nicht nur in Vitrinen, sondern als gelebten Stadtraum zu erleben. Die Sichtachsen erzählen von königlicher Repräsentation, die Leerstelle des verschwundenen Tuilerienpalasts verweist auf Revolution und Umbrüche, und die offene Zugänglichkeit steht für die republikanische Stadt. Anders als ein Museum ist der Jardin des Tuileries immer in Bewegung: Kinder spielen mit Segelbooten in den Becken, Jogger nutzen die Wege, ältere Pariser:innen treffen sich zum Kartenspiel.
Für kulturell interessierte Besucher:innen aus der DACH-Region ist der Park zudem ein idealer Ausgangspunkt, um unterschiedliche Epochen französischer Kunst zu verbinden. Der Louvre repräsentiert in unmittelbarer Nachbarschaft die Kunstgeschichte von der Antike bis zum 19. Jahrhundert, das Musée de l’Orangerie zeigt Meisterwerke des Impressionismus und der Moderne, das etwas weiter entfernte Musée d’Orsay ergänzt das 19. Jahrhundert und den frühen Modernismus in einem ehemaligen Bahnhof. Der Jardin des Tuileries ist das Bindeglied, das diese Institutionen räumlich und atmosphärisch zusammenhält.
Nicht zuletzt ist der Park ein hervorragender Ort für Fotografie – sowohl für Profis als auch für alle, die mit Smartphone unterwegs sind. Die klaren Linien der Baumreihen, die Spiegelungen in den Wasserbecken, der Blick von den erhöhten Terrassen auf die Skyline von Paris mit Eiffelturm in der Ferne: All dies bietet starke Motive für Social Media oder das private Fotoalbum. Frühmorgens oder in der goldenen Stunde kurz vor Sonnenuntergang ist das Licht besonders stimmungsvoll.
Wer mit Kindern reist, findet im Jardin des Tuileries außerdem Abwechslung vom Museumsprogramm. Traditionelle Karussells, gelegentliche temporäre Angebote wie kleine Fahrgeschäfte im Sommer sowie freie Flächen zum Spielen machen den Garten familienfreundlich. Gleichzeitig können Erwachsene die Architektur und Kunst genießen – eine seltene Kombination, die vielen Familienreisen nach Paris guttut.
Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind die breiten, weitgehend ebenen Wege des Parks von Vorteil. Es gibt Bänke und Stühle zum Ausruhen, und die Nähe zu Metrostationen sowie den umliegenden Boulevards erleichtert die Anreise. Bei Regen allerdings verwandeln sich die Kieswege stellenweise in Pfützenlandschaften, sodass geeignetes Schuhwerk empfehlenswert ist.
Jardin des Tuileries Paris in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist der Jardin des Tuileries ein regelmäßiger Hintergrund für Reisevlogs, Mode-Shootings, Kunst-Content und alltägliche Paris-Impressionen. Gerade Nutzer:innen aus Deutschland nutzen Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube, um sich vorab ein Bild der Stimmung vor Ort zu machen – von saisonalen Blumenarrangements bis zu spontanen Straßenmusik-Auftritten.
Jardin des Tuileries Paris — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Jardin des Tuileries Paris
Wo genau liegt der Jardin des Tuileries Paris?
Der Jardin des Tuileries liegt im Zentrum von Paris im 1. Arrondissement, direkt zwischen dem Louvre im Osten und der Place de la Concorde im Westen. Er grenzt im Norden an die Rue de Rivoli und im Süden an die Seine. Diese Lage macht ihn zu einem idealen Ausgangspunkt für viele klassische Stadtrundgänge.
Seit wann gibt es den Jardin des Tuileries?
Die Anfänge des Gartens gehen auf das 16. Jahrhundert zurück, als Königin Katharina von Medici neben neu errichteten Ziegelfabriken einen Schlossgarten anlegen ließ. Seine heutige, stark von Geometrie geprägte Gestalt erhielt der Jardin des Tuileries im 17. Jahrhundert durch den berühmten Gartenarchitekten André Le Nôtre, der den Garten im Stil des französischen Barock gestaltete.
Kostet der Besuch des Jardin des Tuileries Eintritt?
Der Zugang zum Jardin des Tuileries ist in der Regel kostenlos. Lediglich für die umliegenden Museen, etwa das Musée de l’Orangerie oder den Louvre, wird Eintritt erhoben. Da sich Regelungen ändern können, lohnt sich vor dem Besuch ein Blick auf die offiziellen Informationsseiten, insbesondere bei Sonderveranstaltungen oder temporären Ausstellungen im Park.
Wie erreiche ich den Jardin des Tuileries am besten aus Deutschland?
Aus Deutschland ist Paris gut mit der Bahn, dem Flugzeug oder dem Auto erreichbar. ICE- und TGV-Verbindungen bringen Reisende etwa von Frankfurt, Stuttgart oder München nach Paris, Flüge gehen regelmäßig von großen deutschen Flughäfen zu den Pariser Airports Charles de Gaulle und Orly. Innerhalb der Stadt nutzt man am bequemsten die Metro, etwa die Linie 1 bis zur Station „Tuileries“ oder „Concorde“. Zu Fuß ist der Park von vielen zentralen Hotels aus gut erreichbar.
Wann ist die beste Zeit, um den Jardin des Tuileries zu besuchen?
Besonders beliebt sind der Frühling mit frischem Grün und Blüten sowie der Herbst mit farbigem Laub und milden Temperaturen. Der Sommer bietet lange Abende und eine lebhafte Atmosphäre, kann aber bei Hitze und starkem Besucherandrang anstrengend sein. Wer es ruhiger mag, sollte Wochentage und die frühen Vormittagsstunden wählen. Im Winter ist der Park weniger belebt, dafür lassen sich die klaren Linien des Gartens und die Stadtarchitektur besonders gut fotografieren.
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