Jameos del Agua auf Lanzarote: Magische Unterwelt aus Lava und Licht
07.06.2026 - 06:00:26 | ad-hoc-news.deWer Jameos del Agua (sinngemäß „die Wasserhöhlen“) auf Lanzarote betritt, taucht in eine andere Welt ein: schwarzes Lavagestein, strahlend weiß gekalkte Flächen, türkis schimmerndes Wasser und absolute Stille, nur unterbrochen vom leisen Plätschern eines unterirdischen Sees. Hier hat die Insel Lanzarote in Spanien einen ihrer poetischsten Orte geschaffen – halb Naturwunder, halb Kunstwerk.
Jameos del Agua: Das ikonische Wahrzeichen von Lanzarote
Jameos del Agua liegt im Nordosten von Lanzarote, nahe der Ortschaft Punta Mujeres, eingebettet in eine karge, fast mondähnliche Vulkanlandschaft. Die Attraktion ist Teil eines über 6 km langen Lavatunnels, der durch den Ausbruch des Vulkans Montaña de la Corona entstanden ist. Dieser Tunnel setzt sich bis unter den Atlantik fort und gehört zu den eindrucksvollsten vulkanischen Formationen der Kanaren.
Berühmt wurde Jameos del Agua durch den kanarischen Künstler, Architekten und Umweltvisionär César Manrique, der die natürlichen Hohlräume behutsam in ein kulturelles Gesamtkunstwerk verwandelt hat. Statt den Lavastollen mit Beton zu überformen, integrierte er Pflanzen, Wasser, Licht und Design in die bestehende Natur. So entstand eine Anlage, die für viele Besucher eher wie eine begehbare Skulptur als wie eine klassische Sehenswürdigkeit wirkt.
Für Reisende aus Deutschland ist Jameos del Agua heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Lanzarotes – vergleichbar mit der Rolle, die der Teide für Teneriffa oder der Timanfaya-Nationalpark für die Inselmitte spielt. Die Anlage verbindet Naturerlebnis, Architektur, Kultur und Entspannung in einer Weise, die typisch für Manriques Vision von Lanzarote ist: die Insel touristisch zu öffnen, ohne ihren Charakter zu zerstören.
Geschichte und Bedeutung von Jameos del Agua
Die Entstehungsgeschichte von Jameos del Agua beginnt lange vor den ersten Touristen. Die Lavaflüsse des Vulkans Montaña de la Corona schufen vor mehreren Tausend Jahren ein weit verzweigtes Tunnelsystem, in dessen Decke an einigen Stellen Öffnungen einstürzten – die sogenannten „Jameos“, trichterförmige Einbrüche, die Zugang zu den Hohlräumen bieten. In diesen Einbrüchen sammelte sich Meerwasser und Grundwasser, wodurch die charakteristischen unterirdischen Seen entstanden.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war das Gebiet weitgehend unerschlossen und den Bewohnern des Nordens von Lanzarote vor allem als schwer zugängliche Höhlenlandschaft bekannt. Erst als sich Lanzarote in den 1960er-Jahren touristisch zu entwickeln begann, rückten die Lavaformationen stärker in den Fokus. Parallel wuchs das Bewusstsein, dass die Insel ihre fragile Natur schützen musste, um nicht durch massiven Bauboom überformt zu werden.
In dieser Phase trat César Manrique auf den Plan. Der auf Lanzarote geborene Künstler, der zuvor in Madrid und New York gearbeitet hatte, kehrte auf die Insel zurück und entwickelte gemeinsam mit den lokalen Behörden eine Vision: Lanzarote sollte sich als harmonische „Kultur-Landschaft“ präsentieren, in der Architektur, Kunst und Natur bewusst zusammenspielen. Jameos del Agua war eines der ersten großen Projekte, in denen Manrique dieses Prinzip umsetzte.
In mehreren Bauphasen wurde der natürliche Höhlenbereich ab den 1960er-Jahren Schritt für Schritt erschlossen und gestaltet. Manrique legte großen Wert darauf, die bestehende Form des Lavastroms zu respektieren. Statt großer Eingriffe arbeitete er mit Wegen, Treppen, Pflanzen und gezieltem Lichteinsatz. Im Laufe der Jahre kamen ein Restaurant, ein Konzertsaal im Inneren des Tunnels und ein Freiluftbereich mit einem ikonischen, türkisfarbenen Pool hinzu.
Heute gilt Jameos del Agua als Schlüsselwerk in Manriques Schaffen und als Symbol für den behutsamen Tourismus, für den Lanzarote international oft gelobt wird. Kulturinstitutionen und Reiseführer in Spanien und Deutschland heben immer wieder hervor, dass dieser Ort exemplarisch zeigt, wie Naturerbe und Besuchererlebnis in Einklang gebracht werden können. Auch im Kontext des nachhaltigen Tourismus wird Jameos del Agua häufig als positives Beispiel genannt.
Eine besondere Rolle spielt Jameos del Agua zudem in der wissenschaftlichen Erforschung der Geologie und Biosphäre Lanzarotes. Der unterirdische See beherbergt eine seltene, blinde Krebsart, und in der Anlage ist ein Interpretationszentrum zur Entstehung der vulkanischen Tunnel und des nahegelegenen Naturdenkmals Cueva de los Verdes integriert. Damit ist der Ort nicht nur ein touristischer Anziehungspunkt, sondern zugleich ein Fenster in die geologische Geschichte der Insel.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Die Gestaltung von Jameos del Agua ist untrennbar mit dem Namen César Manrique verbunden. Sein Stil zeichnet sich durch die Verbindung organischer Formen mit klaren Linien, kräftigem Weiß, natürlichen Materialien und bewusst gesetzten Farbakzenten aus. In Jameos del Agua wird dieses Prinzip in verschiedenen Zonen erlebbar, die nahtlos ineinander übergehen.
Der Zugang erfolgt über einen relativ unscheinbaren Eingang, von dem aus eine Treppe in den ersten „Jameo“ hinabführt. Plötzlich öffnet sich der Blick in einen halb offenen Höhlenraum, in dem üppige, tropisch anmutende Vegetation – Palmen, Farne, Grünpflanzen – aus der dunklen Lava wächst. Zwischen den Felsen schlängeln sich weiße Wege, die das Schwarz des Gesteins und das Grün der Pflanzen optisch verstärken.
Herzstück dieser ersten Höhle ist der unterirdische See. Sein Wasser ist klar, ruhig und schimmert je nach Lichteinfall in verschiedenen Blau- und Grüntönen. In diesem Brackwasser lebt eine endemische, nur wenige Millimeter große Krebsart, die oft als „weiße Albino-Krebse“ beschrieben wird. Sie reagieren empfindlich auf Störungen, weshalb Besucher angehalten sind, kein Geld in den See zu werfen und das Wasser nicht zu berühren. Die Verwaltung von Jameos del Agua und Umweltorganisationen vor Ort betonen immer wieder, dass der Schutz dieser empfindlichen Spezies oberste Priorität hat.
Über eine weitere Treppe gelangt man in einen offenen Bereich, der wie eine Oase wirkt. Hier steht das vielleicht meistfotografierte Motiv der Anlage: ein langgestreckter, strahlend weiß eingefasster Pool mit intensiv türkisfarbenem Wasser, flankiert von Palmen und Lavagestein. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Vulkanboden, dem Weiß des Putzes und dem klaren Blau erinnert viele Besucher an eine abstrakte Grafik – genau diese bewusste Reduktion der Formen und Farben war ein gestalterisches Ziel Manriques.
Auch wenn der Pool ikonisch ist, dient er nicht als klassisches Schwimmbecken für Besucher. Die Anlage versteht sich als Kunst- und Kulturraum, nicht als Freizeitbad. Der Pool ist eher als skulpturales Element gedacht, das Ruhe und Weite vermittelt. Besucher können sich in verschiedenen Bereichen auf Stufen und Sitzgelegenheiten niederlassen und die besondere Lichtstimmung auf sich wirken lassen.
Tief im Lavastunnel befindet sich ein spektakulärer Konzertsaal. Er nutzt die natürliche Akustik der Höhle und wurde um Sitzplätze und eine Bühne ergänzt. In diesem Auditorium finden Konzerte, kulturelle Veranstaltungen und gelegentlich Kongresse statt. Die Akustik und das Ambiente gelten bei Musikern und Veranstaltern als außergewöhnlich: Die Kombination aus der rauen Gesteinsstruktur, der geschwungenen Form der Höhle und der gedämpften Beleuchtung schafft eine fast intime Atmosphäre, obwohl der Saal mehrere Hundert Besucher aufnehmen kann.
Darüber hinaus beherbergt Jameos del Agua ein kleines Museum bzw. Interpretationszentrum, das sich mit Vulkanologie, Geologie und der Entstehung des Lavatunnelsystems beschäftigt. Multimediale Installationen, Modelle und informative Tafeln erläutern auf verständliche Weise, wie der Montaña de la Corona und andere Vulkane Lanzarotes die heutige Landschaft formten. Für Familien und Bildungseinrichtungen ist dieser Bereich ein wichtiger Baustein, um das Naturerlebnis wissenschaftlich zu vertiefen.
Die gesamte Anlage ist geprägt von subtilen künstlerischen Details: in Fels gehauene Sitznischen, integrierte Kunstobjekte, Lampen und Handläufe, die sich organisch in die Felsen schmiegen. Wer bereits andere Werke Manriques auf Lanzarote besucht hat – etwa den Mirador del Río oder die Fundación César Manrique – erkennt sofort seine Handschrift. In vielen Reiseführern für den deutschsprachigen Markt wird Jameos del Agua daher als „Manrique-Pflichtprogramm“ bezeichnet.
Jameos del Agua besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
Für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist Jameos del Agua gut in eine Reise nach Lanzarote integrierbar. Die Insel selbst ist von deutschen Flughäfen wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg mit Nonstop-Flügen zu erreichen; die reine Flugzeit liegt grob im Bereich von 4 bis 5 Stunden, abhängig von Abflugort und Verbindung. Der Flughafen Arrecife (ACE) ist der zentrale Ankunftspunkt.
Von Arrecife aus liegt Jameos del Agua etwa im Nordosten der Insel und ist mit Auto oder Mietwagen über gut ausgebaute Straßen erreichbar. Die Distanz vom Flughafen beträgt ungefähr 25 bis 30 km, was je nach Verkehrslage einer Fahrzeit von rund 30 bis 40 Minuten entspricht. Viele Mietwagennutzer verbinden den Besuch mit einer Rundtour durch den Norden, etwa zur Cueva de los Verdes, zum Aussichtspunkt Mirador del Río oder zu den Küstenorten Arrieta und Órzola.
Wer nicht selbst fahren möchte, kann auf organisierte Ausflüge zurückgreifen, die von zahlreichen lokalen Anbietern und Hotels angeboten werden. Diese kombinieren Jameos del Agua häufig mit anderen Manrique-Highlights. Eine weitere Möglichkeit sind Linienbusse (Guaguas), die jedoch je nach Saison und Wochentag nicht immer optimale Fahrzeiten für einen längeren Aufenthalt bieten. Für Reisende, die gerne flexibel sind, bleibt der Mietwagen die komfortabelste Option.
Da Lanzarote als Teil der Kanarischen Inseln zu Spanien und damit zur Europäischen Union gehört, ist die Einreise für deutsche Staatsbürger unkompliziert. In der Regel genügt ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Dennoch sollten Reisende vor Abflug die aktuellen Einreisebestimmungen und mögliche Hinweise etwa zu Gesundheit oder Sicherheit beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Vorgaben ändern können.
Die Zeitverschiebung beträgt in der Regel minus eine Stunde gegenüber Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beziehungsweise Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ), da die Kanarischen Inseln in einer westlicheren Zeitzone liegen. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 14:00 Uhr ist, ist es auf Lanzarote meist 13:00 Uhr. Diese kleine Differenz ist bei der Planung von Aktivitäten und der Umstellung des Biorhythmus leicht zu berücksichtigen.
Die Öffnungszeiten von Jameos del Agua können saisonal variieren. In vielen Reiseinformationen wird darauf hingewiesen, dass die Anlage in der Regel tagsüber über mehrere Stunden geöffnet ist und zum Teil auch Abendöffnungen für Veranstaltungen oder spezielle Programmpunkte angeboten werden. Da sich Zeiten jedoch ändern können, empfiehlt die Verwaltung, die aktuell gültigen Öffnungszeiten direkt auf der offiziellen Seite der Inselverwaltung oder der Betreibergesellschaft von Jameos del Agua zu prüfen.
Auch die Eintrittspreise unterliegen gelegentlichen Anpassungen. Üblicherweise gibt es unterschiedliche Tarife für Erwachsene, Kinder und ggf. kombinierte Tickets, die den Eintritt zu mehreren von Manrique gestalteten Sehenswürdigkeiten auf Lanzarote umfassen. Für Familien und Reisende, die mehrere Attraktionen in kurzer Zeit besuchen, können solche Kombi-Tickets finanziell attraktiv sein. Da Preise schwanken und von lokalen Behörden festgelegt werden, sollten diese Informationen ebenfalls kurz vor der Reise bei der offiziellen Stelle oder direkt vor Ort eingeholt werden.
Als beste Reisezeit für Jameos del Agua gilt grundsätzlich das gesamte Jahr, da Lanzarote ein mildes, trockenes Klima mit häufigen Sonnentagen besitzt. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen angenehmen Werten, sodass weder extreme Hitze noch Kälte zu erwarten sind. Wer große Andrangsspitzen vermeiden möchte, plant den Besuch außerhalb der mittäglichen Stoßzeiten und Schulferien. Der frühe Vormittag oder der spätere Nachmittag bieten oft ruhigeres Ambiente und eine besonders atmosphärische Lichtstimmung in den Höhlenteilen.
Für den Besuch empfiehlt sich bequemes Schuhwerk mit rutschfester Sohle, da die Wege in der Höhle stellenweise uneben oder leicht feucht sein können. Ein leichter Pullover oder eine dünne Jacke kann in den Untergrundbereichen angenehm sein, da die Temperaturen dort etwas kühler sind als im Freien, ohne jedoch wirklich kalt zu werden. Sonnenbrille und Sonnenschutz sind im offenen Teil mit Pool und Terrasse sinnvoll, da das Licht sich stark auf den weißen Flächen reflektieren kann.
In sprachlicher Hinsicht kommen deutschsprachige Besucher gut zurecht. Die Hauptsprache auf Lanzarote ist Spanisch, aber in touristischen Einrichtungen wie Jameos del Agua wird sehr häufig Englisch gesprochen, und nicht selten sind auch deutschsprachige Informationen oder Mitarbeitende anzutreffen – vor allem an der Rezeption oder in den Besucherzentren. Wer einige spanische Grundfloskeln beherrscht, kann aber zusätzlich Sympathiepunkte sammeln.
In der Zahlungskultur sind Kreditkarten weit verbreitet, insbesondere Visa und Mastercard. Auch kontaktloses Bezahlen, inklusive gängiger Mobile-Payment-Lösungen, ist mittlerweile in vielen touristischen Einrichtungen der Kanaren üblich. Bargeld in Euro ist dennoch hilfreich, etwa für kleinere Ausgaben oder in ländlicheren Gegenden, aber in Jameos del Agua selbst ist mit der Akzeptanz von Kartenzahlungen zu rechnen.
Was Trinkgeld angeht, orientiert sich Lanzarote grundsätzlich an der spanischen Praxis: In Restaurants und Bars werden kleine Beträge – etwa 5 bis 10 Prozent – als Anerkennung guter Leistung geschätzt, sind aber in der Regel freiwillig und nicht so strikt erwartet wie in manchen anderen Ländern. In Cafés oder bei kleineren Beträgen reicht es oft, auf den nächsten runden Betrag aufzurunden. In musealen Einrichtungen oder bei Eintrittsgeldern ist Trinkgeld unüblich; bei geführten Touren kann eine kleine Anerkennung für den Guide angemessen sein, wenn die Führung besonders informativ war.
Für gesundheitliche Fragen gilt: Als Teil Spaniens sind die Kanarischen Inseln in das europäische Gesundheitssystem eingebunden. Für gesetzlich Versicherte aus Deutschland ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), die sich auf der Rückseite der deutschen Gesundheitskarte befindet, ein wichtiges Dokument. Sie erleichtert die Behandlung in öffentlichen Einrichtungen. Dennoch empfehlen viele Verbraucherzentralen und Reiseexperten eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung, um etwaige Eigenanteile oder Rücktransportkosten abzudecken.
Die Kombination aus guter Erreichbarkeit, stabiler Infrastruktur, europäischer Gesundheitsversorgung und einem vergleichsweise milden Klima macht Jameos del Agua zu einem gut planbaren Ausflugsziel auf Lanzarote – auch für Familien, ältere Reisende oder Menschen, die zum ersten Mal auf die Kanaren reisen.
- Lage und Anreise: Nordosten Lanzarotes, etwa 25–30 km vom Flughafen Arrecife; Anreise mit Mietwagen, organisiertem Ausflug oder Bus möglich.
- Öffnungszeiten: saisonabhängig, Tages- und teilweise Abendöffnungen; aktuelle Zeiten sollten direkt bei Jameos del Agua bzw. der offiziellen Inselverwaltung geprüft werden.
- Eintritt: gestaffelte Preise für Erwachsene, Kinder und Kombi-Tickets; genaue Tarife variieren und werden vor Ort und auf offiziellen Kanälen bekannt gegeben.
- Beste Besuchszeit: ganzjährig empfehlenswert; ruhigere Stunden meist am frühen Vormittag oder späten Nachmittag, außerhalb der Schulferien.
- Praktische Tipps: rutschfeste Schuhe, leichte Jacke für die Höhle, Sonnenschutz im Außenbereich, respektvoller Umgang mit dem sensiblen Ökosystem des unterirdischen Sees (kein Geld einwerfen, Wasser nicht berühren).
- Sprache und Zahlung: Spanisch als Landessprache, weit verbreitetes Englisch, teilweise Deutsch; Kartenzahlung üblich, Euro als Bargeldwährung.
- Trinkgeld: in der Gastronomie ca. 5–10 Prozent als freiwillige Anerkennung üblich, bei Eintritten und Tickets nicht erwartet.
- Einreisehinweis: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Bestimmungen und Reisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
Warum Jameos del Agua auf jede Lanzarote-Reise gehört
Jameos del Agua gehört zu den Orten, die sich nur schwer in Fotos oder kurzen Beschreibungen einfangen lassen. Viele Besucher berichten, dass erst das Zusammenspiel aus Stille, Akustik, Licht und Material im Inneren die besondere Wirkung entfaltet. Der Übergang von der gleißenden Sonne Lanzarotes in die gedämpfte Dunkelheit der Höhle, der Blick auf den spiegelglatten Untersee und das anschließende Auftauchen in den weißen Poolbereich erzeugen ein Gefühl von Reise in mehrere Welten innerhalb weniger Schritte.
Für kulturinteressierte Reisende ist Jameos del Agua zudem ein Schlüssel zum Verständnis der Identität Lanzarotes. César Manriques Ansatz, Natur und Kunst nicht gegeneinander auszuspielen, sondern miteinander zu verweben, prägt das Erscheinungsbild der gesamten Insel: von den niedrigen, weiß getünchten Häusern bis hin zu Aussichtspunkten und Kunstinstallationen. Wer Jameos del Agua besucht, erlebt eine Art Destillat dieser Philosophie an einem einzigen Ort.
In Kombination mit nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wie der Cueva de los Verdes – einem weiteren, begehbaren Abschnitt desselben Lavatunnelsystems – oder dem Mirador del Río ergibt sich ein dichtes Tagesprogramm im Nordosten der Insel. Viele Reisende planen daher einen ganzen Tag im Norden ein, um Natur, Architektur und kleine Küstenorte zu verbinden. Jameos del Agua fungiert dabei oft als emotionaler Höhepunkt.
Für Familien bietet die Anlage neben der ästhetischen Dimension auch einen lehrreichen Zugang zu Geologie und Vulkanismus. Kinder und Jugendliche können auf anschauliche Weise erleben, wie Lava fließt, erstarrt und Hohlräume bildet. Der Anblick der kleinen, weißen Krebse im See wirkt auf viele ebenso faszinierend wie die Informationen im Interpretationszentrum. So verbindet der Besuch Unterhaltung und Bildung auf natürliche Weise.
Auch für Paare und Alleinreisende ist Jameos del Agua ein stimmungsvoller Ort: Der Außenbereich eignet sich ideal für eine Pause im Schatten der Palmen, ein Getränk im Café oder Restaurant und den Blick über den Pool und die Lavawände. In den Abendstunden, bei ausgewählten Veranstaltungen, kann die Atmosphäre nahezu theatralisch werden, wenn der Konzertsaal in sanftes Licht getaucht ist und Musik durch die Höhle klingt.
Wer Lanzarote nicht nur als Strandziel begreift, sondern als eigenständige Kulturlandschaft, für den ist Jameos del Agua ein Pflichtbesuch. Der Ort zeigt, dass sich touristische Nutzung und Respekt vor der Natur nicht ausschließen müssen – eine Erkenntnis, die angesichts global wachsender Besucherströme relevanter ist denn je. Reisende aus Deutschland, die zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und Authentizität legen, finden hier ein besonders stimmiges Beispiel dafür, wie sanfter Tourismus aussehen kann.
Jameos del Agua in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien wird Jameos del Agua häufig als „magischer Ort“ beschrieben – Bilder des weißen Pools, der schwarzen Lavawände und des unterirdischen Sees gehören zu den meistgeteilten Motiven von Lanzarote. Besonders beliebt sind Perspektiven von oben auf den Pool mit der einsam wirkenden Palme, Langzeitbelichtungen aus der Höhle sowie kurze Video-Sequenzen von Konzerten im unterirdischen Auditorium.
Jameos del Agua — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Jameos del Agua
Wo liegt Jameos del Agua genau?
Jameos del Agua befindet sich im Nordosten der Insel Lanzarote, unweit der Ortschaft Punta Mujeres. Von der Inselhauptstadt Arrecife und vom Flughafen aus ist die Anlage über gut ausgebaute Straßen in rund 30 bis 40 Minuten mit dem Auto erreichbar.
Was ist das Besondere an Jameos del Agua?
Das Besondere an Jameos del Agua ist die Verbindung eines natürlichen Lavahöhlensystems mit Kunst, Architektur und Kultur. Der unterirdische See mit einer seltenen Krebsart, der weiße Pool im Freien und der Konzertsaal im Lavastunnel machen den Ort zu einem einzigartigen Zusammenspiel von Naturerlebnis und gestaltetem Raum.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?
Für einen entspannten Besuch von Jameos del Agua sollten mindestens 1,5 bis 2 Stunden eingeplant werden. Wer zusätzlich das Interpretationszentrum intensiv nutzen oder den Aufenthalt mit einem Getränk oder Essen vor Ort verbinden möchte, kann problemlos mehr Zeit einplanen oder den Besuch in eine Tagesrundtour durch den Norden Lanzarotes integrieren.
Eignet sich Jameos del Agua für Familien mit Kindern?
Ja, Jameos del Agua eignet sich gut für Familien, da Kinder die vulkanische Landschaft, den unterirdischen See und die Erklärungen zur Entstehung der Höhlen als spannend erleben. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass Kinder auf den Wegen bleiben und das sensible Ökosystem des Sees respektieren, etwa kein Wasser zu berühren oder Gegenstände hineinzuwerfen.
Wann ist die beste Zeit, um Jameos del Agua zu besuchen?
Grundsätzlich ist Jameos del Agua ganzjährig gut zu besuchen, da Lanzarote ein mildes Klima hat. Um große Besuchergruppen zu vermeiden und die besondere Atmosphäre in Ruhe zu genießen, bieten sich vor allem der frühe Vormittag oder der späte Nachmittag an, insbesondere außerhalb der Hauptreisezeiten und Schulferien.
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