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Reisen, Hotelzimmer

In Deutschland leiden die Hotels unter dem Beherbergungsverbot

14.10.2020 - 09:22:00

In Deutschland sind die Auswirkungen von den Beherbergungsverboten für Personen aus Covid-19-Risikogebieten bereits deutlich spürbar.

Unter Berufung von einer eigenen Umfrage durch Hoteliers in Deutschland hat das Nachrichtenportal Watson über dieses Thema berichtet. Mehrere Betreiber zweifeln den Sinn von Verboten für die Beherbergung an und sprechen von Problemen in der Branche bezüglich der Finanzen.

Die Geschäftsführerin des Seehotels Lindenhof in Brandenburg Monique Tomacka sagte, während bei anderen eine Schließung geplant ist, hätten dies einige Kollegen bereits tun müssen und das sei eine Katastrophe; sie glaube nicht daran, dass das Verbot gegen die steigenden Zahlen von Covid-19 helfen würde. Des Weiteren empfindet Monique Tomacka die Regelungen insofern als unverständlich, als dass Gäste aus den Risikogebieten vorbeikommen, im Restaurant essen und sich den ganzen Tag auf dem Gelände aufhalten, jedoch über Nacht nicht bleiben dürften.
Derzeit muss sich das Hotel Bayerischer Hof in München noch keine Sorgen um die Existenz machen, trotzdem wirken sich die Regelungen auf die Personalplanung aus. Ein Sprecher sagte gegenüber dem Nachrichtenportal Watson, man würde mit der Lage sorgsam umgehen und beispielsweise nur Mitarbeitende beschäftigen, welche effektiv gebraucht werden.
Für das Almodovar Hotel in Berlin gibt es derzeit kein Beherbergungsverbot. Alexandra Müller-Benz, CEO des Hotels, sagt, dass die Auswirkungen trotzdem spürbar seien.
Seit Beginn der Covid-19-Krise sei sie als Geschäftsführerin größtenteils damit beschäftigt, immer wieder neue Gesetzgebungen zu verstehen sowie Anträge auf Unterstützung zu stellen. Alexandra Müller-Benz empfindet die Maßnahme des Beherbergungsverbots als sinnlos und hält es für gefährlich. Die Rechte der Freiheit ohne vernünftigen wissenschaftlichen Grund einzuschränken sei "Öl auf die Mühlen" der Verschwörungstheoretiker und Zweifelnden, erklärte die Geschäftsführerin.

Ebenso wie die einzelnen Hotels kämpfen auch die Hotelketten mit den Auflagen. Philip Wamprechtsamer von Accor Hotels sagte, durch die Verbreitung von Covid-19 stünden Accor sowie die Hotel- und Tourismusbranche weltweit vor noch nie dagewesene Herausforderungen. Zu Accor gehören auch die Marken Novotel und Ibis. Gemäß Philip Wamprecht ist noch nicht abzusehen, wie stark sich das Beherbergungsverbot auf das Unternehmen auswirken wird und er sagte, dass die Auswirkungen durch das Verbot der Beherbergung in den verschiedenen Bundesländern nicht quantifizierbar sei.
Bereits dramatischer sehen die Berufskollegen der Best Western Hotel Group die Lage. Gegenüber dem Nachrichtenportal Watson sagte eine Sprecherin, dass die große Welle der Insolvenz im Herbst und Winter anstehe. Das eben leicht aufkeimende Geschäft sei mit dem Beherbergungsverbot zunichtegemacht worden, führte die Sprecherin weiter aus.

Marco Buschmann, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, hat die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten aufgefordert, beim Treffen am Mittwoch das Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten zu kippen. Ein pauschales Beherbergungsverbot würde im Kampf gegen Covid-19 kaum helfen, sagte der FDP-Politiker gegenüber dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" in den Ausgaben am Mittwoch. Es seien nur wenige Infektionsketten bekannt, welche auf die Übertragungen in Hotels zurückgeführt werden könnten. Des Weiteren würde das Verbot tief in die Beherbergungsbetriebe sowie in die Freiheit der Reisenden eingreifen und sei deshalb unverhältnismäßig.

Die Definition eines Risikogebietes ist so gefasst ist, dass vermutlich in der nächsten Zeit jede Großstadt und jeder Ballungsraum in Deutschland darunterfallen wird.
Der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion sagte, dass ein Wettlauf leider anstelle um die effektivsten Maßnahmen um möglichst viele Maßnahmen entbrannt sei, was nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich sei, weil es die Bereitschaft der Bevölkerung, bei den Maßnahmen gegen Covid-19 mitzumachen, untergraben könne, erklärte Marco Buschmann. Aus diesem Grund müsse das pauschale Beherbergungsverbot fallen. Es müsse vielmehr um möglichst zielgenaue und wirksame Maßnahmen gehen, deshalb müsse man von der Logik "Viel hilft viel" wegkommen. Zudem müsse auch Schluss mit der Verordnungspolitik von den Regierungschefs sei, welche immer wieder zu Schildbürgerstreichen geführt habe, sagte Marco Buschmann und hat sich dabei auf die Beispiele der 800-Quadratmeter-Regelung für Möbelhäuser sowie das zeitweilige Verbot Bayerns, auf einer Parkbank zu sitzen, bezogen. Der FDP-Politiker führte weiter aus, dass solche Themen nicht einfach von der Gesundheitsministerien mit den Staatskanzleien ausgemacht werden dürften. Die Themen müssten aus jeder Perspektive betrachtet werden, denn nur dadurch sei die konsequente Einbeziehung von den Parlamenten sichergestellt.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, Ever True Smile

@ ad-hoc-news.de