Ijen-Krater, Kawah Ijen

Ijen-Krater bei Banyuwangi: Magischer Schwefelsee und blaues Feuer

20.05.2026 - 12:11:52 | ad-hoc-news.de

Der Ijen-Krater bei Banyuwangi in Indonesien fasziniert mit türkisblauem Säuresee und seltenem „blauen Feuer“. Was Reisende aus Deutschland über Kawah Ijen wissen müssen – von Anreise bis Sicherheit.

Ijen-Krater, Kawah Ijen, Indonesien
Ijen-Krater, Kawah Ijen, Indonesien

In der Dunkelheit flackern am Ijen-Krater plötzlich blaue Flammen die Felswand hinab, darüber schwebt ein schwefeliger Nebel, der sich mit dem ersten Morgenlicht über einem unnatürlich türkisfarbenen See lichtet: Kawah Ijen (indonesisch für „Ijen-Krater“) auf der Insel Java gehört zu den spektakulärsten Vulkanlandschaften der Welt – und ist längst ein Sehnsuchtsziel auch für Reisende aus Deutschland.

Ijen-Krater: Das ikonische Wahrzeichen von Banyuwangi

Der Ijen-Krater liegt im Osten der Insel Java, im Grenzgebiet der indonesischen Provinzen Banyuwangi und Bondowoso. Geologisch gehört er zu einem ganzen Vulkankomplex, dem Ijen-Plateau, dessen Kraterketten sich wie ein natürlicher Wall über mehr als 20 km ziehen. Bekannt ist vor allem der Hauptkrater Kawah Ijen mit seinem großen Säuresee und den aktiven Schwefelquellen.

Die Landschaft wirkt fast außerirdisch: Der Kratersee leuchtet je nach Lichteinfall milchig-türkis bis smaragdgrün, gespeist von stark mineralhaltigen Quellen und vulkanischen Gasen. Der See zählt laut verschiedenen geowissenschaftlichen Untersuchungen zu den stärksten Säureseen der Erde; die genaue chemische Zusammensetzung und der Säuregrad schwanken, werden aber regelmäßig von indonesischen Vulkanologen überwacht. Die Umgebung ist von schwefelgelben Ablagerungen gezeichnet, der Geruch von Schwefeldioxid liegt oft in der Luft, und die Felsformationen rund um den See erinnern eher an eine industrielle Kulisse als an ein klassisches Tropenpanorama.

Für Banyuwangi und die Region Ost-Java ist der Ijen-Krater ein zentrales Wahrzeichen und ein wirtschaftlicher Faktor: Zum einen als Naturattraktion für den Tourismus, zum anderen – und deutlich härter – als Arbeitsplatz für Schwefelarbeiter, die hier unter schwierigen Bedingungen ihrer Arbeit nachgehen. Indonesische und internationale Medien heben immer wieder diese Ambivalenz hervor: ein Naturwunder, das zugleich eine der härtesten Arbeitswelten des Landes beherbergt.

Geschichte und Bedeutung von Kawah Ijen

Der Ijen-Vulkankomplex ist geologisch jung – in vulkanischen Zeiträumen gedacht. Er gehört zur vulkanischen Kette, die sich quer durch Java zieht und Teil des Pazifischen Feuerrings ist. Die Entstehung der Krater und der Caldera um Ijen hängt mit der Subduktion der Indisch-Australischen Platte unter die Eurasische Platte zusammen, einem Prozess, der in Südostasien ganze Gebirgsketten und Vulkanreihen geschaffen hat. Geologische Studien beschreiben mehrere größere Eruptionsphasen in den letzten Jahrtausenden, die zur Bildung der heutigen Landschaft geführt haben.

Die genaue schriftlich dokumentierte Geschichte der menschlichen Nutzung von Kawah Ijen setzt vergleichsweise spät ein. In der Kolonialzeit interessierten sich niederländische Kolonialverwaltungen zunächst vor allem für die landwirtschaftlich nutzbaren Hochebenen rund um den Vulkankomplex. Tee-, Kaffee- und Gewürzplantagen entstanden in den kühleren Höhenlagen. Erst später traten die Schwefelvorkommen innerhalb des Kraters stärker in den Vordergrund.

Der Schwefelabbau im Ijen-Krater geht nach übereinstimmenden Berichten indonesischer Behörden und internationaler Reportagen bis ins 20. Jahrhundert zurück. Über die frühe Phase existieren weniger leicht zugängliche Daten, doch verschiedene Quellen schildern, dass die heutige Form des Abbaus – mit Arbeitern, die den Schwefel händisch aus dem Krater tragen – sich im Laufe des 20. Jahrhunderts herausbildete und bis heute weitgehend manuell geblieben ist, obwohl der wirtschaftliche Anteil im Vergleich zu industriellen Förderstätten eher gering ist.

Für die lokale Bevölkerung der Dörfer am Fuß des Ijen spielt der Vulkan eine doppelte Rolle: Er ist einerseits eine bedrohliche Naturkraft, deren Aktivitäten vom indonesischen Zentrum für Vulkanologie und geologische Gefahren (PVMBG) ständig überwacht werden. Andererseits ist er eine Quelle von Einkommen – sei es über den Schwefelabbau oder über den Tourismus, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark zugenommen hat. Die Region Banyuwangi vermarktet den Ijen-Krater zunehmend als Aushängeschild, ähnlich wie der Bromo-Vulkan oder der Borobudur-Tempel an anderen Orten Javas zu Ikonen geworden sind.

Kulturell ist der Vulkan außerdem in zahlreichen Erzählungen und Mythen präsent. Wie bei vielen Vulkanen Indonesiens wird der Berg in lokalen Traditionen und in der javanischen Kultur als Sitz starker Naturgeister gesehen. Konkrete Details dieser Überlieferungen variieren regional, und sie werden vor allem mündlich transportiert. Für deutschsprachige Reisende ist wichtig zu verstehen, dass der respektvolle Umgang mit der Natur und religiösen Praktiken – etwa Gebete oder kleine Opfergaben am Weg – zum Alltag vieler Indonesier dort gehört.

Architektur, Naturphänomene und besondere Merkmale

Auch wenn Kawah Ijen kein architektonisches Bauwerk im klassischen Sinne ist, lassen sich seine Besonderheiten sehr präzise beschreiben. Im Mittelpunkt steht der Kratersee, der sich auf etwa 2.200 m Höhe (je nach Quelle leicht variierend) in der Caldera ausbreitet. Sein Durchmesser liegt Schätzungen zufolge im Bereich von etwa einem Kilometer. Die Uferzonen sind steil und kaum zugänglich; der Wanderweg führt an den Rand, nicht jedoch regulär bis ans Wasser.

Besonders berühmt ist Kawah Ijen für das sogenannte „blaue Feuer“ (englisch häufig „blue flames“ oder „blue fire“ genannt). Dieses Lichtschauspiel ist kein Feuer im klassischen Sinne, sondern wird durch brennende Schwefelgase verursacht. Wenn vulkanische Gase mit sehr hoher Temperatur austreten, sich entzünden und in Verbindung mit dem vorhandenen Schwefel verbrennen, leuchten sie in der Nacht intensiv blau. Mehrere renommierte Magazine – darunter GEO und National Geographic – haben dieses Phänomen ausführlich porträtiert und hervorheben lassen, dass es weltweit nur an wenigen Orten unter ähnlichen Bedingungen beobachtet wird.

Das blaue Licht ist vor allem in den frühen Nachtstunden sichtbar, wenn es ausreichend dunkel ist und der Wind günstig steht. Witterung und Gasentwicklung können allerdings stark schwanken, sodass der Effekt auch komplett ausfallen kann. Seriöse Reiseführer betonen, dass es sich um ein Naturphänomen handelt, das nicht garantiert werden kann – es ist kein „Lichtshow-Programm“, sondern Ausdruck realer vulkanischer Aktivität. Für Besucher ist zudem Vorsicht geboten: Die Konzentration von Schwefeldioxid kann je nach Windrichtung gefährlich werden, weshalb lokale Führer oft Atemschutzmasken empfehlen.

Ein zweites, sehr eindrückliches Merkmal des Ijen-Kraters sind die Schwefelminen. Aus den Fumarolen – das sind Öffnungen, über die vulkanische Gase austreten – leiten die Arbeiter mit einfachen Röhrensystemen die schwefelhaltigen Dämpfe um. Beim Abkühlen verfestigt sich der Schwefel zu gelben, porösen Blöcken, die dann mit Metallstangen zerschlagen und in Körben aus dem Krater getragen werden. Internationale Reportagen, etwa von BBC oder ARD/WDR, schildern eindringlich die Härte dieser Arbeit: Oft bis zu 60–70 kg tragen die Arbeiter auf den Schultern den steilen Pfad hinauf und mehrere Kilometer wieder hinunter.

Auch wenn genaue Lohnangaben variieren und sich über die Jahre ändern, sind sich seriöse Reportagen darin einig, dass die Entlohnung im Vergleich zur körperlichen Belastung niedrig ist und gesundheitliche Risiken hoch sind. Viele Reisende berichten, dass ein Besuch des Ijen-Kraters nicht nur ästhetisch berührt, sondern auch den Blick auf globale Arbeitsteilung und soziale Ungleichheiten schärft. Für ein verantwortungsbewusstes Reisen gehört es dazu, diese Realität zu sehen und respektvoll damit umzugehen.

Landschaftlich eingebettet ist der Ijen-Komplex in eine grüne, teils tropische, teils hochmontane Umgebung. Rund um den Vulkan finden sich Teeplantagen, Wälder und kleinere Dörfer. Bei klarer Sicht eröffnet sich vom Kraterrand aus ein weiter Blick auf die Bergketten Ost-Javas und bei bestimmten Wetterlagen sogar bis auf die Nachbarinsel Bali. Für viele Besucher ist der Moment des Sonnenaufgangs am Kraterrand der eigentliche Höhepunkt: Das erste Licht trifft auf die dampfenden Schwefelwolken, die Farben des Sees verändern sich, und der Vulkan wirkt plötzlich weich und fast friedlich.

Ijen-Krater besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Ijen-Krater liegt im Osten der Insel Java in Indonesien, in der Nähe der Stadt Banyuwangi. Für Reisende aus Deutschland führt der Weg in der Regel zunächst über einen internationalen Flughafen wie Jakarta (CGK), Surabaya (SUB) oder Denpasar auf Bali (DPS). Von Frankfurt, München oder Berlin gibt es meist Umsteigeverbindungen über große Drehkreuze im Nahen Osten oder in Südostasien. Die reine Flugzeit nach Indonesien liegt – je nach Route – in einer Größenordnung von etwa 14–17 Stunden, hinzu kommen Umsteigezeiten.
    Von Jakarta oder Surabaya aus geht es per Inlandsflug oder mit dem Zug weiter nach Banyuwangi. Alternativ reisen manche Besucher über Bali an: Von dort führt eine regelmäßige Fährverbindung von Gilimanuk nach Ketapang auf Java, von wo aus es nicht weit bis in die Region Ijen ist. Vor Ort erfolgt der Zugang zum Krater typischerweise mit Geländewagen oder Minibussen bis zum Startpunkt des Wanderwegs (oft „Paltuding“ genannt), von wo aus der Aufstieg zu Fuß beginnt.
  • Wanderung und Zugang
    Der klassische Wanderweg vom Parkplatz zum Kraterrand ist einige Kilometer lang und führt mit moderater, aber stetiger Steigung bergauf. Je nach Kondition der Wandernden wird die Strecke oft in 1,5 bis 2,5 Stunden beschrieben. Der Weg ist relativ breit, aber teils steinig und kann bei Regen rutschig werden. Viele Besucher starten nachts, um rechtzeitig vor Sonnenaufgang am Kraterrand zu sein und – wenn es die Sicherheitslage und die Behörden gestatten – das blaue Feuer zu sehen. Ob der Abstieg hinab zum See und den Schwefelquellen erlaubt ist, hängt von aktuellen Sicherheitsbewertungen ab; diese können sich aufgrund von Gasentwicklung oder vulkanischer Aktivität kurzfristig ändern. Informationen dazu liefern lokale Behörden und seriöse Veranstalter vor Ort.
  • Öffnungszeiten
    Da es sich um ein Naturgebiet handelt, existieren keine „Öffnungszeiten“ wie bei einem Museum, wohl aber Zugangsregeln und zeitliche Beschränkungen, die von den indonesischen Behörden festgelegt werden. In den vergangenen Jahren wurde berichtet, dass Wanderungen häufig in den Nachtstunden beginnen dürfen, um das blaue Feuer zu beobachten, doch es kann zu temporären Sperrungen kommen. Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen können variieren – Reisende sollten den aktuellen Stand direkt bei lokalen Tourismusinformationen, seriösen Anbietern von Trekkingtouren oder der Verwaltung des Ijen-Naturschutzgebiets prüfen.
  • Eintrittsgebühren
    Besucher des Ijen-Kraters zahlen in der Regel eine Eintrittsgebühr für das geschützte Gebiet. Die konkrete Höhe kann sich ändern und unterscheidet sich oft für einheimische und ausländische Gäste. Da die Angaben je nach Zeitpunkt und Quelle variieren und Wechselkurse schwanken, lassen sich hier keine belastbaren, langfristig gültigen Euro-Beträge nennen. Als grobe Orientierung berichten Reiseführer, dass sich die Kosten für internationale Besucher im Bereich eines typischen Tagesausflugsbudgets bewegen. Es empfiehlt sich, etwas Bargeld in der Landeswährung Indonesische Rupiah (IDR) bereitzuhalten und vorab bei offiziellen Tourismusstellen oder seriösen Reiseanbietern die aktuellen Tarife zu erfragen.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit
    Indonesien liegt in den Tropen, die Insel Java kennt im Jahresverlauf eher Regen- und Trockenzeiten als ausgeprägte Jahreszeiten, wie sie aus Mitteleuropa bekannt sind. Die Trockenzeit – grob gesagt etwa von Mai bis September – gilt vielen Reisenden als besonders geeignet, da Regenfälle weniger häufig sind und Wanderwege stabiler bleiben. In der Regenzeit von etwa November bis März kann es dagegen deutlich mehr Niederschlag geben; lokale Medien berichten dann häufiger über aufgeweichte Wege oder eingeschränkte Sicht. Für aktuelle Einschätzungen sollten Reisende kurz vor Abflug seriöse Wetterdienste konsultieren. Als Tageszeit wählen viele Besucher die frühen Nachtstunden für den Aufstieg, um vor Sonnenaufgang am Kraterrand zu sein. Wer das blaue Feuer erleben möchte, sollte in Abstimmung mit lokalen Guides früh aufbrechen, eine Stirnlampe mitbringen und die Hinweise der Behörden aufmerksam beachten.
  • Sicherheits- und Gesundheitshinweise
    Der Ijen-Krater ist ein aktives vulkanisches Gebiet. Das indonesische Zentrum für Vulkanologie (PVMBG) überwacht die Aktivität und passt Warnstufen an. Bei erhöhter Aktivität, starker Gasentwicklung oder anderen Gefahren kann der Zugang kurzfristig eingeschränkt oder vollständig gesperrt werden. Reisende sollten die Sicherheitshinweise ihrer Reiseveranstalter, der lokalen Behörden und – bei Pauschalreisen – der Reiseleitung strikt befolgen. Atemschutzmasken mit geeigneten Filtern können helfen, die Belastung durch Schwefelgase zu mindern; einfache Stoffmasken oder Tücher bieten hier nur begrenzten Schutz. Für Menschen mit Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauf-Problemen oder anderen Vorerkrankungen ist eine Rücksprache mit ärztlichem Fachpersonal vor der Reise sinnvoll. Bei Aufenthalten außerhalb der EU empfiehlt sich zudem dringend eine Auslandskrankenversicherung.
  • Ausrüstung und Kleidung
    Am Ijen kann es in der Nacht überraschend kühl werden, insbesondere am Kraterrand und bei Wind. Leichte, aber warme Kleidung nach dem „Zwiebelprinzip“ (mehrere Schichten) ist empfehlenswert. Feste, rutschfeste Schuhe sind für den Aufstieg unerlässlich, besonders bei Nacht und auf gelegentlich rutschigen Abschnitten. Eine Stirnlampe, Handschuhe, Mütze oder Buff sowie eine Regenjacke gehören für viele Reisende zur Standardausrüstung. Schutzbrille und Atemschutzmaske bieten zusätzlichen Schutz gegen Schwefeldämpfe, falls der Wind ungünstig steht.
  • Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    Amtssprache in Indonesien ist Bahasa Indonesia. In Touristengebieten, darunter auch in der Region Banyuwangi, wird in der Regel zumindest grundlegend Englisch verstanden, vor allem von jüngeren Menschen und in der Tourismusbranche. Deutsch wird nur vereinzelt gesprochen; ein paar englische Standardsätze erleichtern Kommunikation. Indonesien ist nach wie vor ein Land, in dem Bargeld eine wichtige Rolle spielt, besonders in ländlichen Regionen. In Städten und an touristischen Hotspots sind Kreditkarten zunehmend verbreitet, in kleineren Warungs (lokalen Restaurants), Minimärkten oder bei Guides und Fahrern wird häufig bar bezahlt. Trinkgeld ist kein Muss, wird aber geschätzt. Kleine Beträge für gute Dienstleistungen – etwa für Guides, Fahrer oder Träger – sind üblich und werden als Anerkennung verstanden.
  • Einreise und Formalitäten
    Für deutsche Staatsbürger gelten je nach Aufenthaltsdauer und Reisezweck unterschiedliche Einreisebestimmungen nach Indonesien. Diese können sich ändern, ebenso wie Visa-Regeln oder Gesundheitsauflagen. Deutsche Reisende sollten die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen und rechtzeitig vor Abreise klären, ob ein Visum erforderlich ist und welche Unterlagen (Reisepass, Impfungen, Versicherungsnachweise) mitzuführen sind. Innerhalb Indonesiens ist zudem darauf zu achten, gesetzliche Bestimmungen – etwa zum Verhalten in Schutzgebieten, zu Umwelt- und Naturschutzauflagen oder zu Drohnenflügen – strikt einzuhalten.
  • Zeitverschiebung
    Java liegt in der sogenannten Western Indonesian Time (WIB). Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt – je nach Jahreszeit – in der Regel einige Stunden. Da sich sowohl in Europa (Sommerzeit) als auch in Indonesien (keine Zeitumstellung) die Konstellation je nach Datum unterschiedlich auswirkt, ist es sinnvoll, kurz vor Reiseantritt einen aktuellen Zeitrechner oder eine seriöse Zeitzonen-App zu konsultieren. Für die Planung von Flügen, Anschlusszügen oder geführten Touren vor Ort ist die korrekte Umrechnung wichtig.

Warum Kawah Ijen auf jede Banyuwangi-Reise gehört

Wer nach Banyuwangi und in den Osten Javas reist, erlebt mit dem Ijen-Krater einen der eindrücklichsten Naturorte Südostasiens. Anders als klassische Strandziele oder Tempelstätten bietet Kawah Ijen eine Mischung aus roher Natur, geologischer Faszination und sozialer Realität. Für viele Reisende aus Deutschland ist es gerade diese Kombination, die den Besuch unvergesslich macht: Der Aufstieg in der Nacht, die Stille der Bergwelt, das flackernde blaue Feuer und dann der Moment, in dem sich im Morgengrauen der Blick auf den türkisen See und die umliegenden Gipfel öffnet.

Gleichzeitig konfrontiert der Ijen-Krater Besucher unmittelbar mit der harten Realität des Schwefelabbaus. Wenn Arbeiter mit schweren Lasten an den Touristen vorbeiziehen, wird deutlich, dass dieses Naturwunder kein romantisierter Freilichtpark ist, sondern ein Arbeitsort. Viele verantwortungsbewusste Reisende versuchen, mit respektvollem Verhalten ein kleines Zeichen zu setzen: kein Fotografieren von Menschen gegen deren Willen, ein freundliches Wort, ein fair ausgehandelter Preis für lokale Dienstleistungen.

Die Region Banyuwangi selbst hat in den vergangenen Jahren ihr Profil als nachhaltiges Reiseziel geschärft. Offizielle Tourismusstellen und lokale Initiativen werben dafür, Besucherströme zu lenken, Naturschutz ernst zu nehmen und traditionelle Lebensweisen zu respektieren. Ob bei der Wahl der Unterkunft, der Buchung von Touren oder beim Kauf von Souvenirs – wer als Gast aus Deutschland bewusst auswählt, kann einen Beitrag dazu leisten, dass der Tourismus der Region langfristig nutzt, statt Ressourcen zu überlasten.

In Kombination mit anderen Zielen Ost-Javas – etwa dem Bromo-Tengger-Semeru-Nationalpark oder kulturellen Orten wie Yogyakarta mit seinen Tempelanlagen Borobudur und Prambanan – fügt sich Kawah Ijen in eine Reiseroute, die eindrucksvoll zeigt, wie vielfältig Indonesien ist. Für viele Indonesien-Erstbesucher aus der DACH-Region ist der Ijen-Krater nach Bali ein zweiter, sehr intensiver Berührungspunkt mit dem Land. Er ist kein „einfacher“ Ausflug, sondern eine Tour, die Vorbereitung, Respekt und Bewusstsein erfordert – und gerade deshalb in Erinnerung bleibt.

Ijen-Krater in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat der Ijen-Krater längst eine eigene Bildsprache entwickelt: Instagram ist voll von Aufnahmen des blauen Feuers und des türkisen Sees, YouTube zeigt ausführliche Trekking-Videos, und auf TikTok teilen Reisende kurze Clips vom nächtlichen Aufstieg. Gleichzeitig wächst in vielen Beiträgen das Bewusstsein für die Schattenseiten des Spektakels – etwa, wenn Vlogger ausführlicher auf die Arbeit der Schwefelträger eingehen oder Sicherheitsaspekte thematisieren. Wer sich vor einer Reise inspirieren lassen möchte, findet online reichlich Material, sollte die dort gezeigten Szenen aber immer mit dem Wissen betrachten, dass Bedingungen vor Ort sich ändern können und Sicherheitsvorgaben Vorrang haben.

Häufige Fragen zu Ijen-Krater

Wo liegt der Ijen-Krater genau?

Der Ijen-Krater beziehungsweise Kawah Ijen liegt im Osten der indonesischen Insel Java, im Grenzbereich der Region Banyuwangi und der Nachbarregion Bondowoso. Der nächstgrößere Verkehrsknoten ist die Stadt Banyuwangi, die sowohl per Inlandsflug als auch mit Zug und Fähre (über Bali) erreichbar ist.

Was macht Kawah Ijen so besonders?

Besonders sind vor allem der große, intensiv türkise Säuresee und das seltene Naturphänomen des blauen Feuers, das durch brennende Schwefelgase in der Nacht entsteht. Hinzu kommt die extreme Arbeitswelt der Schwefelträger, die den Krater zu einem Ort macht, an dem Naturwunder und menschliche Härte sehr nah beieinander liegen.

Wie anstrengend ist der Aufstieg zum Ijen-Krater?

Der Aufstieg gilt als moderat anspruchsvoll: Die Strecke ist einige Kilometer lang und weist eine stetige Steigung auf, die mit normaler Grundfitness gut zu bewältigen ist. Da viele Touren jedoch in der Nacht stattfinden, der Untergrund stellenweise steinig und die Luft schwefelhaltig sein kann, ist eine ehrliche Selbsteinschätzung wichtig. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen sollten sich vorab ärztlich beraten lassen.

Kann man das blaue Feuer garantiert sehen?

Nein. Das blaue Feuer ist ein Naturphänomen, das von der Menge der austretenden Gase, deren Temperatur, der Dunkelheit und der Windrichtung abhängt. Selbst bei optimaler Planung kann es vorkommen, dass das Phänomen schwach oder gar nicht sichtbar ist. Seriöse Guides weisen darauf hin, dass es keine Garantie gibt – die Sicherheit der Besucher hat Vorrang.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch des Ijen-Kraters?

Viele Reisende bevorzugen die Trockenzeit grob zwischen Mai und September, weil Regenfälle seltener sind und die Wege dadurch oft besser begehbar. In der Regenzeit kann ein Besuch ebenfalls möglich sein, allerdings steigt das Risiko für rutschige Pfade und schlechte Sicht. Unabhängig von der Jahreszeit sind aktuelle Wetterprognosen und Hinweise lokaler Behörden für die konkrete Planung entscheidend.

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