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Iguazu-Fälle entdecken: Cataratas del Iguazu zwischen Brasilien und Argentinien

Veröffentlicht: 17.07.2026 um 21:56 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)

Die Iguazu-Fälle, lokal Cataratas del Iguazu genannt, machen Foz do Iguacu an der Grenze Brasilien/Argentinien zu einem der spektakulärsten Naturwahrzeichen der Welt – warum der Besuch gerade für Reisende aus Deutschland so eindrucksvoll ist.

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Es ist das Donnern, das zuerst ankommt: Noch bevor man die Iguazu-Fälle sieht, liegt ein tiefes Grollen über dem subtropischen Regenwald. Die „Cataratas del Iguazu“ (auf Deutsch sinngemäß „Iguazu-Wasserfälle“) legen sich wie ein weißer Halbkreis aus Wasser zwischen Brasilien und Argentinien und machen Foz do Iguacu zu einem der eindrucksvollsten Naturwahrzeichen der Welt.

Iguazu-Fälle: Das ikonische Wahrzeichen von Foz do Iguacu

Die Iguazu-Fälle liegen im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Argentinien, eingebettet in dichten Atlantischen Regenwald, weit im Süden Brasiliens und im Nordosten Argentiniens. Sie gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Südamerikas und zählen zu den spektakulärsten Wasserfällen der Welt. Die nächstgelegene brasilianische Stadt ist Foz do Iguacu, auf argentinischer Seite Puerto Iguazú.

Die Falllinie erstreckt sich in einem breiten Halbkreis über rund 2,7 km entlang des Flusses Iguazu. Entstanden ist dieses Naturmonument durch geologische Brüche und erosive Prozesse, bei denen der Fluss auf eine Basaltstufe trifft, über die das Wasser in hunderten Einzelkaskaden in die Tiefe stürzt. Je nach Wasserstand des Flusses wird die Zahl der Hauptfälle häufig mit rund 150 bis über 250 angegeben; im Deutschen hat sich der Sammelbegriff „Iguazu-Fälle“ eingebürgert.

Besonders für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Vergleich mit europäischen Wasserfällen hilfreich zur Einordnung: Während etwa der Rheinfall bei Schaffhausen durch seine Breite und Wassermenge beeindruckt, wirkt das System der Iguazu-Fälle durch seine Höhe, die Vielzahl der Kaskaden und den vollständig umgebenden Regenwald wie ein Natur-Amphitheater. Man steht nicht vor einem einzelnen Wasserfall, sondern inmitten eines ganzen Wasserfall-Systems, das gleichzeitig tobt.

Die Iguazu-Fälle liegen innerhalb zweier Nationalparks: des Parque Nacional do Iguaçu in Brasilien und des Parque Nacional Iguazú in Argentinien. Beide Schutzgebiete bewahren nicht nur das Wasserfall-System, sondern auch große Flächen ursprünglichen Regenwaldes mit einer hohen Biodiversität. Diese Kombination aus spektakulärer Geologie, Wasser, Vegetation und Tierwelt macht die Cataratas del Iguazu zu einem Symbol für den Naturreichtum des südamerikanischen Kontinents.

Geschichte und Bedeutung von Cataratas del Iguazu

Die Geschichte der Iguazu-Fälle ist zweigeteilt: einerseits eine uralte Naturgeschichte, die bis in die Zeit der vulkanischen Aktivität und tektonischen Hebungen im südlichen Brasilien und im angrenzenden Argentinien zurückreicht, andererseits eine vergleichsweise junge Kulturgeschichte, die mit der kolonialen Erkundung und späteren touristischen Erschließung beginnt.

Die indigenen Völker der Region, insbesondere die Guaraní, kannten und verehrten die Wasserfälle lange vor der Ankunft europäischer Expeditionen. Für sie war der Fluss Iguazu ein wichtiger Verkehrsweg, Versorgungsraum und spiritueller Bezugspunkt. Überliefert ist, dass die Wasserfälle in Geschichten, Mythen und Legenden auftauchen – oft als Sitz von Geistern oder als Manifestation natürlicher Kräfte. Die genaue historische Überlieferung ist fragmentarisch, spiegelt aber die tiefe Verbindung zwischen Menschen und Landschaft wider.

Aus europäischer Perspektive wurden die Iguazu-Fälle im 16. Jahrhundert durch spanische Expeditionen in der Region bekannt. Es dauerte jedoch bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert, bis sie auf Karten und in Reiseberichten prominenter auftauchten. Zeitgenössische Reisende beschrieben die Cataratas del Iguazu als nahezu unzugängliche, gewaltige Naturkulisse, die nur mit großem Aufwand zu erreichen war. Erst mit dem Ausbau von Infrastruktur, Straßen, Bahnlinien und später Flughäfen wurde der Ort für einen breiteren Besucherstrom erschlossen.

Im 20. Jahrhundert gewann die Bedeutung der Iguazu-Fälle im nationalen Selbstverständnis Brasiliens und Argentiniens sowie international stark an Gewicht. Die beiden Länder erkannten die Schutzwürdigkeit der Region und stellten sie zunächst auf nationaler Ebene unter Schutz. Die Nationalparks wurden geschaffen, um die Wasserfälle, den umgebenden Regenwald und seine Artenvielfalt vor unbegrenzter Erschließung, Abholzung und Wilderei zu bewahren.

Ein entscheidender Schritt war die Anerkennung der Nationalparks als UNESCO-Welterbestätten. Dadurch wurde die globale Bedeutung der Iguazu-Fälle und ihres Ökosystems bekräftigt. Weltweit gilt die UNESCO-Auszeichnung als Hinweis auf herausragenden universellen Wert – sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch aus kulturbezogener Sicht. Die Iguazu-Fälle stehen damit in einer Reihe mit anderen bedeutenden Naturstätten wie dem Grand Canyon oder dem Yellowstone-Nationalpark.

Für die umliegenden Städte, allen voran Foz do Iguacu, wurde der Tourismus zu einem zentralen wirtschaftlichen Faktor. Hotellerie, Gastronomie, Transportdienstleistungen und kulturelle Angebote entwickelten sich stark, um den internationalen Besucherstrom aufzunehmen. Heute sind die Iguazu-Fälle für Brasilien und Argentinien nicht nur ein Naturheiligtum, sondern auch ein bedeutendes Reiseziel und Symbol für nachhaltigen Tourismus, obwohl die Balance zwischen Schutz und Nutzung laufend neu austariert werden muss.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn die Iguazu-Fälle ein Naturphänomen sind, spielen architektonische Elemente und gestalterische Entscheidungen eine wichtige Rolle für das Besuchserlebnis. Auf beiden Seiten – brasilianisch und argentinisch – wurden Stege, Aussichtsplattformen, Besucherzentren und Infrastruktur so angelegt, dass sie möglichst nahe an das Naturschauspiel heranführen, ohne den Kernbereich übermäßig zu beeinträchtigen.

An den Iguazu-Fällen dominieren jedoch nicht historistische oder klassisch-architektonische Bauwerke, sondern eine funktionale, oft modernistische Architektur, die sich pragmatisch auf sichere Wege, Brücken und Aussichtsflächen konzentriert. Dabei wird versucht, Materialien und Formen so zu wählen, dass sie mit dem Regenwald und der felsigen Umgebung möglichst harmonieren. Beton, Stahl und Holz werden genutzt, um Stege über Schluchten und Flussarme zu führen und Besucherinnen und Besuchern Perspektiven zu eröffnen, die sonst nur per Boot erreichbar wären.

Ein außergewöhnliches architektonisches Element ist der Weg zur „Garganta del Diablo“ („Teufelsschlund“), einer der dramatischsten Teilfälle der Cataratas del Iguazu. Auf argentinischer Seite führt ein System aus Stegen und kleinen Brücken über den Oberlauf des Flusses direkt an den Rand dieser riesigen Wasserfall-Kurve. Man steht auf einer Plattform, umgeben von Wasser, Gischt und Geräusch – ein Erlebnis, das sich eher mit einer Bühne als mit einem klassischen Aussichtspunkt vergleichen lässt.

Künstlerisch und kulturell inspirierten die Iguazu-Fälle zahlreiche Malerinnen und Maler, Fotografen und Filmemacher. In Reiseführern, Bildbänden und Ausstellungen werden die Wasserfälle oft als Beispiel für das Zusammenspiel von Gewalt und Schönheit der Natur präsentiert. Die dramatischen Lichtverhältnisse, Regenbögen im Sprühnebel und die wechselnden Wasserstände machen die Cataratas del Iguazu zu einem Motiv, das sich ständig verändert.

Auch im populären Film und in Dokumentationen tauchen die Iguazu-Fälle immer wieder auf. Naturdokumentationen nutzen sie als Kulisse für Themen wie Biodiversität, Klimawandel oder Wasser als Ressource. Spielfilme setzen sie gelegentlich als visuelles Symbol für Grenzsituationen, Übergänge oder innere Umbrüche ein. Die starke visuelle Präsenz in Medien trägt dazu bei, dass viele Menschen in Deutschland die Iguazu-Fälle zumindest bildlich kennen, bevor sie aus der Nähe erlebt werden.

Ein weiterer besonderer Aspekt ist die Rolle der Wasserfälle im Kontext von Schutzgebieten und internationaler Kooperation. Die Tatsache, dass sich das Naturmonument über zwei Staaten erstreckt, erfordert eine koordinierte Verwaltung in Fragen wie Naturschutz, Tourismusmanagement, Infrastrukturplanung und wissenschaftlicher Forschung. Die beiden Nationalparks arbeiten in vielen Bereichen zusammen, etwa beim Monitoring von Tierbeständen oder beim Management von Besucherströmen.

Iguazu-Fälle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Die Iguazu-Fälle befinden sich im Dreiländereck von Brasilien, Argentinien und Paraguay, wobei die Hauptbesuchsbereiche in Brasilien (Foz do Iguacu) und Argentinien (Puerto Iguazú) liegen. Für Reisende aus Deutschland führt der klassische Weg per Flug über große internationale Drehkreuze nach Südamerika, typischerweise via São Paulo oder Rio de Janeiro in Brasilien oder via Buenos Aires in Argentinien. Von dort bestehen Anschlussflüge zu den Flughäfen in Foz do Iguacu bzw. Puerto Iguazú. Eine zeitlose Orientierung: Ab Frankfurt am Main oder München dauert der Langstreckenflug nach Brasilien oder Argentinien in der Regel deutlich über 10 Stunden, hinzu kommen weitere Stunden für Anschlussflüge. Bahn- und Busverbindungen spielen für die gesamte Strecke ab Deutschland aufgrund der großen Distanzen keine Hauptrolle, können aber für innerbrasilianische bzw. innerargentinische Teilstrecken genutzt werden.
  • Öffnungszeiten der Nationalparks
    Die Iguazu-Fälle sind innerhalb zweier Nationalparks zugänglich. Beide Parks verfügen über Besucherzentren, Eintrittsbereiche und regulierte Öffnungszeiten, die sich je nach Saison, Wochentag und besonderen Umständen ändern können. Häufig öffnen die Parks morgens und schließen am späten Nachmittag, sodass der Besuch tagsüber erfolgt. Da die Zeiten variieren können und Wetterereignisse oder besondere Situationen Einfluss haben, sollten Reisende die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt bei den offiziellen Informationsstellen der Nationalparks oder über die offiziellen Websites prüfen. Eine kurzfristige Kontrolle vor dem Besuch ist empfehlenswert.
  • Eintritt und Tickets
    Für den Besuch der Iguazu-Fälle auf brasilianischer und argentinischer Seite fallen Eintrittspreise an, die in den jeweiligen Landeswährungen festgelegt sind und sich mit der Zeit ändern können. Üblich sind gestaffelte Tarife für inländische und internationale Besucher. Da sich Preise, Wechselkurse und etwaige Rabatte regelmäßig ändern, ist eine aktuelle Information direkt bei den Nationalparks oder über autorisierte Verkaufsstellen sinnvoll. Reisende sollten grob mit einem zweistelligen Eurobetrag pro Park rechnen, also beispielsweise mit Beträgen im Bereich von rund 20–40 € (in lokaler Währung umgerechnet), wobei konkrete Preise stets tagesaktuell geprüft werden müssen.
  • Beste Reisezeit und Klima
    Die Region um die Iguazu-Fälle ist subtropisch, mit warmen bis heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Grundsätzlich können die Wasserfälle das ganze Jahr über besucht werden. Während der südamerikanischen Sommermonate ist es oft besonders heiß und feucht, während in den Wintermonaten die Temperaturen milder ausfallen können. Der Wasserstand des Iguazu-Flusses variiert im Jahresverlauf; in Perioden höherer Niederschläge wirken die Wasserfälle besonders mächtig, wobei manche Stege bei sehr hohem Wasserstand vorübergehend gesperrt werden können. Deutsche Reisende sollten bedenken, dass die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel dem Kalender in Deutschland entgegengesetzt sind: Wenn in Deutschland Winter ist, herrscht in der Region südlicher Sommer. Wer hohen Andrang vermeiden möchte, plant den Besuch nach Möglichkeit außerhalb lokaler Ferienzeiten und an Werktagen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografie
    In Foz do Iguacu und Puerto Iguazú werden vor allem Portugiesisch (Brasilien) und Spanisch (Argentinien) gesprochen. In touristischen Bereichen und Hotels ist Englisch häufig verbreitet, Deutsch eher selten. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, einige Grundbegriffe auf Portugiesisch oder Spanisch zu kennen. Zahlungen können meist mit international gängigen Kreditkarten erfolgen, insbesondere in Hotels, Restaurants und bei offiziellen Ticketstellen. Bargeld in lokaler Währung ist dennoch nützlich, etwa für kleinere Einkäufe oder Trinkgeld. Trinkgeld wird in der Region ähnlich wie in vielen touristischen Gebieten gehandhabt: In Restaurants ist ein moderates Trinkgeld üblich, teilweise werden Servicegebühren bereits in der Rechnung ausgewiesen. Beim Besuch der Cataratas del Iguazu ist bequeme, atmungsaktive Kleidung sinnvoll, ergänzt um rutschfeste Schuhe, da Wege feucht sein können. Regenjacke oder Poncho sind nützlich, um sich vor der Gischt zu schützen. Für Fotografierende lohnt sich ein Schutz der Kamera vor Sprühwasser; viele Besucher nutzen zusätzlich wasserfeste Hüllen oder Tücher.
  • Sicherheit, Gesundheit, Insekten
    Die Iguazu-Fälle liegen in einem Regenwaldgebiet, in dem Insekten, darunter Mücken, vorkommen. Je nach Reisezeit und persönlicher Empfindlichkeit empfiehlt sich Mückenschutz. Allgemeine Gesundheitshinweise, etwa zu Impfungen oder Vorsorge gegen tropische Krankheiten, sollten Reisende rechtzeitig vor der Reise anhand aktueller Informationsquellen prüfen. In den Nationalparks sind Wege und Stege in der Regel gesichert, dennoch ist es wichtig, Markierungen zu beachten, auf ausgewiesenen Pfaden zu bleiben und Hinweisschilder ernst zu nehmen. Bei hohen Temperaturen ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Sonnenschutz wesentlich.
  • Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
    Da die Iguazu-Fälle an der Grenze von Brasilien und Argentinien liegen, können bei einem Besuch beider Seiten unterschiedliche Einreisebestimmungen gelten. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Hinweise zu Visa, Aufenthaltsdauer und Grenzübertritten beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Innerhalb Südamerikas ist zu beachten, dass Grenzübertritte zwischen Brasilien und Argentinien in der Region Iguazu im Rahmen der jeweils geltenden Bestimmungen erfolgen. Die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ) hängt von Jahreszeit und den lokalen Sommerzeitregelungen in Brasilien und Argentinien ab; häufig liegen die Orte mehrere Stunden hinter der Zeit in Deutschland. Eine aktuelle Prüfung kurz vor Reiseantritt sorgt für Klarheit bei Flügen, Hotel-Check-ins und Ausflügen.

Warum Cataratas del Iguazu auf jede Foz do Iguacu-Reise gehört

Wer nach Foz do Iguacu reist, tut dies meist mit einem klaren Ziel: die Iguazu-Fälle aus nächster Nähe erleben. Die Cataratas del Iguazu prägen nicht nur die Landschaft, sondern auch das Lebensgefühl in der Stadt. Hotels, Restaurants, Touranbieter und kulturelle Veranstaltungen orientieren sich an der Wasserfall-Region, viele Angebote drehen sich um Naturerfahrung, Fotografie, Abenteuer und ruhige Momente im Grünen.

Ein häufig empfohlener Ansatz ist, beide Seiten der Wasserfälle zu besuchen: Die brasilianische Seite bietet weite Panoramablicke, bei denen die gesamte Falllinie und die Einbettung in den Regenwald sichtbar werden. Man nimmt die Iguazu-Fälle als Gesamtkunstwerk wahr, mit breiten, halbkreisförmigen Kaskaden, über denen sich bei Sonne Regenbögen bilden.

Auf argentinischer Seite dagegen ist das Erleben sehr nah: Stege führen bis an den Oberlauf des Flusses, und Besucherinnen und Besucher stehen direkt über dem Wasser, das kurze Zeit später in die Tiefe stürzt. Die „Garganta del Diablo“ ist dabei ein emotionaler Höhepunkt, bei dem Klang, Gischt und Sichtweite eine fast überwältigende Wirkung entfalten.

Für Reisende aus Deutschland entfaltet sich hier ein vielschichtiges Erlebnis: die Distanz zum Alltag, die Begegnung mit einem anderen Kontinent, die Auseinandersetzung mit Naturgewalt und die Reflexion über den Wert großer Naturräume. Viele Besucher berichten, dass der Tag an den Iguazu-Fällen zu den prägenden Erinnerungen einer Südamerikareise gehört – vergleichbar mit ersten Blicken auf den Zuckerhut in Rio de Janeiro oder das Panorama der Anden.

In der Region lassen sich weitere Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten einbinden: Bootsfahrten auf dem Iguazu-Fluss, Wanderungen durch den Regenwald, Besuche von Vogelparks oder Ausstellungen über die Tier- und Pflanzenwelt des Atlantischen Regenwaldes. Zudem kann man Tagesausflüge in die benachbarten Länder unternehmen, etwa nach Paraguay, wobei stets auf die Einreisebestimmungen zu achten ist.

Wer die Reise sorgfältig vorbereitet, profitiert von einem stimmigen Ablauf: mindestens zwei volle Tage für beide Seiten der Wasserfälle einplanen, jeweils früh beginnen, um Licht und Atmosphäre auszukosten, und ausreichend Ruhepausen einbauen, da Hitze und Eindrücke anstrengend sein können. Die Iguazu-Fälle sind kein „Schnellfoto-Stop“, sondern ein Ort, an dem sich Verweilen lohnt.

Iguazu-Fälle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien gehören Bilder und Videos der Iguazu-Fälle zu den besonders beliebten Motiven aus Südamerika. Reisende teilen Panoramaaufnahmen, Nahaufnahmen aus der Gischt, Drohnenperspektiven (wo erlaubt) und persönliche Momente auf Stegen und Aussichtsplattformen. Hashtags wie „IguazuFalls“ oder „CataratasDelIguazu“ sind auf internationalen Plattformen immer wieder zu finden und tragen dazu bei, dass Interessierte aus Deutschland bereits vor der Reise einen Eindruck von Lichtstimmungen, Jahreszeiten und Besuchswegen erhalten.

Häufige Fragen zu Iguazu-Fälle

Wo liegen die Iguazu-Fälle genau?

Die Iguazu-Fälle liegen am Fluss Iguazu im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Argentinien, nahe der Städte Foz do Iguacu (Brasilien) und Puerto Iguazú (Argentinien). Sie befinden sich innerhalb zweier Nationalparks, die das Wasserfall-System und den umliegenden Regenwald schützen.

Was sind die „Cataratas del Iguazu“?

„Cataratas del Iguazu“ ist die spanische Bezeichnung für die Iguazu-Wasserfälle. Sie bezeichnet das gesamte System aus hunderten Wasserfällen und Kaskaden, die sich über eine breite Felsstufe erstrecken. Im Deutschen wird meist von den „Iguazu-Fällen“ gesprochen, wobei die lokale Bezeichnung in Reiseführern und vor Ort häufig verwendet wird.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Wer die Iguazu-Fälle umfassend erleben möchte, sollte idealerweise mindestens zwei volle Tage einplanen: je einen Tag für die brasilianische und die argentinische Seite. So bleibt Zeit für verschiedene Perspektiven, Spaziergänge auf den Stegen, Bootsfahrten und Pausen. Kürzere Besuche sind möglich, werden aber dem Umfang des Naturerlebnisses weniger gerecht.

Was macht die Iguazu-Fälle im Vergleich zu anderen Wasserfällen besonders?

Die Besonderheit der Iguazu-Fälle liegt in der Kombination aus Höhe, Breite, Vielzahl einzelner Wasserfälle und ihrer Lage in dichtem Regenwald. Besucherinnen und Besucher stehen nicht vor einem einzigen Wasserfall, sondern inmitten eines halbkreisförmigen Systems, das aus unterschiedlich mächtigen Kaskaden besteht. Dazu kommt die „Garganta del Diablo“ als besonders dramatischer Teilabschnitt.

Wann ist die beste Reisezeit für Reisende aus Deutschland?

Grundsätzlich sind die Iguazu-Fälle das ganze Jahr über ein Ziel. Viele Reisende bevorzugen Zeiträume mit etwas milderen Temperaturen, etwa den südamerikanischen Winter, während andere gerade die tropische Hitze im Sommer suchen. Wichtig ist, die umgekehrten Jahreszeiten auf der Südhalbkugel zu beachten und vorab zu prüfen, ob lokale Ferienzeiten und Feiertage die Besucherzahlen erhöhen.

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