Iguazu-Fälle bleiben am 24. Oktober teilweise gesperrt
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 11:57 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSHochwasser verändert den Zugang
- Urbia+Cataratas sperrte die Passarela am 11. Oktober 2026 nach stark gestiegener Flussmenge.
- Am 23. Oktober blieb der Zugang zur Garganta do Diabo geschlossen, während die Trilha das Cataratas offen war.
- Der Nationalpark Iguaçu gehört seit 1986 zum Weltnaturerbe der UNESCO.
An den Iguazu-Fällen (Cataratas do Iguaçu) in Foz do Iguacu bleibt der Zugang zur Hauptpassarela nach einer Hochwasserwelle eingeschränkt. Die Sperrung begann am 11. Oktober 2026 und betrifft den brasilianischen Teil des Nationalparks Iguaçu.
Für Reisende aus Deutschland bedeutet das am 24. Oktober: Die Fälle sind grundsätzlich erreichbar, der Weg bis an die Wasserkaskaden jedoch nicht vollständig. Die Betreiber beobachten den Pegel des Rio Iguaçu und passen die zugänglichen Bereiche an die Sicherheitslage an.
Hochwasser sperrt die Passarela seit dem 11. Oktober
Die Urbia+Cataratas sperrte die Passarela am 11. Oktober vorsorglich, nachdem die Abflussmenge des Flusses auf etwa 8,8 Millionen Liter pro Sekunde gestiegen war. Am 12. Oktober erreichte der Pegel laut Betreiber 11,8 Millionen Liter pro Sekunde, am 13. Oktober wurden 10,5 Millionen Liter pro Sekunde registriert.
Die Schutzgitter der Passarela wurden am 13. Oktober entfernt, damit das Wasser ungehindert passieren konnte. Zusätzlich waren der untere Aussichtspunkt des Espaço Naipi, der Circuito São João, das Espaço Usina, der Caminho do Poço Preto und die Trilha da Canafístula gesperrt. Der Caminho das Bananeiras blieb unabhängig davon wegen Bauarbeiten geschlossen. Das Sicherheitsprotokoll des Parks legt fest, dass die Passarela bei steigender Abflussmenge von mehr als 8,5 Millionen Litern pro Sekunde vorsorglich geschlossen wird.
Eine Meldung vom 23. Oktober bestätigte, dass der Zugang zur Garganta do Diabo weiterhin gesperrt war. Die Abflussmenge lag an diesem Tag bei 1,8 Millionen Litern pro Sekunde, nachdem sie am 19. Oktober noch 6,2 Millionen Liter erreicht hatte. Eine Freigabe hängt dennoch von einer technischen Prüfung und der Zustimmung eines spezialisierten Ingenieurs ab. Der aktuelle Lagebericht nennt deshalb keinen festen Termin für die Wiederöffnung.
Die Trilha zeigt die Fälle trotz Sperrung
Die Trilha das Cataratas blieb nach Angaben des Betreibers für Besucher geöffnet. Entlang des Weges liegen mehrere Beobachtungspunkte, darunter der Beginn des Rundwegs, der Bereich Naipi sowie das Espaço Tarobá und Exaporã. Rampen und Aufzüge erschließen im Bereich Naipi außerdem obere Aussichtspunkte.
Die Hochwasserlage verändert damit den Blick auf den Ort unmittelbar: Die sonst bis über den Fluss führende Passarela fällt als Zugang zur Garganta do Diabo aus, während die Wasserfälle von den freigegebenen Wegen aus sichtbar bleiben. Welche Punkte geöffnet sind, kann sich bei einer erneuten Veränderung der Abflussmenge ändern.
Ein Weltnaturerbe an der Grenze zu Argentinien
Der Nationalpark Iguaçu liegt bei Foz do Iguacu im Westen des brasilianischen Bundesstaats Paraná. Gemeinsam mit dem argentinischen Schwesterpark schützt er die Wasserfälle und einen bedeutenden Rest der Atlantischen Regenwaldlandschaft.
Die UNESCO beschreibt den Wasserfall als rund 80 Meter hoch und etwa 2.700 Meter breit. Der brasilianische Nationalpark wurde 1986 in die Welterbeliste aufgenommen. Die Landschaft besteht aus zahlreichen Kaskaden entlang des Rio Iguaçu, dessen Wasser die Grenze zwischen Brasilien und Argentinien erreicht. Die UNESCO beschreibt das Welterbe als gemeinsames Naturgebiet beider Länder.
Iguazu-Fälle besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Die Sperrung der Passarela begann am 11. Oktober 2026. Der Zugang zur Garganta do Diabo war am 23. Oktober weiterhin geschlossen.
- Die Trilha das Cataratas blieb geöffnet, ebenso mehrere Aussichtspunkte. Der tatsächliche Zugang richtet sich nach den Sicherheitsentscheidungen des Parks.
- Der brasilianische Zugang liegt im Nationalpark Iguaçu bei Foz do Iguacu im Bundesstaat Paraná. Die Besuchsverwaltung übernimmt Urbia+Cataratas, der Park wird vom ICMBio verwaltet.
- Die Fälle liegen an der Grenze zu Argentinien. Das Gelände umfasst Wege, Stege, Rampen und Aussichtspunkte; einzelne Abschnitte können bei Hochwasser gesperrt werden.
- Die Amtssprache ist Portugiesisch, die Landeswährung ist der Brasilianische Real.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Iguazu-Fälle auf Social-Media-Plattformen
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Iguazu-Fälle: häufige Fragen
Was hat sich an den Iguazu-Fällen geändert?
Seit dem 11. Oktober 2026 ist die Hauptpassarela wegen der erhöhten Abflussmenge des Rio Iguaçu gesperrt. Am 23. Oktober blieb auch der Zugang zur Garganta do Diabo geschlossen.
Wo liegen die Iguazu-Fälle und wie kommt man hin?
Der brasilianische Teil liegt im Nationalpark Iguaçu bei Foz do Iguacu im Bundesstaat Paraná. Die Stadt befindet sich im Westen Brasiliens an der Grenze zu Argentinien.
Was sind die Iguazu-Fälle?
Die Iguazu-Fälle sind ein System zahlreicher Kaskaden am Rio Iguaçu. Die UNESCO gibt für den Wasserfall eine Höhe von rund 80 Metern und eine Breite von etwa 2.700 Metern an.
