Hunza-Tal, Wadi-e Hunza

Hunza-Tal in Pakistan: Wo das Wadi-e Hunza den Himmel berührt

19.06.2026 - 12:50:12 | ad-hoc-news.de

Zwischen schneebedeckten Siebentausendern und Aprikosengärten liegt das Hunza-Tal, das Wadi-e Hunza, hoch über Karimabad in Pakistan – ein Sehnsuchtsort, der Natur, Kultur und Geschichte zu einem stillen Gegenentwurf zum Massentourismus macht.

Hunza-Tal, Wadi-e Hunza, Pakistan
Hunza-Tal, Wadi-e Hunza, Pakistan

Am Morgen hängt der Nebel wie ein feiner Schleier über den Aprikosengärten, während über dem Hunza-Tal die ersten Sonnenstrahlen die schroffen Gipfel des Karakorum vergolden. Mit jedem Meter, den sich die Straße hinauf nach Karimabad windet, öffnet sich der Blick tiefer in das Wadi-e Hunza, das „Tal des Hunza-Flusses“, das für viele Reisende zu einem der eindrücklichsten Hochgebirgstäler der Welt zählt. Wer hier ankommt, spürt rasch: Dieses Tal ist mehr als eine schöne Kulisse – es ist ein eigenständiger Kulturraum mit langer Geschichte, bemerkenswerter Architektur und einer stillen, fast zeitlosen Atmosphäre.

Hunza-Tal: Das ikonische Wahrzeichen von Karimabad

Das Hunza-Tal liegt im äußersten Norden Pakistans, in der Gilgit-Baltistan-Region, eingebettet zwischen den Gebirgen des Karakorum und des Hindukusch. Über dem Tal thronen einige der markantesten Gipfel dieser Weltgegend, darunter Rakaposhi, Ultar Sar und der gewaltige Spantik. Für Reisende aus Deutschland wirkt das Panorama oft wie eine Mischung aus Alpenlandschaft und Himalaya – nur höher, karger und zugleich fruchtbarer entlang des grün schimmernden Bandes des Hunza-Flusses.

Karimabad, der Hauptort des zentralen Hunza-Tals, gilt als kulturelles und touristisches Herz der Region. Die terrassenförmig angelegten Felder, alten Steinhäuser und die über dem Ort liegenden Festungen erinnern daran, dass Hunza historisch an einem der wichtigsten Handelswege zwischen Zentralasien, China und Südasien lag. Internationale Reisemagazine und Organisationen betonen immer wieder die besondere Mischung aus beeindruckender Hochgebirgslandschaft, vergleichsweise gut ausgebauter touristischer Infrastruktur und einem im regionalen Vergleich hohen Bildungsniveau der Bevölkerung, das auch Besuchern zugutekommt.

Das Tal wird häufig als eines der bekanntesten Reiseziele im pakistanischen Norden beschrieben, weil es relativ leicht über die Karakorum-Highway-Achse zu erreichen ist und gleichzeitig als Ausgangspunkt für Trekkingrouten, Kultur- und Landschaftstouren dient. Für viele Pakistan-Reisende ist das Hunza-Tal damit ähnlich ikonisch, wie es für Deutschlandreisende etwa das Berchtesgadener Land oder das Allgäu sind – ein Landschaftsbild, das für das ganze Land steht.

Geschichte und Bedeutung von Wadi-e Hunza

Historisch war das Wadi-e Hunza jahrhundertelang Sitz eines kleinen Fürstentums, dessen Herrscher als „Mirs von Hunza“ bezeichnet wurden. Dieses Fürstentum profitierte stark von seiner Lage an Nebenrouten der historischen Seidenstraße. Karawanen aus dem heutigen China, aus Zentralasien und aus Südasien nutzten die Pässe in der Umgebung, um Waren und Wissen zu transportieren. Die Bergpfade waren extrem anspruchsvoll, doch sie verkürzten den Weg zwischen den großen Zivilisationszentren erheblich.

Die Festungen Baltit und Altit oberhalb von Karimabad gelten als steinerne Chronisten dieser Zeit. Sie stammen in Teilen aus Jahrhunderten, in denen Europa sich im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit befand. In Relation zu deutschem Kontext lässt sich sagen: Teile der Anlagen sind deutlich älter als etwa das Brandenburger Tor in Berlin, andere Bauteile wurden dagegen in ähnlichen Jahrhunderten erneuert oder umgestaltet wie zahlreiche barocke und klassizistische Bauten in Mitteleuropa. Die genaue Datierung einzelner Abschnitte variiert je nach Quelle und archäologischer Interpretation, weshalb sich der Zeitrahmen eher allgemein beschreiben lässt: von vormodernen Befestigungsanlagen bis zu späteren Um- und Ausbauphasen.

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert geriet Hunza stärker in den Fokus kolonialer Interessen, weil das Tal geostrategisch zwischen den Einflusssphären Russlands, Chinas und Britisch-Indiens lag. In diese Zeit fällt die Aufnahme intensiverer Kontakte mit europäischen Reisenden und Forschern, die nicht nur Berichte, sondern auch frühe Fotografien und Karten mitbrachten. Die Region wurde schließlich politisch in die Strukturen des heutigen Pakistan eingebunden, wobei die alte Herrscherfamilie ihre formale Macht verlor, der kulturelle Einfluss aber in Teilen bis heute spürbar ist.

Die heutige Bedeutung des Hunza-Tals speist sich aus mehreren Ebenen: als historisches Handels- und Grenzgebiet, als kultureller Raum mit eigener Sprache und Traditionen und als modernes Reiseziel. In vielen deutschsprachigen und internationalen Berichten wird zudem die vergleichsweise hohe Alphabetisierungsrate hervorgehoben, die unter anderem auf frühzeitige Bildungsinitiativen und die Arbeit von Stiftungen zurückgeführt wird. Dieser Fokus auf Bildung hat auch zur Folge, dass viele jüngere Hunzukutz – so die Bezeichnung für Menschen aus Hunza – Fremdsprachen sprechen, darunter oft Englisch, was Reisenden die Verständigung erleichtert.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Im Hunza-Tal treffen traditionelle, an das Hochgebirgsklima angepasste Bauweisen auf neuere Elemente, die vom Ausbau der Infrastruktur und vom zunehmenden Tourismus geprägt sind. Klassische Wohnhäuser wurden vielfach aus Stein, Holz und Lehm errichtet, mit flachen Dächern, die im Sommer zum Trocknen der Ernte genutzt werden. Die Bauweise ist auf Erdbebensicherheit und Temperaturschwankungen ausgelegt: Massive Außenwände speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam ab, Innenhöfe bieten windgeschützte Bereiche.

In den historischen Festungen und traditionellen Häusern finden sich geschnitzte Holzelemente, Pfeiler und Fensterrahmen, deren Ornamente Einflüsse aus benachbarten Regionen aufgreifen. Kunsthistorische Analysen verweisen darauf, dass hier Einflüsse aus zentralasiatischen, tibetischen und südasiatischen Stilrichtungen miteinander verschmolzen sind. Zugleich blieben die Bauten funktional: Sie mussten Hanglagen sichern, Erdbeben standhalten und ausreichend Lagerraum für die Winterversorgung bieten.

Zu den prägenden Merkmalen des kulturellen Lebens gehört die Musik der Region, die sich teilweise von der in anderen Teilen Pakistans unterscheidet. Traditionelle Instrumente, lokale Rhythmen und Tänze werden bei Festen und Hochzeiten gespielt. Zudem ist das Hunza-Tal bekannt für seine kunstvoll gewebten Textilien und handgefertigten Souvenirs, die vor allem in Karimabad angeboten werden. Wer als Reisender solche Produkte erwirbt, unterstützt meist direkt lokale Familienbetriebe.

Auffällig ist auch die Art, wie die Landwirtschaft gestaltet wird. Die terrassierten Felder entlang der Berghänge, die mit komplexen Bewässerungskanälen gespeist werden, erinnern an Bewirtschaftungsformen aus dem Alpenraum, sind aber an die deutlich trockeneren Bedingungen im Karakorum angepasst. Obstbäume – insbesondere Aprikosen, aber auch Äpfel und Kirschen – prägen je nach Saison das Landschaftsbild. Berichte von Reisemagazinen weisen regelmäßig darauf hin, dass die getrockneten Aprikosen und Walnüsse aus dem Hunza-Tal zu den typischen Mitbringseln gehören, die sich gut nach Europa transportieren lassen.

Hunza-Tal besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Das Hunza-Tal liegt in der Region Gilgit-Baltistan im Norden Pakistans, nordwestlich der Hauptstadt Islamabad. Üblicherweise erfolgt die Anreise aus Deutschland per Flug über große internationale Drehkreuze nach Islamabad, häufig mit Umstieg etwa in Istanbul, Doha, Dubai oder Abu Dhabi. Von Islamabad aus führt entweder ein Inlandsflug nach Gilgit (wetterabhängig) oder eine Fahrt über den Karakorum Highway in Richtung Norden in die Region Hunza. Die Straßenfahrt kann – je nach Zustand und Zwischenstopps – einen vollen Reisetag in Anspruch nehmen. Eine direkte Bahnverbindung aus Deutschland existiert nicht; innerhalb Pakistans ist der Norden nur teilweise über das Schienennetz erschlossen, weshalb der Straßen- oder Luftweg dominiert.
  • Mobilität vor Ort: Zwischen Gilgit und Karimabad verkehren lokale Busse, Minibusse und private Fahrer. Viele Reisende buchen Fahrer über Unterkünfte oder lokale Agenturen, da Streckenabschnitte im Gebirge anspruchsvoll sein können. Für Selbstfahrer ist zu bedenken, dass Linksverkehr herrscht und Gebirgsstraßen Erfahrung benötigen.
  • Öffnungszeiten: Hunza-Tal und Wadi-e Hunza als Landschaft sind jederzeit frei zugänglich; einzelne Sehenswürdigkeiten wie Museen, kulturelle Zentren oder historische Forts besitzen jedoch eigene Öffnungszeiten. Diese können saisonal variieren und sich kurzfristig ändern. Es empfiehlt sich, unmittelbar vor dem Besuch direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder lokalen Tourismusbüros nachzufragen. Formulierungen wie „täglich geöffnet“ können aufgrund von Wetter, Feiertagen oder lokalen Veranstaltungen nicht garantiert werden.
  • Eintrittspreise: Der Zugang zur Landschaft des Tals ist frei, für bestimmte Sehenswürdigkeiten (z.?B. historische Festungen, Aussichtspunkte mit Infrastruktur oder kleine Museen) wird meist ein moderates Eintrittsgeld in der örtlichen Währung erhoben. Für Reisende aus Deutschland bewegen sich diese Beträge in der Regel im Bereich weniger Euro. Konkrete Preisangaben ändern sich jedoch regelmäßig, weshalb es sinnvoll ist, aktuelle Informationen kurz vor Reiseantritt direkt bei offiziellen Stellen oder vor Ort einzuholen. Wechselkurse zwischen Euro (€) und der pakistanischen Rupie (PKR) schwanken zudem.
  • Beste Reisezeit: Für viele Reisende aus dem deutschsprachigen Raum gelten das späte Frühjahr und der frühe Herbst als angenehmste Reisezeiten. In den Monaten etwa von Mai bis Juni zeigen sich die Täler grün, die Temperaturen sind im Tal meist mild bis warm, während die höchsten Gipfel noch stark verschneit sind. Im Herbst, häufig ab September, leuchten die Felder und Bäume in Gelb- und Rottönen, und die Luft ist oft besonders klar. Im Hochsommer können die Tage im Tal warm bis heiß werden, während gleichzeitig das Risiko von Witterungsbedingten Straßensperrungen (etwa durch Erdrutsche) erhöht sein kann. Im Winter sind Teile der Region je nach Schneelage schwer zugänglich, und viele Unterkünfte reduzieren ihr Angebot. Eine generelle Empfehlung lautet, sich bei der Planung auf schneearme Monate mit stabilerer Wetterlage zu konzentrieren.
  • Klima und Höhenlage: Das Hunza-Tal liegt je nach Ort auf Höhen zwischen grob 2.000 m und 2.800 m, umliegende Pässe und Gipfel reichen deutlich höher. Reisende aus Deutschland sollten daher einkalkulieren, dass selbst einfache Spaziergänge anfangs anstrengender sein können als auf Meereshöhe. Eine langsame Anpassung an die Höhe, ausreichend Flüssigkeit und moderate erste Aktivitäten sind sinnvoll. Die Temperaturen können zwischen Tag und Nacht deutlich schwanken – selbst im Sommer sind kühle Nächte möglich, im Frühjahr und Herbst kann es morgens und abends sehr frisch, im Winter bitterkalt werden.
  • Unterkünfte: In Karimabad und anderen Orten des Hunza-Tals gibt es ein wachsendes Angebot an Gästehäusern, kleinen Hotels und Lodges, die von einfachen Zimmern bis zu komfortableren Anlagen reichen. Internationale Ketten sind weniger vertreten als lokale Betreiber. Vor allem in der Hauptreisezeit empfiehlt es sich, im Voraus zu reservieren, insbesondere wenn Deutschsprachige besonderen Wert auf bestimmte Standards wie Heizung, Warmwasserversorgung und stabile Stromversorgung legen. In abgelegenen Dörfern ist die Infrastruktur einfacher.
  • Sprache und Verständigung: Die Bevölkerung im Hunza-Tal spricht lokale Sprachen, unter anderem Burushaski und verschiedene Dialekte aus der Region. Urdu ist als Nationalsprache weit verbreitet. Englischkenntnisse sind insbesondere in touristisch geprägten Orten wie Karimabad oft vorhanden, vor allem bei jüngeren Menschen, in Unterkünften und bei Reiseagenturen. Deutsch wird nur sehr selten gesprochen. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Wendungen zu beherrschen; ein kleiner Wortschatz in Urdu kann außerdem als Zeichen des Respekts geschätzt werden.
  • Zahlung und Geld: Die Landeswährung ist die pakistanische Rupie (PKR). In größeren Städten wie Islamabad oder, eingeschränkt, Gilgit gibt es Bankautomaten, an denen mit gängigen internationalen Kreditkarten Geld abgehoben werden kann. Im Hunza-Tal selbst ist die Verfügbarkeit von Geldautomaten begrenzt, und Kartenzahlung ist außerhalb besser ausgestatteter Hotels eher die Ausnahme. Es empfiehlt sich deshalb, ausreichend Bargeld in PKR mitzuführen. Girocards (ehemals EC-Karten) aus Deutschland funktionieren nicht überall zuverlässig, während internationale Kreditkarten (Visa, MasterCard) tendenziell eher akzeptiert werden. Mobile Payment-Lösungen wie Apple Pay oder Google Pay sind im ländlichen Raum noch wenig verbreitet. Trinkgelder sind kein Muss, werden aber für gute Leistungen im Service- oder Tourbereich geschätzt, etwa in Form kleiner Beträge.
  • Kleiderordnung und kulturelle Rücksichtnahme: Pakistan ist mehrheitlich muslimisch geprägt, und auch im Hunza-Tal orientiert sich das öffentliche Leben an entsprechenden Traditionen. Reisende aus Deutschland sollten auf zurückhaltende Kleidung achten: Schultern und Knie sollten in der Regel bedeckt sein, bei Besuchen religiöser Stätten gelten oft strengere Vorgaben. Für Frauen sind weite Hosen oder lange Röcke und langärmelige Oberteile empfehlenswert, ein leichtes Tuch kann bei Bedarf zusätzlich genutzt werden. Männer fahren mit langen Hosen und nicht zu enganliegenden Oberteilen gut. Respektvolle Fotografie – insbesondere im Umgang mit Personen und religiösen Orten – ist wichtig; im Zweifel sollte vorher freundlich gefragt werden.
  • Fotografieregeln: Die spektakulären Landschaften laden zum Fotografieren ein. Viele Menschen im Hunza-Tal sind freundlich und offen, wünschen sich aber, wie überall, Respekt im Umgang mit ihrer Privatsphäre. Es ist ratsam, vor Porträtaufnahmen um Erlaubnis zu bitten, insbesondere bei Frauen und älteren Personen. Militärische Einrichtungen, Kontrollpunkte oder strategische Infrastruktur sollten generell nicht fotografiert werden, wie es in vielen Ländern der Fall ist. Drohnennutzung kann in Grenzregionen sensibel sein; hier ist Zurückhaltung und vorherige Abklärung wichtig.
  • Einreisebestimmungen: Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Pakistan in der Regel ein Visum, das vorab beantragt werden muss. Die genauen Bestimmungen, etwa zu elektronischen Visa, zu Gültigkeiten und zu notwendigen Unterlagen, unterliegen Veränderungen. Deutsche Staatsangehörige sollten die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de sowie bei der zuständigen pakistanischen Auslandsvertretung prüfen. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz gelten die jeweiligen nationalen Hinweise der Außenministerien.
  • Sicherheit und Gesundheit: Die Sicherheitslage in Pakistan kann sich regional unterscheiden und im Zeitverlauf ändern. Vor einer Reise ins Hunza-Tal ist es wichtig, aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise der offiziellen Stellen zu konsultieren. Grundsätzlich sollten Reisende, wie in vielen Hochgebirgsregionen, auf Wetterumschwünge, Steinschlag und die Risiken von Gebirgsstraßen achten. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption ist dringend zu empfehlen. In bestimmten Fällen können Impfungen ratsam sein; hierzu informieren reisemedizinische Beratungsstellen und Hausärzte. Innerhalb der EU gültige Versicherungskarten decken Pakistan nicht ab.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung: Pakistan verwendet eine einheitliche Zeitzone (Pakistan Standard Time, PST), die der Koordinierten Weltzeit (UTC+5) entspricht. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ, UTC+1) ergibt sich damit in der Regel eine Zeitverschiebung von +4 Stunden. Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ, UTC+2) beträgt der Unterschied meist +3 Stunden. Konkrete Differenzen können sich je nach Umstellungstermin und Jahreszeit geringfügig ändern, weshalb eine aktuelle Prüfung kurz vor Reisebeginn sinnvoll ist.

Warum Wadi-e Hunza auf jede Karimabad-Reise gehört

Wer nach Karimabad reist, kommt am Hunza-Tal nicht vorbei – und das im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinn. Das Leben des Ortes ist untrennbar mit der Landschaft verknüpft. Von vielen Unterkünften in Karimabad aus öffnet sich der Blick auf ein Panorama, das sowohl tagsüber als auch bei Sonnenauf- und -untergang für unvergessliche Momente sorgt. Die hohen Berge rahmen das Tal wie ein überdimensionaler Amphitheater-Rand ein, der Hunza-Fluss bildet in der Tiefe das blaugrüne Band, das alles verbindet.

Reiseführer und Reportagen schildern regelmäßig, dass das Hunza-Tal für viele Pakistan-Besucherinnen und -Besucher ein Highlight der gesamten Reise ist. Ein Grund ist die Kombination aus Natur- und Kulturerlebnissen: Wanderungen zu Aussichtspunkten, Spaziergänge durch Dörfer, Besuche von historischen Forts, Märkte mit lokalen Produkten – all das lässt sich in wenigen Tagen kombinieren. Wer mehr Zeit mitbringt, entdeckt zudem abgelegene Seitentäler, kleinere Dörfer und Trekkingrouten, die tiefer in die Hochgebirgslandschaft führen.

Hinzu kommt das, was viele Reisende in ihren Eindrücken hervorheben: die Gastfreundschaft der Menschen. Häufig wird berichtet, dass Besucher spontan auf einen Tee eingeladen werden oder dass Gastgeberinnen und Gastgeber bereit sind, Einblicke in ihren Alltag zu gewähren. Diese Form der Begegnung schafft eine emotionale Verbindung, die weit über schöne Fotos hinausgeht.

Für Leserinnen und Leser aus Deutschland bietet das Hunza-Tal außerdem die Chance, ein Bild von Pakistan zu gewinnen, das sich von gängigen, oft konfliktorientierten Nachrichtenperspektiven unterscheidet. Die Region zeigt sich als kulturell vielfältig, landschaftlich überwältigend und in Teilen offen für Besucher aus aller Welt. Zugleich sollten Reisende sich ihrer besonderen Rolle bewusst sein: Wer hier unterwegs ist, bewegt sich in einem empfindlichen Hochgebirgsökosystem, in dem Müllvermeidung, respektvolle Ressourcennutzung und die Unterstützung lokaler Anbieter einen konkreten Unterschied machen können.

Wer Karimabad als Basis nutzt, kann Tagesausflüge zu bekannten Aussichtspunkten und Nachbartälern unternehmen. Beliebt sind beispielsweise Strecken entlang des Karakorum Highways, Abstecher zu Seen, Hängebrücken und kleineren Dörfern. Die konkrete Auswahl orientiert sich an Jahreszeit, Wetter und eigener Kondition. Für anspruchsvollere Touren – etwa in größere Höhen oder in Gletscherbereiche – sind ortskundige Führer unerlässlich.

Hunza-Tal in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien hat das Hunza-Tal in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit gewonnen. Reisende teilen Bilder von dramatischen Wolkenstimmungen über den Bergen, leuchtenden Aprikosengärten im Frühling, Herbstfarben und von schlichten, aber eindrucksvollen Begegnungen in Dörfern. Kurzvideos zeigen Fahrten entlang des Karakorum Highways, Wanderungen zu Aussichtspunkten und Momente der Ruhe auf Dachterrassen in Karimabad. Gleichzeitig mehren sich Stimmen, die darauf hinweisen, dass die Region trotz wachsender Bekanntheit noch immer weit entfernt vom Massentourismus vieler anderer Bergdestinationen ist – und dass sie in dieser Phase bewusst verantwortungsvoll bereist werden sollte.

Häufige Fragen zu Hunza-Tal

Wo liegt das Hunza-Tal genau?

Das Hunza-Tal befindet sich im Norden Pakistans in der Region Gilgit-Baltistan, nördlich der Stadt Gilgit und rund um den Ort Karimabad. Es liegt im Hochgebirge des Karakorum und ist über den Karakorum Highway erreichbar.

Was macht das Wadi-e Hunza so besonders?

Das Wadi-e Hunza ist besonders, weil es eine spektakuläre Hochgebirgslandschaft mit schneebedeckten Gipfeln, terrassierten Feldern und einer lebendigen lokalen Kultur verbindet. Es war historisch Teil von Routen der Seidenstraße und gilt heute als eines der bekanntesten Reisetäler im Norden Pakistans, das dennoch deutlich weniger überlaufen ist als viele andere Bergregionen der Welt.

Wie gelingt die Anreise aus Deutschland?

Reisende aus Deutschland fliegen in der Regel über internationale Drehkreuze nach Islamabad und reisen von dort per Inlandsflug nach Gilgit oder auf dem Landweg über den Karakorum Highway weiter nach Hunza. Eine genaue Flugzeit hängt von Route und Zwischenstopps ab, liegt aber meist deutlich über einem halben Reisetag. Eine direkte Bahnverbindung aus Europa existiert nicht.

Ist das Hunza-Tal für weniger erfahrene Bergreisende geeignet?

Ja, viele Bereiche des Hunza-Tals sind auch für weniger erfahrene Bergreisende zugänglich, da sich zahlreiche Aussichtspunkte und Orte bequem mit dem Fahrzeug oder auf kurzen Spazierwegen erreichen lassen. Wer längere Trekkingtouren oder Hochgebirgstouren plant, sollte jedoch unbedingt ortskundige Führer einbeziehen und seine Kondition realistisch einschätzen.

Wann ist die beste Reisezeit für das Hunza-Tal?

Für Reisende aus Deutschland bieten sich vor allem späte Frühjahrs- und frühe Herbstmonate an, wenn die Temperaturen im Tal angenehm, die Straßen meist besser passierbar und die Landschaft besonders eindrucksvoll sind. Im Sommer kann es sehr warm werden, im Winter kann Schnee den Zugang erschweren. Die konkrete Wahl hängt von persönlichen Vorlieben, etwa für Blütezeit oder Herbstfärbung, ab.

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