Houmt Souk Djerba, Reise

Houmt Souk Djerba: Die weiße Altstadt, die Djerba Seele gibt

21.06.2026 - 09:03:08 | ad-hoc-news.de

Houmt Souk Djerba, der historische Markt- und Hafenort von Djerba in Tunesien, verzaubert mit weißer Altstadt, Souks und Karawansereien – warum er Reisenden aus Deutschland so nahegeht.

Houmt Souk Djerba, Reise, Kultur
Houmt Souk Djerba, Reise, Kultur

Wenn sich in Houmt Souk Djerba am frühen Morgen die ersten Sonnenstrahlen in den weißen Kuppeln spiegeln und der Duft von frisch geröstetem Kaffee, Meer und Gewürzen durch die Gassen zieht, wird klar, warum dieser Ort seit Jahrhunderten Händler, Pilger und Reisende anzieht. Houmt Souk („Stadt des Marktes“) ist viel mehr als nur die Inselhauptstadt von Djerba – es ist das historische, kulturelle und emotionale Zentrum der Mittelmeerinsel in Tunesien.

Houmt Souk Djerba: Das ikonische Wahrzeichen von Djerba

Houmt Souk Djerba ist der lebendige Hauptort der Insel Djerba an der Ostküste Tunesiens, berühmt für seine weiß gekalkten Häuser, schattigen Innenhöfe, verwinkelten Souks und den historischen Hafen mit Blick auf das Mittelmeer. Offizielle Tourismusinformationen aus Tunesien beschreiben Houmt Souk als das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Insel, in dem sich Marktleben, Handwerk und Geschichte auf engstem Raum verdichten.

Der Ort gilt als wichtigste Ansiedlung auf Djerba und war über Jahrhunderte ein Knotenpunkt des Handels im südlichen Mittelmeerraum. Reiseführer wie Marco Polo und GEO Saison heben hervor, dass Houmt Souk mit seinen Karawansereien, Bürgerhäusern und Moscheen eine selten dichte Mischung aus arabischer, nordafrikanischer und mediterraner Architektur bietet. Für Reisende aus Deutschland ist Houmt Souk Djerba oft der erste intensive Kontakt mit der Kultur der Insel – sei es auf einem Bummel durch die Basare oder bei einem Kaffee am Hafen.

Während die Strände Djerbas für Badeurlaub stehen, verkörpert Houmt Souk die Seele der Insel: Hier wird gehandelt, diskutiert, gefeiert und gearbeitet. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und die tunesischen Fremdenverkehrsämter empfehlen Houmt Souk ausdrücklich als zentrales Ausflugsziel, um die Insel jenseits der Hotelzonen kennenzulernen. So entsteht ein kultureller Kontrapunkt zu den modernen Ferienanlagen – ähnlich wie die Altstadt von Palma de Mallorca den Strandurlaub ergänzt.

Geschichte und Bedeutung von Houmt Souk

Die Ursprünge von Houmt Souk reichen bis in die Antike zurück, als Djerba auf Handelrouten zwischen dem östlichen und westlichen Mittelmeer lag. Historiker verweisen darauf, dass auf der Insel bereits punische und römische Siedlungen existierten und der heutige Ort Houmt Souk aus späteren arabisch-islamischen und osmanischen Perioden hervorging. Genaue Gründungsdaten sind nicht überliefert, doch die Struktur als Markt- und Hafenort entwickelte sich über Jahrhunderte.

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit lagen vor Houmt Souk wichtige Ankerplätze, die sowohl für lokalen Handel als auch für den überregionalen Schiffsverkehr genutzt wurden. Die Festung Borj El Kebir (auch Borj Ghazi Mustapha), die den Hafen von Houmt Souk dominiert, geht in ihren Ursprüngen auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde im 16. Jahrhundert unter dem berühmten osmanischen Admiral Khair ad-Din Barbarossa und späteren Beys von Tunis verstärkt. Sie diente der Kontrolle der Küste und dem Schutz vor Angriffen europäischer Mächte und Piraten.

Unter der osmanischen Herrschaft entwickelte sich Houmt Souk zu einem bedeutenden Handelsplatz, an dem Waren aus dem Maghreb, dem östlichen Mittelmeer und Europa umgeschlagen wurden. Karawanen erreichten die Stadt aus dem tunesischen Hinterland und aus der Sahara, um hier Olivenöl, Wolle, Töpferwaren, Gewürze und Stoffe zu verkaufen. Reisereportagen in deutschsprachigen Medien wie der NZZ und der Deutschen Welle betonen, dass sich in Houmt Souk diese Geschichte noch heute im Stadtbild spiegelt: in den gewölbten Speichern, den Karawansereien und den dicht aneinander gebauten Läden der Souks.

Mit der französischen Kolonialzeit in Tunesien im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert erhielt Houmt Souk zusätzliche Verwaltungsfunktionen. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens 1956 blieb der Ort Verwaltungssitz der Insel Djerba und entwickelte sich zunehmend auch zum touristischen Zentrum, wobei viele historische Gebäude in Hotels, Restaurants oder Kulturzentren umgewandelt wurden. Gleichzeitig blieb der Kern als Marktort erhalten – ein seltenes Beispiel für eine Altstadt, in der Tourismus und Alltagsleben eng nebeneinander existieren.

Kulturell ist Houmt Souk auch im Kontext der religiösen und ethnischen Vielfalt Djerbas bedeutsam. Die Insel ist bekannt für das Zusammenleben von muslimischer Mehrheitsbevölkerung und der seit Jahrhunderten ansässigen jüdischen Gemeinschaft, deren geistiges Zentrum rund 20 km entfernt in der Ghriba-Synagoge liegt. Offizielle Informationen des tunesischen Tourismusministeriums und Berichte von ARD und ZDF heben hervor, dass viele jüdische Geschäftsleute in Houmt Souk Handel betrieben und noch heute einige Geschäfte auf diese Tradition zurückgehen. So wird der Ort zu einem Fenster in die multikulturelle Geschichte Tunesiens.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Houmt Souk ein Lehrbuch der traditionellen Baukunst im südlichen Mittelmeerraum. Charakteristisch sind die weiß getünchten Häuser mit blauen oder grünen Holzfenstern, Innenhöfen und Flachdächern, die in enger, oft labyrinthartiger Struktur angeordnet sind. Reise- und Kulturmagazine wie GEO und Merian betonen, dass diese Architektur nicht nur ästhetisch wirkt, sondern auch funktional ist: Dicke Mauern und kleine Fenster schützen vor Hitze, Innenhöfe schaffen Schatten und Luftzirkulation.

Ein besonderes Merkmal sind die historischen Fondouks – Karawansereien, die früher als Herbergen und Lagerhäuser für Händler dienten. Ein prominentes Beispiel ist der Fondouk El Jedid, ein zweigeschossiger Bau mit Arkadengängen rund um einen Innenhof, der heute häufig als Souvenir- und Handwerksmarkt genutzt wird. Experten für islamische Architektur, etwa Forscher an der Universität Tunis, beschreiben diese Fondouks als typische städtische Bauform im Maghreb, vergleichbar mit den Khans in Syrien oder den Karawansereien entlang der Seidenstraße.

Im Altstadtkern von Houmt Souk finden sich mehrere Moscheen mit markanten Minaretten und Kuppeln. Besonders bekannt ist die Moschee der Fremden (Jamaa El Ghorba), die der Überlieferung nach Reisenden und Händlern gewidmet war, sowie die Moschee Jamaa Ettrouk (Moschee der Türken), deren Name auf die osmanische Vergangenheit der Stadt verweist. Kulturbeiträge von Deutsche Welle und französischen Sendern wie France 24 heben hervor, dass diese Sakralbauten nicht nur religiöse Orte sind, sondern auch als städtebauliche Orientierungspunkte und soziale Zentren fungieren.

Die Festung Borj El Kebir direkt am Meer ist ein weiteres architektonisches Highlight. Ihre mächtigen, sandfarbenen Mauern und Bastionen kontrastieren eindrucksvoll mit den weißen Häusern der Altstadt. Historische Quellen, die von tunesischen Behörden und internationalen Kulturinstitutionen zitiert werden, verweisen darauf, dass die Festung Schauplatz mehrerer Schlachten und Belagerungen war und heute als Denkmal und Aussichtspunkt dient. Von den Wehrgängen aus eröffnet sich ein weiter Blick über das Meer, den Hafen und die Dächer von Houmt Souk – ein Fotomotiv, das in vielen Reisereportagen auftaucht.

Kunsthandwerk spielt in Houmt Souk eine herausragende Rolle. Die Stadt ist bekannt für Töpferwaren von der Insel Djerba, gestickte Textilien, Lederschuhe und traditionelle Schmuckstücke. Offizielle Tourismusinformationen Tunesiens und Berichte der Deutschen Welle verweisen darauf, dass viele Produkte aus Werkstätten im Inselinneren stammen, etwa aus Guellala, und in Houmt Souk verkauft werden. Besonders beliebt bei Besuchern sind handbemalte Keramikteller, bunt glasierte Krüge und klassische Djerba-Teppiche.

Auch die Fischerei prägt das Bild der Stadt: Am Hafen liegen bunte Holzboote, und im Morgengrauen werden Fänge versteigert – von Sardinen bis zu Tintenfischen. Medienberichte der ARD erwähnen, dass der Fischmarkt von Houmt Souk als einer der lebendigsten Orte der Stadt gilt und Einblicke in den Alltag der Inselbewohner bietet. Wer früh kommt, erlebt das Bild von Männern, die Netze flicken, Händlern, die lautstark Preise verhandeln, und Cafés, in denen bei Tee oder Kaffee der Tagesplan besprochen wird.

Houmt Souk Djerba besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

Für Reisende aus Deutschland ist Houmt Souk Djerba ein einfach erreichbares und zugleich sehr fremd wirkendes Reiseziel, das sich gut in einen Badeurlaub oder eine Rundreise durch Tunesien einfügen lässt. Die folgenden Punkte bieten eine praktische Orientierung.

  • Lage und Anreise
    Houmt Souk liegt im Norden der Insel Djerba, nur wenige Kilometer vom internationalen Flughafen Djerba-Zarzis entfernt. Der Flughafen wird saisonal und teilweise ganzjährig von Charter- und Linienflügen aus mehreren europäischen Ländern bedient. Für Reisende aus Deutschland gibt es regelmäßig Pauschalflugangebote über große Veranstalter; direkte Linienverbindungen können je nach Saison variieren. In der Regel findet der Hinflug ab Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin mit Umstieg in einem europäischen Drehkreuz oder in Tunis statt. Die Flugzeit von Deutschland nach Djerba liegt inklusive Direktstrecken ungefähr zwischen 2,5 und 3 Stunden, je nach Abflugort und Route. Vom Flughafen aus sind es nur etwa 10–15 km bis Houmt Souk, die mit Taxi oder Hoteltransfer in rund 20–30 Minuten zurückgelegt werden können. Offizielle Hinweise der tunesischen Tourismusbehörden und Fluggesellschaften empfehlen, Taxis nur an ausgewiesenen Ständen zu nehmen und vorab einen Preis zu vereinbaren.
  • Öffnungszeiten
    Houmt Souk ist als Stadt rund um die Uhr erlebbar, doch die wichtigen Souks, Läden und Märkte haben vor allem tagsüber geöffnet. Üblich sind Öffnungszeiten etwa ab dem Morgen bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend; viele Geschäfte schließen für eine Mittagspause, besonders im Sommer. Offizielle Tourismusseiten weisen darauf hin, dass freitags – dem muslimischen Gebetstag – einige Läden später öffnen oder früher schließen können und dass während des Fastenmonats Ramadan Öffnungszeiten variieren. Da es kein zentrales, einheitliches Regime für alle Geschäfte gibt, sollten Reisende die aktuellen Zeiten direkt vor Ort oder über ihre Unterkunft prüfen. Für einzelne Sehenswürdigkeiten wie die Festung Borj El Kebir, Museen oder Kulturzentren gilt: Öffnungszeiten können sich ändern, daher ist eine Prüfung kurz vor dem Besuch – etwa über die lokale Touristeninformation oder Hotelrezeption – ratsam.
  • Eintritt
    Der Zugang zur Altstadt von Houmt Souk und zu den meisten Souks ist frei. Lediglich für spezielle Sehenswürdigkeiten wie die Festung Borj El Kebir oder kleine Museen kann ein Eintritt erhoben werden. Da konkrete, verlässliche und doppelt verifizierte Beträge schwanken und sich ändern können, empfiehlt es sich, mit einem geringen Betrag in tunesischer Währung für Eintritte zu rechnen und aktuelle Preise vor Ort zu erfragen. Für Reisende aus Deutschland ist wichtig: Zahlungen für Eintritte werden meist in bar in der Landeswährung Dinar verlangt; Kreditkarten werden eher in größeren touristischen Einrichtungen akzeptiert.
  • Beste Reisezeit
    Das Klima auf Djerba ist mediterran mit langen, warmen Sommern und milden Wintern. Deutsche und internationale Wetterdienste beschreiben die Monate April bis Juni sowie September bis Anfang November als besonders angenehm, da die Temperaturen meist zwischen etwa 20 und 28 °C liegen und die Hitze nicht so drückend ist wie im Hochsommer. Juli und August können sehr heiß werden, mit Temperaturen deutlich über 30 °C, was Spaziergänge durch die Souks tagsüber anstrengend machen kann. Wer Houmt Souk intensiv zu Fuß erkunden möchte, wählt am besten den Vormittag oder späten Nachmittag, wenn das Licht weicher und die Temperaturen erträglicher sind. Im Winter ist es deutlich ruhiger, mit milden Temperaturen, gelegentlichen Regenfällen und weniger touristischem Andrang – ideal für Reisende, die die Altstadt in aller Ruhe erleben wollen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
    In Houmt Souk wird überwiegend Arabisch gesprochen, genauer Tunesisch-Arabisch. Französisch ist weit verbreitet, insbesondere im Handel, in Verwaltung und im Tourismus; viele Hinweisschilder sind zweisprachig. In den touristisch geprägten Teilen der Stadt sprechen zahlreiche Händler und Dienstleister zumindest einfache Sätze auf Deutsch oder Englisch, da Djerba ein langjähriges Ziel des europäischen Tourismus ist. Für Reisende aus Deutschland ist einfache Kommunikation daher meist problemlos möglich, insbesondere in Hotels, Restaurants und größeren Läden. Ein paar Worte auf Französisch oder Arabisch werden dennoch sehr positiv aufgenommen.
    Zahlung erfolgt vor Ort traditionell überwiegend in bar in der Landeswährung Tunesischer Dinar (TND). Kreditkarten (vor allem Visa und Mastercard) werden in vielen Hotels, größeren Restaurants und touristisch orientierten Geschäften akzeptiert, in kleineren Läden und auf Märkten jedoch häufig nicht. Da Girocards aus Deutschland nicht überall funktionieren, empfiehlt sich eine Kreditkarte sowie ausreichend Bargeld, das an Geldautomaten (ATMs) in Houmt Souk abgehoben werden kann. Mobile Payment wie Apple Pay oder Google Pay ist noch nicht flächendeckend verbreitet.
    Trinkgeld wird in Tunesien als Zeichen der Wertschätzung verstanden, ist aber nicht strikt normiert. In Restaurants sind etwa 5–10 % üblich, wenn kein Service in der Rechnung enthalten ist; im Taxi kann man den Betrag geringfügig aufrunden. Auch Zimmerpersonal in Hotels oder Gepäckträger freuen sich über kleine Beträge. In Souks ist Feilschen Teil der Kultur: Der Startpreis wird bewusst höher angesetzt, und eine freundliche, respektvolle Verhandlung gehört zum Einkaufserlebnis.
    Bei der Kleidung sollten Reisende die lokale Kultur respektieren. In Houmt Souk wird eine legere, aber nicht zu freizügige Kleidung empfohlen, insbesondere beim Besuch von Moscheen, religiösen Stätten oder traditionellen Vierteln. Schultern und Knie sollten dort bedeckt sein; in touristischen Strandzonen ist die Kleidung oft westlicher geprägt. Beim Fotografieren gilt: Öffentliche Gebäude und Straßenszenen können in der Regel fotografiert werden, doch Menschen – vor allem Frauen – sollten nur nach vorheriger Zustimmung aufgenommen werden. In sicherheitsrelevanten Bereichen wie Polizeiposten oder militärischen Anlagen ist Fotografieren verboten.
  • Einreisebestimmungen
    Für deutsche Staatsbürger gelten bei der Einreise nach Tunesien spezifische Regelungen, die sich ändern können. Die wichtigste Empfehlung lautet deshalb: Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich Informationen zu Visabestimmungen, Einreisedokumenten (in der Regel Reisepass, teils besondere Bestimmungen bei Anreise im Rahmen von Pauschalreisen), Sicherheitslage, Gesundheitshinweisen und ggf. Impfempfehlungen. Auch Bürgerinnen und Bürger aus Österreich und der Schweiz sollten die einschlägigen Hinweise ihrer jeweiligen Außenministerien konsultieren.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Tunesien liegt in der Zeitzone Central European Time (CET), verwendet jedoch üblicherweise keine Sommerzeit. Für Reisende aus Deutschland bedeutet das: Während der mitteleuropäischen Winterzeit besteht in der Regel keine Zeitverschiebung zu Deutschland, während der Sommerzeit kann der Zeitunterschied meistens –1 Stunde betragen. Die genauen Regelungen können sich ändern, weshalb ein kurzer Blick auf die aktuelle Zeitangabe für Houmt Souk vor Reiseantritt sinnvoll ist.

Warum Houmt Souk auf jede Djerba-Reise gehört

Houmt Souk Djerba ist für viele Besucher der emotionalste Ort der Insel – auch weil hier das Alltagsleben der Bewohner so unmittelbar sichtbar wird. Während in den Hotelzonen der Insel viel für den klassischen Strandurlaub inszeniert ist, wirkt Houmt Souk authentischer und vielfältiger. Deutsche Medien berichten immer wieder, dass Reisende hier „das echte Djerba“ erleben: in den Werkstätten, auf den Märkten, in den Straßencafés.

Ein Spaziergang durch die Altstadt beginnt oft auf einem der Hauptplätze, wo Cafés mit Plastikstühlen neben traditionelleren Lokalen stehen. Schon nach wenigen Schritten taucht man in ein Gewirr aus engen Gassen ein, in denen Teppiche hängen, Lampen leuchten und Gewürze in offenen Säcken gestapelt sind. Souks mit Schwerpunkten auf Textilien, Lederwaren, Schmuck oder Haushaltswaren gehen ineinander über; die Orientierung erfolgt eher über markante Gebäude und Plätze als über Straßennamen. Diese atmosphärische Dichte wird in Reisereportagen häufig mit der Altstadt von Marrakesch oder den Souks von Tunis verglichen, doch Houmt Souk wirkt überschaubarer und ruhiger – ein Vorteil für Reisende, die orientalisches Flair ohne Überforderung suchen.

Der Hafen bildet einen zweiten, ganz eigenen Schwerpunkt. Hier, nur wenige Gehminuten von den Basaren entfernt, gleiten Fischerboote aus und ein, Möwen kreisen, und das Meer bringt eine frische Brise in die Stadt. Die Kombination aus Altstadt-Souk und Hafenszene ist ein zentrales Motiv für Fotografen und Social-Media-Beiträge. Viele Reiseführer empfehlen, den Besuch so zu timen, dass man die Altstadt vormittags und den Hafen gegen Sonnenuntergang erlebt – wenn das Licht weicher wird und sich die Fassaden farbig verfärben.

Direkt in und um Houmt Souk lassen sich mehrere Sehenswürdigkeiten verbinden: die Festung Borj El Kebir, verschiedene Moscheen, lokale Museen, Kunsthandwerkszentren und Märkte. In Kombination mit einem Ausflug zur Ghriba-Synagoge im Inselinneren und zu den Keramikwerkstätten in Guellala entsteht ein umfassendes Bild der kulturellen Vielfalt Djerbas. Für deutschsprachige Reisende, die sich für Geschichte, Religion und Handwerk interessieren, ist Houmt Souk ein idealer Ausgangspunkt, um diese Themen in kompaktem Rahmen zu erleben.

Nicht zuletzt spielt Houmt Souk auch kulinarisch eine wichtige Rolle. Lokale Restaurants und Imbisse bieten eine große Bandbreite: von klassischem Couscous und Tajine-Gerichten über frischen Fisch und Meeresfrüchte bis zu süßen Gebäckstücken wie Makroudh oder Baklava. Deutsche und internationale Restaurantführer heben hervor, dass die Küche auf Djerba im Vergleich zu nördlicheren Teilen Tunesiens oft etwas milder, aber sehr aromatisch ist, geprägt von Olivenöl, Koriander, Kreuzkümmel und Harissa. Wer sich erst langsam an die Schärfe herantasten möchte, kann dies durch die Wahl milderer Speisen tun.

Für viele Besucher wird Houmt Souk zu einem Ort, den sie mehrfach innerhalb ihres Aufenthalts aufsuchen: zum ersten Kennenlernen der Insel, später für gezielte Einkäufe oder einfach für einen Kaffee im Schatten, um das Straßenleben zu beobachten. Diese Mischung aus Alltag und Exotik, aus Geschichte und Gegenwart, macht den besonderen Reiz des Ortes aus.

Houmt Souk Djerba in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

Houmt Souk Djerba ist auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok längst ein wiederkehrendes Motiv – von Reisereportagen über Street-Photography bis hin zu Food-Vlogs. Die Bildsprache konzentriert sich häufig auf die weißen Fassaden mit blauen Türen, auf bunt bestückte Marktstände, auf die Festung am Meer und auf Alltagsmomente, etwa Männer beim Dominospiel im Café oder Frauen beim Einkaufen. Social-Media-Beiträge aus deutschsprachigen Ländern betonen oft die Nähe zu Europa und zugleich das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.

Häufige Fragen zu Houmt Souk Djerba

Wo liegt Houmt Souk Djerba genau?

Houmt Souk liegt im Norden der Insel Djerba an der Ostküste Tunesiens im südlichen Mittelmeer. Die Stadt befindet sich nur wenige Kilometer vom internationalen Flughafen Djerba-Zarzis entfernt und ist der Hauptort der Insel, von dem aus die meisten Straßen in die Ferienzonen und ins Inselinnere führen.

Was macht Houmt Souk so besonders?

Houmt Souk ist besonders, weil es den historischen Markt- und Hafenort der Insel Djerba mit einer lebendigen Altstadt, traditionellen Souks, Karawansereien und der Festung Borj El Kebir verbindet. Die Stadt vereint Alltagsleben und Tourismus, Handwerk und Fischerei, religiöse Vielfalt und jahrhundertealte Architektur auf engem Raum – und vermittelt Reisenden damit einen sehr unmittelbaren Eindruck von Kultur und Geschichte Tunesiens.

Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch von Houmt Souk einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen meist ein halber Tag oder etwa drei bis vier Stunden, um durch die Souks zu bummeln, den Hafen zu sehen und einen Kaffee zu trinken. Wer auch die Festung, Museen oder mehrere Handwerksviertel besuchen und in Ruhe einkaufen möchte, sollte einen ganzen Tag einplanen. Viele Reisende kehren im Laufe ihres Urlaubs mehrfach nach Houmt Souk zurück.

Ist Houmt Souk für Familien mit Kindern geeignet?

Houmt Souk ist grundsätzlich gut für Familien mit Kindern geeignet, da die Altstadt weitgehend verkehrsberuhigt wirkt und sich vieles zu Fuß erschließen lässt. Gerade jüngere Kinder können den Markttrubel, die bunten Waren und die Boote im Hafen spannend finden. Es empfiehlt sich jedoch, Kinder in den engeren Gassen im Blick zu behalten und den Besuch in die Tageszeiten mit geringerer Hitze zu legen.

Wann ist die beste Reisezeit für Houmt Souk Djerba?

Die beste Reisezeit für Houmt Souk sind in der Regel Frühjahr und Herbst – insbesondere April bis Juni sowie September bis Anfang November. In diesen Monaten sind die Temperaturen meist angenehm warm, aber nicht übermäßig heiß, und die Stadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Im Hochsommer ist ein Besuch eher in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden zu empfehlen, während der Winter mit milderen Temperaturen und weniger Touristen punktet.

Mehr zu Houmt Souk Djerba auf AD HOC NEWS

de | unterhaltung | 69594828 |