Highclere Castle bei Newbury: Wo Downton Abbey lebendig wird
10.06.2026 - 08:25:42 | ad-hoc-news.deWer sich Highclere Castle, auf Deutsch sinngemäß „Schloss Highclere“, zum ersten Mal nähert, sieht es schon von weitem über den weiten, leicht geschwungenen Wiesen aufragen: ein honigfarbener, neogotischer Palast, dessen Türme wie Filmkulissen wirken – und doch seit Jahrhunderten der reale Wohnsitz einer englischen Adelsfamilie sind. Highclere Castle in der Nähe von Newbury im Süden des Vereinigten Königreichs ist für viele deutsche Besucher längst untrennbar mit der Erfolgsserie „Downton Abbey“ verbunden – und eröffnet vor Ort ein erstaunlich authentisches Fenster in die Welt des britischen Landadels.
Highclere Castle: Das ikonische Wahrzeichen von Newbury
Highclere Castle liegt in der Grafschaft Hampshire, unweit von Newbury in Berkshire, etwa 100 km westlich von London. Das Anwesen ist eine der bekanntesten privaten Schlossresidenzen Englands, weil es zugleich Familienwohnsitz, historisches Monument und Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen ist. Besonders die Serie „Downton Abbey“ hat Highclere Castle weltweit in den Fokus gerückt: Die Außenaufnahmen und viele Innenräume der fiktiven Adelsfamilie Crawley wurden hier gedreht, wodurch das Schloss für deutsche Reisende sofort wiedererkennbar wirkt.
Gleichzeitig ist Highclere Castle nicht nur eine Kulisse, sondern ein lebendiges Anwesen mit echter aristokratischer Geschichte. Es gehört seit dem 17. Jahrhundert der Familie Carnarvon, deren aktueller Titelträger der 8. Earl of Carnarvon ist. Die Besitzer öffnen das Schloss saisonal für Besucher, richten Sonderausstellungen aus und bewirtschaften das weitläufige Parkland weiter landwirtschaftlich. Für Gäste aus Deutschland ergibt sich so eine seltene Mischung aus Fernseh-Ikone, historischem Landsitz und authentischem Einblick in britische Lebensart.
Viele Reisende vergleichen Highclere Castle aufgrund seiner Präsenz im englischen Kulturbewusstsein mit deutschen Symbolbauten wie Schloss Neuschwanstein oder Sanssouci: Es ist nicht das größte oder älteste Schloss des Landes, aber eines der bekanntesten und emotional aufgeladensten. Gerade wer „Downton Abbey“ gesehen hat, erlebt einen intensiven Wiedererkennungseffekt, wenn er die Auffahrt hinauffährt, vor der großen Freitreppe steht oder die Salons mit ihren Bücherregalen und Kaminen betritt.
Geschichte und Bedeutung von Highclere Castle
Das heutige Highclere Castle steht auf einem Gelände, das schon seit vielen Jahrhunderten genutzt wird. Bereits im Mittelalter existierte an dieser Stelle ein Herrenhaus, das später in wechselnden Besitz überging. Im 17. Jahrhundert kam das Anwesen dauerhaft an die Familie Herbert, aus der später die Earls of Carnarvon hervorgingen. Damit reicht die Adelsgeschichte von Highclere Castle deutlich weiter zurück als die Entstehung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 und spiegelt die lange Kontinuität britischer Landadelstraditionen.
Im 18. und frühen 19. Jahrhundert wurde das frühere Haus in Etappen umgestaltet, ehe es in der viktorianischen Zeit die heutige Form erhielt. Der entscheidende Umbau erfolgte im 19. Jahrhundert, als die Familie Carnarvon einen der bedeutendsten Architekten der Epoche engagierte: Charles Barry. Barry ist insbesondere für den Wiederaufbau der Houses of Parliament in London bekannt, also des Westminster Palace, der nach einem Brand im 19. Jahrhundert neu errichtet wurde. Er übertrug viele Elemente seiner neugotischen und neorenaissancehaften Formensprache auf Highclere Castle, sodass das Schloss architektonisch gewisse Parallelen zu Westminster aufweist.
Die Umgestaltung unter Barry verlieh Highclere Castle seine markanten Türme, die symmetrische Hauptfassade und eine Abfolge repräsentativer Innenräume, die auf die gesellschaftlichen Funktionen eines großen Landhauses abgestimmt sind: Empfangssalons, Bibliothek, Speisesaal, Treppenhalle, private Gemächer und Wirtschaftsräume. Das Schloss wurde zum Mittelpunkt eines weitläufigen Landguts, das Landwirtschaft, Jagd, Reitkultur und gesellschaftliche Veranstaltungen vereinte – typisch für den britischen Hochadel des 19. Jahrhunderts.
Eine der international berühmtesten Persönlichkeiten, die mit Highclere Castle verbunden sind, ist der 5. Earl of Carnarvon. Er wurde vor allem durch seine Rolle bei der Entdeckung des Grabes von Pharao Tutanchamun in Ägypten im Jahr 1922 bekannt. In Zusammenarbeit mit dem Archäologen Howard Carter finanzierte er über Jahre die Ausgrabungen im Tal der Könige. Als das Grab schließlich geöffnet wurde, stand der Name Carnarvon weltweit in den Schlagzeilen. Bis heute erinnert eine Ausstellung in Highclere Castle an diese Episode: In den Räumen der ehemaligen Kellergeschoße wird die Geschichte der Entdeckung und des ägyptischen Interesses des Earls aufgearbeitet. Für deutsche Besucher bietet dies eine spannende Verbindung zwischen englischem Landadel und globaler Archäologie.
Während der beiden Weltkriege spielte Highclere Castle, wie viele andere englische Landsitze, eine praktische Rolle: Teile des Hauses wurden zeitweise zu einem Hospital oder zur Nutzung durch militärische Einrichtungen freigegeben. Diese Nutzung zeigt, dass das Schloss nicht nur eine idyllische Kulisse war, sondern in Krisenzeiten auch gesellschaftliche Verantwortung übernahm. Heute verstehen viele Briten Highclere Castle zugleich als historischen Ort, als lebendige Familienresidenz und als Teil der nationalen Kulturlandschaft.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch gehört Highclere Castle zu den repräsentativen Landhäusern im viktorianischen Stil mit starken neogotischen Einflüssen. Die Fassade ist geprägt von senkrecht betonten Türmchen, Zinnen und Erkern, die an mittelalterliche Burgen erinnern, gleichzeitig aber großzügige Fensterflächen für Licht in den Innenräumen ermöglichen. Der honiggelbe Kalkstein, aus dem die Mauern gefertigt sind, verleiht dem Schloss vor allem bei tief stehender Sonne eine warme, golden schimmernde Farbe.
Der britische Architekt Charles Barry setzte bei Highclere Castle bewusst auf eine Mischung aus Neugotik und italienisch beeinflussten Renaissance-Elementen, ähnlich wie beim Westminster Palace in London. Dadurch wirkt das Schloss zwar historisierend, aber nicht wie eine reine Kopie mittelalterlicher Burgen. Für deutsche Besucher, die vielleicht die strenge Symmetrie barocker Anlagen wie in Würzburg oder Potsdam gewohnt sind, wirkt Highclere Castle eher vertikal und verspielt – ein Beispiel dafür, wie die viktorianische Zeit mit historischen Stilformen kreativ arbeitete.
Im Inneren von Highclere Castle dominieren Holzvertäfelungen, reich verzierte Decken, historische Porträts und eine eindrucksvolle Bibliothek. Gerade diese Bibliothek mit ihren dunklen Holzregalen und Lederbänden ist vielen Serienfans vertraut, weil sie in „Downton Abbey“ häufig als Kulisse dient. Kunsthistorisch interessant ist zudem die Sammlung an Gemälden, Möbeln und Objekten, die über Generationen zusammengetragen wurden. Zwar sind nicht alle Stücke museal im engeren Sinne, doch sie ergeben ein dichtes Bild englischer Wohnkultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Ein besonderes Highlight ist die sogenannte „Egyptian Exhibition“ im Untergeschoss von Highclere Castle. Hier wird die Verbindung des 5. Earl of Carnarvon zu den Ausgrabungen in Ägypten thematisiert. Ausstellungen und Repliken veranschaulichen die Expeditionen, den Fund des Tutanchamun-Grabes und die damalige Faszination für Ägyptologie, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch in Europa sehr präsent war. Für deutsche Gäste, die etwa Museen in Berlin, München oder Hildesheim mit ihren Ägypten-Sammlungen kennen, bietet Highclere Castle einen sehr persönlichen Blick auf diese Epoche der Forschungs- und Sammelgeschichte.
Auch die Parklandschaft rund um Highclere Castle ist bemerkenswert. Der Landschaftsgarten wurde von Capability Brown, einem der berühmtesten englischen Gartenarchitekten des 18. Jahrhunderts, gestaltet oder zumindest maßgeblich beeinflusst. Charakteristisch sind weitläufige Rasenflächen, Baumgruppen, sanfte Hügel und Sichtachsen, die das Schloss mal näher, mal ferner in Szene setzen. Diese Art der Landschaftsgestaltung, die natürliche Formen idealisiert, unterscheidet sich deutlich von den streng geometrischen französischen oder barocken Gärten und prägte das Bild des „englischen Landschaftsparks“, das in ganz Europa nachgeahmt wurde.
Kunsthistoriker und Architekturkritiker betonen immer wieder, dass Highclere Castle gerade durch diese Kombination aus herausragender Architektur, historischer Familiengeschichte, ägyptischer Verbindung und landschaftlicher Einbettung eine besondere Stellung im britischen Kulturerbe einnimmt. Für deutsche Besucher, die sich für Architektur und Geschichtskultur interessieren, ist das Schloss daher weit mehr als nur ein Drehort – es ist ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk.
Highclere Castle besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise
Highclere Castle befindet sich südlich von Newbury, zwischen London und der Hafenstadt Southampton, in der Region South East England. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich meist die Anreise per Flugzeug nach London. Von Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg gibt es regelmäßige, in der Regel mehrmals tägliche Verbindungen zu den Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick oder Stansted. Die reine Flugzeit liegt meist bei rund 1 Stunde 30 Minuten bis 2 Stunden, je nach Abflugort und Verbindung. Von London Heathrow aus ist Highclere Castle mit dem Auto in etwa 1 bis 1,5 Stunden erreichbar, abhängig vom Verkehr. Eine gängige Route führt über die Autobahn M4 Richtung Westen bis zur Ausfahrt Newbury und dann weiter über Landstraßen. Wer klimafreundlicher reisen möchte, kann von London Paddington mit dem Zug nach Newbury fahren; die Fahrt dauert meist weniger als 1 Stunde. Von Newbury aus lassen sich Taxis oder vorab gebuchte Transfers zum Schloss organisieren. Ein direkter Linienbus bis vor die Tore des Schlosses ist nicht immer verfügbar, daher lohnt ein Blick in die aktuellen Fahrpläne regionaler Busunternehmen oder die Planung mit Taxi und Mietwagen. - Öffnungszeiten
Highclere Castle ist kein ganzjährig geöffnetes Museum, sondern ein bewohntes Privathaus, das nur an bestimmten Tagen und in bestimmten Saisons für Besucher zugänglich ist. Üblich sind Öffnungen an ausgewählten Tagen im Frühling und Sommer sowie spezielle Termine im Herbst oder zu Veranstaltungen wie Oster- oder Weihnachtsprogrammen. Da die genauen Daten von Jahr zu Jahr variieren und teilweise auch kurzfristig angepasst werden können, sollten Reisende die jeweils aktuellen Öffnungszeiten unbedingt direkt bei Highclere Castle über die offizielle Website prüfen. Dort werden auch verfügbare Zeitfenster, Sonderführungen und eventuelle Schließtage kommuniziert. Kurzfristige Änderungen – etwa aus organisatorischen Gründen oder wegen Veranstaltungen – sind möglich, sodass eine spontane Anreise ohne vorherige Information riskant sein kann. - Eintritt
Für den Besuch von Highclere Castle wird in der Regel Eintritt erhoben, der verschiedene Bereiche umfassen kann: das Schloss selbst, die Gärten und den Park sowie die ägyptische Ausstellung. Häufig werden kombinierte Tickets angeboten, teilweise mit fest buchbaren Zeitfenstern für den Einlass. Die Preise können je nach Saison, Art des Tickets (Standardbesuch, Sonderführung, Event) und Leistungsumfang variieren. Generell bewegen sich die Kosten für Erwachsene im Bereich eines üblichen Eintrittspreises für bedeutende Schlösser und Herrenhäuser im Vereinigten Königreich. Da sich konkrete Beträge und Paketangebote ändern können und mit Rabatten oder Sonderaktionen verknüpft sind, sollten Reisende die aktuellen Tarife direkt bei Highclere Castle einsehen. Für eine grobe Budgetplanung empfiehlt es sich, pro erwachsener Person einen mittleren zweistelligen Betrag in Euro einzuplanen, der vor Ort in Pfund Sterling (GBP) abgerechnet wird; Wechselkurse schwanken, sodass eine genaue Umrechnung im Vorfeld oder per Kreditkartenabrechnung sinnvoll ist. - Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Highclere Castle orientiert sich an den Öffnungszeiten und dem Wetter in Südengland. Da das Schloss vor allem im Frühling und Sommer geöffnet ist, sind die Monate von etwa April bis September für einen Besuch besonders geeignet. Dann sind die Gärten meist in voller Blüte, die Rasenflächen sattgrün, und die Wahrscheinlichkeit für längere Regenphasen ist geringer als im Winterhalbjahr. Auch deutsche Reisende, die ihren Englandbesuch mit weiteren Zielen in London, Oxford oder an der Südküste kombinieren möchten, finden in dieser Zeit die größte Auswahl an Flug- und Zugverbindungen. Zu Ferienzeiten und an Wochenenden kann der Andrang spürbar sein, insbesondere wenn parallel „Downton Abbey“-bezogene Sonderführungen oder Veranstaltungen stattfinden. Wer es ruhiger mag, wählt nach Möglichkeit Wochentage außerhalb der britischen Schulferien oder bucht frühzeitig ein frühes Zeitfenster am Vormittag. An Tagen mit schlechtem Wetter ist der Besuch zwar ebenfalls möglich, doch kommen dann die Parklandschaft und die Außenansichten fotografisch nicht optimal zur Geltung. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung, Fotografieren
Die Hauptsprache in Highclere Castle ist Englisch. Im ländlichen Raum rund um Newbury sind Deutschkenntnisse nicht selbstverständlich, doch mit gutem Englisch kommt man in der Regel problemlos zurecht. In touristischen Kontexten, etwa bei Kassenpersonal oder Guides, sind Gäste aus Deutschland gewohnt und aufgeschlossen. Für die Zahlung des Eintritts und eventueller Einkäufe im Souvenirshop oder Café werden gängige internationale Kredit- und Debitkarten üblicher Anbieter weit verbreitet akzeptiert. Bargeld in Pfund Sterling (GBP) kann dennoch sinnvoll sein, etwa für kleinere Ausgaben oder Trinkgeld. Die deutsche Girocard ist in Großbritannien nicht immer problemlos nutzbar, weshalb eine Kreditkarte (Visa, Mastercard) oder eine moderne Debitkarte mit internationaler Ausrichtung empfehlenswert ist. Mobile Payment über Dienste wie Apple Pay oder Google Pay wird in vielen britischen Einrichtungen zunehmend akzeptiert, dies kann sich jedoch je nach Betreiber unterscheiden.
Trinkgeld ist in Großbritannien üblich, aber selten verpflichtend. In Cafés und Restaurants werden 10 bis 12,5 % Servicegebühr teilweise automatisch auf die Rechnung gesetzt; andernfalls wird ein Trinkgeld in ähnlicher Höhe geschätzt, wenn der Service gut war. Für Führungen oder besondere Hilfsbereitschaft können kleine Trinkgelder gegeben werden, sind aber nicht zwingend. Eine strenge Kleiderordnung besteht für den Besuch von Highclere Castle nicht, dennoch empfiehlt sich eine gepflegte Freizeitkleidung, die der historischen Umgebung und dem Hauscharakter gerecht wird. Da ein Teil des Besuchs im Freien stattfindet, sind wetterangepasste Schuhe – auch bei feuchtem Gras – sinnvoll. Fotografie ist in den Gärten und im Park in der Regel erlaubt, im Inneren des Schlosses gelten jedoch häufig Einschränkungen, besonders bei Blitzlicht oder kommerziellen Aufnahmen. Die jeweils aktuellen Fotografieregeln sollten vor Ort beachtet werden; oftmals gibt es Hinweistafeln oder Informationen beim Einlass. - Einreisebestimmungen und Zeitverschiebung
Das Vereinigte Königreich ist seit dem Austritt aus der Europäischen Union kein EU-Mitgliedstaat mehr. Deutsche Staatsbürger sollten sich daher vor der Reise über die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen, Reisedokumente und eventuelle Visaregeln beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de informieren. Die Regeln können sich ändern, etwa hinsichtlich Gültigkeit von Personalausweis oder Reisepass, Aufenthaltsdauer oder zusätzlichen Nachweisen. Generell ist ein gültiger Reisepass für die Einreise nach Großbritannien Standard, doch Details sollten stets aktuell geprüft werden. Zudem ist es sinnvoll, den Krankenversicherungsschutz zu überprüfen und gegebenenfalls eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, da das europäische Krankenversicherungssystem nach dem Brexit nicht mehr uneingeschränkt anwendbar ist.
Hinsichtlich der Zeitverschiebung gilt: Das Vereinigte Königreich liegt in der Regel eine Stunde hinter der mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Wenn in Deutschland Winterzeit herrscht, entspricht die britische Zeit der Greenwich Mean Time (GMT), also MEZ minus 1 Stunde. In der Sommerzeit (MESZ) bleibt die Differenz in der Regel ebenfalls eine Stunde, da Großbritannien auf British Summer Time (BST) umstellt. Wer also aus Deutschland anreist, sollte die Uhr um eine Stunde zurückstellen, um Zug- und Flugzeiten korrekt einzuschätzen.
Warum Highclere Castle auf jede Newbury-Reise gehört
Highclere Castle bietet deutschen Reisenden eine seltene Kombination verschiedener Erlebnisse, die in dieser Dichte kaum an einem anderen Ort zu finden sind. Zum einen ist da die emotionale Bindung durch „Downton Abbey“: Viele Besucher haben die Serie über Jahre verfolgt, kennen die fiktiven Figuren, Konflikte und Feste, die in den Salons und auf der Treppe spielen. Vor Ort feststellen zu können, dass diese Räume real sind – mit Teppichen, Ölgemälden, Tischgedecken und Kamingesimsen –, schafft einen sehr unmittelbaren Zugang zur Geschichte des Hauses.
Zum anderen öffnen sich durch Highclere Castle Türen in die britische Adelskultur, die sonst oft abstrakt bleibt. Die Familie Carnarvon lebt weiterhin im Schloss, verwaltet das Landgut und lädt gezielt zu bestimmten Zeiten die Öffentlichkeit ein. Dadurch kann man die Frage nachvollziehen, wie es sich anfühlt, in einem so großen Haus zu wohnen, welche Herausforderungen Pflege und Finanzierung eines historischen Gebäudes mit sich bringen und wie moderne Landwirtschaft mit dem Erhalt von Traditionen verbunden wird. Für deutsche Besucher, denen vielleicht historische Residenzen vor allem als Museen begegnen, ist es spannend zu erleben, dass Highclere Castle ein „Work in Progress“ bleibt – ein laufendes Projekt aus Denkmalschutz, Familiengeschichte und Tourismus.
Die Umgebung von Newbury und Hampshire rundet das Erlebnis ab. Die Region ist geprägt von sanften Hügeln, weiten Weiden, Heckenlandschaften und kleinen Dörfern mit steinernen Kirchen – ein Englandbild, wie es häufig in Literaturverfilmungen und Klassikern der britischen Kultur idealisiert wird. Von Highclere Castle aus lassen sich verschiedene Ausflüge planen, etwa nach Newbury selbst mit seinem Markt und kleinen Geschäften, in Richtung Winchester mit seiner berühmten Kathedrale oder nach Oxford mit seinen Colleges. Wer eine Rundreise durch Südengland unternimmt, kann Highclere ideal mit Zielen wie Stonehenge, Bath oder der Südküste kombinieren.
Gerade für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fügt sich Highclere Castle gut in ein verlängertes Wochenende oder eine Woche England ein. Die Kombination aus London-Besuch, einem Abstecher in die Universitätsstadt Oxford und einem Tag auf dem Landgut der Carnarvons bietet eine dichte Mischung aus Großstadt, akademischer Tradition und ländlicher Aristokratie. Hinzu kommt die leichte Erreichbarkeit dank direkter Flugverbindungen und dichter Zugnetze in Südengland. Wer mit Kindern reist und die Serie nicht kennt, kann dennoch den Reiz des großen Schlosses, der weitläufigen Wiesen und vielleicht eines Picknicks im Schatten der Zedern genießen.
Auch Kulturliebhaber, die sich besonders für Architektur oder Gartenkunst interessieren, kommen in Highclere Castle auf ihre Kosten. Die Verbindung von Charles Barrys Baukunst mit dem Landschaftsdesign eines Capability Brown gilt vielen Fachleuten als beispielhaft für das britische 18. und 19. Jahrhundert. In Deutschland finden sich zwar ebenfalls bedeutende Parks wie in Muskau oder Dessau-Wörlitz, doch die spezifische Mischung aus englischem Landschaftspark, viktorianischer Architektur und modernem Filmtourismus ist einzigartig. In diesem Spannungsfeld verortet sich Highclere Castle als lebendiger, vielschichtiger Kulturort.
Highclere Castle in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
In den sozialen Medien ist Highclere Castle ein beliebtes Motiv, das von „Downton Abbey“-Fans, Architekturbegeisterten und Reisenden gleichermaßen geteilt wird. Die ikonische Silhouette, der lange Zufahrtsweg, Innenaufnahmen aus der Bibliothek oder Blicke über die grünen Wiesen erscheinen regelmäßig auf Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok und verstärken den globalen Bekanntheitsgrad des Anwesens.
Highclere Castle — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Highclere Castle
Wo liegt Highclere Castle genau?
Highclere Castle liegt in der englischen Grafschaft Hampshire, südlich von Newbury, etwa 100 km westlich von London. Es befindet sich in einer ländlichen Umgebung mit sanften Hügeln und ist gut über die Autobahn M4 sowie per Zug bis Newbury und anschließende Weiterfahrt mit Taxi oder Mietwagen erreichbar.
Welche Rolle spielt Highclere Castle in „Downton Abbey“?
Highclere Castle diente als zentrale Drehkulisse für die Fernsehserie „Downton Abbey“. Die Außenansichten des fiktiven Landsitzes der Familie Crawley wurden hier gefilmt, ebenso viele Innenaufnahmen in Salons, der Bibliothek und in repräsentativen Räumen. Dadurch ist das Schloss für Fans der Serie weltweit wiedererkennbar.
Kann man Highclere Castle von innen besichtigen?
Ja, an ausgewählten Tagen und zu bestimmten Saisons ist Highclere Castle auch im Inneren zugänglich. Besucher können dann u. a. die große Halle, Salons, die Bibliothek und die ägyptische Ausstellung sehen. Da das Schloss bewohnt ist und nicht ganzjährig geöffnet wird, sollten Öffnungstage und verfügbare Zeitfenster immer vorab auf der offiziellen Website geprüft und nach Möglichkeit Tickets im Voraus reserviert werden.
Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?
Für einen Besuch von Highclere Castle mit Innenräumen, ägyptischer Ausstellung, Gärten und einem Spaziergang durch den Park sollten Reisende aus Deutschland idealerweise einen halben bis ganzen Tag einplanen. Wer zusätzlich eine Pause im Café einlegen, im Souvenirshop stöbern oder in Ruhe fotografieren möchte, profitiert von einem großzügigen Zeitfenster und sollte sich nicht unter Druck setzen.
Wie lässt sich ein Besuch von Highclere Castle in eine Englandreise integrieren?
Highclere Castle lässt sich sehr gut mit einem London-Aufenthalt, einem Abstecher nach Oxford oder Ausflügen in andere Teile Südenglands kombinieren. Dank der Anbindung über London Heathrow und die Zugverbindung nach Newbury eignet sich das Schloss als Tagesausflug aus der Hauptstadt oder als Zwischenstopp auf einer Rundreise, die etwa Stonehenge, Bath, Winchester oder die Südküste einschließt.
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