Herculaneum, Ercolano, Italien

Herculaneum in Ercolano: Versunkene Römerstadt am Golf von Neapel

05.06.2026 - 08:39:29 | ad-hoc-news.de

Herculaneum in Ercolano, Italien, ist kleiner als Pompeji – doch selten kommen Antike, Meeresnähe und Alltagsdetails so nah. Warum der Besuch gerade für Reisende aus Deutschland beeindruckt.

Herculaneum, Ercolano, Italien, Reise
Herculaneum, Ercolano, Italien, Reise

Morgens, wenn die Sonne über dem Golf von Neapel aufgeht, leuchten in Herculaneum die antiken Hausfassaden warmgolden, und vom Rand der Ausgrabung blicken Sie gleichzeitig in eine römische Stadt und auf den Vesuv. Ercolano (sinngemäß „Stadt des Herkules“) wirkt von oben wie ein Trichter in die Vergangenheit: moderne Wohnblocks am Rand, darunter Straßenzüge, Thermen, Tavernen und Wohnhäuser, die der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. in Sekundenbruchteilen konservierte. Für viele Kenner ist Herculaneum die intimere, dichter erlebbare Schwester von Pompeji – ideal für Reisende aus Deutschland, die römischen Alltag so nah wie möglich kommen möchten.

Herculaneum: Das ikonische Wahrzeichen von Ercolano

Herculaneum, auf Italienisch Ercolano, liegt zwischen Neapel und Pompeji, direkt über dem Tyrrhenischen Meer. Die archäologische Stätte ist heute eine der eindrucksvollsten römischen Ruinenstädte in Italien und gehört gemeinsam mit anderen Vesuv-Städten zum UNESCO-Welterbe „Archäologische Gebiete von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata“. Anders als viele freistehende Monumente ist Herculaneum eine komplette Stadt im Kleinen: Straßen, Wohnhäuser, Werkstätten, Badeanlagen und Lagerräume sind so dicht beieinander erhalten, dass Besucherinnen und Besucher sich sehr schnell orientieren und ein Gefühl für römische Urbanität entwickeln.

Besonders eindrucksvoll ist in Herculaneum die Höhe der Gebäude. Viele Häuser sind über zwei Etagen erhalten, teils mit Teilen der Obergeschosse, Holzbalken, Türen oder Dachkonstruktionen. In manchen Räumen sind noch originale Holzmöbel oder Regale erkennbar, die durch die spezielle Wirkung der pyroklastischen Ströme karbonisiert wurden. Diese dreidimensionale Erhaltung macht Herculaneum für Archäologen und Historiker zu einer Art Labor, in dem sich römische Wohn- und Baukultur besonders gut studieren lässt.

Für Besucher aus Deutschland spielt auch die Atmosphäre eine Rolle: Herculaneum ist überschaubarer und meist weniger überlaufen als Pompeji. Die Wege sind kürzer, die Dichte an sehenswerten Häusern hoch. Dadurch eignet sich die Stätte auch für Reisende, die nur einen halben Tag einplanen oder mit Kindern unterwegs sind. Gleichzeitig erleben Sie in Herculaneum intensive Details – Wandmalereien, Mosaikfußböden, Holzregale in Tavernen, Latrinen und Bäder – die ein sehr konkretes Bild vom Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner vor dem Ausbruch zeichnen.

Geschichte und Bedeutung von Ercolano

Herculaneum war in der Antike eine kleine, wohlhabende Stadt am Golf von Neapel. Die antike Siedlung lag auf einer Terrasse etwas oberhalb der Küste und war damit strategisch günstig zwischen Neapolis (Neapel) und Pompeji sowie nahe an wichtigen See- und Landwegen positioniert. In der römischen Kaiserzeit galt die Region als eine Art „Riviera“ der Oberschicht: Wohlhabende Römer ließen hier luxuriöse Villen mit Meerblick errichten, nutzten das milde Klima und die Nähe zu Kulturzentren wie Neapel und Puteoli (Pozzuoli).

Der Name Herculaneum verweist auf den griechisch-römischen Heros Herakles/Herkules, der laut Legende die Stadt gegründet haben soll. Wie bei vielen antiken Gründungsmythen ist das historisch nicht belegt, deutet aber auf eine starke kulturelle Prägung durch griechische Siedler hin, die seit Jahrhunderten in Kampanien aktiv waren. Später wurde Herculaneum wie Pompeji in das Römische Reich integriert und entwickelte sich zu einer lokalen Verwaltungs- und Handelsstadt mit Stadtmauer, Forum, Badeanlagen und privaten Stadthäusern.

Der Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. markiert den dramatischen Wendepunkt in der Geschichte von Herculaneum. Während Pompeji vor allem von Bimssteinregen und Asche bedeckt wurde, traf Herculaneum ein heißer pyroklastischer Strom. Er schob eine bis zu mehrere Dutzend Meter mächtige Schicht aus Schlamm, vulkanischem Material und Trümmern über die Stadt. Diese Masse füllte Keller und Erdgeschosse, umschloss Holz, Textilien und andere organische Materialien luftdicht und führte so zu der außergewöhnlichen Erhaltungssituation, die Herculaneum heute auszeichnet.

Nach der Katastrophe wurde Herculaneum, ähnlich wie Pompeji, nicht wieder aufgebaut. Im Laufe der Jahrhunderte lagen die Ruinen unter der wachsenden Siedlung, die im Mittelalter und in der Neuzeit erneut besiedelt wurde. Das heutige Ercolano ist eine moderne Stadt, die direkt über Teilen der antiken Stadt steht. Dies erklärt, warum bisher nur ein Teil des antiken Herculaneum freigelegt ist: Ein Großteil ruht noch unter den Wohnvierteln und Straßen der Gegenwart.

Die Wiederentdeckung des antiken Herculaneum begann im 18. Jahrhundert, als beim Graben eines Brunnens und später von Stollen zufällig auf antike Strukturen gestoßen wurde. In dieser Phase, eng verknüpft mit der Herrschaft der bourbonischen Könige von Neapel, wurden auch berühmte Funde wie die Villa dei Papiri – eine luxuriöse römische Villa mit einer einzigartigen Bibliothek verkohlter Papyrusrollen – entdeckt. Diese frühen Grabungen waren oft auf spektakuläre Funde ausgerichtet und aus heutiger Sicht nicht immer nach modernen wissenschaftlichen Standards durchgeführt, leiteten aber das Interesse an der Vesuvregion als reichem archäologischem Gebiet ein.

Seit dem 20. Jahrhundert wird Herculaneum systematischer erforscht und konserviert. Archäologinnen und Archäologen arbeiten eng mit Restaurierungs- und Konservierungsteams zusammen, um insbesondere die empfindlichen organischen Materialien zu stabilisieren. Internationale Programme, darunter Kooperationen italienischer Behörden mit ausländischen Stiftungen und Universitäten, unterstützen die langfristige Sicherung der Stätte. Für die Forschung zum römischen Alltagsleben ist Herculaneum heute von ähnlich zentraler Bedeutung wie Pompeji, wenngleich der Fokus stärker auf Wohnkultur und Erhaltung organischer Materialien liegt.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Das Besondere an Herculaneum ist die Kombination aus dreidimensional erhaltener Architektur, reicher Innenausstattung und der Nähe zur antiken Küstenlinie. Beim Rundgang bewegen Sie sich durch engere Straßen als in Pompeji, vorbei an Häusern, deren Obergeschosse noch Teile von Fenstern, Balkonen oder Dachstrukturen zeigen. Das Stadtbild wirkt dadurch kompakter und urbaner, fast wie eine historische Altstadt, die auf einen Schlag versteinert wurde.

Viele Häuser in Herculaneum folgen dem klassischen römischen Grundriss: Ein Eingang führt von der Straße in ein Atrium – einen Innenhof, oft mit Wasserbecken –, von dem aus weitere Räume abgehen. Dahinter können sich Peristyle befinden, von Säulen umstandene Höfe mit Gärten. In Herculaneum sind zahlreiche dieser Innenhöfe mit Mosaikböden, Wandmalereien und dekorativen Brunnenanlagen erhalten. Farbige Fresken zeigen mythologische Szenen, Landschaften, Stillleben oder geometrische Muster; die leuchtenden Rot-, Gelb- und Blautöne sind teilweise erstaunlich frisch, weil sie über Jahrhunderte im Dunkeln konserviert wurden.

Ein herausragendes Merkmal Herculaneums ist die Erhaltung von Holz. Türen, Fensterrahmen, Holzkästen, Regale, Treppen und sogar hölzerne Obergeschoss-Böden wurden durch den außergewöhnlich schnellen und heißen pyroklastischen Strom karbonisiert. Das Material verbrannte nicht vollständig, sondern verwandelte sich in eine Art Kohlestruktur, die Form und Details bewahrte. Für die Erforschung römischer Innenarchitektur, Möblierung und Bauweise ist dies ein unschätzbarer Fundus; Besucher können an vielen Stellen deutlich erkennen, wie Fensterläden funktionierten, wo Regale hingen oder wie eine Holztreppe in das Obergeschoss führte.

Zu den besonders bekannten Häusern gehören etwa:

• Das Haus mit dem Mosaik Atrium: Hier beeindrucken ein zentraler Wasserbeckenbereich und ein kunstvoller Mosaikboden, der Lichtreflexe noch heute eindrucksvoll einfängt.
• Das Haus des Holzkastens: In diesem Gebäude hat sich ein großer hölzerner Schrank als Kohleskelett erhalten, der einen einzigartigen Einblick in römische Aufbewahrungssysteme bietet.
• Mehrere Thermenanlagen: Die öffentlichen Bäder von Herculaneum zeigen, wie sorgfältig römische Ingenieure mit Heizsystemen, Wasserzirkulation und Lichtführung arbeiteten.

Am unteren Rand der Ausgrabung, nahe der ehemaligen Küstenlinie, befinden sich die berühmten Bootshäuser und Gewölbe, in denen zahlreiche Skelette von Menschen gefunden wurden, die offenbar bis zuletzt am Strand oder in Schutzräumen auf Rettung über das Meer hofften. Diese Befunde sind für Archäologen nicht nur tragische Zeugnisse menschlicher Schicksale, sondern liefern auch wertvolle Informationen über Kleidung, Schmuck, Gesundheit und Herkunft der Bewohnerinnen und Bewohner.

Ein weiteres Highlight, das häufig mit Herculaneum verbunden wird, ist die Villa dei Papiri. Sie liegt zwar außerhalb der Hauptgrabungsfläche, gehört aber zum selben antiken Kontext. Die Villa war eine luxuriöse Anlage mit Meerblick, reich geschmückt mit Statuen und einer außergewöhnlichen Bibliothek. Die dort gefundenen verkohlten Papyrusrollen enthalten philosophische und literarische Texte, die dank moderner Technologie (unter anderem Röntgen- und Infrarotverfahren) nach und nach entziffert werden. Für die Altertumswissenschaft ist dies ein einzigartiger Schatz, der zeigt, wie eng Architektur, Kunst und geistiges Leben in der römischen Oberschicht verbunden waren.

Städtebaulich ist Herculaneum auch interessant, weil es einen steilen Übergang von der antiken Stadt zur Küste zeigt. Von den oberen Straßen blickt man hinunter zu den ehemaligen Hafenanlagen und Lagerräumen. Dieses Gefälle macht deutlich, wie sehr die Stadt mit dem Meer verbunden war – als Handelsplatz, als Verkehrsweg und als Teil ihrer landschaftlichen Identität. Heute liegt die Küstenlinie weiter draußen, da vulkanisches Material und spätere Aufschüttungen die Landschaft verändert haben.

Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die zum Beispiel den Kölner Dom als Referenz kennen, ist Herculaneum eine ganz andere Form von Monumentalität. Es geht weniger um Höhe und Großbauwerke als um die Dichte der Details: eine Hausfront mit verblasster Inschrift, ein Brunnen mit Marmorverkleidung, eine Theke mit eingelassenen Tonbehältern, in denen einst Speisen und Getränke für Kunden bereitstanden. Diese Alltäglichkeit, eingefroren in einem Moment vor knapp 2.000 Jahren, macht den Reiz der Stätte aus.

Herculaneum besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Herculaneum liegt in der Stadt Ercolano in Kampanien, etwa 10 km südöstlich vom Zentrum Neapels und grob auf halber Strecke Richtung Pompeji. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt sich in der Regel die Anreise per Flug nach Neapel. Von Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf gibt es regelmäßig Direkt- und Umsteigeverbindungen über große europäische Drehkreuze. Die reine Flugzeit bei Direktflügen liegt meist bei rund 2 Stunden. Vom Flughafen Neapel aus erreichen Sie Ercolano per Regionalzug, Metrolinie oder Bus in etwa 30–60 Minuten, je nach Verbindung und Verkehr.
  • Bahn- und Autoanreise
    Wer lieber mit der Bahn reist, kann von Deutschland aus mit dem ICE oder EuroCity zunächst nach Mailand, Turin oder Rom fahren und von dort mit dem italienischen Hochgeschwindigkeitsnetz (z. B. Frecciarossa) nach Neapel weiterreisen. Von Neapel geht es mit der Circumvesuviana oder anderen Regionalzügen nach Ercolano. Mit dem Auto führt die Route aus Süddeutschland meist über den Brenner oder die Schweiz, dann weiter über Norditalien und die Autobahnen nach Neapel. In Italien sind auf vielen Autobahnen Mautgebühren üblich. In Ercolano und Umgebung ist der Verkehr dicht, Parkplätze sind oft begrenzt und teilweise kostenpflichtig.
  • Vom Bahnhof zur Ausgrabung
    In Ercolano ist der Weg von der Station „Ercolano Scavi“ zur Ausgrabung gut ausgeschildert. Zu Fuß benötigen Sie je nach Tempo etwa 10–15 Minuten. Der Spaziergang führt durch das moderne Stadtgebiet und endet an einem Aussichtspunkt, von dem aus Sie hinunter in die archäologische Zone blicken können, bevor Sie die Kasse erreichen.
  • Öffnungszeiten
    Die Öffnungszeiten von Herculaneum können je nach Saison, Feiertagen und laufenden Restaurierungsarbeiten variieren. In der Regel ist die Stätte täglich geöffnet, meist mit verlängerten Zeiten in den hellen Monaten und kürzeren in der Wintersaison. Es empfiehlt sich, die jeweils aktuellen Öffnungszeiten direkt vor der Reise auf der offiziellen Website der Ausgrabung oder bei lokalen Tourismusstellen zu prüfen. Kurzfristige Anpassungen, etwa bei extremen Wetterlagen, sind möglich.
  • Eintritt
    Die Eintrittspreise für Herculaneum liegen in einem moderaten Rahmen und können zwischen Standard-, ermäßigten und Kombitickets (zum Beispiel in Kombination mit anderen Vesuvstätten) variieren. Für Kinder, Jugendliche und EU-Bürger bestimmter Altersstufen sind häufig Ermäßigungen vorgesehen. Da sich Preise und Ticketstrukturen ändern können, sollten Reisende aktuelle Angaben unmittelbar bei der offiziellen Ticketstelle oder dem Betreiber prüfen. Viele Besucher entscheiden sich für vorab online gebuchte Tickets, um Wartezeiten an stark frequentierten Tagen zu vermeiden.
  • Beste Reisezeit
    Für Besucher aus Deutschland bietet sich insbesondere das Frühjahr (etwa März bis Anfang Juni) sowie der Herbst (September bis Oktober) für einen Besuch in Herculaneum an. In dieser Zeit sind die Temperaturen meist angenehm, und die mittägliche Hitze ist weniger drückend als im Hochsommer. Im Juli und August kann es tagsüber sehr heiß werden, oft über 30 °C, und die Sonneneinstrahlung ist auf den offenen Flächen der Ausgrabung intensiv. Wer im Sommer reist, sollte Besuche in die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag legen. Im Winter ist es ruhiger und teilweise kühl und feucht, aber der Andrang ist deutlich geringer.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleidung
    In Ercolano und der Region Kampanien wird Italienisch gesprochen; in touristischen Bereichen und an der Kasse von Herculaneum sind Englischkenntnisse meist weit verbreitet. Deutsch wird seltener gesprochen, ist aber in einigen Hotels oder bei Reiseleitern möglich. Als Zahlungsmittel sind Kreditkarten und gängige Debitkarten in der Regel akzeptiert, gerade an offiziellen Kassen und in vielen Restaurants. Dennoch ist es sinnvoll, etwas Bargeld in Euro mitzuführen, etwa für kleinere Cafés, Souvenirstände oder Parkplätze.
    Trinkgeld ist in Italien nicht zwingend, aber üblich: In Restaurants lassen viele Gäste ein kleines Extra von rund 5–10 % oder runden den Betrag auf. In Cafés, Taxis oder für Guides wird ein kleines Trinkgeld als nette Geste geschätzt. Für den Besuch von Herculaneum gibt es keine besondere Kleiderordnung; jedoch sollten Sie an Sonnenschutz, bequeme geschlossene Schuhe und eventuell eine Kopfbedeckung denken. Der Boden ist stellenweise uneben, und es gibt Treppen und leichte Steigungen.
  • Fotografie und Verhalten vor Ort
    Fotografieren ist in Herculaneum für private Zwecke grundsätzlich erlaubt, solange keine professionellen Ausrüstungen wie große Stative ohne Genehmigung verwendet werden. Besucherinnen und Besucher sollten die ausgewiesenen Wege respektieren, Mauern und Fresken nicht berühren und Absperrungen beachten. Dies dient sowohl dem eigenen Schutz als auch dem langfristigen Erhalt der empfindlichen Strukturen.
  • Sicherheit und Gesundheit
    Herculaneum ist generell ein sicheres Ausflugsziel. Wie in vielen touristischen Gebieten empfiehlt es sich, auf Wertsachen zu achten und keine unbeaufsichtigten Taschen zurückzulassen. In der Region herrscht mediterranes Klima, sodass Sonnenschutz, ausreichend Wasser und ggf. ein leichter Regenschutz je nach Jahreszeit sinnvoll sind. Innerhalb der EU können deutsche gesetzliche Krankenversicherte ihre Europäische Krankenversicherungskarte nutzen; dennoch ist eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung oft empfehlenswert, um eventuelle Rücktransporte oder zusätzliche Leistungen abzudecken.
  • Einreisebestimmungen
    Italien ist Mitglied der Europäischen Union und Teil des Schengen-Raums. Deutsche Staatsbürger können in der Regel mit Personalausweis oder Reisepass einreisen. Da Einreise- und Sicherheitsbestimmungen sich ändern können, sollten Reisende aus Deutschland vor der Abreise die aktuellen Hinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dies gilt insbesondere bei Sonderlagen oder kurzfristigen Anpassungen in der europäischen Reisegesetzgebung.
  • Zeitverschiebung
    Italien liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland. Das bedeutet: Während der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) gibt es keine Zeitverschiebung. Flug- und Zugzeiten lassen sich daher unkompliziert mit dem gewohnten Tagesrhythmus in Deutschland abstimmen.

Warum Ercolano auf jede Italien-Reise gehört

Für viele Italien-Besucherinnen und -Besucher aus Deutschland stehen Neapel, Pompeji und die Amalfiküste weit oben auf der Wunschliste. Herculaneum in Ercolano ergänzt dieses Dreieck ideal – und bietet in mancher Hinsicht sogar intensivere Eindrücke als die berühmtere Nachbarstadt Pompeji. Die kompakte Größe der Stätte macht es leicht, einen Besuch in einen Tag voller weiterer Unternehmungen einzubetten, etwa eine Fahrt auf den Vesuv, einen Abstecher nach Neapel oder eine Weiterreise entlang der Küste.

Wer Geschichte und Alltagsarchäologie schätzt, wird in Herculaneum besonders glücklich. Die Nähe zu Holzdetails, zu Wandregalen in Tavernen, zu kleinen Hofgärten und Latrinen lässt den antiken Alltag greifbar werden. Anders als in einem Museum laufen Sie mitten durch die Straßen, stehen in Innenhöfen, blicken durch Türöffnungen und Treppenhäuser. Die Vorstellung, dass hier Familien lebten, Händler arbeiteten und Besucher in Thermen badeten, ist im Raum spürbar.

Auch die landschaftliche Lage ist reizvoll. Vom Rand der Ausgrabung sehen Sie hinauf zum Vesuv, der auch heute noch ein aktiver Vulkan ist, und zugleich Richtung Meer. Wer genügend Zeit mitbringt, kann Herculaneum mit einem Ausflug zum Vesuv-Krater kombinieren – eine Tour, die geologische und historische Perspektiven verbindet. Alternativ lassen sich Herculaneum, Pompeji und die malerische Küstenlinie zwischen Sorrent und Amalfi gut in einem mehrtägigen Aufenthalt verbinden.

Für Reisende aus Deutschland, die vielleicht schon römische Spuren in Köln, Trier oder entlang des Limes kennen, bietet Herculaneum eine neue Dimension: Statt einzelner Monumente eröffnet sich ein nahezu vollständiges Stadtquartier der Antike. Die römische Vergangenheit, die in Mitteleuropa oft fragmentarisch erhalten ist, tritt hier in einer Dichte und Alltagsnähe auf, die viele Besucher nachhaltig beeindruckt.

Herculaneum ist damit nicht nur ein archäologischer Schauplatz, sondern auch ein emotionaler. Die Skelette an den Bootshäusern, die verlassenen Häuser, die abrupt endenden Mahlzeiten auf antiken Tresen – all dies erzählt vom dramatischen Tag des Ausbruchs, aber auch vom Leben davor. Für viele Reisende gehört der Besuch zu den eindrücklichsten Erinnerungen eines Neapel-Aufenthalts.

Herculaneum in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien taucht Herculaneum regelmäßig in Bildserien und Reiseberichten auf, oft in Kombination mit Pompeji, dem Vesuv und Neapel. Reisende teilen Fotos von bunt erhaltenen Wandmalereien, von den engen Gassen der antiken Stadt sowie von den Aussichtspunkten, an denen moderne Wohnhäuser direkt an die Ausgrabung grenzen. Gerade diese Nähe von Gegenwart und Vergangenheit schafft starke Bildmotive, die sich auf Plattformen wie Instagram oder TikTok gut verbreiten. Viele teilen außerdem praktische Tipps – etwa, Herculaneum früh am Morgen zu besuchen, um die Stätte in ruhiger Atmosphäre zu erleben.

Häufige Fragen zu Herculaneum

Wo liegt Herculaneum genau?

Herculaneum liegt in der heutigen Stadt Ercolano in Kampanien, rund 10 km südöstlich des Zentrums von Neapel am Golf von Neapel. Die Ausgrabung befindet sich etwas unterhalb des modernen Stadtzentrums, zwischen Küste und den Hängen des Vesuvs.

Was unterscheidet Herculaneum von Pompeji?

Herculaneum ist kleiner und kompakter als Pompeji, dafür sind viele Gebäude in größerer Höhe und mit mehr organischen Materialien wie Holz erhalten. Die Stätte wirkt dadurch dreidimensionaler und vermittelt ein besonders intensives Bild vom römischen Alltagsleben, während Pompeji ein größeres Stadtgebiet mit mehr Monumenten abdeckt.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Für einen ersten Überblick über Herculaneum empfehlen sich mindestens zwei bis drei Stunden. Wer sich intensiver mit einzelnen Häusern, Wandmalereien und Details beschäftigen möchte oder zusätzliche Erklärungen durch einen Guide nutzt, sollte eher einen halben Tag einplanen.

Ist Herculaneum für Kinder geeignet?

Ja, Herculaneum eignet sich aufgrund seiner überschaubaren Größe und kurzen Wege gut für Familien mit Kindern. Wichtig sind bequeme Schuhe, Sonnenschutz und ausreichend Wasser. Viele Kinder finden es spannend, durch antike Straßen zu laufen und „echte Römerhäuser“ zu sehen.

Wann ist die beste Jahreszeit für einen Besuch?

Die angenehmsten Reisezeiten für Herculaneum sind Frühjahr und Herbst, etwa von März bis Anfang Juni sowie von September bis Oktober. In diesen Monaten sind Temperaturen und Besucherandrang meist moderater. Im Sommer ist ein Besuch in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden empfehlenswert.

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