HaKotel HaMa'aravi, Jerusalem

HaKotel HaMa'aravi: steinerne Westmauer des Tempelbergs

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 15:19 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

HaKotel HaMa'aravi in Jerusalem ist die erhaltene Westmauer des Tempelbergs und zentraler Gebetsort des Judentums – mit sichtbar antiken Kalksteinquadern.

Architektur-Render von Klagemauer Jerusalem in Jerusalem, Israel bei Tageslicht
Moderner Architektur-Render zeigt Silhouette von Klagemauer Jerusalem in Jerusalem Israel, klare Linien und neutrales Tageslicht, Illustration mit AI erstellt.

HaKotel HaMa'aravi, die Westmauer des Tempelbergs in Jerusalem, ist eine erhaltene Stützmauer aus großen Kalksteinquadern und einer der wichtigsten Gebetsorte des Judentums. Die heute sichtbaren unteren Steinlagen gehen auf den Ausbau des Tempelbergs unter Herodes dem Großen im 1. Jahrhundert v. Chr. zurück und bewahren damit ein direktes bauliches Zeugnis des Zweiten Tempels.Ausbau des Tempelbergs

HaKotel HaMa'aravi als Westmauer des Tempelbergs

Die Westmauer verläuft am westlichen Rand des erhöhten Tempelbergs in der Altstadt von Jerusalem und gehört zu den tragenden Außenmauern der künstlich erweiterten Plattform, die in herodianischer Zeit angelegt wurde.tragenden Außenmauern der Plattform Sie stützt den Hang des ursprünglichen Berges und bildet einen Teil der Umfassung des Areals, auf dem zur Zeit des Zweiten Tempels das zentrale Heiligtum des Judentums stand.Zweiter Tempel des Judentums

Von der gesamten Westseite der Tempelbergmauer ist ein Abschnitt mit einer großen offenen Fläche davor als HaKotel HaMa'aravi bekannt, an dem die Steinlagen über dem heutigen Bodenniveau sichtbar sind.Abschnitt mit großer Fläche Unterhalb des Platzes setzen sich die Mauern mit weiteren Steinlagen fort, die durch archäologische Untersuchungen dokumentiert sind, sodass die Höhe der Mauer vom Fundament bis zur Oberkante deutlich über die sichtbare Zone hinausreicht.Höhe der Mauer

Geschichtlicher Rahmen: Erster und Zweiter Tempel

Der Tempelberg war schon zur Zeit des Ersten Tempels ein zentrales Heiligtum des antiken Israel, dessen Bau in die Königszeit von Jerusalem datiert wird und dessen Zerstörung durch die Babylonier auf das späte 6. Jahrhundert v. Chr. fällt.Zerstörung des Ersten Tempels Nach der nachfolgenden Exilzeit entstand der Zweite Tempel, der bis zur Eroberung Jerusalems durch römische Truppen und seiner Zerstörung im Jahr 70 n. Chr. den religiösen Mittelpunkt des Judentums bildete.Zerstörung des Zweiten Tempels

Herodes der Große ließ den bestehenden Zweiten Tempel umfassend erneuern und den Tempelberg deutlich vergrößern, wobei die heutigen Außenmauern des Plateaus als Stützmauern entstanden.Erweiterung unter Herodes Die Westmauer gehört zu diesen Stützmauern und wurde aus rechteckigen Kalksteinquadern errichtet, deren sorgfältig bearbeitete Oberflächen und charakteristische Fugen zu den typischen Merkmalen herodianischer Steinmetzarbeit zählen.herodianische Steinmetzarbeit

Gebetsplatz und religiöse Bedeutung

Die Westmauer hat ihren besonderen Status als Gebetsort erhalten, weil sie zu den Teilen der Tempelbergmauern gehört, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels bestehen blieben und nahe an der Stelle liegt, an der sich im Heiligtum der Ort des Allerheiligsten befand.Nähe zum Allerheiligsten In der jüdischen Tradition gilt HaKotel HaMa'aravi deshalb als der heiligste öffentlich zugängliche Ort zum Gebet, da der eigentliche Tempelbau nicht mehr existiert und der Bereich des ehemaligen Tempelinneren nicht frei zugänglich ist.heiligster öffentlich zugänglicher Ort

Im Laufe der Jahrhunderte haben unterschiedliche Herrschaften über Jerusalem den Zugang zur Westmauer geregelt, von Einschränkungen bis zu Phasen geordneten Gebetsbetriebs, doch die Mauer blieb als bauliches Objekt bestehen und war ein Bezugspunkt für die jüdische Erinnerung an den zerstörten Tempel.Zugang zur Westmauer Auch religiöse Schriften und Kommentarliteratur greifen HaKotel HaMa'aravi als Ort auf, an dem die Verbindung zwischen der Geschichte des Tempels und der Gegenwart des Gebets sichtbar wird.Bezug in religiösen Schriften

HaKotel HaMa'aravi besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • HaKotel HaMa'aravi liegt in der ummauerten Altstadt von Jerusalem an der Westseite des Tempelbergs und ist von den bekannten Altstadtzugängen aus über Gassen und Plätze erreichbar.
  • Das Gelände am Gebetsplatz besteht aus einer offenen, gepflasterten Fläche vor der Mauer, und der Zugang zur eigentlichen Gebetszone führt über Stufen und eine Einfassung, die den Bereich strukturiert.
  • Israel liegt im Nahen Osten; Amtssprache ist Hebräisch, gezahlt wird in Israelischen Schekel. Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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HaKotel HaMa'aravi: häufige Fragen

Wo liegt HaKotel HaMa'aravi in Jerusalem?

Die Westmauer befindet sich in der Altstadt von Jerusalem an der Westseite des Tempelbergs, in einem Bereich, der über mehrere Altstadttore und Gassen erreichbar ist.

Was bietet ein Besuch von HaKotel HaMa'aravi?

Ein Besuch führt an eine erhaltene Stützmauer aus der Zeit des herodianischen Ausbaus des Zweiten Tempels und an einen zentralen jüdischen Gebetsort mit großer Freifläche vor der Mauer.

Was kennzeichnet HaKotel HaMa'aravi baulich besonders?

Charakteristisch sind die großen Kalksteinquader der unteren Mauerschichten, deren sorgfältige Bearbeitung und lagerhafte Anordnung den herodianischen Ausbau des Tempelbergs sichtbar machen.

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