Ha-Long-Bucht, Vinh Ha Long

Ha-Long-Bucht in Vietnam: Warum Vinh Ha Long Reisende aus Deutschland magisch anzieht

07.06.2026 - 10:17:50 | ad-hoc-news.de

Zwischen smaragdgrünem Wasser und zahllosen Kalkfelsen wirkt die Ha-Long-Bucht (Vinh Ha Long) bei Ha Long in Vietnam wie eine andere Welt – was macht diesen UNESCO-Schatz für Reisende aus Deutschland so einzigartig?

Ha-Long-Bucht, Vinh Ha Long, Ha Long, Vietnam
Ha-Long-Bucht, Vinh Ha Long, Ha Long, Vietnam

Nebel liegt wie ein zarter Schleier über dem smaragdgrünen Wasser, aus dem Hunderte von Kalkfelsen wie geheimnisvolle Silhouetten emporragen: Die Ha-Long-Bucht, auf Vietnamesisch „Vinh Ha Long“ (etwa „Bucht des herabsteigenden Drachen“), entfaltet vor Ha Long im Norden Vietnams eine Szenerie, die fast unwirklich erscheint und seit Jahrzehnten Reisende aus aller Welt – und zunehmend aus Deutschland – in ihren Bann zieht.

Ha-Long-Bucht: Das ikonische Wahrzeichen von Ha Long

Die Ha-Long-Bucht im Golf von Tonkin im Nordosten Vietnams gilt als eines der berühmtesten Naturwahrzeichen Südostasiens. Die Bucht liegt unweit der Stadt Ha Long in der Provinz Quang Ninh und ist von einer einzigartigen Karstlandschaft geprägt: Steile Kalksteininseln, Klippen, Höhlen und Grotten formen ein Labyrinth, das in seiner Dichte und Vielfalt weltweit zu den markantesten Karstformationen zählt. Internationale Organisationen wie die UNESCO und verschiedene Geologen heben diese besondere Dichte an Inseln und Felsen hervor, die zusammen mit dem warmen, feuchten Klima und den häufigen Nebelschleiern eine fast mystische Atmosphäre schaffen.

Seit den 1990er-Jahren ist die Ha-Long-Bucht offiziell als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Die UNESCO betont vor allem den außergewöhnlichen landschaftlichen Wert und die geologische Bedeutung der Region. In vielen deutschsprachigen Reiseführern wird Vinh Ha Long als „Postkartenmotiv Vietnams“ beschrieben – vergleichbar damit, wie der Kölner Dom oder das Brandenburger Tor ikonische Bilder Deutschlands prägen. Auch in internationalen Medien gilt die Bucht als Sinnbild für die exotische Natur Vietnams, die zugleich relativ leicht von der Hauptstadt Hanoi aus erreichbar ist.

Für Reisende aus Deutschland spielt die Ha-Long-Bucht eine zentrale Rolle bei Rundreisen durch Vietnam. Viele Rundreiseprogramme – ob individuell geplant oder als Pauschalreise – kombinieren mitteleuropäische Großstadtflüge nach Hanoi mit einem mehrtägigen Abstecher nach Ha Long. Dabei ist die Bucht nicht nur landschaftliches Highlight, sondern oft auch ein Ruhepol zwischen kolonialer Geschichte in Hanoi, Reisfeldern im Hinterland und kulturellen Schätzen wie der ehemaligen Kaiserstadt Hue oder der Altstadt von Hoi An.

Geschichte und Bedeutung von Vinh Ha Long

Die Geschichte von Vinh Ha Long verbindet geologische Zeiträume, lokale Legenden und die jüngere Entwicklung des internationalen Tourismus. Geologisch entstand die Karstlandschaft der Bucht über viele Millionen Jahre hinweg durch die langsame Auflösung von Kalkstein, Hebungs- und Senkungsprozesse des Meeresbodens und die stete Erosion durch Wasser und Wind. Fachleute ordnen die heute sichtbare Landschaft in eine sehr lange geologische Entwicklungsgeschichte ein, die wesentlich älter ist als die moderne Staatenbildung in Europa. Die Felsen der Ha-Long-Bucht sind damit um ein Vielfaches älter als etwa das Deutsche Reich des 19. Jahrhunderts oder die meisten heutigen Städte in Deutschland.

Eine der bekanntesten Legenden Vietnams erzählt, ein Drache sei vom Himmel herabgestiegen, habe mit seinem Schwanz das Land zerklüftet und so die bizarre Landschaft der Bucht geschaffen. Aus diesen Furchen sei Wasser eingedrungen, sodass nur noch die Gipfel als Inseln aus dem Meer ragen. Dieser Mythos hat dem Ort seinen Namen gegeben: „Ha Long“ bedeutet sinngemäß „herabsteigender Drache“. In zahlreichen vietnamesischen Quellen und kulturellen Darstellungen wird diese Geschichte als Teil der nationalen Erzählung gepflegt und mit Stolz weitererzählt.

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Ha-Long-Region seit Tausenden von Jahren besiedelt ist. Archäologen haben in Küstennähe und auf einigen Inseln Spuren steinzeitlicher Kulturen entdeckt. Diese Funde – etwa Keramikreste und Steinwerkzeuge – weisen auf eine lange Nutzung des maritimen Raums hin, in dem Fischfang, Muschelsammeln und Küstenschifffahrt eine Rolle gespielt haben. Der Golf von Tonkin war über Jahrhunderte ein wichtiges Verkehrsgebiet, in dem lokale Fischer, Händler und später auch Kolonialmächte unterwegs waren.

Im 20. Jahrhundert erlebte die Region zunächst Phasen politischer Turbulenzen: Die französische Kolonialherrschaft, der Indochinakrieg und später der Vietnamkrieg beeinflussten auch die Küstengebiete. Erst mit der Öffnung Vietnams und der schrittweisen wirtschaftlichen Liberalisierung ab den 1980er- und 1990er-Jahren rückte Vinh Ha Long stärker in den Fokus des internationalen Tourismus. Die Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe in den 1990er-Jahren markierte einen Wendepunkt: Seither wird die Bucht verstärkt geschützt, gleichzeitig aber auch touristisch entwickelt.

Heute ist die Ha-Long-Bucht nicht nur ein Symbol der natürlichen Schönheit Vietnams, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. Lokale Behörden und nationale Tourismusorganisationen betonen immer wieder den Balanceakt zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Nutzung. Für deutsche Leserinnen und Leser ist dieser Kontext insofern relevant, als Diskussionen um Overtourism, Nachhaltigkeit und Schutzgebiete ähnlich auch in Europa – etwa in den Alpen oder an der Nordsee – geführt werden.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auch wenn Vinh Ha Long kein klassisches Bauwerk ist, bietet die Bucht eine Art „natürliche Architektur“, die von vielen Autorinnen und Autoren als skulptural beschrieben wird. Die steil aufragenden Kalksteininseln, die in das ruhige Wasser fallen, erinnern an Kathedralen aus Stein. Manche Felsformationen erhalten im lokalen Sprachgebrauch eigene Namen, die ihre Form umschreiben – ähnlich wie in europäischen Mittelgebirgen Felsgruppen nach Tieren oder Figuren benannt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die zahlreichen Höhlen und Grotten, die im Laufe der Zeit durch Wasser und Korrosion entstanden sind. Viele werden heute touristisch erschlossen und mit Beleuchtungssystemen ausgestattet, um Stalaktiten und Stalagmiten eindrucksvoll in Szene zu setzen. Reiseführer in deutscher Sprache heben insbesondere einige größere Höhlen hervor, die durch ihre Größe und Form an monumentale Säle erinnern. Diese Höhlen sind oft Stationen auf Tages- oder Mehrtagestouren mit traditionellen Holzbooten oder modernen Schiffen.

Die traditionelle Bootsbauweise und die Form der hölzernen Dschunken in der Ha-Long-Bucht werden in zahlreichen Bildbänden als kulturelles Merkmal hervorgehoben. Viele Boote sind heute zwar technologisch modernisiert, behalten jedoch in ihrer äußeren Anmutung den Charakter klassischer Segeldschunken bei, auch wenn sie in der Praxis häufig mit Motor betrieben werden. Auf diese Weise entsteht ein Bild, das für viele Reisende eine Mischung aus historischer Romantik und moderner Komforttouristik verkörpert.

Kulturell besonders interessant sind die schwimmenden Dörfer in Teilen der Bucht, in denen Fischerfamilien teilweise auf Booten oder schwimmenden Plattformen leben. Obwohl sich in den letzten Jahren vieles verändert hat – etwa durch Umsiedlungen, Modernisierung und wachsenden Tourismus – bleibt die traditionelle Nutzung des Meeres ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identität. Einige dieser Dörfer können im Rahmen geführter Touren besucht werden, wobei das Verständnis für die Lebensweise der Bewohnerinnen und Bewohner eine Rolle spielt. Für Menschen aus Deutschland, die an maritimer Kultur interessiert sind, bietet dies einen direkten Einblick in eine Lebensform, die sich deutlich von Nord- und Ostseeküsten unterscheidet.

Auch in der Kunst findet Vinh Ha Long einen prominenten Platz. Vietnamesische Malerinnen und Maler, Fotografen und Filmemacher nutzen die Bucht häufig als Motiv. Sie erscheint in Gemälden, Kinofilmen, Musikvideos und Werbekampagnen, ähnlich wie deutsche Wahrzeichen immer wieder in kulturellen Produktionen auftauchen. Internationale Medien – darunter große Nachrichtenagenturen und Fernsehsender – greifen die Ha-Long-Bucht in Bildreportagen auf und betonen ihre Rolle als visuelles Aushängeschild Vietnams.

Ha-Long-Bucht besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Ha-Long-Bucht liegt im Nordosten Vietnams im Golf von Tonkin, etwa 150 bis 170 km östlich von Hanoi. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Flug von Frankfurt, München, Berlin oder einem anderen großen Flughafen über internationale Drehkreuze nach Hanoi an. Direktverbindungen können je nach Saison und Flugplan variieren; oft erfolgt der Flug über Zwischenstopps etwa in Abu Dhabi, Doha, Dubai, Bangkok oder Singapur. Die Flugzeit von Deutschland nach Hanoi liegt typischerweise – inklusive Umstieg – in einem Bereich von rund 13 bis 16 Stunden, kann sich aber je nach Verbindung ändern. Von Hanoi aus geht es meist per Bus, Minivan, privatem Transfer oder organisiertem Shuttle weiter nach Ha Long; die Fahrt dauert, je nach Verkehrslage und Straßenverhältnissen, etwa 2,5 bis 4 Stunden. Es gibt moderne Schnellstraßen, doch Staus und Baustellen können die Dauer beeinflussen. Einige Reisepakete beinhalten auch Transfers im Rahmen einer gebuchten Kreuzfahrt auf der Bucht.
  • Öffnungszeiten
    Die Ha-Long-Bucht ist als Naturraum grundsätzlich ganzjährig zugänglich. Konkrete Öffnungszeiten gelten vielmehr für einzelne Anlegestellen, Ticketbüros und Besucherzentren sowie für bestimmte Höhlen und Aussichtspunkte. Diese Zeiten können sich ändern, etwa saisonal oder im Zuge von Wartungsarbeiten und Feiertagen. Reisende sollten daher die aktuellen Informationen bei der jeweils zuständigen Verwaltung der Ha-Long-Bucht, bei lokalen Touranbietern oder über ihr Hotel prüfen. Ein Hinweis wie „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei der Verwaltung der Ha-Long-Bucht prüfen“ ist ratsam, insbesondere wenn spezielle Höhlen oder Inseln auf dem Programm stehen.
  • Eintritt und Touren
    Für den Zugang zur Ha-Long-Bucht über offizielle Anlegestellen fallen in der Regel Gebühren an, die in den Ticketpreis für Bootstouren integriert sind. Die konkrete Höhe der Eintrittsgelder und Tourpreise variiert je nach Dauer (Halbtages-, Tages- oder Mehrtagestouren), Komfortniveau des Schiffes und Saison. Da sich Preise und Wechselkurse im Laufe der Zeit verändern können, ist es sinnvoll, vor der Reise aktuelle Angaben bei seriösen Reiseveranstaltern oder der offiziellen Tourismusinformation für Ha Long einzuholen. Üblich ist eine Preisangabe in der lokalen Währung Vietnamesischer Dong (VND); für deutsche Reisende ist es hilfreich, die ungefähre Summe in Euro (€) umzurechnen, wobei Wechselkurse schwanken.
  • Beste Reisezeit
    Die beste Reisezeit für die Ha-Long-Bucht hängt von den eigenen Prioritäten ab. Der Norden Vietnams hat ein anderes Klima als der tropische Süden: Es gibt kühlere und trockenere Monate sowie heißere und feuchtere Phasen. Viele Reiseführer empfehlen die Zeit von Herbst bis Frühling, also grob von Oktober bis April, als relativ angenehm, mit tendenziell etwas milderen Temperaturen und häufig klareren Tagen. In manchen Wintermonaten kann es jedoch kühl und neblig sein – was der Bucht zwar eine besonders mystische Stimmung verleiht, aber die Sicht eingeschränkt. Die Sommermonate können heiß und feucht sein, mit höherer Gewitter- und Regenwahrscheinlichkeit. Taifune oder starke Stürme können gelegentlich zu kurzfristigen Sperrungen von Bootstouren führen. Grundsätzlich ist die Bucht jedoch ganzjährig ein Ziel; wer Ruhe sucht, sollte lokale Feiertage und Spitzenreisezeiten wie das vietnamesische Neujahrsfest meiden.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld
    In Vietnam ist die Amtssprache Vietnamesisch. In touristischen Zentren wie Hanoi und Ha Long sowie auf vielen Booten in der Ha-Long-Bucht sprechen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig Englisch auf einem kommunikativen Niveau. Deutschkenntnisse sind eher selten, können aber in einzelnen Reisebüros oder Hotels mit deutschsprachigen Gästen vorkommen. Für Reisende aus Deutschland ist es hilfreich, grundlegende englische Begriffe parat zu haben.
    Bei der Zahlung dominiert in Vietnam die Bargeldnutzung in Vietnamesischem Dong (VND). In Hotels, größeren Restaurants und bei etablierten Reiseveranstaltern werden internationale Kreditkarten, teilweise auch Debitkarten, verbreitet akzeptiert. EC-/Girocards aus Deutschland funktionieren je nach Bank und Kartensystem nicht überall, weshalb eine Kreditkarte sinnvoll ist. Mobile Payment-Dienste wie Apple Pay oder Google Pay sind in internationalen Häusern zunehmend vertreten, im alltäglichen Kontext aber noch nicht so flächendeckend wie in Europa. Trinkgeld ist in Vietnam nicht so fest institutionalisiert wie etwa in den USA, wird aber im Tourismusbereich zunehmend erwartet oder zumindest dankbar angenommen. Für guten Service – etwa bei Bootscrews oder Guides – ist ein kleines Trinkgeld üblich, dessen Höhe sich nach Reisedauer und Serviceumfang richtet. Viele deutsche Reisende orientieren sich an moderaten Prozentsätzen oder festen Beträgen pro Tag.
  • Kleiderordnung und Fotografieren
    Für eine Bootstour in der Ha-Long-Bucht ist praktische, wetterangepasste Kleidung wichtig: Im Winter können eine leichte Jacke oder ein Pullover nötig sein, während im Sommer leichte, atmungsaktive Kleidung ratsam ist. Rutschfeste Schuhe sind empfehlenswert, insbesondere beim Besuch von Höhlen oder beim Gang über Deck. Eine formelle Kleiderordnung existiert für die Bucht selbst nicht; bei Besuchen von Tempeln in der Region sollten Schultern und Knie bedeckt sein, wie im asiatischen Kulturraum allgemein üblich. Fotografieren ist in der Ha-Long-Bucht im Freien in der Regel erlaubt und erwünscht. In einigen Höhlen oder bei kulturellen Vorführungen können Einschränkungen gelten; oft weisen Schilder oder Guides darauf hin. Respekt gegenüber Bewohnerinnen und Bewohnern – etwa in schwimmenden Dörfern – ist wichtig; bei Nahaufnahmen von Personen empfiehlt sich das vorherige Einholen einer Zustimmung.
  • Einreisebestimmungen und Sicherheit
    Für deutsche Staatsbürger gelten je nach Reisedauer und Aufenthaltszweck unterschiedliche Einreisebestimmungen für Vietnam. Da sich diese Vorschriften – etwa bezüglich Visapflicht, eVisum oder visumfreier Einreise für bestimmte Zeiträume – ändern können, sollten Reisende aus Deutschland die aktuellen Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Dort finden sich auch Informationen zu Sicherheitslage, gesundheitlichen Empfehlungen und eventuellen Reise- oder Teilreisewarnungen. In Bezug auf die Ha-Long-Bucht ist es ratsam, bei der Buchung auf seriöse Anbieter zu achten, insbesondere bei Schiffs- und Bootstouren. Offizielle Hinweise betonen immer wieder die Bedeutung von Sicherheitsstandards, etwa hinsichtlich Rettungswesten, Schiffsregistrierung und Wetterwarnungen.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Vietnam liegt in der Zeitzone Indochina Time (ICT), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) im Winter in der Regel um einige Stunden voraus ist. Zwischen Vietnam und Deutschland besteht daher eine spürbare Zeitverschiebung. Da sich in Europa Sommerzeitregelungen auf die Differenz auswirken können, sollte vor Abreise ein aktueller Blick auf die Zeitdifferenz geworfen werden, etwa über verlässliche Zeitrechner oder Fluggesellschaften. Für Reisende bedeutet dies, dass sich der individuelle Schlafrhythmus anpassen muss; die Anreise zur Ha-Long-Bucht wird daher häufig mit einer oder zwei Nächten in Hanoi kombiniert, um den Jetlag abzufedern.

Warum Vinh Ha Long auf jede Ha-Long-Reise gehört

Ein Besuch der Ha-Long-Bucht ist für viele Vietnam-Reisen aus dem deutschsprachigen Raum ein Höhepunkt, der lange im Gedächtnis bleibt. Die besondere Kombination aus Wasser, Felsen und wechselndem Licht macht jede Bootstour zu einem eigenständigen Erlebnis – selbst dann, wenn man die Bucht zuvor auf Fotos gesehen hat. Die Dimensionen der Landschaft, die Stille in manchen Buchten und das Spiel von Sonne und Nebel erzeugen Eindrücke, die sich von mitteleuropäischen Landschaften deutlich unterscheiden. Wo in Deutschland Mittelgebirge, Nord- und Ostseeküsten oder die Alpen dominieren, ist Vinh Ha Long ein Beispiel für tropischen Karst, der auf dem Wasser schwebt.

Viele Reiseveranstalter empfehlen, nicht nur eine kurze Tagestour zu unternehmen, sondern zumindest eine Nacht auf einem Boot in der Bucht zu verbringen. So lässt sich das wechselnde Licht von Sonnenauf- und -untergang erleben – Momente, die gerade bei ruhiger See eine fast meditative Wirkung haben. Vom Deck eines Schiffes aus die Inseln im Abendlicht vorbeiziehen zu sehen oder am Morgen bei stiller See an Deck aufzuwachen, gehört zu den Erfahrungen, die in Reiseberichten aus Deutschland immer wieder hervorgehoben werden.

Neben der Landschaft bietet die Ha-Long-Bucht auch Einblicke in das Alltagsleben: Fischerboote, Muschelfarmen, schwimmende Häuser und kleine Märkte verdeutlichen, wie stark das Meer seit Jahrhunderten den Lebensrhythmus in Nordvietnam prägt. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eröffnet dies eine Perspektive auf eine maritime Kultur, die sich von Nord- und Ostsee deutlich unterscheidet, in der aber dennoch vertraute Themen wie Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung und Klimawandel präsent sind.

In der Kombination mit anderen Zielen im Norden Vietnams – etwa Hanoi, dem Bergland um Sapa oder Ninh Binh mit seiner eigenen Karstlandschaft im Inland – fügt sich Vinh Ha Long in einen Reisebogen ein, der sowohl Natur als auch Kultur umfasst. Wer sich für koloniale Architektur, buddhistische Tempel, moderne asiatische Metropolen und zugleich für Landschaftserlebnisse interessiert, findet in der Ha-Long-Bucht eine Art Ruhepunkt im Programm. Für viele deutschsprachige Gäste ist dies auch der Moment einer bewussten Entschleunigung, etwa im Kontrast zu den geschäftigen Straßen Hanois.

Angesichts der wachsenden Popularität spielt der Aspekt der Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Seriöse Veranstalter und viele Reiseführer aus dem deutschsprachigen Raum empfehlen, auf umweltfreundlichere Angebote zu achten, zum Beispiel bei der Abfallentsorgung an Bord, beim Einsatz von Plastik oder bei Routen, die stark belastete Bereiche der Bucht vermeiden. Solche Überlegungen sprechen insbesondere ein deutsches Publikum an, das den Schutz sensibler Naturregionen zunehmend als entscheidendes Kriterium bei der Reiseplanung betrachtet.

Ha-Long-Bucht in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist die Ha-Long-Bucht längst zu einem der am häufigsten geteilten Motive Vietnams geworden. Reisende posten Drohnenaufnahmen von den Inseln, Zeitraffer-Videos von Sonnenuntergängen und persönliche Eindrücke von Bootsfahrten. Auf Bildplattformen und Videokanälen finden sich zahlreiche Clips, die die Bucht aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen – vom luxuriösen Kreuzfahrtschiff bis zum Kajakausflug in kleinen Buchten. Für viele Menschen in Deutschland ist dies häufig der erste visuelle Kontakt mit Vinh Ha Long, lange bevor die Reise konkret geplant wird.

Häufige Fragen zur Ha-Long-Bucht

Wo genau liegt die Ha-Long-Bucht?

Die Ha-Long-Bucht liegt im Nordosten Vietnams im Golf von Tonkin, vor der Küstenstadt Ha Long in der Provinz Quang Ninh. Sie ist von Hanoi aus in mehreren Stunden per Straße erreichbar und gehört zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Landes.

Warum ist Vinh Ha Long UNESCO-Weltnaturerbe?

Vinh Ha Long ist UNESCO-Weltnaturerbe, weil die Bucht eine außergewöhnlich dichte Karstlandschaft mit Hunderten von Kalksteininseln, Höhlen und Klippen bietet und damit einen weltweit seltenen Naturraum darstellt. Die UNESCO hebt sowohl die geologische Bedeutung als auch den landschaftlichen Wert der Bucht hervor.

Wie besucht man die Ha-Long-Bucht am besten?

Die meisten Reisenden aus Deutschland fliegen nach Hanoi und nehmen von dort einen Transfer nach Ha Long, um von einem Hafen aus eine organisierte Bootstour zu starten. Beliebt sind Tagestouren und insbesondere ein- oder mehrtägige Kreuzfahrten mit Übernachtung an Bord, da sie Sonnenauf- und -untergang in der Bucht erlebbar machen.

Was ist die beste Reisezeit für die Ha-Long-Bucht?

Die Ha-Long-Bucht ist grundsätzlich ganzjährig besuchbar. Viele Reiseführer empfehlen die Monate von etwa Oktober bis April als angenehmere Reisezeit mit tendenziell milderen Temperaturen, wobei Wintertage kühl und neblig sein können. Im Sommer ist es heißer und feuchter, mit möglicher Gewitter- und Taifunaktivität, die gelegentlich zu kurzfristigen Sperrungen von Bootstouren führen kann.

Welche Besonderheiten sollten Reisende aus Deutschland beachten?

Reisende aus Deutschland sollten die aktuelle Einreise- und Visalage für Vietnam beim Auswärtigen Amt prüfen, die Zeitverschiebung zur Mitteleuropäischen Zeit berücksichtigen und sich auf Bargeldnutzung in Vietnamesischem Dong sowie auf die verbreitete Verwendung von Kreditkarten in touristischen Betrieben einstellen. Englischkenntnisse sind für die Kommunikation hilfreich, während Deutsch eher selten gesprochen wird.

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