Guoli Gugong Bowuyuan und die Kunst des kaiserlichen Sammelns
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 03:40 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Guoli Gugong Bowuyuan liegt im Norden von Taipeh im Bezirk Shilin. Das Museum verbindet einen Bau im Stil eines chinesischen Palastes mit einer Sammlung, deren Geschichte bis in die kaiserlichen Höfe Chinas reicht. Zwischen Dachkanten, Innenhöfen, Jade, Bronze, Kalligrafie und Malerei entsteht ein Ort, an dem Architektur und Kunstgeschichte eng nebeneinanderstehen.
Guoli Gugong Bowuyuan als Palast auf dem Hügel
Das Hauptgebäude steht im Gebiet Waishuangxi an einem bewaldeten Hang. Terrassen, gestaffelte Baukörper und auskragende Dächer prägen den Blick auf die Anlage. Die Architektur übernimmt Elemente traditioneller chinesischer Palastbauten und überträgt sie in ein Museum des 20. Jahrhunderts.
Die Bauarbeiten am Museum in Waishuangxi waren im August 1965 abgeschlossen. August 1965 abgeschlossen Der Architekt Huang Baoyu entwarf die Haupthalle und den zentralen Garten. Architekt Huang Baoyu
Von der Palastsammlung zur Kunstgeschichte
Die institutionelle Geschichte des Museums begann am 10. Oktober 1925 in der Verbotenen Stadt in Peking. Den Kern der Bestände bildeten kaiserliche Kunstsammlungen, darunter Werke aus der Qing-Dynastie und aus der Regierungszeit des Kaisers Qianlong.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile dieser Sammlungen nach Nanjing gebracht. In den Jahren 1948 und 1949 gelangten sie im Zusammenhang mit dem Rückzug der nationalistischen Regierung nach Taiwan. In Taipeh erhielten sie 1965 ein dauerhaftes Museumsgebäude. 1965 ein dauerhaftes Museumsgebäude
Die Sammlung umfasst Objekte aus rund 8.000 Jahren chinesischer Geschichte. Zu den Bereichen gehören neolithische Jade, Bronzegefäße der Shang- und Zhou-Zeit, Kalligrafie, buddhistische Bildrollen, Landschaftsmalerei, Porzellan und kaiserliche Gegenstände der Ming- und Qing-Dynastie.
Jade, Bronze und die kleinen Geschichten der Objekte
Viele Werke im Guoli Gugong Bowuyuan wirken auf den ersten Blick unscheinbar. Ihre Bedeutung liegt in Material, Bearbeitung, Schrift und Gebrauch. Ein kleines Gefäß kann eine politische Ordnung spiegeln, eine Schriftrolle eine Landschaft in Tusche entfalten, und ein Jadestück kann aus einer unregelmäßigen Farbverteilung eine Pflanze formen.
Die Jadeitkohl-Schnitzerei zählt zu den bekanntesten Objekten des Hauses. Grünes Jadeit erscheint als Blätter, helle Partien als Strunk. An den Blattspitzen sitzen eine Heuschrecke und eine Grille. Die Maserung und die Einschlüsse des Steins bleiben Teil der Darstellung. Jadeitkohl-Schnitzerei
Ein weiteres berühmtes Werk ist der Fleischförmige Stein aus Jaspis. Seine natürlichen Schichten erinnern an geschmortes Schweinefleisch. Feine Vertiefungen und eine farbliche Bearbeitung verstärken den Eindruck einer Speise, obwohl das Objekt aus Mineral besteht. Daneben steht der Mao-Gong-Ding, ein Bronzegefäß mit einer langen Inschrift.
Guoli Gugong Bowuyuan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Das Museum liegt an der Zhishan Road im Bezirk Shilin im Norden von Taipeh. Die Station Shilin der roten MRT-Linie ist ein benannter Ausgangspunkt für die Weiterfahrt mit dem Bus.
- Das Gelände liegt an einem bewaldeten Hang. Zwischen Vorplatz, Eingang und Ausstellungsebenen verbinden Treppen, Terrassen und Innenkorridore die Bereiche der Anlage.
- Amtssprache ist Mandarin, gezahlt wird in New Taiwan Dollar.
- Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.
Guoli Gugong Bowuyuan auf Social-Media-Plattformen
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Guoli Gugong Bowuyuan: häufige Fragen
Wo liegt Guoli Gugong Bowuyuan?
Das Museum liegt im Bezirk Shilin im Norden von Taipeh, im Gebiet Waishuangxi an einem bewaldeten Hang.
Was bietet ein Besuch?
Zu sehen sind Jade, Bronze, Kalligrafie, Landschaftsmalerei, Porzellan und weitere Kunstwerke aus chinesischen Dynastien.
Was kennzeichnet das Museum?
Guoli Gugong Bowuyuan verbindet einen palastartigen Museumsbau aus dem Jahr 1965 mit kaiserlichen Sammlungen und Objekten aus rund 8.000 Jahren chinesischer Geschichte.
