Grosse Moschee von Kairouan, Kairouan

Grosse Moschee von Kairouan: Heiliges Herz Tunesiens entdecken

14.06.2026 - 07:43:42 | ad-hoc-news.de

Die Grosse Moschee von Kairouan (Great Mosque of Kairouan) in Tunesien gilt als eine der ältesten Moscheen der islamischen Welt – warum sie für Reisende aus Deutschland so faszinierend ist.

Grosse Moschee von Kairouan, Kairouan, Reise
Grosse Moschee von Kairouan, Kairouan, Reise

Im Licht der frühen Morgenstunden werfen die massiven Mauern der Grosse Moschee von Kairouan lange Schatten auf die Gassen der Altstadt, während der Ruf des Muezzins über die Dächer der Wüstenstadt trägt. Die Great Mosque of Kairouan (wörtlich „Große Moschee von Kairouan“) ist weit mehr als ein religiöses Bauwerk: Sie gilt in der islamischen Welt als einer der ältesten und bedeutendsten Moscheekomplexe Nordafrikas und als geistiges Herz Tunesiens.

Grosse Moschee von Kairouan: Das ikonische Wahrzeichen von Kairouan

Die Grosse Moschee von Kairouan ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Kairouan im Landesinneren von Tunesien. Ihre wuchtigen, fast festungsartigen Mauern, der mächtige quadratische Minarettturm und der weitläufige Hof prägen die Silhouette der Altstadt. Für viele Gläubige in Nordafrika hat Kairouan einen besonderen Rang: Die Stadt gilt seit Jahrhunderten als bedeutendes religiöses Zentrum des Islam in der Region, häufig als eine der wichtigsten heiligen Städte der islamischen Welt beschrieben.

Internationale Kulturinstitutionen wie die UNESCO ordnen Kairouan als Gesamtstadt als Weltkulturerbe ein, wobei die Grosse Moschee von Kairouan den historischen Kern dieses Ensembles bildet. In deutschen und französischen Reiseführern wird das Bauwerk regelmäßig als „eine der ältesten noch bestehenden Moscheen der islamischen Welt“ charakterisiert und als wichtiges Vorbild für spätere Moscheebauten in Maghreb und Andalusien hervorgehoben. Die Anlage ist damit nicht nur ein religiöses Zentrum, sondern auch ein Schlüsseldenkmal der frühen islamischen Architektur.

Für Reisende aus Deutschland ist die Grosse Moschee von Kairouan eine seltene Gelegenheit, einen nahezu vollständig erhaltenen frühislamischen Moscheekomplex in authentischer städtischer Umgebung zu erleben – weniger überlaufen als bekanntere Ziele an der Küste, aber kulturell und historisch von außergewöhnlicher Dichte. Wer von Tunis, Sousse oder Monastir aus ins Landesinnere fährt, taucht hier in ein Tunesien ein, das weit über Strandurlaub hinausreicht.

Geschichte und Bedeutung von Great Mosque of Kairouan

Die Geschichte der Great Mosque of Kairouan beginnt wenige Jahrzehnte nach der Entstehung des Islam. Historische Quellen berichten, dass an diesem Ort bereits im 7. Jahrhundert eine erste Moschee errichtet wurde, nachdem arabische Truppen die Region erobert und Kairouan als militärischen und später religiösen Stützpunkt gegründet hatten. Die heute sichtbare Bausubstanz stammt allerdings überwiegend aus späteren Jahrhunderten, insbesondere aus der Zeit der Aghlabiden, einer Dynastie, die im 9. Jahrhundert in Ifriqiya – dem Gebiet des heutigen Tunesien und Teilen Algeriens und Libyens – herrschte.

Unter den Aghlabiden wurde die Moschee umfassend erneuert und stark erweitert. Viele Fachpublikationen datieren den wesentlichen Ausbau der Moschee in die Mitte des 9. Jahrhunderts, also rund 1.000 Jahre vor der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871. Aus dieser Phase stammen zentrale architektonische Merkmale: der gewaltige Hof, die mächtigen Arkaden, der mehrschiffige Gebetssaal und der charakteristische Minarettturm. In späteren Jahrhunderten folgten immer wieder Restaurierungen und Umbauten, doch der Grundcharakter der Anlage blieb erhalten.

Kairouan selbst entwickelte sich parallel zur Moschee zu einem bedeutenden Zentrum islamischer Gelehrsamkeit. Klassische arabische Quellen und moderne Islamwissenschaft betonen die Rolle der Stadt als Ort theologischer Schulen und religiöser Rechtsprechung. In diesem Kontext wurde die Grosse Moschee von Kairouan zu einem Symbol für religiöse Autorität und Bildung – eine Rolle, die sie in der regionalen Erinnerungskultur bis heute behält.

Die UNESCO hat Kairouan als Ganzes in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und verweist in ihren Materialien auf den außergewöhnlichen universellen Wert der Stadt. Die Grosse Moschee von Kairouan wird dabei ausdrücklich als eines der wichtigsten frühen Beispiele islamischer Sakralarchitektur hervorgehoben. Diese Einschätzung wird von kunsthistorischen Standardwerken und renommierten Kulturmagazinen im deutschsprachigen Raum geteilt, die regelmäßig auf Kairouan als Referenzpunkt verweisen, wenn es um die Entwicklung des Moschee- und Hofschemas in der islamischen Baukunst geht.

Auch in der nordafrikanischen religiösen Tradition spielt die Moschee eine besondere Rolle. Viele Gläubige betrachten Kairouan als einen Ort, dessen Besuch besondere Verdienste bringt. In populären Beschreibungen wird die Stadt gelegentlich in einer Reihe mit großen Heiligtümern wie Mekka und Medina genannt, wenn auch mit anderem theologischen Status. Für Besucherinnen und Besucher aus Europa macht gerade diese starke religiöse Aufladung den Reiz des Ortes aus – hier verschränken sich Geschichte, Glaube und gelebter Alltag auf engem Raum.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch verkörpert die Grosse Moschee von Kairouan einen Typus, der für die moslemische Architektur des westlichen Mittelmeers stilbildend wurde: eine ausgedehnte rechteckige Anlage mit großem Innenhof, Arkadengängen und einem mehrschiffigen Gebetssaal an der Südseite. Anders als viele filigran dekorierten spätere Moscheen wirkt die Great Mosque of Kairouan von außen beinahe wie ein Wehrbau – mit hohen, geschlossenen Mauern, kräftigen Stützpfeilern und wenigen Öffnungen. Diese wuchtige Erscheinung spiegelt die frühen Umstände der Stadtgründung in einem damals militärisch geprägten Grenzraum.

Besonders markant ist der dreigeschossige, quadratische Minarettturm im Nordwesten der Anlage. Seine gestaffelte Form mit klaren geometrischen Proportionen erinnert manche Besucher an antike Leuchttürme oder Festungstürme. Fachliteratur zur islamischen Architektur bezeichnet dieses Minarett häufig als eines der ältesten erhaltenen Minarette überhaupt und als wichtiges Vorbild für spätere Türme in der Region. Seine massive Bauweise aus steinernen Quadern hebt sich deutlich von den schlanken Ziegelminaretten anderer Epochen ab.

Der Hof der Moschee ist von Arkadengängen umgeben, deren Säulen und Kapitelle zum Teil aus antiken Bauwerken der Region stammen. Dieser Rückgriff auf römische und byzantinische Spolien – wiederverwendete Bauteile – ist in Nordafrika ein verbreitetes Phänomen und dokumentiert die kulturelle Schichtung der Region. Wer genauer hinsieht, erkennt Unterschiede in Form und Dekor der Kapitelle: korinthische Blätter, einfache Würfelkapitelle, teils fein gearbeitete Reliefs. Für kunsthistorisch Interessierte wird der Hof damit zu einem Freiluft-Museum antiker Steinmetzkunst im Dienst einer frühislamischen Moschee.

Der Gebetssaal, der von außen eher unspektakulär wirkt, beeindruckt im Inneren durch seine Waldlandschaft aus Säulenreihen. Mehrere Schiffe verlaufen parallel zur Qiblawand, an der sich die Gebetsnische (Mihrab) befindet. Der Mihrab selbst ist reich mit Stuck, Marmor und Keramik dekoriert und gilt als eines der herausragenden Kunstwerke der Moschee. In Fachbeschreibungen wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Dekorationselemente stilistische Verwandtschaften mit frühislamischen Bauten des Nahen Ostens aufweisen und zugleich eigenständige nordafrikanische Traditionen erkennen lassen.

Auch die hölzerne Kanzel (Minbar), von der aus die Freitagspredigt gehalten wird, wird in der Literatur häufig hervorgehoben. Sie zählt zu den ältesten erhaltenen Minbars der islamischen Welt und zeigt filigrane Holzintarsien, geometrische Muster und sorgfältig gearbeitete Details. Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker aus Europa, darunter Autorinnen und Autoren von GEO und von spezialisierten Architekturbüchern, betonen die Bedeutung dieser Ausstattungsteile als frühe Zeugnisse islamischer Kunst in Nordafrika.

Ein weiteres Merkmal der Moschee ist ihre gelblich-beige Farbigkeit, die aus den verwendeten Steinen und Putzmaterialien resultiert und sich harmonisch in das Stadtbild Kairouans einfügt. Im wechselnden Licht des Tages verändert sich der Eindruck: Mittags reflektieren die Flächen das gleißende Sonnenlicht der semi-ariden Region, während sie am späten Nachmittag in warmen Goldtönen leuchten. Für Fotografierende eröffnet das Spiel aus Licht, Schatten und Struktur nahezu unendliche Motive.

Die räumliche Anordnung von Hof, Gebetssaal und Nebenräumen folgt einem Schema, das in der Maghreb-Architektur vielfach aufgegriffen wurde. Architekturhistoriker beschreiben Kairouan daher als eine Art Prototyp: Elemente wie der große rechteckige Hof, die Umgänge mit Arkaden, der mehrere Schiffe tiefe Gebetssaal und das dominierende Minarett tauchen in verfeinerter Form in späteren Moscheen in Tunis, Fès oder Córdoba wieder auf. Wer sich für Architektur interessiert, kann in Kairouan nachvollziehen, wie sich diese Formensprache im frühen Mittelalter etablierte.

Grosse Moschee von Kairouan besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Kairouan liegt im Landesinneren von Tunesien, südlich von Tunis und westlich der beliebten Küstenstädte Sousse und Monastir. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Flug nach Tunis oder zu einem der Ferienflughäfen an der Ostküste an, etwa Enfidha-Hammamet oder Monastir. Nonstop-Flüge aus deutschen Großstädten wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin oder Hamburg werden je nach Saison vielfach von Linien- und Ferienfluggesellschaften angeboten; die reine Flugzeit liegt grob bei etwa 2,5 bis 3 Stunden. Von den Flughäfen an der Küste führen Straßenverbindungen nach Kairouan; viele Reisende nutzen organisierte Tagesausflüge, Mietwagen oder private Transfers. Eine Anreise per Bahn ist nur bis in nahegelegene Städte an der Küste sinnvoll, von dort aus geht es mit Bus oder Taxi weiter.
  • Öffnungszeiten und Zugänglichkeit
    Die Grosse Moschee von Kairouan ist eine aktive Gebetsstätte; der Zugang für nicht-muslimische Besucherinnen und Besucher ist daher in der Regel auf den Hof und bestimmte Bereiche beschränkt, während der Gebetssaal häufig nur von der Schwelle aus eingesehen werden kann. Öffnungszeiten werden von lokalen Stellen und Reiseveranstaltern meist als tagsüber, außerhalb der Hauptgebetszeiten, angegeben. Da sich Regelungen und Zeiten ändern können – etwa an religiösen Feiertagen oder in der Nebensaison – empfiehlt es sich, vor Ort im Hotel, bei der lokalen Touristeninformation oder direkt bei der Verwaltung der Moschee nach den tagesaktuellen Öffnungszeiten zu fragen. Formulierungen wie „Öffnungszeiten können variieren – direkt bei Grosse Moschee von Kairouan prüfen“ bleiben daher sinnvoll.
  • Eintritt und Ticketregelung
    Reiseführer und Erfahrungsberichte erwähnen häufig einen moderaten Eintrittspreis für den Besuch der Moschee und weiterer Monumente der Altstadt von Kairouan, teilweise kombiniert in einem Sammel-Ticket. Die genaue Höhe und Struktur dieser Gebühren kann sich jedoch ändern und wird nicht immer konsistent angegeben. Für eine verlässliche Planung ist es daher ratsam, mit einem kleinen Bargeldbetrag in Tunesischer Dinar zu rechnen und vor Ort die aktuelle Regelung zu erfragen. In vielen Fällen sind Kinder, Schülerinnen und Schüler oder Studierende ermäßigt oder frei – hierzu geben lokale Informationsstellen Auskunft.
  • Beste Reisezeit und Tageszeit für den Besuch
    Tunisien hat ein mediterran bis semi-arides Klima. Für Städte- und Kulturreisen ins Landesinnere, also auch nach Kairouan, gelten Frühling und Herbst – etwa die Monate März bis Mai sowie Oktober und November – vielen Reisenden als besonders angenehm, da die Temperaturen meist milder sind als im Hochsommer. In den Sommermonaten kann es tagsüber sehr heiß werden; dann empfiehlt sich ein Besuch der Moschee in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag. Wer fotografieren möchte, profitiert besonders von weichem Licht und langen Schatten – etwa kurz nach Öffnung am Vormittag oder vor Sonnenuntergang.
  • Sprache, Kommunikation und kulturelle Etikette
    Amtssprache in Tunesien ist Arabisch; Französisch ist weit verbreitet und spielt im öffentlichen Leben, im Bildungssystem und in der Verwaltung eine wichtige Rolle. In touristischen Zentren und Hotels wird häufig auch Englisch gesprochen. Deutschkenntnisse sind eher in größeren Ferienorten oder bei deutschsprachigen Reiseleiterinnen und Reiseleitern anzutreffen. Für den Besuch der Grosse Moschee von Kairouan ist es hilfreich, einige höfliche arabische oder französische Wendungen parat zu haben. Als religiöse Stätte erfordert die Moschee einen respektvollen Umgang: Schultern und Knie sollten bedeckt sein; für Frauen empfiehlt sich eine Schultertuch oder ein weiter Schal. Eng anliegende oder stark ausgeschnittene Kleidung ist unpassend. Während der Gebetszeiten ist besondere Zurückhaltung angebracht; laute Gespräche und hektische Bewegungen sollten vermieden werden.
  • Zahlungsmittel, Trinkgeld und praktische Hinweise
    Landeswährung ist der Tunesische Dinar. Kreditkarten werden in vielen Hotels, größeren Restaurants und in manchen Geschäften akzeptiert, in Souks und kleineren Betrieben jedoch ist Bargeld üblich. Geldautomaten finden sich in größeren Städten; in Kairouan ist es ratsam, bereits in einer Küstenstadt ausreichend Bargeld abzuheben. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland funktionieren internationale Kreditkarten meist zuverlässig; Girokarten mit rein nationalem Verfahren können eingeschränkt einsetzbar sein. Mobile Payment via Smartphone ist noch nicht flächendeckend verbreitet. Trinkgeld ist in Tunesien üblich, wenn auch nicht verpflichtend: In Restaurants sind 5–10 % angemessen, kleine Beträge sind auch für Guides, Fahrerinnen oder Fotografiererlaubnis üblich. Beim Besuch der Moschee können zusätzliche kleine Gebühren für lokale Führungen oder Aussichtspunkte anfallen.
  • Einreise, Sicherheit und Gesundheit
    Für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger gelten für Tunesien jeweils aktuelle Einreisebestimmungen, die sich mit politischen oder sicherheitsrelevanten Entwicklungen ändern können. Es ist daher wichtig, vor Reiseantritt die Hinweise und Reise- und Sicherheitsempfehlungen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de zu konsultieren. Dort finden sich Informationen zu Einreisedokumenten, Visaregeln, Sicherheitslage, empfohlenen Impfungen und Gesundheitsvorsorge. Da Tunesien nicht zum Geltungsbereich der Europäischen Krankenversicherungskarte gehört, wird in den meisten Ratgebertexten eine zusätzliche Auslandsreisekrankenversicherung empfohlen. Was die Sicherheitslage betrifft, verweisen deutsche Behörden und Medien immer wieder darauf, regionale Hinweise zu beachten und sich vor Ort an die Empfehlungen von Hotels oder Reiseveranstaltern zu halten.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Tunesien liegt in einer Zeitzone, die in der Regel mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) übereinstimmt. Da das Land jedoch in den vergangenen Jahren auf die Umstellung zur Sommerzeit verzichtet hat, kann sich während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) eine Zeitdifferenz ergeben. Reisende sollten vor Abflug prüfen, ob aktuell eine Stunde Zeitverschiebung zu Deutschland besteht und entsprechende Anpassungen für Ankunfts- und Abholzeiten einplanen.
  • Fotografie und Verhalten vor Ort
    Die Grosse Moschee von Kairouan ist ein ausgesprochen fotogener Ort. Dennoch gilt: Menschen sollten nur mit ihrer ausdrücklichen Zustimmung fotografiert werden, insbesondere beim Gebet oder in Momenten privater Andacht. In einigen Bereichen können Fotografierverbote gelten oder es wird ein kleines Entgelt für das Fotografieren erwartet. Schilder und Hinweise der Verwaltung sind zu respektieren; bei Unklarheit lohnt ein kurzer freundlicher Rückfragen-Blick zu einer Aufsichtsperson. Drohnenflüge und professionelle Fotoshootings unterliegen meist strengen Regeln oder sind genehmigungspflichtig.

Warum Great Mosque of Kairouan auf jede Kairouan-Reise gehört

Wer Kairouan besucht, erlebt mit der Great Mosque of Kairouan den architektonischen und geistigen Mittelpunkt der Stadt. Der Gang durch das große Tor vom lauten Treiben der Umgebung in den stillen Innenhof ist ein Moment, den viele Besucherinnen und Besucher als besonders eindrucksvoll beschreiben: Plötzlich öffnet sich ein weiter, lichtdurchfluteter Raum, umgeben von gleichmäßigen Arkaden, überragt vom Minarett und dem Horizont der Stadt.

Anders als in stark touristisch geprägten Orten bleibt die Atmosphäre in Kairouan vergleichsweise ruhig. Reisejournalistinnen und -journalisten deutschsprachiger Medien betonen, dass man hier noch das Gefühl einer lebendigen Pilgerstadt erlebt, in der religiöser Alltag und Besucherinteresse nebeneinander existieren. Die Souks in der Nähe der Moschee, in denen Teppiche, Kupferarbeiten und Keramik angeboten werden, sind Teil dieses Gesamtbildes: Wer nach dem Besuch der Moschee durch die Gassen schlendert, bekommt ein Gefühl dafür, wie eng hier glaubensbezogenes und wirtschaftliches Leben verknüpft sind.

Für kulturinteressierte Urlauber, die ihren Badeaufenthalt an der tunesischen Küste um ein anspruchsvolles Ausflugsziel erweitern möchten, ist die Grosse Moschee von Kairouan ein ideales Ziel: Sie liegt in erreichbarer Tagesdistanz von vielen Küstenorten und verbindet gut erschließbare Besichtigung mit tiefem kulturhistorischem Hintergrund. Führungen werden vielerorts in Französisch und Englisch, teilweise auch auf Deutsch, angeboten; sie helfen, architektonische Details und religiöse Bedeutung einzuordnen.

In Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten Kairouans – etwa den historischen Wasserreservoirs, weiteren Moscheen, Mausoleen und der Stadtmauer – ergibt sich ein dichtes Programm für einen ganzen Tagesausflug. Viele der Sehenswürdigkeiten sind in strukturierter Form in Reiseführern des deutschsprachigen Marktes beschrieben, die immer wieder auf die zentrale Rolle der Grosse Moschee von Kairouan als „Schlüssel zum Verständnis der Stadt“ verweisen. Wer diese Moschee gesehen hat, versteht Kairouan; wer Kairouan verstanden hat, erhält einen anderen Blick auf Tunesien insgesamt.

Zusätzlich besitzt der Besuch einen starken emotionalen Wert: Die Kombination aus frühislamischer Architektur, jahrhundertealter Gelehrsamkeit und lebendiger religiöser Praxis hinterlässt oft einen bleibenden Eindruck. Viele Reisende berichten davon, dass gerade der bewusste, langsame Rundgang – das Betrachten der Kapitelle, der Mihrab-Dekoration, der Sonnenstände im Hof – den Ort nachhaltig im Gedächtnis verankert. Für deutsche Besucherinnen und Besucher, die vielleicht vor allem gotische Kathedralen, barocke Kirchen oder moderne Sakralbauten gewohnt sind, eröffnet Kairouan eine ganz andere Seite sakraler Architektur.

Grosse Moschee von Kairouan in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien wird die Grosse Moschee von Kairouan häufig über eindrucksvolle Bilder vermittelt: Panoramen des Innenhofs, Detailaufnahmen der Säulenkapitelle, stimmungsvolle Lichtstimmungen und kurze Clips vom Minarett zur Blauen Stunde. Reise-Influencerinnen und -Influencer, die sich auf Kultur- und Architekturziele spezialisiert haben, platzieren Kairouan immer wieder als Geheimtipp jenseits der klassischen Stranddestinationen Tunesiens. Für deutschsprachige Reisende bietet ein Blick in diese Bildwelten eine gute Ergänzung zu klassischen Reiseführern – nicht als Ersatz, sondern als Inspiration, wie der Ort subjektiv erlebt werden kann.

Häufige Fragen zu Grosse Moschee von Kairouan

Wo liegt die Grosse Moschee von Kairouan genau?

Die Grosse Moschee von Kairouan befindet sich im historischen Zentrum der Stadt Kairouan im Landesinneren von Tunesien. Die Moschee ist von der Altstadt (Medina) umgeben und prägt das Stadtbild mit ihrem Minarett und ihrem weitläufigen Hof. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist sie meist per Ausflug von Küstenorten wie Sousse, Monastir oder Hammamet aus erreichbar.

Wie alt ist die Great Mosque of Kairouan und warum ist sie so bedeutend?

Am Standort der Great Mosque of Kairouan befindet sich seit dem 7. Jahrhundert eine Moschee; der heute sichtbare Bau geht insbesondere auf umfangreiche Erweiterungen und Neubauten im 9. Jahrhundert zurück. Damit zählt die Anlage zu den frühesten noch bestehenden Moscheen der islamischen Welt. Ihre Bedeutung liegt in der Rolle Kairouans als frühem Zentrum islamischer Gelehrsamkeit in Nordafrika und in der Vorbildfunktion der Moschee für die spätere islamische Architektur im Maghreb und in Andalusien.

Können Nicht-Muslime die Grosse Moschee von Kairouan besuchen?

Ja, nicht-muslimische Besucherinnen und Besucher können die Grosse Moschee von Kairouan im Rahmen der örtlichen Regelungen besichtigen. Üblicherweise sind der Hof und bestimmte Bereiche zugänglich, während der eigentliche Gebetssaal nur von der Schwelle aus eingesehen werden kann. Als religiöse Stätte erfordert die Moschee eine respektvolle Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und zurückhaltendes Verhalten, insbesondere während der Gebetszeiten.

Wie erreicht man Kairouan am besten von Deutschland aus?

Am praktischsten ist ein Flug von Deutschland nach Tunis oder zu einem Ferienflughafen an der Ostküste Tunesiens, etwa Enfidha-Hammamet oder Monastir. Die Flugzeit liegt meist zwischen 2,5 und 3 Stunden. Von dort aus führen Straßenverbindungen nach Kairouan; viele Reisende nutzen organisierte Tagesausflüge, Mietwagen oder private Transfers. Eine direkte Bahnanbindung aus Deutschland besteht nicht; innerhalb Tunesiens kann man bis nahegelegene Küstenstädte mit dem Zug fahren und anschließend Bus oder Taxi nach Kairouan nehmen.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Besuch der Great Mosque of Kairouan?

Für den Besuch der Great Mosque of Kairouan empfehlen viele Reiseexperten Frühjahr und Herbst, wenn die Temperaturen im tunesischen Landesinneren angenehm sind. Besonders günstig gelten die Monate März bis Mai sowie Oktober und November. In den heißen Sommermonaten lohnt sich ein Besuch in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag, wenn die Hitze weniger stark und das Licht besonders reizvoll ist.

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