Gros-Morne-Nationalpark, Gros Morne National Park

Gros-Morne-Nationalpark: Kanadas raues Welterbe an der Atlantikküste entdecken

20.05.2026 - 12:36:13 | ad-hoc-news.de

Der Gros-Morne-Nationalpark (Gros Morne National Park) bei Rocky Harbour in Kanada zeigt Erdgeschichte wie kaum ein anderer Ort – warum er besonders für Reisende aus Deutschland fasziniert.

Gros-Morne-Nationalpark, Gros Morne National Park, Rocky Harbour
Gros-Morne-Nationalpark, Gros Morne National Park, Rocky Harbour

Nebel hängt über den steilen Fjordwänden, das Wasser des Western Brook Pond liegt glatt wie Glas, und über den Tafelbergen leuchtet ein warmes Abendlicht: Der Gros-Morne-Nationalpark („Gros Morne National Park“, sinngemäß „großer, einsamer Berg“) auf der Insel Neufundland vor der Ostküste Kanadas wirkt wie eine Bühne der Erdgeschichte – und doch ist er von Rocky Harbour aus erstaunlich gut zugänglich.

Gros-Morne-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Rocky Harbour

Der Gros-Morne-Nationalpark ist eines der landschaftlichen Wahrzeichen der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Er liegt an der Westküste der Insel Neufundland, rund um den kleinen Ort Rocky Harbour, und erstreckt sich von tief eingeschnittenen Fjorden über Hochplateaus bis hin zu Küstenklippen. Die offizielle Verwaltung von Parks Canada beschreibt den Park als Ort, an dem „spektakuläre Fjorde, raue Berge und Küstenlandschaften auf engstem Raum zusammentreffen“. Die deutsche Ausgabe des National Geographic hebt insbesondere hervor, dass hier „die Erdkruste umgestülpt“ und somit geologische Prozesse sichtbar werden, die normalerweise im Erdinneren verborgen bleiben.

Für Reisende aus Deutschland wirkt der Gros-Morne-Nationalpark wie eine nordische Traumlandschaft, die ein wenig an die Fjorde Norwegens erinnert – nur mit dem rauen Charakter des Nordatlantiks. Die UNESCO hat den Park bereits in den 1980er-Jahren als Welterbestätte ausgezeichnet, weil hier seltene geologische Strukturen zu sehen sind. Die Kombination aus Welterbe-Status, vergleichsweise guter Erreichbarkeit über Rocky Harbour und einer für Kanada typischen, entspannten Atmosphäre macht den Park zu einem besonderen Ziel für Individualreisende, Naturfotografen und Wanderfreunde aus Europa.

Wer am Hafen von Rocky Harbour steht, sieht in der Ferne die Silhouette des Gros Morne, des namensgebenden Berges mit seinem markanten Plateau. Im Landesinneren warten gewaltige, orange-braune Hänge der Tablelands, Gletscherseen und Torfmoore. Von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Trekkingtouren ist alles möglich – und die Saison reicht je nach Witterung vom späten Frühling bis in den Herbst.

Geschichte und Bedeutung von Gros Morne National Park

Der Gros Morne National Park wurde in den 1970er-Jahren offiziell als Nationalpark geschaffen. Laut Parks Canada wurde das Gebiet zunächst 1973 als Nationalpark-Reservat ausgewiesen; die endgültige Anerkennung als Nationalpark erfolgte wenige Jahre später, nachdem Fragen der Landrechte und Nutzung geklärt waren. Parallel dazu begannen umfangreiche Schritte, die empfindlichen Ökosysteme zu schützen und gleichzeitig touristische Infrastruktur behutsam aufzubauen.

Die UNESCO nahm den Gros-Morne-Nationalpark 1987 in die Liste des Welterbes auf. In der offiziellen Begründung heißt es, das Gebiet sei „eine der weltweit hervorragendsten Beispiele für Plattentektonik und geologische Entwicklung“, insbesondere durch die sichtbaren Gesteinsschichten des Erdmantels und der ozeanischen Kruste. Deutsche Fachzeitschriften für Geowissenschaften verweisen seit Jahren darauf, dass Gros Morne zu den wenigen Orten der Welt zählt, an denen ein Querschnitt durch die Erdkruste und den oberen Mantel an der Oberfläche sichtbar ist – ein Grund, warum der Park neben Wanderern auch Geologen, Studierende und Wissenschaftsreisende anzieht.

Doch die Geschichte des Parks reicht weit über die offizielle Gründung hinaus. Die Küstenregion um Rocky Harbour und die angrenzenden Buchten wurden über Jahrhunderte von indigenen Gemeinschaften wie den Beothuk und Mi’kmaq sowie später von europäischen Fischern genutzt. Französische und englische Siedler bauten ab dem 18. und 19. Jahrhundert Fischereidörfer entlang der Westküste von Neufundland auf. Viele der heutigen Gemeinden, darunter Rocky Harbour und Norris Point, entwickelten sich aus diesen einfachen Fischersiedlungen.

Mit der Entwicklung des Nationalparks änderte sich der Charakter der Region schrittweise. Der Fischfang blieb wichtig, doch der Tourismus gewann zunehmend an Bedeutung. Laut der Provinzregierung von Neufundland und Labrador ist der Gros Morne National Park heute ein zentraler Motor für den Tourismus an der Westküste der Insel. Gästehäuser, kleine Hotels, Campingplätze und Anbieter von Bootstouren konzentrieren sich rund um Rocky Harbour und die angrenzenden Orte; viele Familien, die früher vor allem vom Fischfang lebten, betreiben nun Unterkünfte oder Tourenangebote.

Für die UNESCO ist Gros Morne zudem ein Beispiel für den Schutz großer Naturgebiete in dünn besiedelten Regionen. Die Managementpläne des Parks, die regelmäßig aktualisiert werden, betonen den Spagat zwischen Schutz der empfindlichen Ökosysteme und der Rolle des Parks für die lokale Bevölkerung. So werden Wanderwege gelenkt, sensible Zonen wie bestimmte Torfmoore oder Brutgebiete streng geschützt, während Besucher in weniger empfindliche Bereiche gelenkt werden. Diese Zonierung ist mit ähnlichen Konzepten in europäischen Nationalparks vergleichbar, etwa im Nationalpark Berchtesgaden oder im Schweizerischen Nationalpark.

Architektur, Naturkulisse und besondere Merkmale

Streng genommen ist der Gros-Morne-Nationalpark kein architektonisches Bauwerk, sondern eine großräumige Natur- und Kulturlandschaft. Dennoch prägen bestimmte gestaltete Elemente und markante Naturformen das Bild des Parks. Besucherzentren, Holzstege, Aussichtspunkte und kleine Brücken fügen sich behutsam in die Landschaft ein und sind typisch für das zurückhaltende Design vieler kanadischer Parks. Das Gros Morne Discovery Centre sowie das Visitor Centre in Rocky Harbour sind zentrale Anlaufstellen, in denen Parks Canada Ausstellungen zu Geologie, Flora und Fauna präsentiert.

Die eigentliche „Architektur“ des Parks hat jedoch die Natur geschaffen – und zwar über Hunderte Millionen Jahre. Besonders eindrucksvoll sind:

  • Der Western Brook Pond: Ein fjordartiger See, umgeben von bis zu mehrere Hundert Meter hohen Steilwänden. Einst war er ein Meeresfjord, der nach dem Rückzug der Gletscher durch abgelagerte Sedimente vom Meer abgeschnitten wurde. Heute ist der See mit Süßwasser gefüllt, und Bootstouren führen tief in das Tal hinein. Viele deutschsprachige Reiseführer, darunter Marco Polo und Reisehandbücher aus dem Reise-Know-How-Verlag, bezeichnen die Bootsfahrt als „klassischen Höhepunkt“ des Parkbesuchs.
  • Die Tablelands: Eine surreal wirkende, orange-braune Gebirgslandschaft südlich von Rocky Harbour, in der Gesteine aus dem Erdmantel an der Oberfläche liegen. Die UNESCO und Parks Canada betonen, dass es sich um sogenanntes Ultramafitgestein (Peridotit) handelt, das normalerweise tief im Erdinneren vorkommt. Vegetation ist hier spärlich, da die Böden nährstoffarm und teilweise giftig für viele Pflanzen sind – ein Grund, warum die Landschaft fast außerirdisch wirkt.
  • Der Berg Gros Morne: Mit rund 800 m Höhe (je nach Quelle leicht abweichende Angaben) ist er zwar nicht außergewöhnlich hoch, aber durch seine dominierende Form und die Lage nahe der Küste ein landschaftliches Symbol. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, aber an klaren Tagen bietet sich ein Panorama über Küstenlinien, Fjorde und das Inlandplateau.
  • Küstenklippen und Buchten: Entlang der Küste bei Green Point und anderen Abschnitten sind geschichtete Sedimentgesteine und Fossilien sichtbar. Geologen verweisen darauf, dass hier Übergänge zwischen unterschiedlichen geologischen Zeitaltern studiert werden können. Für Laien sind es vor allem dramatische Küstenbilder mit Wellen, die an den Fels schlagen, und abends oft spektakuläre Sonnenuntergänge über dem Golf von St. Lawrence.

Flora und Fauna sind typisch für boreale und subarktische Regionen Nordamerikas. Fichtenwälder, Moorlandschaften und alpine Vegetation auf den Plateaus bestimmen das Bild. Laut Parks Canada und der Provinzregierung kommen im Park Elche, Caribous, Schwarzbären und zahlreiche Vogelarten vor. Beobachtungen großer Säugetiere sind möglich, aber nicht garantiert; die Tiere haben genügend Raum, um menschliche Nähe zu vermeiden. Vogelbeobachter schätzen die Region besonders während der Zugzeiten.

Der Park selbst arbeitet eng mit wissenschaftlichen Institutionen zusammen, um die Ökosysteme zu erforschen. Umweltberichte von Parks Canada weisen darauf hin, dass Klimawandel, invasive Arten und veränderte Niederschlagsmuster langfristige Herausforderungen darstellen. Gleichzeitig betonen kanadische Behörden und internationale Fachpublikationen wie die „IUCN World Heritage Outlook“, dass der Schutzstatus des Parks insgesamt als gut eingestuft wird, auch wenn bestimmte Gebiete besonders überwacht werden.

Kulturell spielt der Gros Morne National Park eine Rolle, indem er Traditionen der Küstengemeinden sichtbar macht. Sommerfeste, lokale Musik (unter anderem keltisch geprägte Folk-Musik, ähnlich wie in Irland und Schottland) und kleine Museen in den Dörfern ergänzen das Naturerlebnis. Deutsche Besucher erleben hier eine Mischung aus nordatlantischer Kultur, englischsprachiger kanadischer Gelassenheit und einem starken Bezug zum Meer, die sich deutlich von mitteleuropäischen Alpen- oder Mittelgebirgsregionen unterscheidet.

Gros-Morne-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Gros-Morne-Nationalpark liegt an der Westküste der Insel Neufundland in der Provinz Neufundland und Labrador. Zentraler Ausgangspunkt ist Rocky Harbour, das ungefähr in der Mitte des Parks an der Küste liegt. Von Deutschland aus führt der Weg meist über größere nordamerikanische Drehkreuze wie Toronto, Montreal oder Halifax. Von dort aus bestehen Inlandsflüge nach Deer Lake, dem nächstgelegenen Flughafen zum Park. Die Flugzeit von Frankfurt nach Toronto beträgt in der Regel etwa 8 Stunden, von dort sind es noch einmal rund 2 bis 3 Stunden nach Deer Lake. Vom Flughafen Deer Lake bis nach Rocky Harbour fährt man mit dem Mietwagen oder Shuttle je nach Route in rund 1 bis 1,5 Stunden über gut ausgebaute Straßen.
  • Anreise-Alternativen
    Da Neufundland eine Insel ist, ist eine Anreise per Fähre nur von anderen Teilen Kanadas aus möglich, etwa von North Sydney in Nova Scotia nach Port aux Basques auf Neufundland. Diese Option ist eher für längere Kanada-Roadtrips interessant. Für Reisende aus Deutschland ist die Kombination aus internationalem Flug und Mietwagen die gängigste Variante. Bahnverbindungen wie in Europa gibt es in dieser Region nicht; der Fernbusverkehr ist begrenzt.
  • Öffnungszeiten
    Der Nationalpark ist grundsätzlich ganzjährig zugänglich, doch viele Besucherangebote sind saisonabhängig. Bootstouren auf dem Western Brook Pond, geführte Wanderungen und die vollständige Öffnung bestimmter Wege hängen von Wetter und Schneelage ab. Parks Canada weist darauf hin, dass sich Saisonzeiten und Öffnungszeiten einzelner Einrichtungen, etwa der Besucherzentren, von Jahr zu Jahr leicht ändern können. Öffnungszeiten können variieren — daher ist es ratsam, direkt bei Parks Canada oder auf den offiziellen Seiten des Gros-Morne-Nationalparks nach aktuellem Stand zu schauen.
  • Eintritt und Gebühren
    Für den Besuch von kanadischen Nationalparks wird in der Regel eine Tages- oder Mehrtagesgebühr pro Person oder Fahrzeug erhoben. Die Tarife werden regelmäßig angepasst. Zusätzlich sind für bestimmte Aktivitäten wie Bootstouren separate Tickets erforderlich. Da sich Preise und Wechselkurse ändern, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuelle Gebührentabelle von Parks Canada. Die Bezahlung ist üblicherweise in Kanadischen Dollar möglich, an vielen Stellen auch per Kreditkarte. Zur groben Orientierung gilt: Eintritts- und Tourkosten bewegen sich meist im Bereich eines typischen Tagesausflugsbudgets, vergleichbar mit einem Nationalparkbesuch in Europa, häufig im zweistelligen Eurobereich pro Person. Konkrete Beträge sollten vor der Reise geprüft werden.
  • Beste Reisezeit
    Die Hauptsaison im Gros-Morne-Nationalpark liegt in den Sommermonaten von etwa Juni bis September. Dann sind die meisten Wanderwege schneefrei, und Bootstouren sowie Besucherzentren haben in der Regel geöffnet. Juli und August sind auch die Monate mit den meisten Besuchern, wobei die Region insgesamt deutlich weniger überlaufen ist als viele europäische Hotspots. Für ruhigere Erlebnisse und oft klare Sichtverhältnisse bieten sich späte Juni- oder Septembertage an. Frühling und Herbst können kühl und wechselhaft sein, mit Chancen auf spektakuläre Lichtstimmungen und Herbstfarben, aber mit eingeschränkten Angeboten. Im Winter sind einige Bereiche nur eingeschränkt zugänglich, dafür wird der Park dann für Schneeschuhwanderungen oder Skitouren genutzt; diese erfordern jedoch Erfahrung und entsprechende Ausrüstung.
  • Klima und Kleidung
    Das Klima an der Westküste Neufundlands ist vom Nordatlantik geprägt. Selbst im Sommer liegen die Höchsttemperaturen häufig im Bereich von etwa 15 bis 20 °C, an windigen oder nebligen Tagen auch darunter. Regen und plötzliche Wetterumschwünge sind möglich. Reisende aus Deutschland sollten sich auf ein eher kühles, maritimes Klima einstellen und mehrere wärmende Schichten, eine regendichte Jacke sowie feste Wanderschuhe einplanen. Auf Bootstouren kann es deutlich kälter wirken als an Land.
  • Sprache
    Die Hauptsprache in Neufundland und Labrador ist Englisch. Französisch wird in der Provinz deutlich weniger gesprochen als in anderen Teilen Kanadas. Deutschkenntnisse sind in der Regel nicht verbreitet, doch viele Menschen im Tourismusbereich sind an internationale Gäste gewöhnt. Mit gutem Englisch lässt sich der Besuch problemlos organisieren. Beschilderungen im Park sind vor allem auf Englisch, teilweise mit französischen Zusatzinformationen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    In Kanada ist Kartenzahlung weit verbreitet. Kreditkarten wie Visa und Mastercard werden in Hotels, Restaurants, an Tankstellen und bei vielen Touranbietern akzeptiert. Mobile Payment (z. B. Apple Pay) wird zunehmend genutzt. Bargeld in Kanadischen Dollar ist dennoch nützlich, etwa in kleineren Betrieben oder für Trinkgeld. Die deutsche Girocard im engeren Sinn ist im Ausland nicht zuverlässig einsetzbar; viele Banken geben jedoch Debitkarten mit Visa- oder Mastercard-Logo aus, die ähnlich wie Kreditkarten funktionieren. Trinkgeld ist in Kanada üblich: In Restaurants werden 15 bis 20 % des Rechnungsbetrags erwartet, bei Touren und Transfers sind freiwillige Trinkgelder für Guides oder Fahrer üblich, wenn der Service zufriedenstellend war.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Neufundland hat eine besondere Zeitzone: die Newfoundland Time, die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um 3,5 Stunden hinterherhinkt (im Sommer entsprechend zur Mitteleuropäischen Sommerzeit). Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 18:00 Uhr ist, ist es in Neufundland 14:30 Uhr. Reisende sollten dies bei der Planung von Flügen, Mietwagenabholung und Ankunft in Unterkünften berücksichtigen.
  • Gesundheit und Sicherheit
    Für Aufenthalte in Kanada wird empfohlen, eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen, da die deutschen Krankenkassen dort nicht automatisch alle Kosten übernehmen. In der Natur des Parks gilt: Wildtiere nicht füttern, Abstand halten und Essensreste sicher verstauen, insbesondere in Gebieten mit Bärenvorkommen. Wanderer sollten auf markierten Wegen bleiben, auf Wetterumschwünge achten und beim Parkpersonal oder in Besucherzentren aktuelle Hinweise zu Wegverhältnissen einholen.
  • Einreisebestimmungen
    Kanada hat eigene Einreise- und Visabestimmungen für Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für viele Kurzaufenthalte wird eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) benötigt, sofern auf dem Luftweg eingereist wird. Die Voraussetzungen können sich ändern. Deutsche Staatsbürger sollten aktuelle Einreisehinweise beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Entsprechende Informationen bieten auch die Botschaft Kanadas und offizielle kanadische Regierungsseiten.

Warum Gros Morne National Park auf jede Rocky-Harbour-Reise gehört

Wer nach Rocky Harbour reist, kommt am Gros-Morne-Nationalpark nicht vorbei – schon räumlich nicht, vor allem aber nicht emotional. Der Ort ist ein idealer Ausgangspunkt, um die verschiedenen Gesichter des Parks zu erleben: Morgens ein kurzer Spaziergang entlang der Küste mit Blick auf die vorgelagerte Bonne Bay, mittags eine Fahrt ins Landesinnere zu den Tablelands, abends ein Sonnenuntergang am Strand oder ein Konzert mit lokaler Musik.

Viele Reiseführer für Kanada betonen, dass Gros Morne einer der vielseitigsten Nationalparks des Landes ist. Anders als in den Rocky Mountains, wo Spektakel oft mit schneebedeckten Viertausendern verbunden wird, lebt Gros Morne von der Kombination sehr unterschiedlicher Landschaften auf vergleichsweise engem Raum: Fjordartige Täler, Plateauberge, Moore, dichte Wälder, Küstenlinien und kleine Fischerdörfer liegen in Reichweite einer Tagesfahrt. Für Reisende aus Deutschland kann das mit einem Nationalpark im Alpenraum verglichen werden, mit dem Unterschied, dass die Besucherzahlen deutlich geringer sind und die Landschaft an vielen Stellen unberührt wirkt.

Ein weiterer Grund, warum der Park auf eine Rocky-Harbour-Reise gehört, ist die besondere Lichtstimmung. Durch das maritime Klima wechseln Nebel, Sonne und Wolken oft im Minutentakt. Fotografen schätzen diese schnellen Veränderungen, die völlig unterschiedliche Stimmungen erzeugen: mal mystisch grau, mal klar und kontrastreich. Die langen Tage im kanadischen Sommer, wenn es bis spät abends hell bleibt, ermöglichen intensive Erkundungstage und entspannte Abende am Wasser.

Auch kulturell lohnt sich der Aufenthalt. Rocky Harbour und die umliegenden Gemeinden pflegen ihre maritimen Traditionen. In Restaurants stehen frischer Fisch, Meeresfrüchte und traditionelle Gerichte der Region auf der Karte. Lokale Museen erzählen von der Geschichte des Fischfangs, der Auswanderung und den oft harten Lebensbedingungen am Atlantik. Für Reisende aus der DACH-Region eröffnet sich so nicht nur ein Naturerlebnis, sondern auch ein Einblick in eine Lebenswelt, die stärker vom Meer und den Jahreszeiten geprägt ist als viele Regionen Mitteleuropas.

Nicht zuletzt bietet der Gros Morne National Park Raum für Entschleunigung. Die vergleichsweise geringe Bebauung, die weiten Horizonte und das oft langsame Tempo des Alltags in den Küstendörfern wirken auf viele Besucher beruhigend. Die Region eignet sich daher auch als Teil einer längeren Kanada-Reise, bei der Großstädte wie Toronto oder Montreal mit ruhigen Naturphasen kombiniert werden.

Gros-Morne-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist der Gros-Morne-Nationalpark längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein häufig geteiltes Sehnsuchtsmotiv. Besonders Bilder vom Western Brook Pond, von den Tablelands und von Küstensonnenuntergängen bei Rocky Harbour werden auf Plattformen wie Instagram und YouTube millionenfach angesehen. Viele deutschsprachige Reisende dokumentieren ihre Wanderungen und Roadtrips in ausführlichen Videotagebüchern, was die Planung erleichtert und gleichzeitig die Vorfreude steigert. Gleichzeitig raten Parks Canada und Reiseexperten dazu, trotz Social Media Rücksicht auf Natur und Mitmenschen zu nehmen und die „Leave no trace“-Prinzipien zu beachten.

Häufige Fragen zu Gros-Morne-Nationalpark

Wo liegt der Gros-Morne-Nationalpark genau?

Der Gros-Morne-Nationalpark liegt an der Westküste der Insel Neufundland in der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador. Zentraler Ausgangspunkt ist der Küstenort Rocky Harbour, etwa eine gute Autostunde nordwestlich des Flughafens Deer Lake.

Warum ist der Gros Morne National Park UNESCO-Welterbe?

Die UNESCO hat den Gros Morne National Park 1987 als Welterbestätte anerkannt, weil hier seltene geologische Strukturen zu sehen sind. Insbesondere in den Tablelands liegen Gesteine des Erdmantels an der Oberfläche, und die Region zeigt eindrucksvoll Prozesse der Plattentektonik, die normalerweise tief im Erdinneren ablaufen.

Wie komme ich aus Deutschland am besten zum Gros-Morne-Nationalpark?

Die gängigste Route führt von Deutschland über eine große kanadische Stadt wie Toronto, Montreal oder Halifax per Langstreckenflug. Von dort geht es mit einem Inlandsflug zum Flughafen Deer Lake auf Neufundland. Von Deer Lake aus sind es mit dem Mietwagen oder Shuttle rund 1 bis 1,5 Stunden Fahrt bis nach Rocky Harbour am Rand des Parks.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Gros-Morne-Nationalpark?

Zu den beliebtesten Höhepunkten zählen der fjordartige Western Brook Pond mit seinen steilen Felswänden, die orangefarbenen Tablelands mit ihren Gesteinen aus dem Erdmantel, der Berg Gros Morne mit seinem weiten Panorama sowie die Küstenklippen und Buchten rund um Green Point und Bonne Bay.

Wann ist die beste Reisezeit für den Gros Morne National Park?

Die ideale Reisezeit liegt in den Sommermonaten von etwa Juni bis September, wenn die Wege größtenteils schneefrei sind und Angebote wie Bootstouren und Besucherzentren geöffnet haben. Juli und August bieten meist das stabilste Wetter, sind aber auch die belebtesten Monate. Für ruhigere Bedingungen und oft klare Sicht eignen sich Juni und September besonders gut.

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