Great Mosque of Kairouan, Kairouan

Great Mosque of Kairouan: steinerner Gebetshof des Maghreb

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 11:49 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Great Mosque of Kairouan prägt als monumentaler Gebetshof aus dem 7. und 9. Jahrhundert die Altstadt von Kairouan in Tunesien und öffnet einen Blick auf frühe islamische Architektur im Maghreb.

Aquarell-Illustration von Grosse Moschee von Kairouan in Kairouan, Tunesien als Reiseposter
Aquarellillustration des Wahrzeichens Grosse Moschee von Kairouan in Kairouan Tunesien, weiche Farbverläufe und pastelliges Reiseposter-Feeling, Illustration mit AI erstellt.

Great Mosque of Kairouan in Kairouan in Tunesien ist eine der frühesten großen Moscheen Nordafrikas und verbindet einen weitläufigen offenen Hof mit einer mehrschiffigen Gebetshalle aus Stein und Ziegeln. Die Anlage geht auf eine Gründung durch den arabischen Feldherrn Uqba ibn Nafi im Jahr 670 zurück, ihre im Wesentlichen erhaltene Gestalt stammt aus dem 9. Jahrhundert unter den Aghlabiden.

Great Mosque of Kairouan als frühe Freitagsmoschee in Ifriqiya

Die Große Moschee von Kairouan steht am Nordwest­rand der Altstadt und nimmt einen unregelmäßigen, annähernd rechteckigen Block ein, der sich stärker in Nord-Süd-Richtung erstreckt. Sie gilt als eine der ältesten Freitagsmoscheen des westlichen Islam und wird auch als Moschee von Uqba bezeichnet, nach dem Feldherrn Uqba ibn Nafi, der Kairouan und das erste Gebetshaus an diesem Ort im Jahr 670 begründete.Uqba ibn Nafi begründete Kairouan Aus dieser frühen Phase sind keine großen Bauteile sichtbar erhalten, doch legte sie den Standort fest, auf dem später alle Neubauten errichtet wurden.

Mehrere spätere Statthalter ließen die Moschee im 8. Jahrhundert erweitern und erneuern; die Gestalt, die heute erkennbar ist, geht jedoch im Wesentlichen auf den Aghlabidenemir Ziyadat Allah I zurück, der in den 830er Jahren einen umfassenden Neubau in Stein anordnete.Der Neubau unter Ziyadat Allah I im 9. Jahrhundert Die Moschee diente über Jahrhunderte zugleich als zentrales Gebetshaus der Stadt und als Ort religiöser Gelehrsamkeit und prägte damit die Rolle Kairouans als Hauptort der Region Ifriqiya.

Hof, Gebetshalle und Minarett: Aufbau der Anlage

Great Mosque of Kairouan umfasst einen großen offenen Innenhof, der an drei Seiten von überdachten Säulengängen eingefasst wird, und eine tiefe, mehrschiffige Gebetshalle an der Südseite. Der Baukörper beansprucht eine Fläche von deutlich über 9.000 Quadratmetern und gehört damit zu den großen Moscheekomplexen des frühen Mittelalters im Maghreb.Die Moschee umfasst über 9.000 Quadratmeter Die Umfassungsmauern bestehen aus massivem Mauerwerk, das die Anlage wie eine befestigte Architektur erscheinen lässt und sie klar von der umgebenden Altstadt absetzt.

An der Nordseite des Hofes erhebt sich das mehrstufige Minarett mit quadratischem Grundriss, dessen Sockel mit annähernd 10,7 Metern Seitenlänge gemessen wird und das etwa 31,5 Meter hoch aufragt.Das Minarett mit quadratischem Grundriss Innerhalb der Gebetshalle tragen Stein- und Marmorsäulen mit aufliegenden Kapitellen die flach geneigten Dachflächen, sodass ein hypostyler Innenraum entsteht, in dem Reihen von Stützen das Dach tragen und die Raumfluchten gliedern.Hypostyle-Moschee mit Säulenreihen Vor der Südmauer liegt der Mihrab, die Gebetsnische, und ein erhöhter Bereich für den Minbar, die Kanzel.

Architektur des Maghreb: Material, Formen und Vorbildwirkung

In ihrer erhaltenen Form gehört Great Mosque of Kairouan dem 9. Jahrhundert an und entstand unter der Aghlabidendynastie, die in Ifriqiya herrschte und Kairouan zu einem politischen und religiösen Zentrum ausbaute.Die Aghlabidendynastie und der Neubau im 9. Jahrhundert Der Bau nutzt wiederverwendete römische und byzantinische Säulen und Kapitelle, die zusammen mit neu gefertigten Bauteilen ein charakteristisches Bild aus antiken Formen und islamischer Ornamentik ergeben.

Die Moschee wird als Vorbild vieler späterer Moscheen im Maghreb und in Ifriqiya beschrieben: ihre Aufteilung in Hof und Gebetshalle, die Verwendung zahlreicher Stützen und der massive Turm fanden in weiteren Bauten der Region Nachahmung.Vorbildwirkung im Maghreb In Kairouan selbst steht die Moschee zusammen mit anderen Bauten der Altstadt innerhalb eines Ensembles, das als Weltkulturerbe eingestuft ist und damit einen formalen Schutzstatus trägt.Kairouans Altstadt mit UNESCO-Status

Great Mosque of Kairouan besuchen: was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Great Mosque of Kairouan liegt in der historischen Altstadt von Kairouan im Landesinneren von Tunesien und ist von den großen Verkehrsachsen aus über die Straßenverbindungen nach Kairouan erreichbar.
  • Der Zugang zur Moschee führt über Tore in den Umfassungsmauern, im Inneren liegen weitläufige gepflasterte Hofflächen und überdachte Säulengänge mit Stufen und Niveauwechseln, die einen sicheren Tritt erfordern.
  • Innerhalb der Gebetshalle bilden Säulenreihen und niedrige Durchgänge eine klare Gliederung, Besucher bewegen sich auf Steinböden und in einem verhältnismäßig niedrigen, durch die Stützen gegliederten Innenraum.
  • Tunesien ist ein Staat in Nordafrika; Amtssprache ist Arabisch, gezahlt wird in Tunesischem Dinar.
  • Die Einreisebestimmungen richten sich nach der Staatsangehörigkeit; deutsche Staatsbürger prüfen die Länderinformationen des Auswärtigen Amts unter auswaertiges-amt.de.

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Great Mosque of Kairouan: häufige Fragen

Wo liegt Great Mosque of Kairouan?

Die Moschee liegt in der Altstadt von Kairouan im Landesinneren von Tunesien und gehört zu den zentralen historischen Bauwerken der Stadt.

Was bietet ein Besuch von Great Mosque of Kairouan?

Ein Besuch führt in einen großen offenen Hof mit Säulengängen, in eine mehrschiffige Gebetshalle und an das monumentale Minarett, die zusammen frühe islamische Architektur Nordafrikas sichtbar machen.

Was kennzeichnet Great Mosque of Kairouan besonders?

Kennzeichnend sind die Entstehung auf eine Gründung des 7. Jahrhunderts durch Uqba ibn Nafi, der steinerne Neubau des 9. Jahrhunderts unter den Aghlabiden und die Rolle der Moschee als Vorbild für spätere Sakralbauten im Maghreb.

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